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Dramen

Enorm hohe Opferzahlen: Crans-Montana und frühere Katastrophen in der Schweiz

Rund 40 Tote werden in Crans-Montana beklagt. Das Drama im Wallis erinnert an seltene andere Katastrophen in der Schweiz mit vielen Toten, seien es Unfälle, Verbrechen oder Naturkatastrophen.

2026: Die Silvester-Explosion von Crans-Montana VS

Während einer Neujahrs-Party in der Bar «Le Constellation» kam es zu einem Brand und einer Explosion. Die Walliser Behörden sprechen aktuell von 40 Toten und 115 teils schwer Verletzten.

2018: Absturz einer «Ju 52»

Am 4. August 2018 stürzte südwestlich des Piz Segnas im Kanton Graubünden eine Junkers Ju 52 ab. Das historische Flugzeug mit der Immatrikulation HB-HOT war auf dem Rückweg aus dem Tessin, es handelte sich um einen Sightseeing-Flug. Beim Absturz starben Pilot, Co-Pilot, eine Flugbegleiterin und 17 Passagiere. Der Abschlussbericht der Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) kam zum Schluss, dass die «hochriskante Flugführung der Piloten» (zu tief, zu langsam, ohne Wendemöglichkeit) direkte Absturzursache war, er brachte aber auch diverse Fehlleistungen bei Behörden und Flugbetreiberin zutage.

Beim Absturz der HB-HOT im Jahr 2018 kamen 20 Personen ums Leben.
Bild: Kantonspolizei Graubünden

2017: Der Bergsturz von Bondo GR

Am 23. August 2017 brachen drei Millionen Kubikmeter Fels vom Piz Cengalo ab. Die anschliessende Schuttlawine verschüttete im Bondasca-Tal acht Wanderer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein gewaltiger Murgang zerstörte daraufhin Teile des Dorfes Bondo.

Trucks carry dirt in Bondo, Graubuenden in South Switzerland, on Monday, August 28, 2017. The village had been hit by a massive landslide on Wednesday last week. The main road between Stampa and Castasegna is disconnected. The village has been evacuated. Eight people have been reported missing. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Bild: Gian Ehrenzeller / Keystone

2012: Das Busdrama von Sierre VS

Am 13. März 2012 prallte ein belgischer Reisebus in einem Tunnel der A9 bei Sierre frontal gegen eine Nothaltebucht. 28 Menschen starben, darunter 22 Kinder auf dem Rückweg aus dem Skilager. Die Bilder des zerstörten Fahrzeugs lösten europaweite Bestürzung aus. Die genaue Ursache – Herzversagen des Fahrers oder Unaufmerksamkeit – wurde nie abschliessend geklärt.

Im Bus starben 28 Menschen bei Sierre.
Bild: Kantonspolizei Wallis

2006: Verkehrsunfall im Viamala-Tunnel

Am 16. September 2006 kam es in Viamala-Tunnel der Autobahn A13 im Kanton Graubünden zu einem Verkehrsunfall. Ein Reifenplatzer eines Autos löste eine Unfall-Kettenreaktion aus, in die mehrere Autos und ein Reisecar involviert waren. Mehrere Fahrzeuge fingen explosionsartig Feuer. Neun Menschen starben - darunter auch der Unfallverursacher -, weitere neun wurden verletzt.

Vom voellig ausgebrannten Reisecar im Viamalatunnel bei Thusis ist nur noch das zerschmolzene Gerippe uebrig geblieben, am Sonntag 17. September 2006. Ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Reisecar und einem Personenwagen im Viamala-Tunnel auf der A13 bei Thusis forderte am Samstag, 16. September 2006 sechs Todesopfer. Zwei Personen werden noch immer vermisst. (KEYSTONE/Arno Balzarini)
Bild: Arno Balzarini / Keystone

2005: Car-Unglück vom Grossen St. Bernhard

Oberhalb von Orsières VS am Grossen St. Bernhard kam am 13. April 2005 ein Reisecar von der Strasse ab und stürzte in die Tiefe. Er war auf dem Weg von Kallnach BE nach Savona in Italien. 24 Passagiere, zwei Chauffeure sowie eine Begleiterin waren an Bord. Zwölf Personen starben, 15 wurden verletzt. Die genaue Unfallursache liess sich nicht ermitteln.

Experts inspect the site and the wreckage of a Swiss tourist bus laying on the bank of the Dranse river, the day after an accident on the road to the Great St. Bernard between Orsieres and Liddes, western Switzerland, Monday, April 18, 2005. The bus got off the road and fell over a slope 250m into a ravine, killing 12 people and injuring 15. The cause of the crash remains unknown. (KEYSTONE/Fabrice Coffrini)
Bild: Fabrice Coffrini / Keystone

2001: Der Crossair-Absturz von Bassersdorf ZH

Am 24. November 2001 stürzte eine Avro RJ100 der Crossair im Landeanflug auf Zürich ab. Die Maschine unterschritt bei schlechter Sicht die Mindesthöhe und zerschellte im Wald bei Bassersdorf. 24 Menschen kamen ums Leben. Der Schlussbericht konstatierte schwere Fehler des Piloten und mangelndes Risikomanagement bei der Airline.

Rescue workers are seen next to the wreckage of the Crossair jet, Sunday Nov. 25, 2001, at the crash site in Birchwil, Switzerland. The Jumbolino jet by Swiss Crossair crashed late Saturday during its approach to Zurich airport. At least ten people died. The four-engine aircraft carrying 33 people was on a flight from Berlin. (KEYSTONE/Walter Bieri)
Bild: Walter Bieri / Keystone

2001: Der Brand im Gotthard-Strassentunnel

Am 24. Oktober 2001 kam es um 9.39 Uhr im Gotthard-Strassentunnel zu einer schweren Kollision zwischen zwei Lastwagen. Knapp einen Kilometer nach der Einfahrt bei Airolo platzte beim Zusammenstoss ein Tank, die Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Elf Menschen kamen dabei ums Leben. In der Folge wurden zahlreiche Massnahmen bei Vorschriften, Infrastruktur und in der Brandschutzausbildung umgesetzt. Die Zahl der Unfälle ging deutlich zurück.

This Police handout picture shows the accident site in the Gotthard tunnel, shortly after the fire broked out, Wednesday, October 24, 2001. At least ten people were killed in a head-on truck crash and fire in a major Alpine tunnel, but officials said safety features prevented a much worse disaster. (KEYSTONE/POLICE CANTONAL TESSIN/Str) === ===
Bild: Kantonspolizei Tessin

2001: Das Attentat von Zug

Am 27. September 2001 stürmte Friedrich Leibacher schwer bewaffnet den Kantonsratssaal in Zug. Innerhalb weniger Minuten erschoss er drei Regierungsräte und elf Kantonsräte, bevor er sich selbst tötete. Es war der schwerste Angriff auf die politische Institution der Schweiz. Die Tat beendete die Ära der uneingeschränkten Volksnähe in Regierungsgebäuden.

Ambulance cars stand ready in front of the local parliament building of central Swiss town of Zug, where a gunman stormed the local assembly and opened fire on Thursday, September 27. 2001. Probably 14 people and the gunman himself died. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Bild: Urs Flüeler / Keystone

2000: Bergsturz in Gondo

Nach Tagen mit intensiven Niederschlägen ergoss sich am 14. Oktober 2000, kurz nach 10 Uhr an einem Samstagmorgen, eine Schlamm- und Geröllawine über das Walliser Dorf Gondo. Dabei wurden zahlreiche Häuser verschüttet. 13 Menschen verloren ihr Leben.

Rescue workers clear the ruins of the Stockalper tower, a historic building, in Gondo, Switzerland, Monday, October 16, 2000. Heavy rains over the weekend caused a landslide on Saturday which swept away half of Gondo. Rescue workers still are searching for survivors under the debris. (KEYSTONE/Laurent Gillieron) === ELECTRONIC IMAGE ===
Bild: Laurent Gillieron / Keystone

1999: 21 Tote bei Canyoning-Unfall

Am 27. Juli 1999 kam es im Saxetbach im Berner Oberland zu einem schweren Unglück: Eine plötzlich auftretende Sturzflut riss eine Gruppe von Canyoning-Touristen mit. 21 Personen starben, eine von ihnen wurde nie gefunden. Sechs Tour-Manager wurden später wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, weil sie bei der Risikobeurteilung Fehler gemacht hatten.

Members of the rescue team are searching for missed persons on Wednesday, July 28, 1999, in the stream 'Saxetbach' near Interlaken. At least 19 people seeking the thrills of an Alpine river adventure near Interlaken were killed and two are missing after a storm turned the mountain stream 'Saxetbach' into a deadly wall of water, Swiss officials said today during press conference. (KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)
Bild: Alessandro della Valle / Keystone

1999: Lawinenunglück von Evolène

Im Lawinenwinter 1999 kam es in der Walliser Gemeinde Evolène zu einem Unglück, bei dem zwölf Menschen starben. Am Abend des 21. Februar gingen mehrere Lawinenzüge ab, die Häuser verschütteten und Autos mitrissen. Der Gemeindepräsident und der Sicherheitschef des Dorfs wurden später verurteilt, weil sie die Lage falsch eingeschätzt und Gefahrenzonen nicht evakuiert hatten.

EV131-19990222-EVOLENE, SWITZWERLAND - An aerial view of one of the two avalanches that smashed into the Swiss ski resort of Evolene, Swiss Alps, Monday 22 February 1999. Two people were killed and more than a dozen are missing after snow storms and avalanches hit the Swiss and French Alps today. Heavy snowfalls in the Alps have claimed the lives of at least 19 people this month, most of whom died in the avalanches. EPA PHOTO KEYSTONE/FABRICE COFFRINI
Bild: Fabrice Coffrini / EPA

1999: Sturm Lothar fordert 14 Todesopfer in der Schweiz

Am 26. Dezember 1999 fegte Sturm Lothar über Europa. Alleine in der Schweiz starben 14 Personen; sie wurden von umstürzenden Bäumen oder Ästen erschlagen, stürzten mit der Gondel ab, fielen vom Dach oder wurden von herumfliegenden Gegenständen getroffen. Dutzende wurden verletzt.

Des sapeurs pompier s'activent a deblayer la rue du 31 decembre entraver par un arbre deracines et son lampadaire ce dimanche 26 decembre 1999 a Geneve. Des rafales a 110 km/h ont ete signalees le service Incendie et secours, SIS, sont intervenus plus de 350 fois depuis le milieu de l'apres-midi mais seuls des degats materiels ont ete signales. Aucune personne n'a ete blessee. (KEYSTONE/Martial Trezzini)
Bild: Martial Trezzini / Keystone

1994: Neun Tote bei Zugunglück in Däniken SO

Der mit 125 km/h vorbeifahrende Schnellzug Brig-Romanshorn wurde am 21. März 1994 auf dem Areal des Bahnhofs Däniken SO durch einen Schienenkran, mit dem gerade Weichenteile abgeladen wurden, seitlich aufgeschlitzt. Neun Menschen wurden dabei getötet, 21 teils schwer verletzt. Zwei Mitarbeitende des Bahn-Bautrupps wurden wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verurteilt.

Bergungsarbeiten nach dem schweren Eisenbahnunglueck von Daeniken SO, welches am 21. Maerz 1994 neun Tote und 23 teils schwer Verletzte gefordert hatte. Der Strafprozess um das Zugunglueck von Daeniken geht in die zweite Runde. Vor dem Obergericht stehen seit Mittwoch, 9. Dezember 1998, die selben fuenf Eisenbahner wie schon in der Vorinstanz. Ihnen wird vorgeworfen, die Baustelle an jenem fatalen 21. Maerz 1994 ungenuegend gesichert zu haben. (vgl. SDA bsd039) (KEYSTONE/Archive)
Bild: Keystone

1992: Berliner Reisegruppe verunfallt am Nufenenpass

Am 24. Juli 1992 durchbrach auf der Tessiner Seite des Nufenenpasses ein deutscher Reisebus die Leitplanke und stürzte 30 Meter in die Tiefe. Acht Menschen einer Berliner Reisegruppe sterben, 23 werden verletzt. Als Unfallursache stand Bremsversagen im Vordergrund.

1990: Der Flugzeugabsturz am Stadlerberg ZH

Am 14. November 1990 stürzte eine Alitalia-Maschine im Anflug auf den Flughafen Zürich ab. Die Douglas DC-9 zerschellte am Stadlerberg bei Weiach ZH, nur wenige Kilometer vor der Landebahn. Alle 46 Insassen verloren ihr Leben. Ursache war eine Fehlfunktion des Instrumentenlandesystems in Kombination mit mangelhafter Kommunikation im Cockpit.

Bergungsarbeiten bei den Truemmern der abgestuertzten Alitalia-Maschine am Stadlerberg, aufgenommen am 14. November 1990. Beim Absturz der DC-9 im Landeanflug auf den Flughafen Kloten verloren alle 46 Passagiere und Crew-Mitglieder ihr Leben. (KEYSTONE/Joe Diener)
Bild: Jo Diener / Keystone

1982: Fataler Crash auf dem Bahnübergang in Pfäffikon ZH

Wegen eines Fehlers der Schrankenwärterin gelangte am 12. September 1982 ein deutscher Reisebus just dann auf den Bahnübergang in Pfäffikon ZH, als sich ein Regionalzug mit rund 80 km/h näherte. Bei der Kollision starben 39 Reisende im Bus, nur zwei überlebten. Es handelte sich um Mitglieder eines Sportvereins aus Schönaich (Baden-Württemberg).

Auf einem Bahnuebergang bei Pfaeffikon, Kanton Zuerich, dessen Barriere von Hand bedient wird und nicht heruntergelassen war, wurde am 12. September 1982 ein Reisebus aus Deutschland von einem Regionalzug gerammt. 39 Insassen des Reisecars kommen dabei ums Leben, nur zwei ueberleben. (KEYSTONE/Str)
Bild: Keystone

1973: Die Flugzeugkatastrophe von Hochwald SO

Am 10. April 1973 verlor eine britische Chartermaschine bei dichtem Schneetreiben die Orientierung und zerschellte an einem Hang im solothurnischen Hochwald. 108 Menschen starben, die meisten waren Frauen aus Bristol auf einem Tagesausflug zur Basler Messe. Die Untersuchung deckte Mängel in der Navigationsausrüstung und Fehlentscheide der Piloten unter extremem Zeitdruck auf.

trDer frisch gefallene Schnee erschwert die Bergungsarbeiten bei den Truemmern der Ungluecksmaschine von Hochwald, aufgenommen am 10. April 1973. An dem Tag hat sich das bisher schwerste Flugzeugunglueck in der Schweiz zugetragen: 108 Menschen starben, als eine englische Chartermaschine bei Hochwald (SO) unweit von Basel abstuerzte. Am Tag des Ungluecks herrschte Nebel, Schneetreiben und starker Wind, als die im englischen Bristol gestartete Vickers Vanguard 952 zum Landeanflug auf den Flughafen Basel-Muelhausen ansetzte. Doch das Flugzeug konnte nicht landen und startete durch. Danach verlor die Besatzung offenbar die Orientierung, kurz darauf kam es 16 Kilometer suedlich des Flughafens zur Katastrophe: Die Maschine flog bei einem zweiten Durchstarteversuch gegen einen bewaldeten Hang in der Naehe des solothurnischen Herrenmatt: Fuer 108 der 145 englischen Passagiere und Besatzungsmitglieder, die einen Tagesausflug an die Mustermesse in Basel machen wollten, endete der Absturz toedlich, 37 ueberlebten, weil sie sich im abgerissenen Heck des Flu
Bild: Keystone

1972: Schlimmstes Seilbahnunglück der Schweiz

Am 12. Juli 1972 gegen 19 Uhr war eine Kabine der Seilbahn von Betten aus in Richtung Bettmeralp unterwegs, als plötzlich das Zugseil riss. Die Kabine raste mitsamt der 14 Passagiere und gelandenem Kies in Richtung Talstation, wo sie in eine Betonwand einschlägt. Zwölf Menschen sterben. Als Ursache wurden technische Fehler und nachlässige Wartung eruiert.

Cableway accident in Betten 1972 (Photo by Blick/RDB/ullstein bild via Getty Images)
Bild: RDB / Getty

1971: Brandkatastrophe in der Psychiatrischen Uniklinik Zürich

Am frühen Morgen des 6. März 1971 kamen bei einem Brand in der psychiatrischen Klinik Burghölzli in Zürich 28 Patienten ums Leben, die meisten erstickten an den Rauchgasen. 15 Personen wurden verletzt. Rettungs- und Fluchtversuche wurden durch die verschlossenen Türen und vergitterten Fenster behindert. Die Brandursache konnte nie zweifelsfrei geklärt werden.

A major fire in the Burghoelzli, the psychiatric university hospital in Zurich, destroyed a large warehouse and the fire brigade was able to save the adjacent men's wing of the epileptic ward and evacuate the 115 inmates, recorded on 18 March 1973 (KEYSTONE/Str) Ein Grossbrand im Burghoelzli, der Psychiatrischen Universitaetsklinik in Zuerich zerstoerte ein grosses Lagerhaus und die Feuerwehr konnte den angrenzenden Maennertrakt der epileptischen Abteilung retten und die 115 Insassen evakuieren, aufgenommen am 18. Maerz 1973. (KEYSTONE/Str)
Bild: Keystone

1970: Bombenanschlag auf Flugzeug, Würenlingen AG

Am 21. Februar 1970 explodierte an Bord einer Swissair-Maschine kurz nach dem Start in Zürich eine Bombe. Die Besatzung versuchte vergeblich, das Flugzeug nach Kloten zurückzubringen; es stürzte bei Würenlingen ab. Alle 47 Insassen kamen ums Leben. Hinter dem Anschlag steckte eine palästinensische Terrorgruppe.

Feuerwehrleute und Polizisten bei der Absturzstelle des Swissairflugzeuges, Coronado CV-990, im Wald in der Naehe von Wuerenlingen im Kanton Aargau. Am 21. Februar 1970 explodierte - kurz nach dem Start - im Frachtraum eine Bombe, die von palaestinensischen Terroristen gelegt worden war. Der Captain versuchte nach der Detonation zum Flughafen Kloten zurueckzufliegen, die Maschine stuerzte jedoch bei Wuerenlingen in einen Wald ab. Die 38 Passagiere und die 9 Besatzungsmitglieder kamen bei dem Absturz ums Leben. (KEYSTONE/Str)
Bild: Keystone

1970: Lawinenunglück von Reckingen VS

Das schwerste Schweizer Lawinenunglück des 20. Jahrhunderts ereignete sich am 24. Februar 1970: Nach intensiven Schneefällen über mehrere Tage löste sich in Reckingen VS kurz nach 5 Uhr morgens eine Staublawine. Sie tötete 30 Menschen. Davon waren 19 Militärangehörige, die ihren WK in der Kaserne Gluringen absolvierten.

Central Swiss soldiers clearing the last remains of the avalanche accident on 24 February 1970 in Reckingen in the canton of Valais, recorded on 10 June 1970. (KEYSTONE/Str) Innerschweizer Soldaten beim Raeumen der letzten Truemmer des Lawinenungluecks vom 24. Februar 1970 in Reckingen im Kanton Wallis, aufgenommen am 10. Juni 1970. (KEYSTONE/Str)
Bild: Keystone

1968: Zehn Tote nach Hotelbrand in Zürich

Am 9. Oktober 1968 starben bei einem Brand im Hotel Metzgerbräu an der Beatengasse zehn Menschen, mehrere weitere wurden verletzt. Es handelte sich um Brandstiftung durch einen 17-jährigen Hilfsportier. Weil das Treppenhaus rasch kollabierte, wurden die Hotelgäste an der Flucht gehindert.

Der Grossbrand im Hotel Metzgerbraeu an der Beatengasse in Zuerich in der Nacht auf den 9. Oktober 1968 fordert 10 Todesopfer und zahlreiche verletzte Hotelgaeste. Feuerwehrmaenner mit Saergen zwischen den Feuerwehrleitern. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Str)
Bild: Keystone

1968: Eisenbahnunfall von St-Léonard

Bei einem Frontalzusammenstoss eines Güterzugs und eines Extrazuges starben am 24. Juni 1968 bei St-Léonard auf der Simplonstrecke zwölf Menschen, darunter beide Lokführer. 103 Personen wurde verletzt. Der Güterzug hatte ein «Halt»-Signal missachtet. Im Extrazug sass eine Reisegruppe aus Mitgliedern der Landwirtschaftlichen Genossenschaft Reiden. Zehn der Toten kamen aus der Luzerner Gemeinde Pfaffnau.

Am 24. Juni 1968 kollidierte ein Extrazug mit rund 300 Mitgliedern der Landwirtschaftlichen Genossenschaft Reiden in voller Fahrt bei St-Léonard mit einem entgegenkommenden Güterzug. In den zum Teil fast vollständig zerstörten Fahrzeugen starben 13 Menschen, 103 wurden verletzt.
Bild: Wikipedia

1965: Die Mattmark-Katastrophe

Am 30. August 1965 kam es beim Bau des Mattmark-Staudamms im Wallis zu einem der verlustreichsten Unglücke der Schweizer Geschichte. Zwei Millionen Kubikmeter Eis des Allalingletschers brachen ab und begruben die Barackensiedlung der Baustelle. 88 Arbeiter, überwiegend italienische Staatsangehörige, verloren ihr Leben.

Soldiers and a policeman recover a victim from the destroyed hut camp of the Mattmark reservoir building site. On August 30, 1965, an ice avalanche from the Allalin Glacier descended onto the construction site of the Mattmark dam. 88 workers were killed in the catastrophe. (KEYSTONE/Str) Soldaten und ein Polizist bergen ein Opfer auf dem zerstoerten Barackenlager der Baustelle des Mattmarkstausees nach dem Niedergang einer Eislawine am 30. August 1965, der 88 Menschenleben forderte, aufgenommen am 31. August 1965. Die Eislawine vom Allalingletscher verursachte auch grosse Schaeden an den Bauinstallationen des Stausees. (KEYSTONE/Str)
Bild: Keystone

1963: Absturz einer Swissair-Caravelle in Dürrenäsch

Auf dem Weg von Zürich nach Genf stürzte am 13. September 1963 eine Swissair-Maschine bei Dürrenäsch ab. Die Caravelle war vollbesetzt, alle 80 Passagiere und Crew starben. 43 Passagiere waren Einwohner des Dorfs Humlikon ZH. Als Unfallursache wurde ein technischer Defekt ermittelt. (pmü/nro)

Rettungsmannschaften an der Unglueckstelle bei Duerrenaesch, Kanton Aargau, im September 1963. Das schwerste Flugzeugunglueck, von dem die Schweizer Luftfahrt bis dahin betroffen worden war, forderte 80 Menschenleben, davon 43 Einwohner der Gemeinde Humlikon. Die Caravelle HB-ICV "Schaffhausen" der Swissair stuerzte am 4. September auf dem Flug Zuerich-Genf-Rom ab, nachdem sie bereits in der Luft Feuer gefangen hatte. (KEYSTONE/Photopress-Archiv/Str)
Bild: Keystone

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