2026: Die Silvester-Explosion von Crans-Montana VS
Während einer Neujahrs-Party in der Bar «Le Constellation» kam es zu einer Explosion mit folgendem Brand. Die Walliser Behörden sprechen aktuell von Dutzenden Toten und über 100 Verletzten.
2018: Absturz einer «Ju 52»
Am 4. August 2018 stürzte südwestlich des Piz Segnas im Kanton Graubünden eine Junkers Ju 52 ab. Das historische Flugzeug mit der Immatrikulation HB-HOT war auf dem Rückweg aus dem Tessin, es handelte sich um einen Sightseeing-Flug. Beim Absturz starben Pilot, Co-Pilot, eine Flugbegleiterin und 17 Passagiere. Der Abschlussbericht der Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) kam zum Schluss, dass die «hochriskante Flugführung der Piloten» (zu tief, zu langsam, ohne Wendemöglichkeit) direkte Absturzursache war, er brachte aber auch diverse Fehlleistungen bei Behörden und Flugbetreiberin zutage.

2017: Der Bergsturz von Bondo VS
Am 23. August 2017 brachen drei Millionen Kubikmeter Fels vom Piz Cengalo ab. Die anschliessende Schuttlawine verschüttete im Bondasca-Tal acht Wanderer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein gewaltiger Murgang zerstörte daraufhin Teile des Dorfes Bondo.
2012: Das Busdrama von Sierre VS
Am 13. März 2012 prallte ein belgischer Reisebus in einem Tunnel der A9 bei Sierre frontal gegen eine Nothaltebucht. 28 Menschen starben, darunter 22 Kinder auf dem Rückweg aus dem Skilager. Die Bilder des zerstörten Fahrzeugs lösten europaweite Bestürzung aus. Die genaue Ursache – Herzversagen des Fahrers oder Unaufmerksamkeit – wurde nie abschliessend geklärt.

2006: Verkehrsunfall im Viamala-Tunnel
Am 16. September 2006 kam es in Viamala-Tunnel der Autobahn A13 im Kanton Graubünden zu einem Verkehrsunfall. Ein Reifenplatzer eines Autos löste eine Unfall-Kettenreaktion aus, in die mehrere Autos und ein Reisecar involviert waren. Mehrere Fahrzeuge fingen explosionsartig Feuer. Neun Menschen starben - darunter auch der Unfallverursacher -, weitere neun wurden verletzt.
2005: Car-Unglück vom Grossen St. Bernhard
Oberhalb von Orsières VS am Grossen St. Bernhard kam am 13. April 2005 ein Reisecar von der Strasse ab und stürzte in die Tiefe. Er war auf dem Weg von Kallnach BE nach Savona in Italien. 24 Passagiere, zwei Chauffeure sowie eine Begleiterin waren an Bord. Zwölf Personen starben, 15 wurden verletzt. Die genaue Unfallursache liess sich nicht ermitteln.
2001: Der Crossair-Absturz von Bassersdorf ZH
Am 24. November 2001 stürzte eine Avro RJ100 der Crossair im Landeanflug auf Zürich ab. Die Maschine unterschritt bei schlechter Sicht die Mindesthöhe und zerschellte im Wald bei Bassersdorf. 24 Menschen kamen ums Leben. Der Schlussbericht konstatierte schwere Fehler des Piloten und mangelndes Risikomanagement bei der Airline.
2001: Der Brand im Gotthard-Strassentunnel
Am 24. Oktober 2001 kam es um 9.39 Uhr im Gotthard-Strassentunnel zu einer schweren Kollision zwischen zwei Lastwagen. Knapp einen Kilometer nach der Einfahrt bei Airolo platzte beim Zusammenstoss ein Tank, die Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Elf Menschen kamen dabei ums Leben. In der Folge wurden zahlreiche Massnahmen bei Vorschriften, Infrastruktur und in der Brandschutzausbildung umgesetzt. Die Zahl der Unfälle ging deutlich zurück.
2001: Das Attentat von Zug
Am 27. September 2001 stürmte Friedrich Leibacher schwer bewaffnet den Kantonsratssaal in Zug. Innerhalb weniger Minuten erschoss er drei Regierungsräte und elf Kantonsräte, bevor er sich selbst tötete. Es war der schwerste Angriff auf die politische Institution der Schweiz. Die Tat beendete die Ära der uneingeschränkten Volksnähe in Regierungsgebäuden.
1992: Berliner Reisegruppe verunfallt am Nufenenpass
Am 24. Juli 1992 durchbrach auf der Tessiner Seite des Nufenenpasses ein deutscher Reisebus die Leitplanke und stürzte 30 Meter in die Tiefe. Acht Menschen einer Berliner Reisegruppe sterben, 23 werden verletzt.
1990: Der Flugzeugabsturz am Stadlerberg ZH
Am 14. November 1990 stürzte eine Alitalia-Maschine im Anflug auf den Flughafen Zürich ab. Die Douglas DC-9 zerschellte am Stadlerberg bei Weiach ZH, nur wenige Kilometer vor der Landebahn. Alle 46 Insassen verloren ihr Leben. Ursache war eine Fehlfunktion des Instrumentenlandesystems in Kombination mit mangelhafter Kommunikation im Cockpit.
1973: Die Flugzeugkatastrophe von Hochwald SO
Am 10. April 1973 verlor eine britische Chartermaschine bei dichtem Schneetreiben die Orientierung und zerschellte an einem Hang im solothurnischen Hochwald. 108 Menschen starben, die meisten waren Frauen aus Bristol auf einem Tagesausflug zur Basler Messe. Die Untersuchung deckte Mängel in der Navigationsausrüstung und Fehlentscheide der Piloten unter extremem Zeitdruck auf.
1970: Bombenanschlag auf Flugzeug, Würenlingen AG
Am 21. Februar 1970 explodierte an Bord einer Swissair-Maschine kurz nach dem Start in Zürich eine Bombe. Die Besatzung versuchte vergeblich, das Flugzeug nach Kloten zurückzubringen; es stürzte bei Würenlingen ab. Alle 47 Insassen kamen ums Leben. Hinter dem Anschlag steckte eine palästinensische Terrorgruppe.
1970: Lawinenunglück von Reckingen VS
Das schwerste Schweizer Lawinenunglück des 20. Jahrhunderts ereignete sich am 24. Februar 1970: Nach intensiven Schneefällen über mehrere Tage löste sich in Reckingen VS kurz nach 5 Uhr morgens eine Staublawine. Sie tötete 30 Menschen. Davon waren 19 Militärangehörige, die ihren WK in der Kaserne Gluringen absolvierten.
1965: Die Mattmark-Katastrophe
Am 30. August 1965 kam es beim Bau des Mattmark-Staudamms im Wallis zu einem der verlustreichsten Unglücke der Schweizer Geschichte. Zwei Millionen Kubikmeter Eis des Allalingletschers brachen ab und begruben die Barackensiedlung der Baustelle. 88 Arbeiter, überwiegend italienische Staatsangehörige, verloren ihr Leben.
1963: Absturz einer Swissair-Caravelle in Dürrenäsch
Auf dem Weg von Zürich nach Genf stürzte am 13. September 1963 eine Swissair-Maschine bei Dürrenäsch ab. Die Caravelle war vollbesetzt gewesen, alle 80 Passagiere und Crew starben. 43 von ihnen waren Einwohner des Dorfs Humlikon ZH. Als Unfallursache wurde ein technischer Defekt ermittelt. (pmü/nro)