Nahost-Newsblog

Alle News zum Konflikt im Nahen Osten bis zum 26. Juni 2026

Im Nahen Osten herrscht weiter Anspannung. Alle Neuigkeiten und Reaktionen zum Konflikt in unserem Newsblog.

Mehr zum Thema:

23:03 Uhr

Freitag, 26. Juni

USA bombardieren den Iran erneut wegen der Strasse von Hormus

Nach einem Drohnenangriff auf einen Frachter in der Strasse von Hormus, mit dem der Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe verletzt hat, haben die USA ihrerseits den Iran angegriffen. Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen seien beschossen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) am Freitag auf der Plattform X mit.

Trump hatte dem Iran zuvor auf seiner Plattform Truth Social einen «törichten» Bruch der Waffenruhe vorgeworfen. Eine Drohne habe das Oberdeck des Schiffes getroffen und «Schaden angerichtet», schrieb er. Drei weitere Drohnen seien von den USA abgeschossen worden.

Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) hatte am Donnerstag einen Angriff vor der omanischen Küste gemeldet und erklärt, das Schiff sei beschädigt. Von Verletzten oder Umweltschäden war nicht die Rede. Ein US-Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AP, es habe sich um das Handelsschiff «Ever Lovely» gehandelt.

Stunden vor dem Angriff hatte der Iran Frachter in der Strasse von Hormus davor gewarnt, die Meerenge auf einer Route vor der Küste Omans zu durchfahren, die der Oman in Abstimmung mit der UN-Schifffahrtsorganisation IMO festgelegt hat. Die einzige zugelassene Route durch die Strasse von Hormus sei die vom Iran festgelegte, erklärte die Revolutionsgarde. Die Nutzung anderer Routen sei untersagt, bei Verstössen werde man einschreiten.

Der Iran hatte die Meerenge nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar praktisch blockiert und hat wiederholt Anspruch auf die Kontrolle der Durchfahrt erhoben, durch die zu Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. (dpa)

20:18 Uhr

Freitag, 26. Juni

Rubio: Israel und Libanon unterzeichnen Rahmenvereinbarung

Israel und der Libanon haben nach Angaben von US-Aussenminister Marco Rubio ein Rahmenabkommen unterzeichnet. Die Vereinbarung zwischen den Nachbarstaaten sei ein erster Schritt hin zum Frieden, sagte Rubio am Freitag. (dpa)

18:25 Uhr

Freitag, 26. Juni

Trump zu Hormus-Attacke: Iran hat Waffenruhe gebrochen

US-Präsident Donald Trump wirft dem Iran vor, gegen die Waffenruhe-Vereinbarung verstossen zu haben. Wie der Republikaner auf der Plattform Truth Social schrieb, startete der Iran mindestens vier Drohnenangriffe gegen Schiffe in der Strasse von Hormus. Eine der Drohnen habe ein Frachtschiff getroffen. Der Frachter konnte demnach aber seine Fahrt trotz Schadens fortsetzen.

Das US-Militär habe die anderen drei Drohnen abgeschossen. «Dies ist offensichtlich ein törichter Verstoss gegen unsere Waffenruhe-Vereinbarung», schrieb Trump. Nähere Angaben, wann sich genau die Angriffe ereignet haben sollen, machte er nicht.

Am Donnerstag war ein Angriff auf ein Frachtschiff in der Strasse von Hormus bekanntgeworden. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte mit, ein «unbekanntes Projektil» habe die Brücke des Schiffes beschädigt. Der Vorfall vor der Küste des Omans ereignete sich wenige Stunden, nachdem Irans Revolutionsgarden gewarnt hatten, dass Durchfahrten nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher seien. (dpa)

13:28 Uhr

Freitag, 26. Juni

Iran droht wegen angeblicher israelischer Militärflieger

Irans oberste Militärführung hat wegen angeblicher israelischer Militärflugzeuge im Luftraum in der Nachbarschaft der Islamischen Republik eine Drohung ausgesprochen. Es betrachte die Flugzeuge «im Anflug auf den Iran» als Gefährdung, hiess es in einer Stellungnahme des Hauptquartiers Chatam al-Anbjia, die die Nachrichtenagentur Fars verbreitete. Sollten die USA Israel nicht Einhalt gebieten können, behalte sich der Iran «das Recht vor, auf solche Massnahmen zu reagieren», hiess es in der Stellungnahme weiter. Wo genau sich die israelischen Flugzeuge befinden sollen, wurde nicht deutlich. (dpa)

06:55 Uhr

Freitag, 26. Juni

USA: Handelsschiff von iranischer Drohne getroffen

Ein Handelsschiff ist in der Strasse von Hormus US-Angaben zufolge von einer iranischen Drohne getroffen worden. Ein US-Beamter sagte der AP, es habe sich um das Handelsschiff «Ever Lovely» gehandelt. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) hatte den Angriff bereits zuvor gemeldet, jedoch lediglich mitgeteilt, dass das Schiff vor der Küste Omans nahe einer von den UN genehmigten Route für die Strasse von Hormus getroffen worden sei. Von Verletzten oder Umweltschäden war nicht die Rede.

Stunden zuvor hatte der Iran Frachter in der Strasse von Hormus gewarnt, die Meerenge auf einer Route vor der Küste Omans zu durchfahren, die der Oman in Abstimmung mit der UN-Schifffahrtsorganisation IMO festgelegt hat. Die einzige zugelassene Route durch die Strasse von Hormus sei die vom Iran festgelegte, erklärte die Revolutionsgarde. Die Nutzung anderer Routen sei untersagt, bei Verstössen werde man einschreiten. Kurz nachdem das Handelsschiff getroffen wurde, setzte die IMO die Evakuierung von Schiffen durch die Meerenge aus. (dpa)

06:57 Uhr

Freitag, 26. Juni

Trump: Strasse von Hormus offen

US-Präsident Donald Trump bekräftigte bei einem Essen mit Farmern im Rosengarten des Weissen Hauses, dass die Meerenge offen sei. Den Angriff auf das Schiff vor der Küste des Omans erwähnte er dabei mit keinem Wort. Stattdessen betonte er einmal mehr, dass der Iran unbedingt ein Abkommen mit den USA schliessen wolle - und ergänzte: «das werden wir wahrscheinlich auch tun. Ich denke, wir werden es tun.» Das ausgehandelte Rahmenabkommen stellt den Grundstein für Verhandlungen etwa über Teherans Atomprogramm dar. (dpa)

21:18 Uhr

Donnerstag, 25. Juni

Vorläufiger Stopp für Durchfahrten in Meerenge von Hormus

Nach einem Angriff auf ein Schiff im Golf von Oman hat die Weltschifffahrtsorganisation IMO die jüngst gestartete Evakuierung von Schiffen rund um die Strasse von Hormus vorläufig gestoppt. «Mir wurde heute ein Angriff im Golf von Oman auf ein Schiff gemeldet, das die Strasse von Hormus durchquert hat», teilte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez mit. «Dieses Schiff befand sich nicht im Rahmen des Evakuierungsplans der IMO auf der Durchfahrt.»

Nähere Angaben zu dem Schiff und zum Angriff machte die UN-Sonderorganisation nicht. Nach Angaben des internationalen Schifffahrtsverbandes Bimco handelt es sich um ein Handelsschiff, das die Strasse von Hormus unter Nutzung der Küstenverkehrszone vor Oman durchfuhr.

Er habe beschlossen, die Umsetzung des Evakuierungsplans «vorübergehend auszusetzen, um erneut zu überprüfen, ob die erforderlichen Sicherheitsgarantien für die Schiffe auf unserer Evakuierungsliste und alle Schiffe in der Region weiterhin gegeben sind», sagte Dominguez. «Ich habe stets betont, dass die Sicherheit der Seeleute oberste Priorität hat. Um daher ein koordiniertes Vorgehen und die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten, wird der Evakuierungsplan bis zur Klärung der Lage ausgesetzt.»

Die UN-Sonderorganisation hatte am Dienstag angekündigt, mehr als 11'000 Seeleute aus der Region zu evakuieren. Noch am selben Tag passierten erste Schiffe die Meerenge. Die für den Welthandel bedeutende Strasse von Hormus war wochenlang faktisch blockiert gewesen, als zunächst der Iran mit Drohungen und Angriffen auf zivile Schiffe begann und später die USA iranische Häfen blockierten. Vorausgegangen waren amerikanisch-israelische Angriffe auf den Iran. Inzwischen haben sich Washington und Teheran vorläufig auf ein Ende der Kampfhandlungen geeinigt. (dpa)

16:44 Uhr

Donnerstag, 25. Juni

Israelischer Soldat im Südlibanon getötet

Im Süden des Libanon ist ein israelischer Soldat getötet worden. Ein weiterer sei verletzt worden, teilte das Militär am Donnerstag mit. Dadurch stieg die Zahl der bei Kämpfen zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz im Libanon und im Norden Israels getöteten Soldaten auf mindestens 37.

Der jüngste Krieg zwischen Israel und der Hisbollah hatte Anfang März begonnen, als sich die Miliz kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran stellte und Israel beschoss. Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen und einem Feldzug in den Südlibanon, wodurch nach libanesischen Regierungsangaben mehr als 4000 Menschen getötet wurden. Der Konflikt hat sich immer wieder als Gefahr für das in der vergangenen Woche von Washington und Teheran unterzeichnete Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Krieges erwiesen. (dpa)

16:00 Uhr

Donnerstag, 25. Juni

Drei Tote bei israelischem Angriff im Südlibanon

Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Motorrad im Südlibanon sind nach staatlichen Angaben drei Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete, dass ausserdem eine Person verletzt wurde. Die israelische Armee bestätigte den Angriff auf Nachfrage, ohne weitere Details zu nennen.

Eigentlich herrscht zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon eine Waffenruhe. Zuletzt wurde die Feuerpause nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen von beiden Seiten weitgehend eingehalten. Israel ist aber weiterhin mit eigenen Truppen im Südlibanon im Einsatz und greift damit auch weiter Ziele an.

NNA meldete auch, dass die israelische Armee Häuser in dem Ort Ain Arab nahe der Grenze zu Israel niedergebrannt habe. Bereits am Mittwoch gab es Berichte, dass die Bewohner aufgefordert wurden, ihre Häuser dort zu verlassen. Das israelische Militär äusserte sich dazu zunächst nicht.

In der US-Hauptstadt gehen unterdessen direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon weiter. Dabei soll die Waffenruhe gefestigt werden. Die libanesische Regierung will vor allem auch einen Abzug der israelischen Truppen erzielen. Israel will eine Entwaffnung der Hisbollah durchsetzen. Die israelische Regierung hatte zuletzt mehrmals betont, erst bei einer vollständigen Entwaffnung der Hisbollah aus dem Nachbarland abzuziehen. (dpa)

14:23 Uhr

Donnerstag, 25. Juni

Rubio: Wollen keine Iran-Einigung «um jeden Preis»

US-Aussenminister Marco Rubio hat mit Blick auf Verhandlungen mit dem Iran betont, Washington strebe zwar eine Einigung an, werde jedoch keinem Abkommen «um jeden Preis» zustimmen. Ein möglicher Deal müsse gut, belastbar und überprüfbar sein sowie dauerhaft eingehalten werden, sagte Rubio nach einem Ministertreffen des Golf-Kooperationsrates (GCC) in der bahrainischen Hauptstadt Manama. Mit Bezug auf die Strasse von Hormus sagte Rubio, die Meerenge sei internationales Gewässer und gehöre keinem Staat. Dies sei ein grundlegendes Prinzip der internationalen Ordnung.

Würde man akzeptieren, dass Staaten Gebühren für die Nutzung internationaler Gewässer verlangten, nur weil diese in der Nähe ihres Hoheitsgebiets lägen, könnte sich ein solcher Anspruch weltweit ausbreiten. «Man kann es Maut oder Gebühr nennen», sagte er. Kein Land habe das Recht, für die Nutzung internationaler Gewässer Geld zu verlangen. Eine solche Forderung werde niemals Bestandteil eines akzeptablen Abkommens sein. Die USA und der Iran verhandeln unter Vermittlung von Pakistan und Katar über eine endgültige Beilegung des Iran-Kriegs. (dpa)

14:20 Uhr

Donnerstag, 25. Juni

Berichte: Verkehr durch Strasse von Hormus zeigt erste Normalisierung

Der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus zeigt Analysen zufolge erste Anzeichen von Normalisierung. 70 Durchfahrten zählte der Datenanbieter Kpler am Mittwoch nach Angaben eines Sprechers. Vor Ausbruch des Iran-Kriegs waren es täglich mehr als 100 gewesen. Der Datenanbieter Windward schrieb in einer Analyse, kommerzieller Verkehr in der Strasse von Hormus nähere sich «funktioneller Normalität» an. Der Anbieter berichtete von mehr Aus- als Einfahrten. China sei das Hauptzielland für ölexportierende Schiffe. Am Donnerstagvormittag (Ortszeit) hatten die iranischen Revolutionsgarden mitgeteilt, dass Durchfahrten durch die Meerenge nur auf iranisch festgelegten Routen sicher seien. (dpa)

11:45 Uhr

Donnerstag, 25. Juni

Iranische Revolutionsgarde warnt Frachter in Strasse von Hormus

Die iranische Revolutionsgarde hat eine Warnung an Frachter in der Strasse von Hormus gerichtet. Eine Route durch die Meerenge vor der Küste des Omans, die von der UN-Schifffahrtsbehörde IMO empfohlen wird, sei nicht sicher, teilte die Marine der Garde über die staatliche Nachrichtenagentur Irna mit. Auf dieser Route hatte kurz zuvor ein Öltanker unter der Flagge Liberias die Strasse von Hormus verlassen.

Die «Stoic Warrior» kündigte die Durchfahrt an und brach am Donnerstagmorgen auf. Die Route führte das Schiff zunächst an der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate und anschliessend an der Küste Omans entlang. Das Schiff passierte die omanische Halbinsel Musandam und hielt sich dabei nah an der Küste. Diese Route wurde vom Oman in Abstimmung mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) festgelegt. Nördlich der Route verläuft der Schifffahrtsweg in der Mitte der Meerenge, den Schiffe jahrzehntelang frei befahren konnten.

Die Revolutionsgarde erklärte nach Beginn des Iran-Krieges, sie habe diesen Weg vermint. Die Marine der Revolutionsgarde erklärte nach der Durchfahrt der «Stoic Warrior», die einzige zugelassene Route durch die Strasse von Hormus sei die vom Iran festgelegte. «Der Schiffsverkehr ausserhalb dieser Routen ist äusserst gefährlich und untersagt.» Bei Verstössen werde man einschreiten. Details wurden nicht genannt. Über Zwischenfälle während der Passage der «Stoic Warrior» durch die Meerenge wurde nichts bekannt. Schiffstracking-Daten zufolge folgten dem Tanker mehrere weitere Schiffe. (dpa)

21:42 Uhr

Mittwoch, 24. Juni

Rubio stellt Iran-Gespräche für kommende Woche in Aussicht

Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran dürften nach den Worten von US-Aussenminister Marco Rubio in der kommenden Woche weitergehen. Nach seinem Kenntnisstand würden die technischen Gespräche am Montag oder Dienstag fortgeführt, sagte Rubio am Flughafen in Kuwait City. Er gehe davon aus, es werde erneut in der Schweiz verhandelt.

Die beiden Seiten hätten die Verhandlungen in verschiedene Arbeitsstränge aufgeteilt. Darin sollten die Gespräche nun weiterlaufen. Für die US-Seite würden etwa Fachleute für Nuklearenergie oder Sanktionen aus mehreren Ministerien teilnehmen.

Am Sonntag hatten sich Vertreter der USA, Irans und der Vermittlerstaaten Pakistan und Katar zu Gesprächen in einem Luxusresort in der Nähe von Luzern getroffen. Pakistan sprach davon, dass im weiteren Wochenverlauf in kleineren Arbeitsgruppen weiterverhandelt werde.

Ende Februar hatten die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen, der nach einem vergangene Woche unterzeichneten Rahmenabkommen nun endgültig beigelegt werden soll. Im Rahmenabkommen steht die Absicht, die endgültige Vereinbarung möglichst innerhalb von 60 Tagen zu erreichen. (dpa)

17:18 Uhr

Mittwoch, 24. Juni

Israel will vorerst nicht aus dem Libanon abziehen

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat einen Verbleib israelischer Truppen im Libanon angekündigt. Die USA hätten Israel nicht aufgefordert, sich aus dem Nachbarland zurückzuziehen, sagte Katz. Israel werde dort bleiben, solange die Hisbollah eine Bedrohung für die eigenen Soldaten und die Einwohner im Grenzgebiet darstelle. «Wir ziehen uns nicht zurück, und im Moment gibt es - und das ist ein diplomatischer Erfolg - keine amerikanische Forderung an Israel, sich aus dem Libanon zurückzuziehen», sagte Katz. (dpa)

14:51 Uhr

Dienstag, 23. Juni

Zwei Tote nach israelischem Angriff im Libanon

Trotz einer neuen Waffenruhe ist es im Libanon erneut zu einem Angriff der israelischen Armee gekommen. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass israelische Soldaten mit Maschinengewehren auf eine Gruppe von Menschen geschossen hätten. Sie hielten sich demnach zum Zeitpunkt des Angriffs nahe der Stadt Nabatija in der Nähe eines Bulldozers auf, der dort Aufräumarbeiten durchführte. Ein Mann wurde nach NNA-Angaben getötet. Eine weitere Person erlag anschliessend ihren Verletzungen.

Das Gesundheitsministerium in Beirut bestätigte, dass zwei Menschen getötet wurden. Demnach wurde eine weitere Person verletzt. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, die Bulldozer hätten Trümmer beiseite geräumt, um die Leichen zweier zuvor getöteter Kämpfer zu bergen.

Die israelische Armee bestätigte den Angriff. Das Militär sprach von einer «unmittelbaren Bedrohung» in der Gegend. Es seien «bewaffnete Terroristen» angegriffen worden. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Die Hisbollah verurteilte die Attacke als «hinterhältigen Angriff» und als «offene Verletzung» der Waffenruhe. Bei den Getöteten soll es sich demnach um Zivilisten handeln. Einer davon sei ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung gewesen, teilte die Hisbollah mit.

Das israelische Militär ist weiterhin im Libanon vertreten. Nach jüngsten Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sollen die israelischen Streitkräfte trotz Waffenruhe weiter im Nachbarland operieren. (dpa)

12:05 Uhr

Dienstag, 23. Juni

Iranischer Präsident reist für Verhandlungen nach Pakistan

Der iranische Präsident Massud Peseschkian ist am Dienstag zu Verhandlungen nach Pakistan gereist. Vor seinem Abflug schrieb er auf der Plattform X, dass der Erfolg der Gespräche über ein Ende des Kriegs «von der uneingeschränkten Einhaltung der vereinbarten Verpflichtungen und deren präziser Umsetzung» abhänge. «Erklärungen, die über den vereinbarten Text hinausgehen, tragen nicht zum Fortschritt der Verhandlungen bei.» Pakistan ist einer der Vermittler in den Gesprächen zwischen dem Iran und den USA, die in den vergangenen Tagen in der Schweiz miteinander verhandelt hatten. (dpa)

12:04 Uhr

Dienstag, 23. Juni

Netanyahu: Israel hält an «Sicherheitszone» im Südlibanon fest

Israel wird laut Ministerpräsident Benjamin Netanyahu unverändert an seiner selbst deklarierten «Sicherheitszone» im Südlibanon festhalten. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die Netanyahu nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Eyal Zamir auf X veröffentlichte. Die israelischen Streitkräfte werden demnach weiter im Nachbarland operieren, um Gefahren gegen eigene Soldaten und Bürger abzuwenden. Ausserdem solle die Infrastruktur der libanesischen Hisbollah-Miliz zerstört werden. Oberstes Prinzip bleibe die Sicherheit israelischer Bürger und Soldaten. Es würden dabei keine Kompromisse eingegangen.

Zuvor hatten Medien berichtet, dass die Regierung der Vereinigten Staaten den militärischen Handlungsspielraum der israelischen Einheiten im Libanon begrenzen wolle. Hintergrund ist ein bilaterales Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung regionaler Konflikte, das auch den Libanon einschliesst. (dpa)

10:05 Uhr

Dienstag, 23. Juni

Iran: Aktuell keine Inspektionen der IAEA in Atomanlagen geplant

Nach iranischen Angaben sind aktuell keine Inspektionen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in den Atomanlagen des Landes geplant. Das sagte Aussenministeriumssprecher Esmail Baghai am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Teheran. (dpa)

09:55 Uhr

Dienstag, 23. Juni

Iran meldet mehr als 3500 Kriegstote

In Iran sind im Zuge der Angriffe der USA und Israels nach Angaben der Justiz 3519 Menschen getötet worden. Dabei handele es sich um neueste Zahlen der Gerichtsmedizin, sagte Justizsprecher Asghar Dschahangir der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna am Montag.

Einen konkreten Zeitrahmen nannte Dschahangir nicht. Mitte April hatte die iranische Gerichtsmedizin bereits als endgültig bezeichnete, etwas niedrigere Zahlen (3375) veröffentlicht. Damals hiess es, unter den Toten seien 496 Frauen sowie 383 Kinder und Minderjährige. Den neuen Angaben nach wurden 517 Frauen getötet, Zahlen zu Kindern und Minderjährigen wurden nicht mitgeteilt. Im April hiess es, die meisten Opfer habe es in der Hauptstadt Teheran, in der Stadt Isfahan im Zentrum des Landes sowie in der Küstenprovinz Hormosgan gegeben.

Die tatsächliche Zahl der Toten könnte deutlich höher liegen. Die Menschenrechtsorganisation Hengaw mit Sitz in Norwegen berichtete im April, dass mindestens 7650 Menschen ums Leben gekommen seien, darunter 1030 Zivilisten. Unabhängig überprüfen lassen sich die Opferzahlen nicht. (dpa)

22:27  Uhr

Montag, 22. Juni

Datenanalyse: Schiffe verkehren in der Strasse von Hormus

Im Verlauf des Wochenendes haben Dutzende Schiffe die Strasse von Hormus durchquert. Wie aus Aufzeichnungen des Datenanalyseunternehmens Kpler hervorgeht, wurden 71 Durchfahrten in der strategisch wichtigen Meerenge bestätigt, über die vor dem Iran-Krieg etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls verschifft wurde. Allein 35 Durchfahrten zählte das Unternehmen am Samstag. Vor dem Krieg passierten durchschnittlich zwischen 100 und 130 Schiffen die Meerenge pro Tag.

Die wichtigste Route dort ist weiterhin nicht für den Verkehr freigegeben und gilt als vermint. Aktuell nutzen Schiffe eine Route weiter nördlich, die durch iranische Gewässer verläuft, sowie eine Südroute durch Gewässer des Omans. (dpa)

18:31 Uhr

Montag, 22. Juni

Vier Kinder bei Minenexplosion im Jemen getötet

Bei der Explosion einer Mine im Süden des Jemen sind vier Kinder getötet und neun weitere verletzt worden. Das teilten örtliche Behörden in der Provinz Dhale mit. Nach Angaben der Behörden ereignete sich der Vorfall im Dorf al-Raibi, als eine Landmine detonierte, die mutmasslich von den mit dem Iran verbündeten Huthi stammte. Die Explosion wurde als eine der «schrecklichsten humanitären Katastrophen» bezeichnet, die die Provinz je erlebt habe.

Der Gouverneur der Provinz Dhale rief internationale und humanitäre Organisationen sowie Minenräumdienste dazu auf, ihre Anstrengungen zur Beseitigung von Kriegsresten und Sprengsätzen zu verstärken. Diese stellten weiterhin eine erhebliche Gefahr für die Zivilbevölkerung dar.

Nach Schätzungen der jemenitischen Regierung sollen Huthi-Kämpfer seit Beginn des Konflikts im Jahr 2014 rund zwei Millionen Sprengkörper verlegt haben. Die Miliz hatte damals weite Teile des Nordens des Landes unter ihre Kontrolle gebracht, darunter auch die Hauptstadt Sanaa, woraufhin die international anerkannte Regierung in den Süden verdrängt wurde. (dpa)

18:28 Uhr

Montag, 22. Juni

US-Aussenminister Rubio besucht Golfstaaten

US-Aussenminister Marco Rubio reist wenige Tage nach dem Abschluss eines Rahmenabkommens mit dem Iran in die Golfregion. Das Aussenministerium teilte mit, Rubio werde von Dienstag bis Donnerstag die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Bahrain besuchen.

Im Mittelpunkt der Gespräche sollen nach Angaben des Ministeriums das Abkommen mit dem Iran, die Sicherung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus sowie Fragen von Frieden und Stabilität in der Region stehen. In Bahrain will Rubio zudem Vertreter des Golf-Kooperationsrats (GCC) treffen.

Die Reise ist der erste Besuch eines US-Kabinettsmitglieds in der Region seit der Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen Washington und Teheran vergangene Woche. Das Abkommen sieht nach Angaben der US-Regierung unter anderem vor, dass der Iran die freie Durchfahrt durch die Strasse von Hormus gewährleistet und Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lässt.

Die Staaten am Persischen Golf dürften bei der Umsetzung der Vereinbarung eine wichtige Rolle spielen. Die Strasse von Hormus zählt zu den bedeutendsten Routen des weltweiten Öl- und Gashandels. Während des Kriegs zwischen Iran auf der einen und den USA und Israel auf der anderen Seite war der Schiffsverkehr dort zeitweise stark beeinträchtigt.

Die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Bahrain gehörten während des Konflikts zu den Ländern, die wiederholt Ziel iranischer Angriffe wurden. Dabei wurden nach US-Angaben auch amerikanische Einrichtungen beschädigt. (dpa)

15:36 Uhr

Montag, 22. Juni

Katar: 13 Tote bei Explosion in Gasanlage Ras Laffan

Bei einer Explosion in einem Gasexportterminal in Katar sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Energieminister Saad Scherida al-Kaabi sprach am Montag bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Doha von einem Industrieunfall. Die Explosion an der Gasanlage Ras Laffan könnte die im Zuge des Iran-Kriegs unter Druck geratenen Energiemärkte weiter belasten. Die Anlage war im Krieg vom Iran angegriffen worden und danach für mehrere Wochen ausser Betrieb. (dpa)

14:43 Uhr

Montag, 22. Juni

Vance: Iran möchte IAEA-Inspektoren zulassen – Zeitplan offen

Der Iran will nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lassen. Einen Zeitplan dafür gebe es aber noch nicht, sagte Vance nach Gesprächen mit der iranischen Seite im Bürgenstock Resort in der Schweiz.

Seit den israelischen und US-Angriffen im Juni 2025 hatte die IAEA keinen Zugang mehr zu den iranischen Urananreicherungsanlagen. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sollen nun auf technischer Ebene weitergehen.

Vance sagte, es sei ein Verfahren vereinbart worden, um die Strasse von Hormus für den Schiffsverkehr offen zu halten. Zudem solle ein Mechanismus helfen, Verstösse gegen die im Rahmenabkommen vereinbarte Waffenruhe direkt anzusprechen und eine neue Eskalation zu verhindern.

«Wir haben eine sehr solide Grundlage für den Abschluss einer erfolgreichen endgültigen Vereinbarung geschaffen», sagte Vance. Die endgültige Vereinbarung soll möglichst innerhalb von 60 Tagen erreicht werden.

Zu den iranischen Vermögenswerten sagte Vance, die USA und Katar behielten die Aufsicht über mögliche Auszahlungen. Mit dem Geld würden Sojabohnen, Mais und Weizen aus den USA gekauft. «Sollten die iranischen Vermögenswerte jemals freigegeben werden, werden sie dazu dienen, die amerikanischen Landwirte reicher zu machen und das iranische Volk zu ernähren.» (dpa)

14:37 Uhr

Montag, 22. Juni

Schülerin bei Luftangriff Israels in Gaza getötet

Bei einem israelischen Luftangriff in der Stadt Gaza ist nach palästinensischen Angaben eine Schülerin getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien bei dem Angriff auf ein Fahrzeug verletzt worden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa.

Die israelische Armee teilte mit, sie habe ein Mitglied des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas angegriffen, das sich in einem Fahrzeug befunden habe. Man bedauere jeden Schaden für Unbeteiligte und ergreife alle möglichen Massnahmen, um zivile Opfer zu vermeiden.

Palästinensische Augenzeugen sagten, die israelische Luftwaffe habe das Fahrzeug mit vier Raketen angegriffen. Die Insassen seien jedoch entkommen, stattdessen sei die junge Palästinenserin tödlich getroffen worden. Bilder von vor Ort zeigten, wie Menschen das Wrack des schwerbeschädigten Autos umringten.

Laut Gesundheitsbehörde mehr als 1000 Tote seit Waffenruhe

Das palästinensische Ministerium für Bildung und Hochschulwesen bekundete grosse Trauer über den Tod der Elftklässlerin. Zuletzt seien mehrfach Schüler und Schülerinnen bei israelischen Angriffen getötet worden, hiess es in der Mitteilung. Das Ministerium rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich dringend für einen Stopp israelischer Angriffe und besseren Schutz für Schüler, Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen einzusetzen.

Offiziell gilt seit Oktober vergangenen Jahres eine Waffenruhe im Gazastreifen. Dennoch kommt es immer wieder zu israelischen Angriffen und bewaffneten Zwischenfällen. Seit Beginn der Waffenruhe sind nach Angaben der von der islamistischen Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 1000 Menschen getötet worden. (dpa)

05:04 Uhr

Montag, 22. Juni

Verhandlungen auf dem Bürgenstock noch die ganze Woche

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für ein umfassendes Abkommen zur Beilegung des Kriegs nehmen Fahrt auf. Nach dem Auftakt der Gespräche auf Ebene der Verhandlungsführer in der Schweiz soll es nun unmittelbar im Anschluss die ganze Woche weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Die Gespräche finden den Vermittlern zufolge weiter auf dem Bürgenstock statt.

Ziel sei es, wie im Rahmenabkommen vorgesehen innerhalb von 60 Tagen ein «finales Abkommen» zu erreichen, hiess es am frühen Morgen in einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan. Es werde unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben.

US-Vizepräsident JD Vance mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif.
Bild: Urs Flüeler/Keystone

Die Gespräche seit Sonntag hätten in einer «positiven und konstruktiven Atmosphäre» stattgefunden. «Es wurden ermutigende Fortschritte erzielt, inklusive der Schaffung eines Mechanismus für weitere Gespräche», hiess es in der von den Vermittlern auf der Plattform X verbreiteten Erklärung weiter. Auch jüngste Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran, die er am Sonntag während der Gespräche in sozialen Medien veröffentlicht hatte, führten nicht zu einem Scheitern der Beratungen.

Neuer Gesprächskanal für Öffnung der Strasse von Hormus

Es sei ein Gesprächskanal zwischen den Kriegsparteien eingerichtet worden, um Missverständnisse oder Zwischenfälle in der Strasse von Hormus zu vermeiden, erklärten die Vermittler weiter. Ziel sei eine sichere Passage für kommerzielle Schiffe durch die Meerenge. Die Strasse von Hormus ist eine für die Weltwirtschaft bedeutende Route für den Handel mit Dünger, Öl und Flüssiggas aus den Staaten am Persischen Golf.

Zudem sei ein Forum geschaffen worden, um für die Einhaltung der Waffenruhe auch im Libanon zu sorgen, hiess es weiter. Dort kommt es immer wieder zu gegenseitigen Angriffen der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz. Der Iran und die USA hatten in ihrem Rahmenabkommen vergangene Woche ein Ende der Kämpfe auch im Libanon vereinbart.

Israels Regierung, die nicht Teil der Verhandlungen der beiden Kriegsparteien ist, lehnt dies jedoch ab. Zudem will Israel seine Soldaten nicht aus dem Südlibanon abziehen, was wiederum dem Iran ein Dorn im Auge ist. Gegenseitige Angriffe im Libanon brachten das Rahmenabkommen daher Ende vergangener Woche an den Rand des Zusammenbruchs. Zuletzt beruhigte sich die Lage – vorerst. (dpa)

17:19 Uhr

Sonntag, 21. Juni

Trump: Iran muss sofort seine Stellvertreter im Libanon stoppen

US-Präsident Donald Trump hat in einem neuen Post auf der Plattform Truth Social den Iran aufgefordert, seine «hoch bezahlten Stellvertreter» im Libanon in die Schranken zu weisen. Diese müssten sofort aufhören, Unruhe zu stiften. «Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran erneut sehr hart treffen», drohte Trump.

Bild: Screenshot: TruthSocial

Zwar nannte Trump die libanesische Hisbollah-Miliz nicht namentlich, sondern spricht von sogenannten Proxys (Stellvertretern). Doch die Gruppe gilt als Teherans wichtigster politischer und militärischer Partner im Libanon und auch als sein wichtigstes Einflussinstrument.

Die anhaltenden Kämpfe im Libanon zwischen der Hisbollah und Israel haben wiederholt für gravierende Verstimmungen zwischen den USA und dem Iran gesorgt, da das bilaterale Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran auch ein Ende der militärischen Konflikte in der Region vorsieht – also auch im Libanon. Trump hatte in der Vergangenheit auch Israel bereits nach militärischen Einsätzen im Libanon kritisiert. Israel und die Hisbollah werfen sich gegenseitig Verstösse gegen die dort geltende Waffenruhe vor. (dpa)

17:06 Uhr

Sonntag, 21. Juni

US-Regierung widerspricht iranischem Militär zu Strasse von Hormus

Die US-Regierung hat die Angaben des iranischen Militärs zu einer erneuten Blockade der Strasse von Hormus als falsch zurückgewiesen. In den vergangenen 24 Stunden hätten 67 Schiffe die Meerenge passiert, sagte Energieminister Chris Wright dem Sender Fox News. Was den Transport von Öl und Ölprodukten angeht, entspreche dies in etwa dem Verkehrsaufkommen vor Kriegsbeginn.

Wright räumte ein, manche Reeder hätten immer noch Bedenken, die Meerenge wieder zu nutzen. Der Iran habe im zentralen Teil der Wasserstrasse verlegte Minen auch noch nicht geräumt. Die USA hätten jedoch eine Route im Süden der Meerenge geöffnet und eskortierten Schiffe, die diese nutzen.

Der Iran hatte die Meerenge nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar praktisch blockiert, durch die zu Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Die USA wiederum sperrten die Durchfahrt von und zu iranischen Häfen.

In einer am Donnerstag unterzeichneten Rahmenvereinbarung sagten beide Seiten zu, die Blockaden aufzuheben. Doch am Samstag erklärte das gemeinsame Militärkommando des Iran, die Meerenge werde wegen der israelischen Angriffe auf die mit dem Iran verbündete Hisbollahmiliz im Libanon erneut gesperrt. Das US-Militär widersprach und kündigte an, sicherzustellen, dass der Schiffsverkehr durch die Meerenge ungehindert fliesst.

Verbraucher weltweit hoffen, dass die Meerenge dauerhaft geöffnet wird und die durch den Iran-Krieg in die Höhe geschossenen Kraftstoffpreise wieder sinken. Allerdings erwägt der Iran, künftig Gebühren für die Durchfahrt zu verlangen, was internationalem Recht widerspräche. US-Präsident Donald Trump hat gedroht, in diesem Fall könnten auch die USA Durchfahrtsgebühren an der Strasse von Hormus erheben. (dpa)

14:07 Uhr

Sonntag, 21. Juni

Anwohner berichten von Pause bei israelischen Angriffen im Südlibanon

Die Kämpfe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz sind zu Beginn der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran offenbar gestoppt worden. Anwohner im Südlibanon berichteten von einer Pause bei den israelischen Angriffen am Sonntagmorgen. Auch von der israelischen Seite gab es keine Berichte über Beschuss durch die Hisbollah. Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Anweisungen erhalten, die Waffenruhe einzuhalten. Es handle ausschliesslich defensiv, sagte ein Sprecher.

Noch am Freitag und Samstag hatten sich Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah heftig beschossen. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete mehr als 50 Tote bei israelischen Angriffen seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran am Donnerstag. Zudem kamen fünf israelische Soldaten ums Leben. Israel gab an, am Samstag Infrastruktur der Hisbollah angegriffen zu haben, darunter ein Tunnelnetzwerk in der südlibanesischen Stadt Kfar Tebnit.

Die schiitische Hisbollah hatte sich Anfang März, kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran, an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran gestellt und Israel attackiert. Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen und einer Bodenoffensive im Südlibanon, bei denen nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums Tausende Menschen getötet oder verletzt wurden. Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen.

Das amerikanisch-iranische Rahmenabkommen sieht ein sofortiges Ende des Krieges «an allen Fronten, auch im Libanon» und die Gewährleistung der «territorialen Integrität und Souveränität» des Libanon vor. Allerdings sind weder Israel noch die Hisbollah Vertragsparteien. Der Iran besteht darauf, dass sich Israel aus dem Südlibanon zurückziehen müsse, auch wenn der Wortlaut der Übergangsvereinbarung das nicht ausdrücklich vorschreibt. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat einen Truppenrückzug bislang verweigert. (dpa)

13:12 Uhr

Sonntag, 21. Juni

Israel lehnt Einschränkungen im Südlibanon strikt ab

Israel ist nach Worten des Verteidigungsministers Israel Katz nicht bereit, Einschränkungen beim Vorgehen seiner Armee im Südlibanon zu akzeptieren. Man könne dort weiterhin «Massnahmen zur Beseitigung von Bedrohungen ergreifen», hiess es in einer Mitteilung von Katz.

Nach tödlichen Angriffen auf israelische Truppen habe die Armee zuletzt «mit grosser Härte reagiert» und «eine sehr grosse Zahl von Hisbollah-Kämpfern ausgeschaltet», hiess es weiter. «Der Schutz des Lebens unserer Soldaten und Bürger hat oberste und uneingeschränkte Priorität.»

Auch nach Verkündung einer Waffenruhe blieben die israelischen Truppen im Südlibanon, bekräftigte er. «Israel wird sich nicht aus der Sicherheitszone im Libanon zurückziehen», sagte er demnach. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.

Das bilaterale Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA sieht eine umfassende Beendigung der militärischen Konflikte in der Region vor – also auch im Libanon. Israel wirft auch der Hisbollah wiederholte Verstösse gegen die Waffenruhe vor. (dpa)

12:17 Uhr

Sonntag, 21. Juni

Iran: Verhandlungen mit USA auf einen Tag begrenzt

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA im schweizerischen Bürgenstock sollen nach Angaben aus Teheran nur einen Tag dauern. Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte im Staatsfernsehen IRIB, es sei nicht geplant, die Gespräche über den heutigen Termin hinaus fortzusetzen. Zunächst stünden bilaterale Treffen mit den pakistanischen und katarischen Vermittlerdelegationen an, am Nachmittag folge dann die Runde mit der US-Delegation.

Neben den politischen Gesprächen sind auch Arbeitsrunden auf Expertenebene geplant. Die sollen sich unter anderem um die Freigabe blockierter iranischer Bankkonten und mögliche Sanktionserleichterungen drehen. Der iranische Zentralbankgouverneur Nasser Hemmati reiste dafür eigens in die Schweiz. Allerdings ist bislang nicht geklärt, ob auch diese technischen Beratungen bereits nach einem Tag enden oder unabhängig von den Hauptverhandlungen fortgesetzt werden. (dpa)

09:46 Uhr

Sonntag, 21. Juni

Bericht: Sieben Tote bei neuen Angriffen Israels im Libanon

Bei erneuten israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach dortigen offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Bei einem Angriff in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes seien fünf Menschen getötet worden, darunter ein Kind, eine Frau und zwei ältere Menschen, berichtete die Staatsagentur NNA am Morgen. In Nähe der südlichen Küstenstadt Tyrus seien zudem zwei Palästinenser ums Leben gekommen. Israels Armee äusserte sich zunächst nicht zu den Berichten. (dpa)

06:21 Uhr

Sonntag, 21. Juni

Gespräche zwischen Iran und USA starten - Vance optimistisch

Überschattet von den Kämpfen der israelischen Armee mit der libanesischen Hisbollah-Miliz sollen heute auf dem Bürgenstock die hochrangig besetzten Gespräche zwischen den Kriegsparteien USA und Iran beginnen. Ziel ist es, das vergangene Woche unterzeichnete Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs zu konkretisieren. Eine endgültige Vereinbarung, auch zum Umgang mit Teherans umstrittenem Atomprogramm, soll dem Rahmenabkommen zufolge innerhalb von 60 Tagen ausgehandelt werden.

An den heutigen Gesprächen im Luxusresort Bürgenstock unweit von Luzern sollen neben den Kriegsparteien auch Vertreter der Vermittler Pakistan und Katar teilnehmen. Für die USA reiste Vizepräsident JD Vance an. Er zeigte sich vor dem Abflug vorsichtig optimistisch: «Ich denke, wir werden hoffentlich Fortschritte in der Atomfrage erzielen und auch in der Frage der Waffenruhe im Libanon vorankommen», sagte er. Vance sagte zudem, dass sich der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff bereits in der Schweiz befänden. Sie kümmerten sich um technische Aspekte dieser Verhandlungen. Nach seinem Eindruck liefen die Dinge gut.

Von iranischer Seite sollen unter anderem Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf als Verhandlungsführer und Aussenminister Abbas Araghtschi teilnehmen. Für den Vermittler Pakistan reiste unter anderem Premierminister Shehbaz Sharif an. (dpa)

22:19 Uhr

Samstag, 20. Juni

Trump droht mit US-Maut in der Strasse von Hormus

Unter dem Eindruck wachsender Spannungen mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump mit einer US-Maut in der Strasse von Hormus gedroht. Sollte kein finales Friedensabkommen zustande kommen, könnten sich die USA so ihre Dienste als «Schutzengel» der Region vergüten lassen, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Die USA hatten den Iran Ende Februar gemeinsam mit Israel angegriffen und so den Krieg begonnen.

US-Präsident Donald Trump droht im Streit um die Strasse von Hormus mit einer amerikanischen Maut für Schiffe, sollte es kein endgültiges Friedensabkommen mit dem Iran geben.
Bild: AP

Im ausgehandelten Rahmenabkommen ist festgelegt, dass der Iran während der 60-tägigen Verhandlungen keine Gebühren verlangen darf. Wie es danach weitergeht, soll der Iran mit dem Oman aushandeln - unter Beachtung des internationalen Rechts und Einbeziehung der Anrainerstaaten. Es war bereits damit gerechnet worden, dass dieser Punkt für Streit sorgen könnte. Völkerrechtler halten Gebühren für problematisch.

Trump machte nun erneut deutlich, dass der Iran aus US-Sicht keine Gebühren für die Durchfahrt kassieren werde, weder während der 60-tägigen Verhandlungen noch danach. (dpa)

21:59 Uhr

Samstag, 20. Juni

Berichte: Israel schränkt Angriffe im Libanon ein

Die israelische Armee will ihre Einsätze im Libanon Medienberichten zufolge ausserhalb einer selbst erklärten «Sicherheitszone» im Grenzgebiet weitgehend einstellen. Damit folge das Militär einer Anweisung der politischen Führung.

Innerhalb der Zone sollen die Operationen jedoch fortgesetzt werden. Nach Armeeangaben richtet sich der Einsatz dort unter anderem gegen ein weitverzweigtes Tunnelsystem der Hisbollah. Bei akuten Bedrohungen behält sich Israel zudem Angriffe ausserhalb des Gebiets vor.

Die libanesische Regierung betrachtet die von Israel kontrollierte Zone als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verteidigt sie hingegen als notwendige Sicherheitsbarriere zum Schutz der Bevölkerung im Norden Israels.

Die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah belasten die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Das jüngste Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran sieht eigentlich auch ein Ende der Kampfhandlungen im Libanon vor. (dpa)

21:26 Uhr

Samstag, 20. Juni

Neue Iran-Gespräche auf dem Bürgenstock: Können die Verhandlungen noch gerettet werden?

Am Sonntag sollen die USA und der Iran in der Schweiz erneut verhandeln. Doch der Deal steht wegen Spannungen im Libanon sowie politischem Widerstand in Teheran und Washington auf wackligen Beinen. Die wichtigsten Fragen im Überblick. (chm)

Mehr zum Thema:

20:50 Uhr

Samstag, 20. Juni

Israelische Armee: Mehr als 50 Geschosse abgefeuert

Die israelische Armee warf der Hisbollah wiederholte Verstösse gegen die Feuerpause vor. In der Nacht habe sie mehr als 50 Geschosse auf Soldaten im Südlibanon abgefeuert. Fünf Soldaten seien getötet und zwei weitere schwer verletzt worden. Als Reaktion seien Raketenstellungen, Waffenlager und Kommandozentralen der Hisbollah angegriffen worden. Die Armee werde auch künftig gegen jede Bedrohung für Israel und die Soldaten vorgehen, hiess es.

Dagegen erklärte die Miliz, sie habe auf einen Vormarsch der israelischen Truppen reagiert. Weiter hiess es, die Hisbollah halte zwar weiterhin an der Waffenruhe fest, werde aber jedem Versuch entgegentreten, weiteres Land zu erobern.

Nach Angaben eines US-Regierungsmitarbeiters gilt eigentlich seit Freitag 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MESZ) eine Waffenruhe. Diese wurde bereits wenige Minuten nach Inkrafttreten mehrfach gebrochen. (dpa)

20:45 Uhr

Samstag, 20. Juni

Medien: Viele Tote bei israelischen Luftangriffen im Libanon

Am Samstag hatten libanesische Medien über zahlreiche israelische Luftangriffe mit mindestens 35 Toten berichtet. Die israelische Armee und die proiranische Hisbollah-Miliz machen sich gegenseitig für die Kämpfe und Verstösse gegen die Feuerpause verantwortlich. Der Libanon selbst ist nicht Konfliktpartei. Die libanesische Armee warf Israel vor, mit ihren Angriffen jede Lösung zu verhindern, die eine Wiederherstellung von Stabilität im Land ermöglichen würde.

Bereits am Freitag sollen laut libanesischem Gesundheitsministerium 83 Menschen bei israelischen Angriffen getötet worden sein. (dpa)

20:41 Uhr

Samstag, 20. Juni

Iran: USA müssen für Waffenruhe im Libanon sorgen

Kurz davor hatte es aus dem Iran geheissen, Verhandler reisten nun doch in die Schweiz, um die Details des Rahmenabkommens zu diskutieren und von den USA die Erfüllung der Verpflichtungen der Gegenseite einzufordern, wie der iranische Aussenamtssprecher Ismail Baghai im Staatssender Irib ankündigte. An den Gesprächen nehmen von iranischer Seite unter anderem Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf als Chef des Verhandlungsteams, Aussenminister Abbas Araghtschi und Ali Bagheri-Kani, der Chef für internationale Angelegenheiten im Sicherheitsrat teil.

Baghai sagte, die USA hätten sich verpflichtet, Israel zu einer Waffenruhe im Libanon zu bewegen, doch diese Massnahme sei ausgeblieben. «Wenn die Gegenseite sich weigert, ihren Verpflichtungen nachzukommen, wird der Iran dies ebenfalls nicht tun», erklärte der Sprecher. Man brauche nur einen einzigen Punkt des Abkommens zu missachten, schon sei das gesamte Abkommen gescheitert, sagte er vor seiner Abreise in die Schweiz. (dpa)

18:09 Uhr

Samstag, 20. Juni

US-Militär: Setzen Freiheit in der Schifffahrt durch

Nach der vom Iran angekündigten Schliessung der Strasse von Hormus möchte das US-Militär weiter die Freiheit der Schifffahrt durchsetzen. Der Schiffsverkehr habe am Samstag zugenommen, «während die US-Streitkräfte in diesem Gebiet weiterhin zur Wahrung der Freiheit der Schifffahrt im Einsatz waren», teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. 55 Schiffe mit unter anderem 17 Millionen Barrel Öl hätten die Meerenge passiert.

Centcom zufolge ist das Militär weiter vor Ort, um sicherzustellen, dass sämtliche Abmachungen des Rahmenabkommens «eingehalten, befolgt und in vollem Umfang umgesetzt werden.»

Kurz zuvor hatte der Iran angekündigt, die Strasse von Hormus wieder für die Durchfahrt aller Schiffe sperren zu wollen. Das zentrale Militärkommando des Landes begründete den Schritt mit der Nichteinhaltung der Waffenruhe im Südlibanon, die im Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran vereinbart worden war. (dpa)

18:03 Uhr

Samstag, 20. Juni

Berichte: Mindestens 35 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

Trotz einer geltenden Waffenruhe berichten libanesische Medien von neuen israelischen Luftangriffen mit mindestens 35 Toten. Die israelische Armee und die Hisbollah werfen sich gegenseitig Verstösse gegen die Feuerpause vor.

Nach Angaben des libanesischen Zivilschutzes wurden allein in Nabatija 16 Leichen geborgen. Weitere Todesopfer wurden aus Qennarit, Sohmor, Arabsalim, Rihan und der Region Tyros gemeldet. Auch zwei Angehörige der libanesischen Armee kamen nach offiziellen Angaben ums Leben.

Israels Militär erklärte, die Hisbollah habe in der Nacht mehr als 50 Geschosse auf israelische Soldaten im Südlibanon abgefeuert. Daraufhin seien Stellungen, Waffenlager und Kommandozentralen der Miliz angegriffen worden. Die Hisbollah erklärte hingegen, sie habe auf Bewegungen israelischer Truppen reagiert und halte grundsätzlich an der Waffenruhe fest.

Die Kämpfe belasten die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Das Rahmenabkommen zwischen beiden Ländern sieht eigentlich ein Ende der Kampfhandlungen an allen Fronten vor, einschliesslich des Libanons. (dpa)

15:54 Uhr

Samstag, 20. Juni

Iran stellt Öffnung der Strasse von Hormus infrage

Das iranische Militär hat die Meerenge von Hormus erneut für gesperrt erklärt. Teheran wirft den USA vor, ihre Zusagen zur Beendigung des Krieges nicht einzuhalten, und verweist auf die anhaltenden Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon. Weitere Schritte seien möglich, hiess es im Staatsfernsehen.

Gleichzeitig kündigte das iranische Aussenministerium neue Gespräche mit den USA in der Schweiz an. Die Verhandlungen waren wegen der Kämpfe im Libanon verschoben worden.

Erst diese Woche hatten sich die USA und der Iran in einem Rahmenabkommen auf die Wiederöffnung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge geeinigt. Erste Schiffe hatten die Passage bereits wieder genutzt.

Teheran sieht das Abkommen jedoch auch an ein Ende der Kämpfe im Libanon geknüpft. Israel und die Hisbollah sind allerdings keine Vertragsparteien. Israel lehnt einen Rückzug aus dem Südlibanon ab, während die Hisbollah ihre Angriffe erst nach einem solchen Schritt einstellen will. Allein am Samstag wurden im Südlibanon mindestens 16 Menschen getötet. (dpa)

15:31 Uhr

Samstag, 20. Juni

Iranisches Militär erklärt Strasse von Hormus erneut für gesperrt

Das gemeinsame Militärkommando des Iran hat die Meerenge von Hormus wieder für gesperrt erklärt. Als Grund nannte es am Samstag im Staatsfernsehen israelische Angriffe im Libanon und eine Böswilligkeit der USA. Diese hätten «eindeutig gegen ihre Verpflichtung verstossen» den Krieg zu beenden. «Sollte die Aggression anhalten, sind weitere Schritte geplant», hiess es weiter.

Der Iran hatte die Meerenge nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar praktisch blockiert, durch die zu Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Die USA wiederum sperrten die Durchfahrt von und zu iranischen Häfen. In einer diese Woche unterzeichneten Rahmenvereinbarung sagten beide Seiten zu, die Blockaden aufzuheben. Die ersten Schiffe fuhren bereits wieder durch die Meerenge. (dpa)

14:40 Uhr

Samstag, 20. Juni

Neue Kämpfe im Libanon belasten Iran-Abkommen

Trotz einer erneuerten Waffenruhe gehen die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon weiter. Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden bei israelischen Angriffen im Süden des Landes mindestens 16 Menschen getötet, darunter zwei Kinder.

Das israelische Militär erklärte, die Hisbollah habe zuvor mehr als 50 Geschosse auf israelische Truppen abgefeuert. Die Miliz betonte hingegen, sie halte sich an die Waffenruhe und reagiere lediglich auf israelische Verstösse. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, die Vereinbarung zu verletzen.

Die Eskalation gefährdet das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Iran-Kriegs. Dieses sieht auch ein Ende der Kämpfe im Libanon vor. Allerdings sind weder Israel noch die Hisbollah direkte Vertragsparteien. Während Israel einen Abzug seiner Truppen aus dem Südlibanon ablehnt, macht die Hisbollah ihre Zurückhaltung von genau diesem Schritt abhängig.

Angesichts der anhaltenden Gewalt wurden für Freitag geplante Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein endgültiges Abkommen verschoben. Teheran fordert zunächst ein Ende der Kämpfe im Libanon. (dpa)

14:30 Uhr

Samstag, 20. Juni

Libanon meldet mindestens 16 Tote bei neuen Kämpfen

Die von den USA, Katar und dem Iran vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz hält nicht. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete, bei israelischen Luftangriffen auf den Südlibanon seien am Samstag mindestens 16 Menschen getötet worden, unter ihnen zwei Kinder. Ein israelischer Militärsprecher erklärte, die Hisbollah habe über Nacht mehr als 50 Geschosse auf israelische Streitkräfte im Südlibanon abgefeuert, woraufhin das Militär begonnen habe, die Miliz ins Visier zu nehmen.

Laut NNA trafen die israelischen Angriffe die Stadt Nabatije im Süden des Landes und umliegende Dörfer. Mindestens sieben Menschen seien unter den Trümmern verschüttet, hiess es. Bei einem Angriff auf das Dorf Barisch kamen vier Mitglieder einer Familie ums Leben: die Eltern und zwei Kinder. Im Dorf Arab Salim wurde eine Leiche aus einem zerstörten Haus geborgen. In Dueir und Kfar Rumman kamen bei Drohnenangriffen ein Motorradfahrer und ein libanesischer Soldat ums Leben. Weitere neun Menschen seien bei Angriffen in den Dörfern Kannarit, Sohmor und Schehur getötet worden, hiess es. (dpa)

12:34 Uhr

Samstag, 20. Juni

Pakistans Innenminister für Gespräche im Iran

Der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi ist im Iran eingetroffen, um mit der dortigen Führung die Fortsetzung der Verhandlungen mit den USA in der Schweiz zu besprechen. Nach Angaben der regierungsnahen iranischen Nachrichtenagentur Mehr landete Naqvis Maschine zunächst in der Pilgerstadt Maschhad im Nordosten des Landes. Während seines Besuchs wird Naqvi demnach mit den Leitern des iranischen Verhandlungsteams, Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und Aussenminister Abbas Araghtschi, zusammentreffen. Pakistan fungiert seit April offiziell als Vermittler zwischen den Kriegsgegnern Iran und USA. Washington und Teheran hatten diese Woche ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das eine Beendigung der Kampfhandlungen in der Region vorsieht. Weitere Verhandlungen über strittige Punkte, etwa das iranische Atomprogramm, sollen in einem Zeitraum von 60 Tagen folgen. (dpa)

09:49 Uhr

Samstag, 20. Juni

Medien: Vier Tote bei israelischen Luftangriffen im Libanon

Libanesische Medien berichten über zahlreiche israelische Luftangriffe trotz einer vereinbarten Waffenruhe. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA teilte mit, dass bei Angriffen von Kampfflugzeugen auf die Stadt Arabsalim im Raum Nabatija drei Menschen getötet worden seien. Zudem soll eine israelische Drohne einen Motorradfahrer getötet haben. Weiter berichtete die Agentur über den Beschuss der Stadt Nabatija und ihrer Vororte. Vom libanesischen Gesundheitsministerium liegen bislang keine Angaben zu möglichen Opfern vor. Die israelische Armee hat sich bisher nicht geäussert. Nach Angaben eines US-Regierungsmitarbeiters gilt eigentlich seit Freitag 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr/MESZ) eine Waffenruhe. Diese wurde bereits wenige Minuten nach Inkrafttreten mehrfach gebrochen.

Israels Armeesprecher Effie Defrin sagte laut der Tageszeitung «The Times of Israel», die Truppen hätten trotz der Waffenruhe mit der Hisbollah «volle Handlungsfreiheit», um in jedem Gebiet gegen jede Bedrohung vorzugehen. Es gebe keine Einschränkungen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte zuvor erklärt, Israel werde keine Angriffe auf seine Soldaten oder sein Territorium dulden. (dpa)

07:05 Uhr

Samstag, 20. Juni

Berichte: USA und Iran wollen Gespräche in Gang bringen

Die USA und der Iran wollen US-Medienberichten zufolge ihre Gespräche über ein Ende des Iran-Kriegs in Gang bringen. Wie das US-Portal «Axios» und der Sender CNN unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten, ist der US-Unterhändler Steve Witkoff auf dem Weg in die Schweiz, wo die erste Gesprächsrunde über ein mögliches Atomabkommen stattfinden solle. Diese war eigentlich schon am Freitag angedacht gewesen, fand aber wegen erneuter gegenseitiger Angriffe zwischen der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon dann doch nicht statt. US-Unterhändler Jared Kushner sei bereits in der Schweiz, berichtete «Axios».

Auch Irans Aussenminister Abbas Araghtschi plane heute, in die Schweiz zu reisen, zitierte das US-Nachrichtenportal eine informierte Quelle. Dies könne sich aber noch ändern. Die Iraner wollten zunächst abwarten, ob eine neue Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz hält, hiess es weiter. Auch nach der Vereinbarung war es libanesischen Sicherheitskreisen zufolge erneut zu israelischen Angriffen gekommen. Israel und die Hisbollah hatten sich gegenseitig vorgeworfen, eine im Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe gebrochen zu haben. Wann die erste Gesprächsrunde nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran stattfindet, sei weiterhin unklar, hiess es in den Berichten. (dpa)

17:42 Uhr

Freitag, 19. Juni

Neuer Schweizer Botschafter für Iran

Am Freitag hat der Bundesrat Georg Steiner zum neuen Schweizer Botschafter im Iran ernannt. Er wird seinen Posten in Teheran im Laufe des Sommers antreten. Sein Vorgänger hat den Posten überstürzt verlassen.

Mehr zum Thema:

15:25 Uhr

Freitag, 19. Juni

Israel und Hisbollah vereinbaren erneute Waffenruhe

Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz haben sich nach Angaben von Regierungsvertretern der USA und aus der Region auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe verständigt. Die Waffenruhe sei von Katar, den USA und dem Iran vermittelt worden, sagten die regionalen Regierungsvertreter. Israel und die Hisbollah äusserten sich zunächst nicht.

Zuvor hatten Kämpfe zwischen Israel und der mit dem Iran verbündeten Hisbollah die Gespräche zwischen den USA und dem Iran auf dem Bürgenstock verzögert. Ob diese nun stattfinden werden, ist noch offen.  (dpa)

14:22 Uhr

Freitag, 19. Juni

Iran verlangt Registrierung von Schiffen in Strasse von Hormus

Der Iran verlangt von Schiffen in der Strasse von Hormus eine Registrierung bei einer neu geschaffenen Behörde. Diese veröffentlichte am Freitag Vorgaben für die Registrierung, auch wenn die Durchfahrt von Schiffen in der für den Transport von Öl, Gas und anderen Gütern strategisch wichtigen Meerenge nach deren Wiedereröffnung im Rahmen einer vorläufigen Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran für ein Kriegsende kostenlos sein soll.

Beobachter werteten den Schritt als Signal für eine Absicht Teherans, Schiffen für die Nutzung des Wasserwegs künftig Gebühren abzuverlangen. (dpa)

13:33 Uhr

Freitag, 19. Juni

Netanyahu wirft Hisbollah Bruch der Waffenruhe vor

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat nach eigenen Angaben die Armee angewiesen, hart gegen die libanesische Hisbollah-Miliz vorzugehen. Netanjahu begründete seine Entscheidung auf X mit einem «abscheulichen Angriff der Hisbollah», der einen eklatanten Verstoss gegen die Waffenruhe darstelle.

Israel werde keine Angriffe auf seine Soldaten oder sein Territorium dulden, so Netanyahu. Die Hisbollah werde für ihre Angriffe einen sehr hohen Preis zahlen. Die Armee werde alles tun, um jede Bedrohung der Streitkräfte und des Territoriums abzuwehren.

Truppenabzug ausgeschlossen

Bei Angriffen der Hisbollah im Südlibanon sind am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag vier israelische Soldaten getötet und vier weitere verletzt worden. Die Hisbollah ist der wichtigste Verbündete des Irans in der Region.

Netanyahu schloss erneut einen Truppenabzug aus dem Südlibanon aus. Israel werde so lange wie nötig in der «Sicherheitszone» im Südlibanon verbleiben, um die Gemeinden in Nordisrael zu schützen. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.

Das bilaterale Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA sieht eine umfassende Beendigung der militärischen Konflikte in der Region vor - also auch im Libanon. (dpa)

07:57 Uhr

Freitag, 19. Juni

Israel bestätigt Angriffe auf Libanon – 16 Todesopfer

Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA mindestens 16 Menschen getötet worden. Das israelische Militär teilte am Freitag mit, es seien Ziele im Süden des Nachbarlandes angegriffen worden. Auch die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah berichtete von schweren Gefechten in dem Gebiet.

Die israelische Militärpräsenz im Südlibanon und die anhaltenden Kämpfe mit der Hisbollah sind ein wichtiger Streitpunkt in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran, der mit der Miliz verbündet ist. Geplante Gespräche in der Schweiz zwischen den USA und dem Iran nach dem Abschluss eines Rahmenabkommens für ein Ende des Iran-Kriegs wurden verschoben. Al-Majadin, ein der Hisbollah nahestehender Sender, hatte berichtet, Teheran zögere die Entsendung seiner Delegation in die Schweiz wegen der anhaltenden israelischen Militärkampagne im Libanon hinaus. (dpa)

22:11 Uhr

Donnerstag, 18. Juni

Witkoff: Iran lädt IAEA-Inspektoren in Atomanlagen ein

Der Iran wird die Internationale Atomenergiebehörde IAEA nach Abschluss eines Abkommens zur Inspektion von Nuklearanlagen einladen. Ausserdem werde die islamische Republik Lagerorte ihres angereicherten Kernbrennstoffs identifizieren und offenlegen, sagte US-Präsident Donald Trumps Unterhändler Steve Witkoff nach Angaben von AP-Quellen vom Donnerstag gegenüber US-Kongressabgeordneten.

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran enthalte keine Nebenabsprachen, sagte Witkoff den Angaben zufolge in einer Sitzung hinter verschlossenen Türen. Es sei jedoch ein Begleitschreiben des Iran an die IAEA verfasst worden, in dem die Einladung ausgesprochen werde. Es werde IAEA-Generaldirektor Rafael Mariano Grossi ermöglichen, US-Atominspektoren nach Teheran zu entsenden. (dpa)

20:21 Uhr

Donnerstag, 18. Juni

Irans Oberster Führer Chamenei für direkte Gespräche mit den USA

Der Oberste iranische Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei hat direkten Gesprächen mit den USA zugestimmt. «Es liegt auf der Hand, dass die künftigen direkten Verhandlungen nicht bedeuten werden, die Meinung des Feindes zu akzeptieren», sagte Chamenei in einer am Donnerstag von Staatsmedien verbreiteten Stellungnahme.

Es war Chameneis erste Reaktion auf das zwischen dem Iran und den USA geschlossene Abkommen zur Beendigung der Feindseligkeiten.
Der 56-Jährige ist seit seiner Verwundung bei einem Angriff zu Beginn des Krieges nicht mehr öffentlich aufgetreten. Es gibt Berichte, dass er bei dem Angriff körperlich entstellt wurde.

Der Iran und die USA haben sich auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung der Kämpfe geeinigt. Es sieht unter anderem vor, die Strasse von Hormus wieder freizugeben, durch die in Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls verschifft wird, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Verbraucher weltweit hoffen, dass dies die durch den Iran-Krieg in die Höhe geschossenen Kraftstoffpreise senkt. Ausserdem soll auch der Krieg im Libanon enden, wo Israel gegen die Hisbollah-Miliz kämpft. Es ist jedoch unklar, was dies in der Praxis bedeutet. Einzelheiten zur Zukunft des iranischen Atomprogramms müssen binnen 60 Tagen noch ausgehandelt werden. (dpa)

20:18 Uhr

Donnerstag, 18. Juni

US-Militär hebt eigene Seeblockade auf

Die wochenlange US-Seeblockade iranischer Häfen ist nach Angaben des US-Militärs aufgehoben. Die Durchfahrt von Schiffen mit Start oder Ziel im Iran werde auf Anweisung von Präsident Donald Trump nicht mehr verhindert, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf X mit. «Sämtliche militärischen Massnahmen der USA zur Durchsetzung der Blockade wurden eingestellt», heisst es weiter.

Hintergrund ist das mit dem Iran geschlossene Rahmenabkommen, das unter anderem eine freie Durchfahrt durch die Strasse von Hormus vorsieht, einer für den Handel zentralen Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman.

Zugleich betonte Centcom, dass die US-Streitkräfte weiterhin in der Region stationiert bleiben. Damit solle sichergestellt werden, «dass alle Aspekte des Abkommens eingehalten werden und uneingeschränkt gelten.»

Vor knapp einer Woche hatte das US-Regionalkommando bekanntgegeben, dass seit dem 13. April – dem Beginn der US-Blockade – 139 Schiffe umgeleitet wurden. Neun weitere Schiffe wollten demnach nicht kooperieren und wurden daher «untauglich» gemacht. Schwerpunktmässig galt die Blockade rund um die Strasse von Hormus. Doch auch weit von der Meerenge entfernt ging das US-Militär vereinzelt gegen Öltanker vor. (dpa)

18:26 Uhr

Donnerstag, 18. Juni

Vance verkündet Start der 60-Tage-Frist für den Iran

Nach der Verkündung eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung der Kämpfe hat US-Vizepräsident JD Vance den offiziellen Beginn der nächsten Verhandlungsphase verkündet. Die im Abkommen vorgesehene Frist von 60 Tagen habe «heute offiziell begonnen», sagte Vance am Donnerstag vor Journalisten im Weissen Haus.

In diesem Zeitraum sollen besonders strittige und bisher ungelöste Fragen ausgehandelt werden, die zunächst offengelassen wurden. Dazu gehören zentrale Fragen zum iranischen Atomprogramm und der Umgang mit den Beständen hoch angereicherten Urans. Die 60-Tage-Frist ist, wenn beide Seiten zustimmen, verlängerbar.

Das Rahmenabkommen trat nach Angaben des Vermittlerstaats Pakistan in der Nacht zum Donnerstag (deutsche Zeit) nach erfolgter Unterzeichnung mit «sofortiger Wirkung» in Kraft. Vance sagte, es sei zwar bereits elektronisch unterzeichnet worden, wegen der Zeitverschiebung könne dies technisch gesehen erst am Donnerstag iranischer Zeit erfolgt sein. «Wir werden die 60-Tage-Uhr heute starten», sagte er. (dpa)

15:42 Uhr

Donnerstag, 18. Juni

Libanon meldet weitere Tote bei israelischen Angriffen

Bei erneuten israelischen Angriffen im Libanon sind nach dortigen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. In einem Ort südöstlich von Nabatija im Süden seien zwei Menschen bei einem israelischen Drohnenangriff getötet worden, berichtete die Staatsagentur NNA. Bei einem anderen Drohnenangriff im Süden habe es ein weiteres Todesopfer gegeben. Von Israels Armee gab es dazu zunächst keine Angaben.

Die israelische Armee teilte am Mittwochabend mit, sie habe mehrere Raketen abgefangen, die im Libanon auf israelische Truppen abgefeuert worden seien. Die israelische Luftwaffe habe die Abschussrampe daraufhin zerstört.

In dem Krieg zwischen Israel und der Hisbollah wurden im Libanon seit Anfang März nach offiziellen Angaben rund 3'900 Menschen getötet und 11'800 weitere verletzt. Die USA und der Iran – der wichtigste Unterstützer der Hisbollah – haben sich eigentlich auf ein Rahmenabkommen zum Ende des Iran-Kriegs geeinigt, das auch den Libanon umfassen soll. Die israelischen Angriffe im Libanon scheinen seitdem etwas abgenommen zu haben, gingen bis zuletzt aber weiter – wie auch der Beschuss durch die Hisbollah.

Libanons Präsident Joseph Aoun sagte, sein Land brauche neben humanitärer Hilfe auch Investitionen. «Der Libanon braucht keine Hilfe, sondern Investitionen», sagte er seinem Büro zufolge. Auch die staatliche libanesische Armee und die Sicherheitskräfte des Landes müssten finanziell unterstützt werden. (dpa)

07:06 Uhr

Donnerstag, 18. Juni

Iran öffnet Strasse von Hormus

Teheran wird die Strasse von Hormus «unverzüglich wieder öffnen», und die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben. Das gab der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf der Plattform X bekannt. (watson)

02:07 Uhr

Donnerstag, 18. Juni

Pakistan: Rahmenabkommen zwischen USA und Iran tritt sofort in Kraft

Das zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges tritt nach Angaben aus Pakistan nach Unterzeichnung durch beide Seiten sofort in Kraft. Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif sagte, sowohl die US- als auch die iranische Führung hätten das Abkommen unterzeichnet und ihn als Vermittler bestätigt. (dpa)

00:50 Uhr

Donnerstag, 18. Juni

Trump unterzeichnet Iran-Abkommen in Versailles

Der amerikanische Präsident hat am späten Mittwochabend im Schloss Versailles die Absichtserklärung unterzeichnet, die den Iran-Krieg beenden soll. Dies gab das Weisse Haus bekannt, via Kurznachrichtendienst X.

Zuvor hatte das Weisse Haus behauptet, dass Donald Trump und sein Stellvertreter JD Vance das Abkommen bereits am Sonntag «digital» unterzeichnet hätten. Vance wird am Freitag in der Schweiz erwartet, wo er auf dem Bürgenstock an einer Zeremonie mit hochrangigen iranischen Regierungsvertretern teilnehmen will. Aus Teheran hiess es in der Nacht auf Donnerstag, dass dieses Treffen nun genutzt werden soll, um die Verhandlungen um die Knackpunkte im bilateralen Verhältnis mit den USA zu klären.

Warum der US-Präsident es notwendig fand, eine Papierkopie des Abkommens mit dem Iran erneut zu unterschreiben, blieb vorderhand offen. Vielleicht liess er sich einfach nur von der historischen Umgebung anstecken: In Schloss bei Paris wurde 1919, nach dem Ersten Weltkrieg, der Friedensvertrag ausgehandelt. Das Dokument wurde im Spiegelsaal von Versailles unterzeichnet, dem wohl berühmtesten Raum des historischen Schlosses.

Zum Abschluss des G7-Gipfels ass Trump am Mittwoch ein spätes Abendessen mit dem französischen Präsidenten. Emmanuel und Brigitte Macron servierten Hummer und Kaviar sowie Trüffelhähnchen mit Gratin Dauphinois. Das Treffen endete nach Mitternacht. Anschliessend flog Trump zurück nach Washington. (rr)

14:11 Uhr

Mittwoch, 17. Juni

Trump warnt Iran: Bombardieren, wenn sie sich nicht benehmen

Zwei Tage vor einer geplanten Unterzeichnung des Iran-Rahmenabkommens hat US-Präsident Donald Trump dem Land erneut gedroht. «Wenn sie sich nicht benehmen, werden wir direkt wieder damit beginnen, Bomben mitten auf ihre Köpfe zu werfen», sagte Trump am Rande des G7-Gipfels am Genfersee. Trump hatte in den vergangenen Wochen ähnlich gedroht.

In der Schweiz soll am Freitag das bereits digital unterschriebene Abkommen bei einem direkten Treffen der Parteien bei einer Zeremonie unterzeichnet werden. Es wird bislang nicht damit gerechnet, dass Trump dabei sein wird, er will seinen Vize JD Vance schicken. (dpa)

11:22 Uhr

Mittwoch, 17. Juni

Vier Tote bei israelischen Luftangriffen im Libanon

Trotz einer Vereinbarung der USA und des Irans über ein Kriegsende an allen Fronten läuft der Krieg im Libanon weiter. Dabei wurden bei einem israelischen Luftangriff im Raum der Stadt Nabatija am Dienstag mindestens vier Menschen getötet, wie die Staatsagentur NNA berichtete. Einige örtliche Medien berichteten von mindestens sechs Todesopfern.

Auch am Morgen berichtete NNA von Angriffen Israels mit Kampfflugzeugen und Artillerie in dem umkämpften Gebiet um Nabatija.

Israels Armee teilte am Dienstagabend mit, sie habe Ziele der Hisbollah-Miliz im südlichen Libanon angegriffen.

Auch die Hisbollah setzte ihre Angriffe Berichten zufolge fort. Der Nachrichtenkanal Al Jazeera berichtete von Angriffen der Miliz mit mindestens zehn Raketen auf israelische Truppen im Libanon. Israels Armee teilte am Dienstagabend ebenfalls mit, sie habe mehrere Raketen der Hisbollah abgefangen, die auf Gebiete gezielt hätten, in denen israelische Truppen im Einsatz seien. Die Hisbollah beanspruchte zunächst keinen der neuen Angriffe für sich. (dpa)

21:38 Uhr

Dienstag, 16. Juni

Bericht: Iran droht protestierenden WM-Fans mit Strafen

Nach Protesten iranischer Fans beim WM-Spiel gegen Neuseeland plant die iranische Justiz laut Medienberichten, gegen Beteiligte vorzugehen. Nach Angaben des Portals Nour News seien zahlreiche Personen bereits identifiziert worden.

Ihnen drohen demnach rechtliche Konsequenzen bis hin zur Beschlagnahmung von Vermögenswerten im Iran. Auch bei den kommenden WM-Spielen der Nationalmannschaft sollen ähnliche Massnahmen gegen Fans ergriffen werden, die politische Botschaften verbreiten.

Diie historische «Löwe-und-Sonne»-Flagge der Opposition.
Bild: EPA

Beim 2:2 in Inglewood bei Los Angeles waren sowohl die aktuelle iranische Flagge als auch die historische «Löwe-und-Sonne»-Flagge der Opposition zu sehen. Zudem wurden während der Nationalhymne Pfiffe laut und verschiedene regimekritische Transparente gezeigt.

Die Begegnung fand vor dem Hintergrund der politischen Spannungen rund um den Iran statt. In Südkalifornien lebt eine grosse iranische Exilgemeinde, weshalb das Spiel von zahlreichen politischen Protesten begleitet wurde. (dpa)

19:29 Uhr

Dienstag, 16. Juni

CNN: Iran könnte Strasse von Hormus jederzeit blockieren

US-Geheimdienste gehen laut einem Bericht von CNN davon aus, dass der Iran die Strasse von Hormus künftig jederzeit als Druckmittel einsetzen könnte. Die Führung in Teheran habe während des jüngsten Konflikts erkannt, wie gross der Einfluss einer Blockade auf die Weltwirtschaft wäre.

Nach Einschätzung der Geheimdienste verfügt der Iran weiterhin über erhebliche militärische Fähigkeiten, darunter Raketen, Drohnen und Schnellboote, mit denen die wichtige Schifffahrtsroute blockiert werden könnte. Die Strasse von Hormus zählt zu den bedeutendsten Transportwegen für Öl und Gas weltweit.

Obwohl die USA und der Iran laut Präsident Donald Trump kurz vor einer Vereinbarung zur vollständigen Wiederöffnung der Meerenge stehen, befürchten amerikanische Behörden offenbar, dass Teheran die Route künftig erneut als Druckmittel nutzen könnte.

Laut CNN prüfen die Geheimdienste zudem das Szenario, dass der Iran bei einem Scheitern der Verhandlungen die Huthi-Miliz im Jemen dazu bewegen könnte, auch die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer zu blockieren. (dpa)

16:56 Uhr

Dienstag, 16. Juni

Hisbollah: Iran fordert Israels Abzug aus dem Libanon

Die Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben vom Iran die Zusicherung erhalten, dass ein endgültiges Abkommen mit den USA nur unterzeichnet werde, wenn es auch einen israelischen Truppenabzug aus dem Libanon vorsieht. Das erklärte ein ranghoher Vertreter der Miliz.

Demnach zählt die Frage eines israelischen Rückzugs zu den wichtigsten Forderungen Teherans in den laufenden Gesprächen mit Washington. Medienberichten zufolge soll diese Bedingung vor allem für ein mögliches umfassendes Abkommen gelten und nicht zwingend für das Rahmenabkommen, das in der Schweiz unterzeichnet werden soll.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuletzt bekräftigt, dass israelische Truppen in Sicherheitszonen im Südlibanon, im Gazastreifen und in Syrien bleiben würden – «so lange wie nötig».

Hisbollah-Chef Naim Kassim erklärte dagegen, der Iran habe ein dauerhaftes Ende der Militäreinsätze an allen Fronten, einschliesslich des Libanons, zur zentralen Forderung gemacht. Teheran gilt als wichtigster Unterstützer der Hisbollah. (dpa)

14:51 Uhr

Dienstag, 16. Juni

Trump zu Iran: Hatte Machtwechsel nicht im Fokus

US-Präsident Donald Trump hatte nach eigenen Worten beim Iran seinen Fokus nicht auf einen Machtwechsel gelegt. Das sei ihm nicht wichtig gewesen, sagte Trump am Rande des G7-Gipfels am Genfersee nach einem Gespräch mit Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani zu Journalisten. Dennoch habe sich dieser aus seiner Sicht vollzogen.

Zu Beginn des Krieges am 28. Februar hatte Trump die Iraner aufgerufen, die Führung des Landes in die Hand zu nehmen. «Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung», hatte er auf Truth Social geschrieben. Die US-Regierung sprach später dann immer wieder davon, dass mit der Tötung von zahlreichen hochrangigen Mitgliedern der Führungsebene sich quasi personell ein Wechsel der Führung des Landes vollzogen habe.

Trump äusserte sich auf dem Gipfel ähnlich: Die «erste» und «zweite Gruppe» seien tot und auch ein Teil der «dritten Gruppe». Die Leute, mit denen man verhandele, seien rationale Leute. Sie seien nicht radikalisiert und seien bestrebt, ihrem Land zu helfen.

Trump sagte aber auch: «Ich habe Regimewechsel über Jahre beobachtet. Es hat nicht funktioniert.» (dpa)

14:48 Uhr

Dienstag, 16. Juni

Exklusiv: Iran und USA verhandeln auf dem Bürgenstock

Nicht Genf soll Schauplatz der Unterzeichnung eines Iran-Deals werden, sondern das Luxusresort auf dem Bürgenstock. Das sagen zuverlässige Quellen. (chm)

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13:10 Uhr

Dienstag, 16. Juni

Wieder zwei Hinrichtungen nach Protesten im Iran Irans

Im Iran sind am Morgen wieder zwei Männer im Zusammenhang mit den Protesten im Januar hingerichtet worden. Ihnen wurde zur Last gelegt, an bewaffneten Aufständen in der Stadt Schahrud im Nordosten des Landes beteiligt gewesen zu sein, berichtete das mit der Justiz verbundene Portal «Misan». Die Demonstrationen waren Ende Dezember angesichts der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat liess sie gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet. (dpa)

13:09 Uhr

Dienstag, 16. Juni

Trump äussert Frust über Israels Militäroperation im Libanon

US-Präsident Donald Trump hat sich frustriert über die langwierige israelische Militäroperation gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon geäussert. Die israelischen Truppen hätten schneller gegen die Hisbollah vorgehen müssen, sagte Trump am Dienstag beim G7-Gipfel in Évian-les-Bains. Er sei nicht zufrieden damit, wie Israel das gehandhabt habe. «Das zieht sich einfach endlos hin. Und wenn das passiert, wirft es ein schlechtes Licht auf das grosse Abkommen. Und genau darum geht es beim Abkommen mit dem Iran.» (dpa)

11:06 Uhr

Dienstag, 16. Juni

Iran: Weitere Verhandlungen mit USA beginnen am Freitag

Eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran soll nach iranischen Angaben direkt nach Unterzeichnung des verhandelten Rahmenabkommens am Freitag in der Schweiz beginnen. Diese weiteren Gespräche sollten innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen werden, sagte Aussenminister Abbas Araghtschi nach Angaben der Agentur Tasnim in Teheran. Ein Ende des Kriegs schliesse ein Ende der israelischen Besetzung von Gebieten im Libanon mit ein, sagte Araghtschi demnach weiter. Jegliche neuen israelischen Angriffe auf den Libanon und weitere Besetzung der Gebiete betrachte der Iran als Verstoss gegen die getroffene Vereinbarung.

Die USA und der Iran hatten sich auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs geeinigt und nach US-Angaben bereits digital unterzeichnet. Am Freitag sollen hochrangige Vertreter der beiden Länder Medienberichten zufolge in Genf persönlich aufeinandertreffen. Zunächst habe man sich auf eine Beendigung des Kriegs, die Öffnung der Strasse von Hormus, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und den Wiederaufbau konzentriert, sagte Araghtschi den Angaben entsprechend zudem in Teheran. US-Vizepräsident JD Vance hatte zuletzt von möglichen Sanktionserleichterungen gesprochen. Zudem ist ein 300 Milliarden US-Dollar schwerer Wiederaufbaufonds im Gespräch. Die 60-Tage-Frist gilt als knapp zur Verhandlung eines umfassenden Abkommens zu Irans Atomprogramm. Ähnliche Gespräche über das bisher letzte grosse Abkommen mit dem Iran, dem in Wien geschlossenen Atomdeal von 2015, dauerten fast zwei Jahre. (dpa)

10:12 Uhr

Dienstag, 16. JUni

Aragtschi verknüpft Kriegsende mit Israels Abzug aus Libanon

Der iranische Aussenminister Abbas Aragtschi hat ein Ende des Iran-Krieges mit einem Abzug Israels aus dem Libanon verknüpft. Das Ende des Krieges beinhalte auch das Ende der israelischen Besetzung des Libanon, sagte Aragtschi dem iranischen Staatsfernsehen zufolge am Dienstag zu ausländischen Diplomaten. Sollten israelische Truppen im Südlibanon verbleiben, wäre dies ein Verstoss gegen die Rahmenvereinbarung zwischen Teheran und Washington für ein Ende des Iran-Krieges, erklärte er. Der Sender strahlte die Äusserungen nicht aus, sondern blendete sie schriftlich ein.

Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte sich Anfang März, kurz nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran, an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran gestellt und Israel attackiert. Israel reagierte mit heftigen Gegenangriffen und einer Bodenoffensive im Südlibanon. (dpa)

06:08 Uhr

Dienstag, 16. Juni

Vance: Iran wird Atominspektoren wieder ins Land lassen

Der Iran wird als Teil des Rahmenabkommens mit den USA nach Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance wieder Atominspektoren ins Land lassen. «Ja, absolut», sagte Vance dem US-Fernsehsender NBC News. Einer der Kernpunkte der Vereinbarung sei, dass die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und die USA den Iran bei der Vernichtung seines hochangereicherten Urans unterstützen werden. Das sei in der Absichtserklärung «sehr klar festgelegt.»

In einem weiteren Interview mit dem US-Sender CNN sagte der US-Vizepräsident, das «Coolste an den Fortschritten der vergangenen Wochen» sei, dass es innerhalb der politischen und militärischen Führung des Irans Anzeichen für einen Sinneswandel gebe. Sogar bei Vertretern der mächtigen Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht des Irans, höre man Stimmen, die sagten, «wir erkennen, dass die Art, wie wir seit 47 Jahren mit den USA umgegangen sind, ein Fehler war. Lasst uns etwas anderes versuchen.» (dpa)

06:04 Uhr

Dienstag, 16. Juni

Teheran: Mehrere iranische Schiffe passieren US-Blockade

Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran haben die ersten iranischen Schiffe nach Angaben staatlicher Medien das von der US-Seeblockade betroffene Gebiet im Golf von Oman durchquert. Mindestens drei Öltanker und zwei Frachtschiffe hätten die Zone am Montagabend ohne Zwischenfälle passiert, berichtete unter anderem der iranische Sender Press TV unter Berufung auf gut informierte Kreise.

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran in der Nacht auf Montag auf ein Rahmenabkommen hin zu einem Kriegsende verständigt, das am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll. Eine wesentliche Streitfrage war bis zuletzt die Öffnung der Strasse von Hormus. Hier soll der Iran eingelenkt und eine Öffnung der Meerenge nach der Unterzeichnung versprochen haben. Im Gegenzug dafür ordnete Trump nach eigenen Angaben an, die US-Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufzuheben. Damit wurde eine der Hauptforderungen der Iraner erfüllt. (dpa)

21:39 Uhr

Montag, 15. Juni

Gericht erlaubt Verbot historischer Iran-Flagge bei WM-Spielen

Der Fussball-Weltverband FIFA darf bei WM-Spielen in Inglewood bei Los Angeles die historische Iran-Flagge mit Löwe und Sonne verbieten. Dies entschied ein Gericht im Los Angeles County kurz vor dem Auftaktspiel des Iran gegen Neuseeland.

Vor dem WM-Spiel des Iran gegen Neuseeland entschied ein Gericht in Kalifornien, dass die FIFA die historische Iran-Flagge mit Löwe und Sonne in den Stadien verbieten darf.
Bild: AP

Geklagt hatte das Institute for Voice of Liberty, das die Flagge als Symbol der iranischen Opposition betrachtet. Der zuständige Richter urteilte jedoch, dass das Recht auf freie Meinungsäusserung auf privatem Gelände wie einem Stadion eingeschränkt werden könne.

Der Iran hatte die FIFA zuvor aufgefordert, politische Botschaften gegen die Mannschaft oder die Islamische Republik zu unterbinden. Sportminister Ahmed Donjamali drohte sogar mit einem Spielabbruch, falls im Stadion politische Parolen zu hören seien.

Das Spiel gilt als besonders sensibel, da in Los Angeles die grösste iranische Exilgemeinde der Welt lebt. Für den Spieltag wurden Demonstrationen vor dem Stadion angekündigt. Iran-Kapitän Mehdi Taremi betonte vor der Partie, die Mannschaft spiele für alle Iraner und wolle die Menschen vereinen. (dpa)

20:53 Uhr

Montag, 15. Juni

Netanjahu: Israel hat atomare Bedrohung abgewendet

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Kriege gegen den Iran als grossen Erfolg dargestellt. Die Angriffe hätten verhindert, dass Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelange und damit eine existenzielle Gefahr für Israel geschaffen hätte.

Netanjahu erklärte, der Iran habe vor Kriegsbeginn rasch auf eine nukleare Aufrüstung hingearbeitet. Durch die gemeinsamen Angriffe Israels und der USA sei diese Entwicklung um Jahre zurückgeworfen worden. Teheran weist den Vorwurf zurück und betont, sein Atomprogramm diene ausschliesslich zivilen Zwecken.

Der Regierungschef bekräftigte zudem, dass Israel eine atomare Bewaffnung des Irans unter keinen Umständen akzeptieren werde. Zugleich kündigte er an, dass die israelische Armee ihre Einsätze in Sicherheitszonen im Gazastreifen, im Südlibanon und in Syrien fortsetzen werde.

Zum geplanten Abkommen zwischen den USA und dem Iran äusserte sich Netanjahu zurückhaltend. Über dessen Inhalt sei noch zu wenig bekannt. In Israel wird die Einigung von Teilen der Opposition als Zugeständnis an den Iran kritisiert. (dpa)

20:12 Uhr

Montag, 15. Juni

UN meldet Rückgang der Gewalt im Libanon nach Iran-Einigung

Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen hat die Gewalt im Libanon nach Angaben der Vereinten Nationen zunächst abgenommen. Die UN-Mission Unifil registrierte bis zum Nachmittag einen Rückgang von Beschuss und militärischen Zwischenfällen.

Die UN-Mission Unifil beobachtet die Lage im Südlibanon. Nach Angaben der Vereinten Nationen ist die Zahl der Angriffe zurückgegangen.
Bild: EPA

Nach Angaben der UN wurden in diesem Zeitraum 133 Geschosse und zwei Luftangriffe gezählt, die Israel zugeschrieben werden. Beschuss durch die Hisbollah oder andere nicht staatliche Gruppen wurde hingegen nicht registriert. Gleichzeitig meldete Unifil weiterhin zahlreiche Verletzungen des libanesischen Luftraums durch die israelische Armee.

Vollständig zur Ruhe gekommen ist die Lage jedoch nicht. Medienberichten zufolge wurde bei einem mutmasslich israelischen Drohnenangriff im Süden des Libanons eine Person getötet. Israel prüft die Berichte.

Unklar bleibt zudem, ob die Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran auch den Konflikt im Libanon umfasst. Während die Hisbollah dies behauptet, weisen israelische Regierungsvertreter diese Darstellung zurück. (dpa)

19:26 Uhr

Montag, 15. Juni

Macron bietet Kampfflugzeuge für Strasse von Hormus ab Dienstag an

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat seinem US-Kollegen Donald Trump einen schnellen Einsatz europäischer Streitkräfte zur Sicherung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus angeboten. Frankreich könne bereits am Dienstag Kampfflugzeuge für Beobachtungsflüge über der für den Ölhandel wichtigen Wasserstrasse entsenden, sagte Macron am Montag bei einem Treffen mit Trump in Évian-les-Bains. Der Flugzeugträger «Charles de Gaulle» sei bereits im Nahen Osten.

«Innerhalb von 48 Stunden könnten auch Fregatten entsandt werden», sagte Macron. «Und innerhalb von zwei bis drei Tagen der Flugzeugträger.»

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht mit US-Präsident Donald Trump über eine mögliche internationale Militärmission zur Sicherung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus.
Bild: AP

Trump entgegnete: «Ich glaube nicht, dass wir viel Hilfe brauchen werden», weil die Meerenge «offen sein wird». «Aber ich halte es für keine schlechte Idee, ein oder zwei Schiffe aus einigen Ländern hierher zu schicken. - Ihr Land wäre dafür hervorragend geeignet.»

Der Iran hat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar die Meerenge von Hormus praktisch blockiert, durch die zu Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Das hat auch in den USA zu höheren Energiepreisen und Wirtschaftsproblemen geführt. Trump hatte verbündete Staaten aufgefordert, bei der Öffnung der Meerenge zu helfen und angesichts der Zurückhaltung der Europäer gedroht, die Nato-Mitgliedschaft seines Landes zu überprüfen.

Macrons Angebot ist Teil eines Vorstosses, den Frankreich und andere G7-Staaten auf ihrem Gipfeltreffen in Évian-les-Bains unternehmen, um die Meerenge so schnell wie möglich wieder zu öffnen, damit die Energieversorgung der Weltmärkte nach Abschluss eines vorläufigen Abkommens zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges wieder ungehindert fliessen kann. (dpa)

18:54 Uhr

Montag, 15. Juni

Trump lässt Teilnahme an Unterzeichnung von Iran-Vereinbarung offen

US-Präsident Donald Trump ist noch nicht sicher, ob er an der Unterzeichnung einer vorläufigen Vereinbarung mit dem Iran teilnehmen wird. «Nun, das kommt darauf an», sagte Trump bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Évian-les-Bains. «Vielleicht bin ich dabei. Vielleicht auch nicht.» Die Unterzeichnung soll am Freitag im nur wenige Kilometer entfernten Genf stattfinden.

Donald Trump und Emmanuel Macron sprechen am Rande des G7-Gipfels in Évian über die geplante Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran.
Bild: EPA

Trump bezeichnet das Iran-Abkommen als vielversprechend, aber nicht als Garantie. «Hoffentlich kommen wir miteinander aus», sagte er mit heiserer Stimme. «Wenn nicht, kehren wir dahin zurück, wo wir angefangen haben.» Der US-Präsident zeigte sich mit Blick auf die Vereinbarung jedoch überzeugt, dass «grossartige Dinge» geschehen würden. Er verwies auf den gefallenen Ölpreis und gestiegene Börsenkurse.

Der US-Präsident reiste zum G-7-Gipfel nach Évian-les-Bains, nachdem er am Sonntag seinen 80. Geburtstag mit einer Kampfsportveranstaltung auf dem Gelände des Weissen Hauses gefeiert hatte. (dpa)

18:35 Uhr

Montag, 15. Juni

US-Beamter: USA stellen Iran Milliardenhilfen in Aussicht

Die USA haben dem Iran im Rahmen des geplanten Abkommens US-Regierungskreisen zufolge Zugang zu einem Wiederaufbaufonds im Umfang von 300 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Voraussetzung sei jedoch, dass der Iran seine Verpflichtungen aus dem Abkommen erfülle, sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter.

Zugleich betonte er, dass es nicht darum gehe, den Iran für seine Teilnahme an den Verhandlungen zu belohnen. Teheran müsse zunächst beweisen, dass es dauerhaft auf den Erwerb von Atomwaffen verzichte und keine Aktivitäten verfolge, die eine Wiedereinführung von Sanktionen auslösen könnten. Zudem dürften freigegebene Mittel nicht zur Unterstützung von Terrorismus oder zur Destabilisierung der Region verwendet werden. US-Vizepräsident JD Vance sagte dem US-Sender CBS, dass der Fonds von den Golfstaaten mitfinanziert werden solle.

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran am Sonntag auf das Rahmenabkommen für ein Ende des Krieges verständigt, über dessen Inhalt noch nicht viel bekannt ist. Viele Stimmen bewerteten den Deal als Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess mit noch vielen Hürden. (dpa)

18:27 Uhr

Montag, 15. Juni

Berichte: Toter bei israelischem Drohnenangriff im Libanon

Trotz der Einigung zwischen den USA und dem Iran ist es Berichten zufolge zu einem tödlichen Drohnenangriff Israels im Süden des Libanons gekommen. Der libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge wurde ein Auto in der Nähe der Ortschaft Kfar Tebnit angegriffen. Der Fahrer kam demnach bei dem Vorfall ums Leben.

Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete unter Berufung auf Sicherheitsquellen, ein Fahrzeug sei von einer Drohne attackiert worden, um «eine Bedrohung zu eliminieren». Israels Armee teilte auf Anfrage lediglich mit, man prüfe die Angaben.

Nach Darstellung der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz Hisbollah soll die Einigung zwischen Teheran und Washington auch für den Libanon gelten. Doch israelische Minister widersprachen dieser Darstellung. (dpa)

17:49 Uhr

Montag, 15. Juni

US-Militär: Blockade gegen den Iran bleibt in Kraft

Das US-Militär will seine Blockade des Schiffsverkehrs zu iranischen Häfen bis zur Unterzeichnung eines vorläufigen Abkommens zwischen beiden Seiten aufrechterhalten. Das US-Militär forderte Handelsschiffe in der Region am Montag auf, keinen Versuch zu unternehmen, die Strasse von Hormus zu durchqueren, sondern auf ausdrückliche Anweisungen zu warten.

Zudem wurden die Kapitäne angewiesen, Gesundheit und Sicherheit ihrer Besatzungen zu berücksichtigen und nicht zu versuchen, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen. Die Schiffe wurden gewarnt, den Anweisungen der für die Durchsetzung der Blockade zuständigen Kräfte Folge zu leisten. «Eine Nichtbeachtung kann zu einer raschen Eskalation und zum Einsatz von Feuerkraft führen, die das Schiff manövrierunfähig macht oder zerstört», hiess es. (dpa)

17:27 Uhr

Montag, 15. Juni

Vance: USA haben vorläufiges Iran-Abkommen digital unterzeichnet

Die USA haben ein vorläufiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts mit dem Iran laut US-Vizepräsident JD Vance bereits am Sonntag elektronisch unterzeichnet. Formell soll die Vereinbarung am kommenden Freitag in Genf von beiden Seiten unterschrieben werden.

«Wir haben das Abkommen bereits gestern digital unterzeichnet; es wurden keine Gelder freigegeben, und daran wird sich auch nichts ändern», sagte Vance in der Sendung «Good Morning America». «Noch einmal: Es handelt sich hierbei um eine Vereinbarung, die an bestimmte Leistungen geknüpft ist.»

Kritiker des Abkommens und iranische Medien hatten erklärt, iranische Vermögenswerte würden unmittelbar nach der Unterzeichnung freigegeben. Vance bezeichnete dies jedoch als unwahr. «Wir werden den Vertragstext im Laufe dieser Woche veröffentlichen, und dann wird jeder sehen, dass der Iran keinen Cent erhält, solange er seinen Verpflichtungen nicht nachkommt», sagte der Vizepräsident. (dpa)

16:52 Uhr

Montag, 15. Juni

«Schockierender Misserfolg»: Israel schäumt wegen Trumps Iran-Deal

Das geplante Memorandum zwischen Washington und Teheran stellt Israels Kriegsbilanz infrage – und bringt selbst Teile des rechten Lagers gegen Premier Netanyahu auf. (chm)

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16:38 Uhr

Montag, 15. Juni

Vance hofft auf Veröffentlichung von Einzelheiten zu Iran-Deal

Die US-Regierung hofft nach Angaben von Vizepräsident JD Vance, die geplante Grundsatzvereinbarung mit dem Iran in den nächsten Tagen veröffentlichen zu können. «Ich denke, wenn die Menschen das Abkommen sehen, (...) werden sie begreifen, dass es die gesamte Region sicherer macht», sagte Vance am Montag dem US-Sender CNBC. Das Weisse Haus gehe davon aus, dass die Strasse von Hormus «langfristig zollfrei geöffnet wird».

Vance räumte ein, dass in der 60-tägigen Phase der technischen Gespräche noch viel geklärt werden müsse. Dazu gehöre auch die Frage, wie die Bestände des Iran hochangereichertem Uran entsorgt werden sollen. Die US-Regierung sei bereit, die jahrelangen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran zu lockern. Dies erfordere jedoch «ein langfristiges Bekenntnis» Teherans «zum Inspektions- und Verifizierungsregime» seines Atomprogramms.

Die USA und der Iran haben sich auf eine Rahmenvereinbarung geeinigt, deren Einzelheiten allerdings zunächst nicht veröffentlicht wurden. Zentrales Ziel ist in einem ersten Schritt die Öffnung der für Ölexporte wichtigen Strasse von Hormus, die der Iran seit Kriegsbeginn de facto blockiert hat. Ausserdem soll binnen 60 Tagen entschieden werden, was mit den iranischen Vorräten an hoch angereichertem Uran geschehen soll.

Der Iran betont, sein Atomprogramm diene ausschliesslich friedlichen Zwecken. Insbesondere Israel befürchtet jedoch den Bau einer iranischen Atombombe. Teheran hatte im Atomvertrag von 2015 einer Einschränkung seines Atomprogramms zugestimmt. Dessen Einhaltung wurde von Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA überwacht. Nach Angriffen der USA und Israels im vergangenen Jahr hat der Iran allerdings seine Zusammenarbeit mit der IAEA gestoppt. Diese hat nach eigenen Angaben keine Übersicht, über wie viel hoch angereichertes Uran der Iran derzeit verfügt. (dpa)

16:40 Uhr

Montag, 15. Juni

Trump, Selenski, Handelsstreit – und Parmelin am Galadinner: Der G7-Gipfel in 7 Punkten

Der Club der grossen westlichen Industriestaaten hat ein konfliktreiches Gipfelprogramm – und einen sehr sichtbaren Elefanten im Raum. Was ist Evian besprochen wird. (chm)

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15:53 Uhr

Montag, 15. Juni

Vance: Sprechen jetzt direkt mit dem Iran

Wenige Tage vor der erwarteten Unterzeichnung eines Rahmenabkommens mit dem Iran hat US-Vizepräsident JD Vance den direkten Draht zu Teheran betont. «Wir sprechen jetzt direkt mit dem iranischen System. Wir haben dort einige gute Beziehungen, daher werden diese Verhandlungen erfolgreich sein», sagte er im Gespräch mit dem US-Sender CNBC. Washington und Teheran seien nicht mehr auf die Vermittlung durch Dritte angewiesen. In der Vergangenheit hatten etwa Pakistan und der Oman vermittelt.

US-Vizepräsident JD Vance betont vor der geplanten Unterzeichnung eines Rahmenabkommens den direkten Austausch zwischen Washington und Teheran.
Bild: AP

Zum ersten Mal seit 1979 trafen im April hochrangige Vertreter aus dem Iran und den USA in Islamabad zu Gesprächen direkt aufeinander. Die Länder unterhalten eigentlich keine diplomatischen Beziehungen miteinander.

Vance betonte weiter, dass die USA mittlerweile sowohl mit politischen als auch militärischen Vertretern des Iran zu tun hätten. «Wir gehen davon aus, dass bei den Verhandlungen am Freitag ein breites Spektrum an Vertretern anwesend sein wird», sagte er weiter. Vance behauptete, dass die USA «alle Karten» in der Hand hielten: «Wir müssen den Iranern nichts geben, wenn sie nicht die langfristigen Zusagen machen, die wir in Bezug auf das Atomprogramm erwarten.»

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran am Sonntag auf das Abkommen verständigt, über dessen Inhalt noch nicht viel bekannt ist. Viele Stimmen bewerteten den Deal als Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess mit noch vielen Hürden. Angesprochen darauf, dass Israel als weitere Kriegspartei das Abkommen negativ bewerte, sagte Vance bei CNBC: «Ich glaube, es gibt Kreise in Israel, denen das Abkommen sehr gut gefällt.» (dpa)

15:50 Uhr

Montag, 15. Juni

Trump: Schiffe bewegen sich aus Strasse von Hormus heraus

Nach der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zu einem Rahmenabkommen im Krieg gibt es in der Strasse von Hormus nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereits Bewegung. Auf der Plattform Truth Social schrieb der Republikaner: «Schiffe, viele mit Öl beladen, beginnen, sich aus der Strasse von Hormus herauszubewegen.» Sie würden eine südliche Route nehmen, die «völlig sicher» sei. Es gebe weitere solche Bereiche in der Meerenge.

Trump hatte zunächst betont, dass die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden soll. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, hatte er auf Truth Social mitgeteilt.

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges verständigt. Unterzeichnet werden soll die Vereinbarung am Freitag in der Schweiz. Sie sieht eine Verlängerung der Waffenruhe und eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus vor. (dpa)

15:37 Uhr

Montag, 15. Juni

Hisbollah: Waffenruhe gilt auch für Libanon

Die Einigung zwischen den USA und Iran auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen erstreckt sich nach Angaben der Hisbollah auch auf den Libanon. Das geht aus einer Mitteilung der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz hervor. Die Verhandlungsführung der iranischen Seite wird darin überschwänglich gelobt.

Gleichzeitig heisst es, man halte fest an dem «legitimen und unveräusserlichen Recht des Libanon, sein Land, seine Menschen und Souveränität zu verteidigen, bis ein vollständiger Abzug erreicht ist und die Gefangenen zurückgekehrt sind».

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte allerdings angekündigt, die israelischen Truppen würden sich vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen. Über der libanesischen Hauptstadt Beirut kreisten am Montag erneut mutmasslich israelische Drohnen.

Mit Spannung wird erwartet, ob die USA und der Iran ihre Verbündeten zum Einhalten einer Waffenruhe bringen können. (dpa)

15:05 Uhr

Montag, 15. Juni

Unterzeichnung in der Schweiz: USA und Iran einigen sich auf einen Deal – und Trump feiert

Der US-Präsident meldet einen Durchbruch in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Unterzeichnet werden soll das Abkommen am Freitag in Genf. (chm)

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15:02 Uhr

Montag, 15. Juni

Macron will schnelle Minenräumung in Strasse von Hormus

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will nach dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran möglichst rasch eine internationale Marinemission in der Strasse von Hormus starten. Ziel sei es, die wichtige Schifffahrtsroute dauerhaft und friedlich wieder für den internationalen Handel zu öffnen, sagte Macron dem Fernsehsender TF1. Frankreich sei vor Ort präsent und bereit, «sehr schnell zu handeln».

Nach seinen Angaben könnte Frankreich innerhalb von zwei bis drei Tagen nach einer Bestätigung des Abkommens den Flugzeugträger «Charles de Gaulle» sowie Fregatten, Minensuchboote und Flugzeuge in die Region entsenden. Die Mission solle gemeinsam mit den USA und in Abstimmung mit dem Iran dazu beitragen, die Sicherheit in der Meerenge wiederherzustellen.

Bereits seit Längerem bereiten Frankreich und Grossbritannien eine internationale Marinemission vor. Geplant sind das Räumen von Minen sowie die Begleitung von Handelsschiffen durch die strategisch wichtige Wasserstrasse. Mehr als 40 Staaten haben laut Macron ihre Unterstützung zugesagt, darunter auch Deutschland.

Frankreich hat die «Charles de Gaulle» und weitere Kriegsschiffe bereits in die Nähe der Strasse von Hormus verlegt. Auch Grossbritannien, Italien und die Niederlande verfügen nach Angaben Macrons über Einheiten in der Region. Die Strasse von Hormus zählt zu den wichtigsten Seewegen für den weltweiten Öl- und Gashandel und war während des Konflikts zwischen den USA und dem Iran weitgehend blockiert. (dpa)

13:53 Uhr

Montag, 15. Juni

Berichte: Teheran erwägt Gebühren für Schiffe nach 60 Tagen

Der Iran könnte Medienberichten zufolge im Rahmen eines möglichen Abkommens mit den USA nach einer Übergangsfrist Gebühren für die Durchfahrt der Strasse von Hormus verlangen. Nach einer 60-Tage-Frist, während der kostenlose Durchfahrten möglich seien, sehe der Iran vor, Gebühren zu erheben, hiess es unter anderem in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die iranischen Medienberichte liessen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Der Iran hatte jedoch in der Vergangenheit mit dem Oman über einen Mechanismus zur Durchfahrt gesprochen und eine neue Behörde zur Regelung des Verkehrs dort eingerichtet.

Entsprechende Gebühren würden gegen internationales Seerecht verstossen. Die Berichte in iranischen Medien könnten auch zur Besänftigung der Hardliner-Fraktionen in der iranischen Politik gedacht sein. Diese hatten zuletzt gegen einen Verhandlungsfrieden protestiert. Zudem erlaubt dieser neuerliche Aspekt dem Iran, den Druck in weiteren Verhandlungen aufrecht zuhalten. (dpa)

11:00 Uhr

Montag, 15. Juni

Trump droht dem Iran ohne Atomdeal mit neuen Militärschlägen

Von ihrem militärischen Engagement in Nahost sollen die USA in jedem Fall profitieren, verspricht Präsident Trump . Von Israel erwartet er in einem Gespräch mit der «New York Times» mehr Dankbarkeit.

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09:34 Uhr

Montag, 15. Juni

Israel will sich nicht von Stellungen im Südlibanon zurückziehen

Israel will auch nach einem Ende des Iran-Kriegs in den im Süden des Libanons eroberten Gebieten bleiben. Israelische Truppen würden auch Stellungen in Syrien und im Gazastreifen «auf unbestimmte Zeit» halten, teilte Verteidigungsminister Israel Katz am Montag mit.

Seine Äusserungen waren die erste offizielle Reaktion Israels auf die Ankündigung eines Rahmenabkommens zwischen dem Iran und den USA für ein Ende des Krieges. Dieses soll nach Angaben des Vermittlers Pakistan am Freitag unterzeichnet werden und auch ein Ende der Kämpfe im Libanon beinhalten, wo Israel gegen die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz kämpft.

Katz drohte zudem, dass Israel den Iran mit «grosser Härte» angreifen werde, sollte der Iran Vergeltungsattacken gegen Israel wegen israelischer Angriffe im Libanon ausführen.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren hat Israel Gebiete im Gazastreifen, im Libanon und in Syrien unter seine Kontrolle gebracht, die insgesamt eine Fläche von 1000 Quadratkilometern umfassen – ein Gebiet, das grösser ist als Rügen. (dpa)

09:09 Uhr

Montag, 15. Juni

Libanon: Israel setzt Luftangriffe im Süden fort

Die israelische Armee hat ihre Angriffe im südlichen Libanon nach dortigen Angaben trotz des verkündeten Rahmenabkommens im Iran-Krieg vorerst fortgesetzt. Israel habe unter anderem die Umgebung der Stadt Nabatija angegriffen, berichtete die Staatsagentur NNA am Morgen. Bei einem Drohnenangriff habe es mehrere Verletzte gegeben.

Augenzeugen berichteten ebenfalls von neuen israelischen Angriffen im Raum der strategisch wichtigen Stadt. Libanesische Sicherheitskreise berichteten von Angriffen im Südlibanon mit Artillerie und Drohnen durch die Nacht und bis in die Morgenstunden mit einer vorübergehenden Pause. Der Beschuss und die Drohnenangriffe gingen demnach am Morgen aber weiter.

Israel: Drohne aus dem Libanon abgefangen

Von Israel gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Israels Armee berichtete aber von neuen Angriffen in der Nacht auf israelisches Gebiet. Die Flugabwehr habe eine aus dem Libanon kommende Drohne abgefangen, teilte die Armee mit.

Auch die Hisbollah beanspruchte neue Angriffe für sich. Sie habe unter anderem israelische Soldaten im südlichen Libanon angegriffen, etwa in der Nähe der wichtigen Burg Beaufort, und einen Artillerieposten.

Angst vor weiteren Angriffen im Libanon

Trotz der Ankündigung zum Iran-Krieg befürchteten viele Libanesen, die vor Angriffen flohen, weitere Bombardierungen. «Wir hören immer noch von israelischem Beschuss in unserer Gegend», sagte ein Mann namens Ali, der aus der Nähe der Küstenstadt Tyrus stammt.

Die von der Hisbollah betriebene Zivilschutzorganisation warnte Anwohner, nicht voreilig in ihre Häuser zurückzukehren. Anwohner sollten auch keine verdächtigen Objekte anfassen und keine beschädigten Häuser betreten, weil diese einstürzen könnten. (dpa)

01:12 Uhr

Montag, 15. Juni

Strasse von Hormus soll erst Freitag geöffnet werden

Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Strasse von Hormus soll erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, teilte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Danach werde das Öl wieder frei fliessen, zugunsten der Region und der ganzen Welt.

Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen von einer Öffnung der Meerenge nach einer Unterzeichnung eines Rahmenabkommens am Freitag.

Zuvor hatte Trump ebenso wie Pakistan eine Einigung auf ein Rahmenabkommen mit dem Iran verkündet. In dem ersten Post von Trump klang es noch so, als werde die Strasse von Hormus umgehend geöffnet. Er genehmige die Öffnung der Meerenge, eine Maut werde es nicht geben, schrieb der US-Präsident. Zudem ordnete er laut seinem Post die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen an. (dpa)

00:20 Uhr

Montag, 15. Juni

Trump und Pakistans Premier verkünden Durchbruch

Nach wochenlangen Verhandlungen haben die USA und der Iran nach Angaben des Vermittlers Pakistan und der US-Regierung eine vorläufige Übereinkunft für einen Ausweg aus dem Iran-Krieg gefunden. «Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, bekanntgeben zu können, dass das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran erzielt wurde», schrieb Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf der Plattform X. Kurz darauf bestätigte auch US-Präsident Donald Trump den Abschluss eines Abkommens mit dem Iran.

Er genehmige hiermit die Öffnung der Straße von Hormus für eine mautfreie Schifffahrt und ordne gleichzeitig die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade gegen iranische Häfen an, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Sharif erklärte, beide Seiten hätten die sofortige und endgültige Beendigung der Militäroperationen an allen Fronten, einschließlich im Libanon, zugesichert. Die offizielle Unterzeichnungszeremonie soll ihm zufolge am Freitag in der Schweiz stattfinden. Auch der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi sagte laut der Nachrichtenagentur Tasnim, der Text des Rahmenabkommens sei fertiggestellt worden.

Zu den Inhalten der Übereinkunft wurden zunächst keine weiteren Details bekanntgegeben. Das Rahmenabkommen ist allerdings nur ein Zwischenschritt, wenn auch ein wichtiger - weitere wichtige Vereinbarungen in dem Konflikt zwischen den beiden Ländern, etwa zum Atomstreit, sollen im Detail während weiterer Gespräche ausgehandelt werden.

Israel und Hisbollah gefährden Deal mit AngriffenIn den vergangenen Stunden stand der Deal abermals auf der Kippe. Auslöser dafür waren erneute gegenseitige Angriffe im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz. Einer Hisbollah-Attacke auf den Norden Israels folgte am Sonntagmittag ein Gegenangriff Israels bei Beirut. Trump ermahnte daraufhin Israel und rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf.

Der Angriff bei Beirut hätte nicht stattfinden dürfen, «insbesondere an einem besonderen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen mit dem Iran so nahe sind», schrieb der Republikaner, der am Sonntag seinen 80. Geburtstag feierte. Eigentlich sind die USA und Israel enge Verbündete. Beide Länder hatten gemeinsam am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begonnen. Seit April gilt formal eine Waffenruhe - dennoch kam es mehrfach zu gegenseitigen Angriffen.

Der Iran hatte nach den israelischen Angriffen bei Beirut die mögliche Einigung auf ein Rahmenabkommen mit den USA infrage gestellt. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - drohten Israel mit Gegenangriffen. Die israelische Armee teilte am späten Nachmittag mit, sie stelle sich auf den möglichen Beschuss israelischer Gebiete in den kommenden Stunden ein.

Eine Hauptbedingung für den Iran bei der Einigung mit den USA war ein Ende der militärischen Handlungen an allen Fronten, auch im Libanon. Teheran hatte mehrfach betont, dass man ohne die Verwirklichung dieser Forderung nicht bereit sei, den diplomatischen Prozess fortzusetzen.

Rahmenabkommen als Ausgangspunkt für vertiefte Gespräche
Das Rahmenabkommen soll Ausgangspunkt sein für vertiefte Gespräche zwischen Washington und Teheran. Neben der Öffnung der Straße von Hormus soll die Vereinbarung Berichten zufolge die - fragile und mehrfach gebrochene - Waffenruhe um 60 Tage verlängern und Startpunkt für Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sein.

Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen den Iran auch immer wieder damit begründet, dass der Erzfeind des jüdischen Staats nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürften. Ob es in den geplanten Folgeverhandlungen nach dem Rahmenabkommen tatsächlich zu einer Einigung über das umstrittene iranische Atomprogramm kommt, ist fraglich. (dpa)

13:31 Uhr

Sonntag, 14. Juni

Israel greift Vorort in Beirut an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben die Vorortgegend von Beirut angegriffen und dabei auf Infrastruktur der militanten Hisbollah gezielt. Über der libanesischen Hauptstadt war am Sonntag Rauch zu sehen. Die Angriffe seien eine Reaktion auf Angriffe der Hisbollah auf den Norden Israels, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit.

Als Israel vor einer Woche die Beiruter Vorortgegend angegriffen hatte, reagierte der Iran mit Angriffen auf Israel. Die iranische Regierung fordert, dass ein mögliches Waffenruheabkommen mit den USA auch ein Ende für die israelischen Angriffe im Libanon bedeuten müsse. Der Iran ist der wichtigste Unterstützer der libanesischen Hisbollah. Die Miliz hatte am 2. März Raketen auf Israel abgefeuert, nachdem Israel und die USA einen Krieg gegen den Iran begonnen hatten. (dpa)

08:41 Uhr

Sonntag, 14. Juni

Hisbollah beschiesst Norden Israels

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Angaben erneut den Norden Israels mit Sprengstoff-Drohnen angegriffen. Das israelische Militär teilte mit, es habe zwei Einschläge auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon gegeben. Niemand sei verletzt worden. Zuvor hatten in mehreren Orten an der Nordgrenze Warnsirenen geheult. Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete, eine Drohne sei im Bereich des Grenzorts Schlomi eingeschlagen. Von der Hisbollah gab es zunächst keine Reaktion.

23:20 Uhr

Samstag, 13. Juni

Deal or No Deal? Alles Wichtige zum Friedensvertrag

US-Präsident Trump kündigt die Unterzeichnung des Friedensvertrags an. Aus dem Iran tönt es anders. Eine Unterzeichnung sei noch nicht geplant. Alle Entwicklungen zu den Verhandlungen in unserem Artikel.

Mehr zum Thema:

19:13 Uhr

Samstag, 13. Juni

Trump kündigt Deal an – Strasse von Hormus soll am Sonntag frei sein

In den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump für diesen Sonntag die Unterzeichnung einer Vereinbarung geplant. Unmittelbar danach solle die Strasse von Hormus wieder geöffnet werden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Trump machte dabei weder Angaben dazu, wie und wo die Vereinbarung unterzeichnet werden soll noch von wem genau. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung, aber auch kein Dementi.

Zuletzt hatten sich die Zeichen auf eine mögliche baldige Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran bereits verdichtet. Dieses soll ein Ausgangspunkt für vertiefte Gespräche zwischen Washington und Teheran sein.

Trump betonte in seinem Post, dass der Iran in diesem Zuge keine Gelder erhalten werde. Zu gegebener Zeit, wenn sich alles beruhigt habe, werde man in den Iran gehen und die verschütteten Uran-Vorräte des Irans bergen. Diese sollten dann verdünnt und vernichtet werden – «ob im Iran oder in den Vereinigten Staaten».

Was ist über die Einigung bekannt

Die Vereinbarung führt laut einem hochrangigen US-Beamten neben der Öffnung der Strasse von Hormus dazu, dass das iranische Atomprogramm zurückgebaut werden soll. «Drittens führt sie dazu, dass die Vereinigten Staaten das angereicherte Material erhalten. Wir treffen eine Vereinbarung, dass dieses Material vor Ort vernichtet und anschliessend aus dem Land gebracht wird.» Wie genau das stattfinden solle, sei Gegenstand weiterer Verhandlungen, die demnach binnen 60 Tagen stattfinden sollen.

Eingefrorene iranische Vermögenswerte im Ausland könnten freigegeben werden – jedoch nach US-Darstellung nur dann, wenn das Land zuvor Gegenleistungen erbracht hat. Demnach würden bei der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens noch keine Vermögenswerte freigegeben. Bei entsprechender Kooperation aus Teheran wären im weiteren Verlauf auch Lockerungen von Sanktionen denkbar. Die Finanzierung terroristischer Gruppen sei Teheran fortan verboten. (dpa)

17:00 Uhr

Samstag, 13. Juni

Trump will bei G7-Gipfel über Minenräumung in Strasse von Hormus reden

US-Präsident Donald Trump will bei dem G7-Gipfel in Frankreich in der kommenden Woche über eine Minenräumung in der Strasse von Hormus sprechen. Das verlautete am Samstag aus ranghohen US-Regierungskreisen. Trump wolle auch am Rande der Versammlung die Staatschefs von Ägypten, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten treffen, um über ein Ende des Iran-Kriegs zu sprechen, sagte die Gewährsperson.

Die beiden G7-Mitgliedsstaaten Grossbritannien und Frankreich haben Interesse daran geäussert, nach dem Ende der Feindseligkeiten bei einer Minenräumung in der Strasse von Hormus zu helfen. Der Schifffahrtskanal ist für den internationalen Ölhandel wichtig. (dpa)

15:50 Uhr

Samstag, 13. Juni

Iran plant Beisetzung von getötetem Oberhaupt Khameneis

Mehr als hundert Tage nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Khamenei soll nun während des islamischen Trauermonats Muharram das Begräbnis stattfinden. Die offizielle Beisetzung des getöteten religiösen und politischen Oberhaupts ist für den 9. Juli in Khameneis Geburtsstadt Maschhad im Nordosten Irans geplant – neben dem Mausoleum von Resa, dem achten schiitischen Imam.

Khamenei wurde Ende Februar 2026 bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet. Er wurde 86 Jahre alt. Ajatollah Ali Khamenei war der oberste Führer und Religionsführer der Islamischen Republik, der das Land von 1989 bis zu seinem Tod führte.

Im Iran laufen die Vorbereitungen für die Beisetzung des getöteten Religionsführers Ajatollah Ali Khamenei und die geplanten Trauerfeiern in mehreren Städten.
Bild: EPA

Khameneis Bestattung war ursprünglich deutlich früher geplant, wurde jedoch mehrfach aus Sicherheitsgründen verschoben, auch weil die gesamte politische Führung an den Zeremonien teilnehmen müsste. Unklar ist zudem, ob sein Sohn und Nachfolger Mojtaba an der Beisetzung teilnehmen wird.

Er war eine Woche nach der Tötung seines Vaters bei den US‑israelischen Angriffen auf Teheran zu dessen Nachfolger ernannt worden. Seitdem ist er jedoch nicht öffentlich aufgetreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und sogar über ein mögliches Ableben ausgelöst hat. (dpa)

14:33 Uhr

Samstag, 13. Juni

Libanesisches Militär zieht sich aus Dorf im Süden zurück

Angesichts eines Vormarsches israelischer Truppen haben sich libanesische Soldaten nach Militärangaben aus einem Dorf im Süden des Libanons zurückgezogen. Das Militär habe seine Truppen von der Kaserne Kfar Tebnit verlegt, nachdem israelische Soldaten in die Gegend vorgestossen seien, verlautete am Samstag aus Militärkreisen.

Das israelische Militär gab einen Evakuierungsbefehl für etwa 20 Orte heraus, darunter die südlibanesische Stadt Nabatije und nahegelegene Dörfer. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass es am Samstag Luftangriffe auf verschiedene Dörfer nahe Nabatije gegeben habe. Bei einem davon seien zwei Menschen in Deir al-Sahrani getötet worden. Nabatije selbst sei mit Artillerie beschossen worden.

Die südliche Hafenstadt Tyros im Libanon wurde am Donnerstag bombadiert.
Bild: EPA

Trotz einer im April in Kraft getretenen Waffenruhe greifen sich Israel und die militante Hisbollah im Libanon weiter gegenseitig an. Israel hält im Kampf gegen die Hisbollah weite Teile des Südlibanons besetzt. Die Hisbollah ist nicht Teil der Waffenruhevereinbarung zwischen Israel und dem Libanon und greift häufig mit Raketen und Drohnen an.

Seit dem Beginn der Kämpfe Anfang März sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mehr als 3700 Menschen im Libanon getötet worden. Zudem sind 30 israelische Soldaten und eine weitere Person in oder nahe dem Süden des Libanons ums Leben gekommen, sowie zwei Zivilisten im Norden Israels, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitgeteilt hat. (dpa)

14:04 Uhr

Samstag, 13. Juni

Kommt der Deal in den nächsten 24 Stunden?

Im Krieg zwischen den USA und dem Iran schürt der Vermittler Pakistan weiter Hoffnungen auf den baldigen Abschluss eines Abkommens. «Da mit der Finalisierung voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden zu rechnen ist, bereitet sich Pakistan auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens unmittelbar danach vor», schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X. Auch bereite man sich auf Gespräche auf technischer Ebene in der kommenden Woche vor.

«Wir sind einem Friedensabkommen näher als je zuvor», erklärte Sharif. «Wir sind zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage für dauerhaften Frieden bilden wird.» (dpa)

06:12 Uhr

Samstag, 13. Juni

US-Militär meldet Abschuss iranischer Drohnen in Strasse von Hormus

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mehrere iranische Drohnenangriffe auf Schiffe in der Strasse von Hormus abgewehrt. «Die US-Streitkräfte haben sie alle in den letzten Stunden abgeschossen, während der Schiffsverkehr durch die Meerenge ungehindert weiterfliesst», teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Die Meerenge bleibe für den Schiffsverkehr geöffnet. Das US-Militär machte keine weiteren Angaben - auch nicht zur Zahl abgeschossener Drohnen.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, das Militär habe mehrere Tanker durch die Meerenge gebracht. Die Durchfahrt einzelner Schiffe lässt sich jedoch nicht mit den hohen Transitmengen vor dem Iran-Krieg vergleichen: Noch Anfang des Jahres fuhren Berichten zufolge täglich um die 130 Schiffe ungehindert durch die Meerenge.

Die Strasse von Hormus ist als Exportroute für Öl, Flüssiggas und Dünger aus den Staaten des Persischen Golfs von grosser Bedeutung für die Weltwirtschaft. (dpa)

19:08 Uhr

Freitag, 12. Juni

Pakistan: Iran und USA haben sich über Abkommen verständigt

Die USA und der Iran haben sich dem Vermittler Pakistan zufolge über ein Abkommen verständigt. «Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde», schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf X. «Pakistan arbeitet nun eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte zu finalisieren. Ein Frieden war noch nie so greifbar wie jetzt.» (dpa)

17:53 Uhr

Freitag, 12. Juni

US-Kreise nennen fünf Bedingungen für Abkommen mit dem Iran

Ein ranghoher Vertreter der USA hat sich zu den Bedingungen für ein Abkommen mit dem Iran geäussert. Demnach wollen die USA fünf Bedingungen erfüllt sehen. Washington fordere die Zerstörung und Entfernung von nuklearem Material, das Ende des iranischen Atomprogramms, einen Verzicht auf die Freigabe iranischer Vermögenswerte, bis bestimmte Bedingungen erfüllt seien, die Öffnung der Strasse von Hormus und keine weitere Finanzierung von Terrorgruppen durch Teheran.

Die Person, die der Nachrichtenagentur AP die Konditionen des Weissen Hauses für ein Kriegsende schilderte, wollte anonym bleiben. (dpa)

17:34 Uhr

Freitag, 12. Juni

Irans Aussenminister: Rahmenabkommen zum Greifen nah

Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi sieht ein Rahmenabkommen zwischen seinem Land und den USA in greifbarer Nähe. «Die Absichtserklärung von Islamabad stand noch nie so kurz vor dem Abschluss», schrieb Araghtschi auf X. «Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten», fügte er hinzu. Einzelheiten würden der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt. (dpa)

10:53 Uhr

Freitag,  12. Juni

Iran: Verhandlungstext überwiegend finalisiert

Nachdem US-Präsident Donald Trump am Donnerstag ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht gestellt hatte, spricht auch die Islamische Republik von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte der iranische Aussenamtssprecher Ismail Baghai nach Angaben der staatlichen Agentur Irna am Donnerstagabend in einem TV-Programm.

Zugleich drückte Baghai erneut fehlendes Vertrauen Teherans in Washington aus. Das Problem sei, dass die US-Seite ihre Positionen immer wieder verändere, sagte Baghai demnach weiter. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete in der Nacht zum Freitag, das Abkommen sei bisher nicht endgültig bestätigt. Es handle sich um einen 14 Punkte umfassenden Text. Bei dem jetzt diskutierten Dokument geht es Berichten zufolge zunächst um ein Rahmenabkommen, mit dem die Grundlage für weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran gelegt werden soll. Mit dem Rahmenabkommen könnte aber bereits etwa die für den Handel wichtige Strasse von Hormus wieder vollständig geöffnet werden. (dpa)

06:18 Uhr

Freitag, 12. Juni

Trump sieht schon wieder Iran-Deal nah - Teheran dementiert

US-Präsident Donald Trump hat einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht gestellt. «Wir haben gerade eine grossartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt», behauptete Trump im Weissen Haus. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden. Aus dem Iran kam jedoch prompt ein Dementi: Bislang sei kein Text finalisiert worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, unter Berufung auf eine mit dem Verhandlungsteam verbundene Quelle. Der Republikaner hatte schon mehrere Male behauptet, eine Einigung auf einen Deal mit dem Iran sei nahe - der US-Fernsehsender CNN zählte genau 39 Mal. Doch die Verhandlungen gerieten später immer wieder ins Stocken.

Diesmal entgegnete Trump auf Nachfrage von Reportern, nach seinem Verständnis habe das iranische Staatsoberhaupt Modschtaba Khamenei einem Rahmenabkommen bereits zugestimmt. Es beinhalte unter anderem eine sofortige Öffnung der Strasse von Hormus sowie das Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen. Die US-Seeblockade gegen iranische Schiffe und Häfen werde bis zum endgültigen Abschluss einer Vereinbarung vollständig bestehen bleiben, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die USA hatten damit auf die faktische Blockade der Strasse von Hormus durch den Iran reagiert.

Israels Regierung: Haben Trumps Zusicherung

Die israelische Regierung hat nach eigenen Angaben von Washington die Zusicherung bekommen, dass die Sicherheitsinteressen des jüdischen Staates bei einem späteren endgültigen Abkommen mit der Islamischen Republik berücksichtigt werden. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu teilte mit, Trump habe versprochen, dass ein Deal die Entfernung des vom Iran angereicherten Urans sowie den Abbau seiner Anlagen zur Urananreicherung umfassen werde. Trump habe Netanyahu auch zugesichert, dass eine endgültige Vereinbarung auch Irans Raketenherstellung einschränken sowie die Unterstützung des Erzfeinds für dessen Stellvertreter in der Region beenden werde. Gemeint sind damit unter anderem die palästinensische Terrororganisation Hamas sowie die libanesische Hisbollah-Miliz. (dpa)

22:03 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Trump: Könnten Iran-Deal in Europa unterzeichnen

US-Präsident Donald Trump hat erneut Hoffnungen auf ein Rahmenabkommen zwischen USA und den Iran geweckt und als Ort für eine mögliche Unterzeichnung Europa ins Spiel gebracht. Dokumente würden noch finalisiert, sagte Trump im Oval Office vor Reportern. Das sollte in den nächsten Tagen passieren. Wahrscheinlich werde es eine Unterzeichnung geben - «vielleicht in Europa».

Einen genauen Ort oder ein Land nannte Trump nicht. Kurz darauf sagte er, vielleicht werde die Unterzeichnung schon am Wochenende vollzogen. Er selbst werde dann nicht dabei sein können, aber Vize-Präsident JD Vance.

Trump feiert am Sonntag (14. Juni) in Washington seinen 80. Geburtstag. Danach will er zum G7-Gipfel nach Frankreich fliegen. Im französischen Kurort Évian am Genfer See kommt die Gruppe führender demokratischer Wirtschaftsmächte, zu der die USA, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie die Europäische Union gehören, vom 15. bis zum 17. Juni zusammen. (dpa)

20:55 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Iran dementiert Fortschritte bei US-Verhandlungen

Irans politische Führung hat einem Medienbericht zufolge Fortschritte bei den Verhandlungen mit den USA dementiert. Bislang sei kein Text über ein Rahmenabkommen finalisiert worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, unter Berufung auf eine mit dem Verhandlungsteam verbundene Quelle.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor seine für diesen Abend angekündigten Angriffe auf den Iran abgesagt. Der Republikaner begründete das auf der Plattform Truth Social mit Gesprächen, die die höchste Ebene der iranischen Führung erreicht hätten. Nach Trumps Darstellung sind Verhandlungen über eine Befriedung des Konflikts einem Durchbruch nahe. Was das für die Gespräche mit dem Iran bedeutet, blieb jedoch unklar.

Seit Wochen bereits verhandeln Vertreter aus Washington und Teheran über ein dauerhaftes Ende des Kriegs, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran begonnen hatten. Seit gut zwei Monaten gilt eigentlich eine Waffenruhe, die in den vergangenen Wochen von den Kriegsparteien mehrfach gebrochen wurde. Jüngst drohte die Lage im Mittleren Osten wieder zu eskalieren.

Hochrangige iranische Politiker äusserten sich zunächst nicht zu Trumps Worten. Zuletzt lagen die Positionen vor einem möglichen Rahmenabkommen deutlich auseinander. Streit gibt es unter anderem um Irans Atomprogramm, den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus, den Krieg im Libanon, Sanktionen gegen den Iran und eingefrorene iranische Vermögen im Ausland.

Die Nachrichtenagentur Fars berichtete weiter, dass ein Rahmenabkommen bereits vor etwa zwei Wochen weitgehend fertiggestellt worden sei. Militärische Spannungen, darunter Israels Angriffe auf die libanesische Hauptstadt Beirut, hätten jedoch dazu geführt, dass die Verhandlungen zunächst auf Eis gelegt worden seien. Nach erfolgreicher Vermittlung durch das Golfemirat Katar seien am Mittwoch wieder Fortschritte erzielt worden. (dpa)

19:53 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Trump sagt angekündigte Angriffe auf den Iran ab

US-Präsident Donald Trump hat seine angekündigten harten Angriffe auf Ziele im Iran abgesagt. Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social, Grund seien Gespräche mit dem Iran auf höchster Ebene. Der Präsident deutete zudem an, dass Fortschritte in den Verhandlungen zur Verlängerung der brüchigen Waffenruhe erzielt worden seien.

Er schrieb, dass «die Gespräche und die finalen Punkte sowohl konzeptionell als auch im Detail» von den Vereinigten Staaten, Israel und anderen regionalen Verbündeten gebilligt worden seien. Einzelheiten nannte er nicht. Trump hatte in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, die Kriegsparteien stünden kurz vor einer Einigung.

Der US-Präsident hatte am Donnerstag mit neuen Angriffen auf den Iran und darüber hinaus mit einer kompletten Übernahme der iranischen Öl- und Gasindustrie gedroht. Das US-Militär werde die Islamische Republik in der Nacht zum Freitag «SEHR HART» treffen, schrieb er. (dpa)

18:46 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Trump: USA haben wohl nicht den Mut zur Übernahme der Insel Charg

Nach einer Drohung, den wichtigsten iranischen Ölhafen auf der Insel Charg unter Kontrolle der Vereinigten Staaten zu bringen, ist US-Präsident Donald Trump ein Stück weit zurückgerudert. Dem Sender Fox News sagte er am Donnerstag, dass er schon immer dafür gewesen sei, Charg einzunehmen. Er wisse aber ehrlich gesagt nicht, ob Amerika den Mut dazu habe. Diese Einschätzung wiederholte er mehrfach.

Auf Truth Social hatte Trump geschrieben: «In nicht allzu ferner Zukunft werden wir die Insel Charg und andere wichtige Standorte der Ölinfrastruktur einnehmen und die vollständige Kontrolle über deren Öl- und Gasmärkte übernehmen, ähnlich wie wir es bereits in Venezuela getan haben.»

Würden US-Soldaten auf der Insel eingesetzt werden, wären sie sehr angreifbar, da Charg nur etwa 33 Kilometer vom iranischen Festland entfernt liegt, von wo aus Raketen, Drohnen und Artillerie abgefeuert werden könnten. Trump deutete in dem Interview an, dass er weiterhin gegen eine Entsendung von US-Bodentruppen in den Iran sei. Er sagte: «Wir könnten morgen dort einmarschieren. Wir könnten Soldaten entsenden – ich möchte keine Bodentruppen vor Ort haben. Aber wenn ich wollte, könnten wir eine kleine Gruppe von Soldaten entsenden und den Ort einnehmen.» (dpa)

14:46 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Trump kündigt harte Angriffe und Übernahme iranischer Ölanlagen an

US-Präsident Donald Trump hat mit schweren Angriffen auf den Iran gedroht. Das US-Militär werde die Islamische Republik in der Nacht zum Freitag «SEHR HART» treffen, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social teils in Grossbuchstaben. In nicht allzu ferner Zukunft «werden wir auch die Insel Charg übernehmen», erklärte er. Die Insel im Persischen Golf ist der wichtigste Ölhafen der Islamischen Republik.

Trump ging noch weiter und drohte mit einer Übernahme weiterer Ölinfrastruktur und letztlich der «totalen Kontrolle über ihre Öl- und Gasmärkte» - auf ähnliche Weise, wie man das bereits in Venezuela getan habe, wo sich dies sowohl für die USA als auch Venezuela «brillant» bewährt habe. (dpa)

11:47 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Iran verurteilt «grossangelegte» US-Angriffe

Das iranische Aussenministerium hat die «grossangelegten» US-Angriffe der vergangenen Nacht scharf verurteilt. Teheran habe ein Recht auf Selbstverteidigung und Gegenschläge, hiess es in einer Mitteilung des Ministeriums. Die US-Regierung trage die Verantwortung für die «gefährlichen Konsequenzen» der Aggression, hiess es weiter.

Laut iranischen Medien wurden bei den Angriffen in der Provinz Teheran drei Menschen verletzt. Das Portal «Mehr» berichtete zugleich unter Berufung auf offizielle Stellen, in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) sei in der Strasse von Hormus ein Boot, das mit Grundnahrungsmitteln beladen gewesen sei, von einem Geschoss der USA getroffen worden. Die Besatzung sei gerettet worden.

Das US-Militär sprach in der Nacht von Angriffen auf militärische Überwachungs- und Kommunikationsanlagen sowie Anlagen der Flugabwehr im Iran. Eigentlich gilt zwischen den Kriegsparteien eine Feuerpause. (dpa)

10:26 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Drei Verletzte nach US-Angriffen in Provinz Teheran

Bei den US-Angriffen im Iran in der Nacht sind einem lokalen Medienbericht zufolge drei Menschen in der Provinz Teheran verletzt worden. Diese seien in Krankenhäuser eingeliefert worden, berichtete das Portal «Mehr» unter Berufung auf die Notdienstzentrale weiter.

In der Nacht hatten sich nahe der iranischen Hauptstadt Teheran mehrere Explosionen ereignet. Das US-Militär sprach in der Nacht von Angriffen auf militärische Überwachungs- und Kommunikationsanlagen sowie Anlagen der Flugabwehr im Iran. (dpa)

10:24 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

UN-Seeschifffahrts-Organisation verurteilt US-Angriff auf Tanker

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation der Vereinten Nationen (IMO) hat einen US-Angriff auf einen unter der Flagge Palaus fahrenden Tanker verurteilt. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs habe es in der Region 43 Angriffe auf die internationale Schifffahrt gegeben, beklagte die UN-Organisation.

Der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal hatte auf der Plattform X mitgeteilt, bei dem Angriff auf die «Settebello» seien drei indische Seeleute getötet worden. Die USA hatten den Beschuss des Tankers damit begründet, dass dieser die US-Seeblockade gegen den Iran verletzt und versucht habe, Öl aus dem Iran zu transportieren. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs bestätigte den Beschuss des Maschinenraums des Schiffes.

Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) teilte mit, am Donnerstagmorgen habe vor der Küste des Omans unweit der Stelle, an der die «Settebello» unter Beschuss geriet, auch auf einem anderen Schiff der Maschinenraum gebrannt. Beobachter hielten einen weiteren US-Angriff als Brandursache für wahrscheinlich. Bestätigt war dies jedoch zunächst nicht. (dpa)

10:15 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Indien: Drei tote Seeleute nach US-Angriff auf Tanker gefunden

Nach dem Beschuss eines Tankers im Golf von Oman durch das US-Militär sind nach Angaben Indiens drei zunächst vermisste indische Besatzungsmitglieder tot aufgefunden worden. Ihre Leichen seien entdeckt und identifiziert worden, schrieb der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal auf der Plattform X.

Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben am Mittwoch das unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau fahrende Schiff «Settebello» beschossen. Es soll versucht haben, iranisches Öl zu transportieren. Die Besatzung habe sich den Anweisungen der Streitkräfte widersetzt, hiess es.

Nach Angaben des Aussenministeriums in Neu-Delhi konnten 21 indische Besatzungsmitglieder gerettet werden. Drei weitere galten zunächst als vermisst. Das Ministerium hatte den Angriff verurteilt. Laut Berichten indischer Medien hatte das Aussenministerium aus Protest den stellvertretenden Botschafter der USA in Neu-Delhi einbestellt.

Die Blockade der USA

Die USA haben eine Blockade iranischer Häfen verhängt als Reaktion auf die faktische Blockade der Strasse von Hormus durch den Iran. Seit Mitte April wurden nach US-Angaben nun insgesamt acht Schiffe manövrierunfähig gemacht. Mit der Blockade der Häfen machen die USA Druck auf den Iran, der wirtschaftlich stark vom Ölhandel abhängt. (dpa)

10:14 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Ministerium: Mädchen in Bahrain bei iranischem Beschuss verletzt

Bei einem iranischen Angriff auf Bahrain ist nach Angaben des Innenministeriums ein elfjähriges Mädchen verletzt worden. Zudem seien Autos und Häuser durch herabfallende Trümmer beschädigt worden, teilte das Ministerium mit. Die Trümmer seien bei Abfangmassnahmen gegen den iranischen Angriff entstanden.

Nach neuen US-Luftangriffen auf die Islamische Republik hatte der Iran Ziele in Bahrain, Kuwait und Jordanien unter Beschuss genommen. In den drei Ländern sind US-Truppen stationiert. (dpa)

10:37 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Jordanien: 20 iranische Raketen abgefangen

Die jordanische Luftabwehr hat nach neuen Gefechten zwischen den USA und dem Iran in der Golfregion mehrere iranische Raketen abgefangen. Wie die Behörden des Landes am Donnerstag mitteilten, wurden insgesamt 20 Raketen unschädlich gemacht, die in Richtung eines Gebiets abgefeuert wurden, in dem sich ein Luftwaffenstützpunkt befindet, auf dem US-Soldaten untergebracht sind. Verletzte gab es den Angaben zufolge nicht. (dpa)

08:57 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Bahrain: Kind bei iranischem Angriff verletzt

Bei iranischen Angriffen auf den Golfstaat Bahrain ist nach Behördenangaben ein elfjähriges Mädchen leicht verletzt worden. Das Innenministerium sprach von einem «verbrecherischen iranischen» Angriff.

In der Stadt Hammad sowie in der Hauptstadt Manama seien darüber hinaus mehrere Fahrzeuge in Brand geraten und Wohnhäuser beschädigt worden. Ursache seien herabfallende Trümmerteile gewesen, die nach der Abwehr und Zerstörung iranischer Drohnen niedergegangen seien.

Die USA und der Iran hatten sich in der Nacht in der Golfregion erneut heftig gegenseitig beschossen. In dem Zuge gerieten auch Kuwait und Bahrain erneut unter Beschuss. (dpa)

05:33 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

US-Botschaft warnt vor möglichem Beschuss in Jordanien

Die US-Botschaft in Jordanien hat am Donnerstag vor Raketen, Drohnen oder Geschossen im jordanischen Luftraum gewarnt. Von jordanischen Staatsmedien gab es zunächst keine Bestätigung der Berichte über Raketenbeschuss. Vorausgegangen war eine neue Welle von US-Angriffen gegen den Iran. Der Iran reagierte mit Angriffen auf Golfstaaten, in denen US-Truppen stationiert sind. (dpa)

05:12 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Kuwait schliesst seinen Luftraum wegen iranischer Angriffe

Nach Vergeltungsangriffen des Iran hat Kuwait seinen Luftraum geschlossen. Die kuwaitische Generaldirektion für Zivilluftfahrt teilte am Donnerstag mit, Flüge würden zu anderen Flughäfen umgeleitet. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Zuvor hatten die USA eine zweite Welle von Luftangriffen gegen den Iran geflogen. Der Iran reagierte mit Angriffen auf Bahrain und Kuwait. In beiden Ländern sind US-Truppen stationiert.

Die USA hatten den Iran bereits tags zuvor angegriffen. Vorausgegangen war der Absturz eines US-amerikanischen Armeehubschraubers nahe der Strasse von Hormus, für den US-Präsident Donald Trump die Islamische Republik verantwortlich gemacht hatte. (dpa)

03:31 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

US-Militär beendet neue Angriffswelle gegen Iran

Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge seine jüngste Runde von Luftangriffen gegen den Iran abgeschlossen. Die Streitkräfte haben «iranische militärische Überwachungsfähigkeiten, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsanlagen im gesamten Iran» ins Visier genommen, wie das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) am Donnerstag mitteilte. Zu den Schäden durch die Angriffe machte das Kommando keine Angaben.

«Die Angriffe erfolgen als Reaktion auf die unbegründete und anhaltende Aggression des Irans», erklärte Centcom. «US-Streitkräfte bleiben wachsam, schlagkräftig und einsatzbereit.» (dpa)

03:13 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Berichte über Angriffe bei Teheran

Nahe der iranischen Hauptstadt Teheran haben sich mitten in der Nacht mehrere Explosionen ereignet. Der staatliche iranische Rundfunk meldete Explosionen in der Pendlermetropole Karadsch, die nur wenige Kilometer von der Millionenstadt Teheran entfernt liegt. Weiter westlich von Karadsch seien Kampfdrohnen gesichtet worden. Details dazu lagen zunächst nicht vor.

In den sozialen Medien gab es mehrere Berichte über eine Angriffswelle nahe der Hauptstadt, nachdem das US-Militär zuvor Ziele an der mehr als 1000 Kilometer entfernten Südküste des Irans bombardiert hatte. Ein als Vahid bekannter Online-Journalist berichtete auf Telegram über mehrere Explosionen bei Karadsch, die Gebäude und Fenster zittern liessen und Bewohner aus dem Schlaf rissen.

«Zwei furchtbare Explosionsgeräusche kamen aus Richtung Karadsch. Sie haben wieder zugeschlagen», zitierte er einen Bewohner. «Sie haben wohl den Pajam-Flughafen getroffen. Ich bin drei Meter hoch aus dem Schlaf gesprungen», habe ihm ein anderer Iraner geschrieben.

Auch südöstlich von Teheran in Waramin gab es Explosionen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Offiziell äusserten sich die Behörden nicht zur Ursache. (dpa)

02:59 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Raketenalarm in Bahrain wegen möglicher Vergeltungsangriffe

In Bahrain haben am frühen Donnerstagmorgen die Sirenen wegen möglicher iranischer Vergeltungsangriffe geheult. Nach einer neuen Welle US-amerikanischer Luftangriffe auf die Islamische Republik hatte der Iran damit gedroht, Bahrain ins Visier zu nehmen. Das kleine Inselkönigreich im Persischen Golf vor der Küste Saudi-Arabiens forderte die Bevölkerung auf, Schutz zu suchen. (dpa)

02:38 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Trump wirft Iran besonders schweren Bruch der Waffenruhe vor

Nach der jüngsten militärischen Eskalation im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung laut einem Medienbericht einen besonders schweren Bruch der Waffenruhe vorgeworfen. Die im April mit Teheran vereinbarte Feuerpause sei die «die am häufigsten gebrochene Waffenruhe in der Geschichte der Welt», zitierte ein Reporter des US-Senders Fox News Aussagen des Präsidenten aus einem Gespräch mit Trump. Kurz zuvor hatte das US-Militär als Reaktion auf den iranischen Abschuss eines US-Kampfhubschraubers mehrere Ziele im Iran angegriffen.

Trump habe zwar ein Ende der Bombardierungen in Kürze in Aussicht gestellt, berichtete Fox-News-Reporter Trey Yingst auf der Plattform X. Sollte Teheran aber kein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnen, «werden wir sie in Grund und Boden bomben», drohte Trump demnach.

Dem Republikaner zufolge habe das US-Militär 49 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert und auch Kampfflugzeuge eingesetzt, schrieb Yingst. «Das am nächsten bei Teheran gelegene Ziel befindet sich knapp 65 Kilometer ausserhalb der Stadt», hiess es weiter.

Das US-Militär hatte in der Nacht nach eigenen Angaben auf Trumps Befehl mit neuen Angriffen auf Ziele im Iran begonnen. Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen in mehreren Hafenstädten entlang der Südküste. Als Reaktion darauf verkündete das iranische Militär die komplette Sperrung der Strasse von Hormus für jeglichen Schiffsverkehr. Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom dementierte die angebliche Sperrung. (dpa)

02:29 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Golfstaaten

Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die US-Angriffe im Süden des Landes Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait attackiert. In Bahrain sei das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen attackiert worden, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Der Angriff zielte demnach auf Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot.

Irans mächtige Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Landes, attackierten eigenen Angaben zufolge unter anderem zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain. Insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden.

In Kuwait war erneut die Luftabwehr im Einsatz, wie die Armee des Golfstaats am frühen Morgen auf X mitteilte. Auch in Bahrain schrillten die Sirenen, wie das Innenministerium des Inselstaates mitteilte. Bewohner wurden dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren und den nächsten sicheren Ort aufzusuchen. (dpa)

01:56 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

US-Militär dementiert Komplettsperrung der Strasse von Hormus

Das US-Militär hat die angebliche Komplettsperrung der Strasse von Hormus für jeglichen Schiffsverkehr dementiert. «Handelsschiffe fahren weiterhin heute Nacht in die Strasse von Hormus ein und wieder heraus», teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit.

Kurz zuvor hatte das iranische Militär die Strasse von Hormus als Reaktion auf die jüngsten US-Angriffe auf Ziele im Süden des Landes nach eigenen Angaben komplett gesperrt. Jedes Schiff, das die Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung.

Das US-Militär hatte in der Nacht nach eigenen Angaben auf Befehl von US-Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen auf Ziele im Iran begonnen. Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen in mehreren Hafenstädten entlang der Südküste. (dpa)

01:23 Uhr

Donnerstag, 11. Juni

Iran erklärt Strasse von Hormus für komplett gesperrt

Das iranische Militär hat die Strasse von Hormus als Reaktion auf die jüngsten US-Angriffe auf Ziele im Süden des Landes nach eigenen Angaben komplett gesperrt. Jedes Schiff, das die Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung.

Offiziell begründete das militärische Hauptquartier der Islamischen Republik die Massnahme mit der «veränderten Sicherheitslage» nach den US-Angriffen. Sämtlichen Schiffen, einschliesslich Öltankern und Frachtern, sei nun die Passage durch die für den weltweiten Handel wichtige Meerenge untersagt. Kurz darauf berichtete der staatliche Rundfunk bereits, dass zwei Schiffe beschossen worden seien. (dpa)

23:54 Uhr

Mittwoch, 10. Juni

US-Militär startet weitere Angriffe auf den Iran

Die USA haben weitere Angriffe auf mehrere Ziele im Iran begonnen. Das teilte das US-Militär am Mittwoch mit. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) teilte am Mittwoch in einem Beitrag in den sozialen Medien mit, die Angriffe seien eine «Reaktion auf die unbegründete und anhaltende Aggression des Irans».

Die USA hatten den Iran bereits tags zuvor angegriffen. Vorausgegangen war der Absturz eines US-amerikanischen Armeehubschraubers nahe der Strasse von Hormus, für den US-Präsident Donald Trump die Islamische Republik verantwortlich gemacht hatte. (dpa)

20:23 Uhr

Mittwoch, 10. Juni

Trump droht mit weiteren Angriffen auf den Iran

US-Präsident Donald Trump hat mit weiteren Angriffen auf den Iran gedroht. «Wir werden sie heute wieder hart treffen», sagte Trump am Mittwoch im Weissen Haus. Er wollte sich nicht dazu äussern, ob das auch Angriffe auf Brücken und zivile Infrastruktur beinhalten würde. Damit hatte Trump dem Iran zu Beginn des Kriegs gedroht und war dafür international scharf kritisiert worden.

Er forderte den Iran auf, ein Abkommen mit den USA zu unterzeichnen. «Wir standen kurz vor einem Abkommen, aber sie halten uns immer wieder hin», sagte Trump. Zuvor hatte er auf seiner Plattform Truth Social bereits geschrieben, Teheran brauche zu lange, um ein Abkommen auszuhandeln, und müsse dafür jetzt «den Preis zahlen». Was genau dies bedeuten soll, liess der US-Präsident offen. In der Nacht zum Mittwoch (MESZ) hatten sich die beiden Seiten nach dem Absturz eines US-Kampfhubschraubers Gefechte geliefert.

Aus Teheran hiess es, bei US-Angriffen seien zwei Wasserreservoirs in der südlichen Stadt Sirik getroffen worden. Dadurch seien Tausende Menschen von der Wasserversorgung abgeschnitten worden. Iranische Staatsmedien veröffentlichten Aufnahmen, die eines der beschädigten Reservoirs zeigen sollen. Die Nachrichtenagentur AP konnte deren Echtheit nicht umgehend verifizieren. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. (dpa)

15:33 Uhr

Mittwoch, 10. Juni

20'000 Bewohner nach US-Angriff ohne Wasserversorgung

Nach den nächtlichen US-Angriffen und Zerstörung ziviler Infrastruktur sind iranischen Angaben zufolge Tausende Bewohner an der Südküste ohne Wasser. Die Trinkwasserversorgung der Stadt Kuhestak in der Provinz Hormusgan sowie von zehn weiteren Dörfern sei vollständig unterbrochen, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf einen Behördenvertreter.

«Durch diesen Vorfall wurden mehr als 20'000 Einwohner der Region, die ohnehin unter schwierigen klimatischen Bedingungen und extremer Hitze leben, vom Zugang zu Wasser abgeschnitten», hiess es in dem Bericht weiter. Iranische Medien veröffentlichten Fotos, die zerstörte Wasserbecken zeigen sollen. Aktuell herrschen an Irans südlichen Küstenregionen Temperaturen von weit über 30 Grad. (dpa)

08:36 Uhr

Mittwoch, 10. Juni

Jordanien fängt fünf iranische Raketen ab - keine Schäden

Neben Kuwait und Bahrain ist auch Jordanien trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg unter Beschuss geraten. Die Flugabwehr habe in al-Asrak am Dienstagabend fünf iranische Raketen abgefangen, teilten Jordaniens Streitkräfte der Staatsagentur Petra zufolge am Morgen mit. Dabei seien Trümmerteile herabgefallen, es habe aber keine Opfer oder Schäden gegeben. Man werde keinerlei Verletzung des Luftraums zulassen, hiess es weiter.

Al-Asrak liegt im Osten Jordaniens nicht weit von der irakischen Grenze. Berichten zufolge hat das US-Militär hier an einem Stützpunkt unter anderem Kampfflugzeuge stationiert. Nach Informationen der «New York Times» waren hier kurz vor Kriegsbeginn im Februar Dutzende Kampfjets und Frachtflugzeuge sowie Drohnen und Hubschrauber des US-Militärs stationiert.

Die iranischen Revolutionsgarden – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – hatten zuvor laut iranischen Medienberichten bekannt gegeben, als Reaktion auf die jüngsten US-Bombardements amerikanische Militärstützpunkte in der Golfregion angegriffen zu haben. (dpa)

06:38 Uhr

Mittwoch, 10. Juni

Trump will Deal mit den Mullahs und genehmigt neue Angriffe – wie passt das zusammen?

Die amerikanischen Streitkräfte haben in der Nacht auf Mittwoch Vergeltungsschläge gegen iranische Militäranlagen geflogen. Die Lage am Persischen Golf droht wieder zu eskalieren.

Mehr zum Thema:

04:36 Uhr

Mittwoch, 10. Juni

Kuwait meldet iranischen Angriff – Luftabwehr aktiv

Kuwait hat am Mittwoch seine Luftabwehr aktiviert, nachdem der Golfstaat eigenen Angaben zufolge unter Beschuss aus dem Iran geraten sei. Der Iran erklärte, das Land ins Visier genommen zu haben, um sich für US-Luftangriffe am frühen Mittwochmorgen zu rächen. Teheran beanspruchte zudem Angriffe auf Bahrain und Jordanien für sich. Der Iran hatte eine Reaktion angekündigt, nachdem die USA nach dem Absturz eines Armeehubschraubers nahe der Strasse von Hormus Luftangriffe gegen den Iran gestartet hatten.

Zuvor hatte Trump in sozialen Medien erklärt, der Iran habe den Hubschrauber während eines Patrouillenfluges über der Strasse von Hormus abgeschossen. (dpa)

04:22 Uhr

Mittwoch, 10. Juni

Iran meldet Vergeltungsangriff auf US-Militärbasis in Jordanien

Nach US-Luftangriffen auf den Iran hat die Islamische Republik eigenen Angaben zufolge einen Vergeltungsangriff ausgeübt. Die iranische paramilitärische Revolutionsgarde erklärte, sie habe Raketen auf den US-Militärstützpunkt Muwaffak Salti in Jordanien abgefeuert. Weder Jordanien noch die USA bestätigten den Angriff zunächst.

Auf der Basis waren nach Angaben der USA auch F-35-Kampfjets und andere Flugzeuge stationiert. Teheran hatte eine Reaktion angekündigt, nachdem die USA nach dem Absturz eines Armeehubschraubers nahe der Strasse von Hormus Luftangriffe gegen den Iran gestartet hatten. (dpa)

01:16 Uhr

Mittwoch, 10. Juni

Araghtschi: Iran wird keinen Angriff unbeantwortet lassen

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat nach US-Angriffen eine Reaktion angekündigt. Araghtschi sagte, ausländische Streitkräfte in der Nähe des iranischen Territoriums seien «ständig einem Risiko ausgesetzt», und erklärte später, der Iran werde «keinen Angriff und keine Bedrohung unbeantwortet lassen».

Nach einem in der Nähe der Strasse von Hormus abgestürzten US-Militärhubschrauber hat das US-Militär am Dienstag Angriffe gegen den Iran gestartet. Präsident Donald Trump hatte erklärt, der Iran habe den Hubschrauber während eines Patrouillenfluges über der Strasse von Hormus abgeschossen. In einem Beitrag in sozialen Medien sagte er, die USA müssten «notwendigerweise auf diesen Angriff reagieren».

Die iranischen Staatsmedien berichteten von Explosionen auf der Insel Keschm in der Strasse von Hormus. (dpa)

00:10 Uhr

Mittwoch, 10. Juni

Kreise: US-Militärhubschrauber kollidierte mit iranischer Drohne

Ein nahe der Strasse von Hormus abgestürzter US-Militärhubschrauber ist nach Angaben eines US-Regierungsvertreters nach einer Kollision mit einer iranischen Drohne zu Boden gegangen. Das teilte der Beamte der AP am Dienstag (Ortszeit) mit. Unklar sei, ob die Kollision absichtlich herbeigeführt wurde, hiess es weiter. Die Ermittlungen dauerten noch an. In offiziellen Stellungnahmen hiess es bislang lediglich, dass der Absturz untersucht werde. Zuvor hatten bereits CNN, CBS News und andere Medien über eine Kollision mit einer iranischen Drohne berichtet.

Präsident Donald Trump erklärte, der Iran habe den Hubschrauber während eines Patrouillenfluges über der Strasse von Hormus abgeschossen. In einem Beitrag in sozialen Medien erklärte er, die USA müssten «notwendigerweise auf diesen Angriff reagieren». Das US-Militär teilte später mit, Angriffe gegen den Iran begonnen zu haben. Die iranischen Staatsmedien berichteten unterdessen von Explosionen auf der Insel Keschm in der Strasse von Hormus. (dpa)

23:38 Uhr

Dienstag, 9. Juni

US-Militär: Vergeltungsschläge gegen den Iran begonnen

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mit Vergeltungsschlägen gegen den Iran begonnen. Diese seien auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump und als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers erfolgt, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. «Die Mission stellt eine verhältnismässige Antwort auf die ungerechtfertigte iranische Aggression dar», begründete das US-Militär sein Vorgehen. Die Angriffe hätten um 17.00 Uhr US-Ostküstenzeit begonnen.

Nähere Angaben zum Umfang der Angriffe machte Centcom zunächst nicht. Zuvor hatte der Iran nach Angaben von Trump einen US-Militärhubschrauber abgeschossen. Die USA müssten notwendigerweise auf diesen Angriff reagieren, teilte er mit. Zwei Piloten des abgeschossenen Apache-Hubschraubers seien unverletzt und in Sicherheit.

Nach Berichten der iranischen Nachrichtenagentur Mehr wurden am Abend (Ortszeit) in der Hafenstadt Sirik am Golf von Oman und Umgebung von Bewohnern Explosionen gemeldet, ohne dass diese eindeutig zugeordnet werden konnten. (dpa)

22:21 Uhr

Dienstag, 9. Juni

Netanjahu mit Alleingang gegen den Iran?

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist nach Angaben des Fernsehsenders i24News unter Umständen zu einem eigenständigen Militärschlag gegen den Iran ohne Unterstützung der USA bereit. Der Sender berief sich auf eine Kabinettssitzung am Montagabend und zitierte Netanjahu mit den Worten: «Es könnte sein, dass wir in eine Situation geraten, in der wir den Iranern allein, ohne Rückendeckung der USA, gegenüberstehen – mit allen damit verbundenen Kosten: Rüstungsausgaben und weltweite Isolation.»

Israel wolle nicht, dass es so weit komme, wisse aber, dass es so weit kommen könne, sagte Netanjahu demnach.

US-Präsident Donald Trump hatte den israelischen Regierungschef zuvor vor einem Alleingang gewarnt. Die US-Regierung führt derzeit Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit Teheran, um den regionalen Konflikt diplomatisch beizulegen.

Experte: Alleingang wäre gewaltiges Wagnis

Der israelische Iran-Experte Danny Citronowicz warnte auf X, ein signifikanter militärischer Schritt ohne amerikanische Unterstützung wäre ein strategisch gewaltiges Wagnis für Israels nationale Sicherheit und sollte daher nur in Betracht gezogen werden, wenn keine Alternativen bestehen.

Citrinowicz wies auch auf die Konsequenzen hin, falls es ein Abkommen mit dem Iran gebe, das die US-Regierung als zentralen Erfolg betrachte. Dann könnte eine einseitige israelische Aktion gegen den Iran ohne Abstimmung mit Washington einen hohen Preis fordern - auch in den strategischen Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Staaten. (dpa)

21:29 Uhr

Dienstag, 9. Juni

Aussenminister an USA: Fremde Truppen nahe dem Iran immer in Gefahr

Nach dem Absturz eines US-Kampfhubschraubers hat der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi einen Abzug der US-Truppen aus der Region gefordert. «Ausländische Streitkräfte in der Nähe unseres Hoheitsgebiets sind aufgrund eigener menschlicher Fehler, reiner Unfälle oder der Gefahr, ins Kreuzfeuer zu geraten, einem ständigen Risiko ausgesetzt», schrieb er am Dienstag auf der Plattform X. «Um dieses Risiko zu verringern, ist es die beste Lösung, wenn sie das Gebiet verlassen.»

So wie Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf wenige Stunden zuvor schrieb auch Araghtschi, der Iran beherrsche auch andere Sprachen als die Sprache der Diplomatie.

US-Präsident Donald Trump warf dem Iran vor, einen US-Kampfhubschrauber in der Nähe der Strasse von Hormus abgeschossen zu haben. Die USA müssten zwangsläufig auf diesen Angriff reagieren, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Wie genau diese Reaktion aussehen könnte, sagte Trump nicht.

Zuletzt hatten sich Israel und der Iran erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im April wieder Gefechte geliefert. Unter Vermittlung der USA stellten sie die Angriffe am Montag wieder ein. Die Lage blieb aber angespannt und verschärfte sich durch den Absturz des Hubschraubers zusätzlich. (dpa)

19:08 Uhr

Dienstag, 9. Juni

Iran hat US-Helikopter abgeschossen, sagt Trump – und droht mit Konsequenzen

Der Iran hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump einen US-Militärhubschrauber abgeschossen. Die USA müssten notwendigerweise auf diesen Angriff reagieren, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Zwei Piloten des abgeschossenen Apache-Hubschraubers seien unverletzt und in Sicherheit. Unklar war zunächst, wie genau Trump auf die jüngste Eskalation im Krieg mit dem Iran reagieren wird.

Nach Angaben des US-Regionalkommandos Centcom vom Morgen (Ortszeit) hatten US-Streitkräfte zwei Besatzungsmitglieder eines AH64-Kampfhubschraubers gerettet. Der Hubschrauber sei während eines Patrouilleneinsatzes in den Gewässern vor der Küste des Omans abgestürzt. «Die Soldaten konnten innerhalb von etwa zwei Stunden sicher gerettet werden und befinden sich in stabilem Zustand.» Zur Ursache des Absturzes nannte Centcom zu diesem Zeitpunkt noch keine Details.

US-Medien: Unbemanntes Boot soll Piloten gerettet haben

US-Medien berichteten unter Berufung auf das Militär, dass die beiden Besatzungsmitglieder von einem unbemannten Boot - einem Drohnenboot - geortet und gerettet worden sei. Der TV- Sender NBC News berichtete von einem Novum im US-Militär. Laut CNN wurden die Besatzungsmitglieder dann von einem Hubschrauber hochgezogen.

Am Sonntag war der Krieg mit iranischen Raketenangriffen auf Israel gut zwei Monate nach Beginn einer Waffenruhe gefährlich eskaliert. Die iranischen Streitkräfte feuerten ballistische Raketen unter anderem auf einen Luftwaffenstützpunkt im Norden Israels. Die israelische Luftwaffe flog am Montag daraufhin Angriffe auf Ziele im Iran. Trump rief beide Staaten zu einem «sofortigen Waffenstillstand» auf. Sowohl Iran als auch Israel erklärten, die Angriffe wieder einzustellen. Die Lage blieb jedoch angespannt.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe. Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende des Konflikts stocken derzeit. (dpa)

15:17 Uhr

Dienstag, 9. Juni

Hisbollah-Kämpfer dringt nach Israel ein und wird erschossen

Ein bewaffnetes Mitglied der libanesischen Hisbollah-Miliz ist nach israelischen Angaben nach Israel vorgedrungen und hat dort das Feuer auf israelische Soldaten eröffnet. Die Truppen im Bereich des Ramim-Höhenzugs hätten zurückgefeuert und den Angreifer «ausgeschaltet», hiess es in einer Mitteilung der Armee. Keiner der Soldaten sei verletzt worden.

Sicherheitskräfte durchkämmten weiter das Gebiet. Es war zunächst unklar, wie der Hisbollah-Kämpfer die streng bewachte Grenze nach Israel überqueren konnte. Zur Unterstützung der Suchmassnahmen wurde eine Drohne der israelischen Luftwaffe in das Gebiet entsandt.

Die Bewohner der Grenzorte Misgav Am, Margaliot und Manara wurden angewiesen, bis auf weiteres in ihren Häusern zu bleiben. Zudem wurde eine nahegelegene Strasse für den Verkehr gesperrt. (dpa)

14:01 Uhr

Dienstag, 9. Juni

UN: Tödliche Siedler-Gewalt im Westjordanland nimmt

Die Gewalt israelischer Siedler gegen palästinensische Zivilisten im Westjordanland hat laut einer UN-Kommission weiter zugenommen. Im vergangenen Jahr hätten Siedler mindestens sieben Palästinenser getötet und 832 weitere verletzt, hiess es im Bericht der UN-Untersuchungskommission. Damit habe sich die Zahl der Opfer gegenüber 2024 mehr als verdoppelt. Zum Beispiel hätten im Juli 2025 Siedler - begleitet von israelischen Soldaten - Palästinenser beim Bestellen ihrer Felder überfallen. Dabei sei ein Landwirt durch einen Kopfschuss getötet, ein anderer erschlagen worden. «Dieser Trend setzt sich auch 2026 mit täglich verübten Angriffen fort», so die UN. (dpa)

13:01 Uhr

Sonntag, 9. Juni

Iran bestätigt Tote durch israelische Angriffe

Die jüngsten israelischen Angriffe haben im Iran laut Berichten staatlicher Medien mindestens zwei Militärangehörige das Leben gekostet. Bei den Todesopfern der Angriffe vom Montag handele es sich um Mitglieder einer Luftverteidigungseinheit, berichtete das Staatsfernsehen am Dienstag. Das Staatsfernsehen nannte zwar die Namen der Getöteten, jedoch keine Dienstgrade. Die Männer würden in einer Stadt ausserhalb Teherans beigesetzt, hiess es in dem Bericht. Die Angaben deuten darauf hin, dass sie in der Nähe der Hauptstadt stationiert waren. (dpa)

10:48 Uhr

Dienstag, 9. Juni

Israel ruft zur Evakuierung von libanesischer Stadt Tyrus auf

Das israelische Militär hat eine Evakuierungsaufforderung für die südlibanesische Hafenstadt Tyrus herausgegeben. Die Warnung umfasste auch das christliche Viertel, das bisher von den Luftangriffen verschont blieb. Bereits in der vergangenen Woche richtete Israel eine Warnung an das christliche Viertel, weil dort Mitglieder der Hisbollah-Miliz vermutet würden. Viele libanesische Schiiten waren in den vergangenen zwei Wochen vor den israelischen Angriffen entlang der Mittelmeerküste in die als vergleichsweise sicher geltenden Viertel geflohen.

Nach der Warnung der vergangenen Woche stationierte die libanesische Armee Truppen im christlichen Viertel von Tyrus, um Präsenz zu zeigen und zu demonstrieren, dass die Hisbollah dort nicht aktiv ist. Der arabischsprachige Sprecher des israelischen Militärs, Avichay Adraee, erklärte jedoch am Montag auf der Plattform X, dass das israelische Militär bald gegen terroristische Aktivitäten der Hisbollah in der Gegend vorgehen müsse. (dpa)

09:29 Uhr

Dienstag, 9. Juni

Israel fordert Aufhebung von Haftbefehl gegen Netanyahu

Nach der Suspendierung des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofes fordert Israels UN-Botschafter eine Aufhebung des Haftbefehls gegen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Die Suspendierung Karim Khans beweise, «dass diese Institution bis ins Mark verdorben ist», schrieb UN-Botschafter Danny Danon auf X. «Nun ist es an der Zeit, die ungeheuerlichen Haftbefehle gegen Ministerpräsident Netanyahu aufzuheben!» Die Suspendierung Khans erfolgte vor dem Hintergrund von Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen eine enge Mitarbeiterin. Der Chefankläger lässt sein Amt seit gut einem Jahr vorläufig ruhen und wollte zurückkommen, wenn die Vorwürfe geklärt sind. Er bestreitet alle Vorhaltungen. (dpa)

09:27 Uhr

Dienstag, 9. Juni

Trump: Piloten nach Helikopterabsturz nahe Strasse von Hormus wohlauf

Nahe der Strasse von Hormus ist ein US-Militärhubschrauber abgestürzt. Die Piloten seien «wohlauf», erklärte US-Präsident Donald Trump am späten Montagabend am Flughafen in New York, wo er ein Finale der Basketballliga NBA verfolgt hatte. «Niemand ist verletzt. Wir werden morgen einen Bericht veröffentlichen. Aber die Piloten sind in Ordnung.» Die «New York Times» hatte zuerst berichtet, dass ein Apache-Kampfhubschrauber der US-Armee aus bislang ungeklärter Ursache nahe der Meerenge abgestürzt sei. Iranische Staatsmedien berichteten unter Berufung auf ausländische Quellen über den Absturz, machten jedoch keine weiteren Angaben zu den Hintergründen.

Das US-Militär nutzt Apache-Hubschrauber, um die Blockade iranischer Rohöllieferungen und Tanker durchzusetzen und Teheran so zu einem Einlenken im Krieg zu bewegen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate setzten die Hubschrauber im Iran-Krieg zum Abschuss iranischer Drohnen ein. (dpa)

06:28 Uhr

Dienstag, 9. Juni

Irans UN-Botschafter hofft auf Einigung mit den USA bis Ende Juni

Der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Iravani hofft auf eine Einigung in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran bis Ende Juni. Der Botschafter sagte am Montag (Ortszeit), die Vereinigten Staaten und der Iran «stellen ihre Standpunkte bereit und tauschen sie aus, um zu einem Abschluss zu gelangen» - unter Vermittlung Pakistans. «Wir haben noch kein endgültiges Dokument erhalten, aber wir arbeiten daran, es zu bekommen», sagte er der AP. Ob er glaube, dass dies bis Ende dieses Monats geschehen werde? «Wir hoffen es. Wir hoffen es», antwortete Iravani. Er betonte, dass die Waffenruhe umfassend sei und für die gesamte Region gelte, einschliesslich des Libanons - was Israel jedoch zurückweist. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte am Montag, Israel werde seine Angriffe auf die Hisbollah im Libanon fortsetzen, selbst wenn es weitere Angriffe auf den Iran vorerst zurückfährt. (dpa)

06:22 Uhr

Dienstag, 9. Juni

Israel und Iran stellen Angriffe ein - und drohen weiter

Nach einer neuen gefährlichen Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und Israel haben die Erzfeinde ihre wechselseitigen Angriffe vorerst wieder eingestellt. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstössen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. Die ersten gegenseitigen Angriffe seit zwei Monaten drohten, US-Präsident Donald Trumps Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs zu untergraben. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bestätigte die Feuerpause in einer Videobotschaft. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man mit aller Härte reagieren, warnte er am Montagabend.

Israels Konflikt mit dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz sei noch nicht beendet. Beide hätten in den vergangenen 24 Stunden versucht, Israel eine «neue Gleichung» aufzuzwingen. «Sie dachten, sie könnten von libanesischem und iranischem Gebiet auf Israel schiessen und dass wir nicht reagieren.» Dies sei inakzeptabel und werde nicht passieren, betonte er.

Trump warnt: Israel könnte allein dastehen

Trump sagte dem israelischen TV-Sender N12 am Montag, er habe Netanyahu während eines Telefongesprächs gewarnt, dass Israel im Falle einer Ausweitung der Angriffe zu einem grösseren regionalen Krieg möglicherweise isoliert dastehen könnte. Die USA und Israel hatten den Iran-Krieg gemeinsam Ende Februar begonnen. Seit Beginn der Waffenruhe Anfang April mehren sich in Israel jedoch Befürchtungen, dass Trump dem Iran für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs zu grosse Zugeständnisse machen könnte.

Israel und der Iran hoben derweil nach dem Stopp der Angriffe Beschränkungen in den eigenen Ländern wieder auf: Die Schulen sollten heute in Israel wieder normal geöffnet werden, Teheran hob Einschränkungen des Flugverkehrs auf. Auch der Irak und Syrien öffneten ihren Luftraum wieder.

Israels Militär fängt Drohne aus dem Jemen ab

Unterdessen fing die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben in der Nacht über dem Süden des Landes eine Drohne aus dem Jemen ab. Der Vorfall im Luftraum über der Stadt Eilat am Roten Meer sei abgeschlossen, teilte das Militär auf der Plattform X mit. Die Streitkräfte machten keine Angaben dazu, welche Gruppe sie für den Drohnenangriff verantwortlich machten.

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hatte am Montag einen Angriff auf Israel mit mehreren Raketen für sich beansprucht. Es war der erste direkte Angriff der Huthi auf Israel seit Anfang April - offenbar ausgelöst durch die gegenseitigen Angriffe Israels und des Irans.

Iran warnt vor weiteren Angriffen Israels im Libanon

Sollten die Kampfhandlungen weitergehen, darunter Israels Angriffe im Südlibanon, würden «härtere und vernichtendere Massnahmen als bisher» erfolgen, drohte Irans militärisches Hauptquartier Chatam al-Anbjia. Im Libanon wurden die israelischen Angriffe unterdessen fortgesetzt. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete erneut mehrere Angriffe im Süden des Landes. Ein israelischer Luftangriff traf demnach ein Fahrzeug, dabei seien mindestens fünf Menschen getötet worden. Die Hisbollah wiederum reklamierte erneut mehrere Angriffe auf israelische Stellungen im Südlibanon für sich. (dpa)

18:41 Uhr

Montag, 8. Juni

Iranische Behörde hebt Flugverbot wieder auf

Der Iran hat nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel Beschränkungen im Flugverkehr wieder aufgehoben. «Da die notwendigen Sicherheitsvoraussetzungen geschaffen und die erforderlichen Abstimmungen mit den zuständigen Behörden getroffen wurden, sind die Flugbeschränkungen aufgehoben worden», sagte der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde, Abusar Schirudi, der Nachrichtenagentur Tasnim. «Die Luftfahrtaktivitäten des Landes kehren schrittweise zum regulären Betrieb zurück.» Nach neuen gegenseitigen Luftangriffen Israels und des Irans hatte das Land seinen kompletten Luftraum am Nachmittag geschlossen. (dpa)

15:41 Uhr

Montag, 8. Juni

Berichte: Israel stoppt Angriffe im Iran nach US-Wunsch

Auch Israel will nach Medienberichten die Angriffe im Konflikt mit dem Iran einstellen. Nach Ende einer Sitzung des engeren Ministerkreises um Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte demnach ein namentlich nicht genannter ranghoher israelischer Regierungsvertreter: «Auf Wunsch von (US-Präsident Donald) Trump stellen wir die Angriffe auf den Iran ein.» Er habe den Eindruck, «dass die derzeitige Eskalation hinter uns liegt». Eine mit der Angelegenheit vertraute israelische Quelle bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Berichte auf Anfrage.

Das Wrack einer Rakete, die nach einem iranischen Angriff aus dem Boden ragt.
Bild: Keystone

Der namentlich nicht genannte Repräsentant sagte laut einem Bericht des Nachrichtenportals «ynet», man werde die Angriffe im Libanon jedoch «mit voller Intensität fortsetzen». Sollte die libanesische Hisbollah-Miliz erneut auf den Norden Israels schiessen, werde man auch wieder die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angreifen. Ein solcher Angriff am Sonntag hatte neue iranische Raketenangriffe auf Israel aufgelöst. Auch der israelische Kan-Sender berichtete, Israel werde die Angriffe im Iran, nicht aber im Südlibanon stoppen. (dpa)

15:06 Uhr

Montag, 8. Juni

Iran sperrt gesamten Luftraum bis auf weiteres

Der Iran hat nach der jüngsten militärischen Eskalation mit Israel seinen gesamten Luftraum gesperrt. Das Flugverbot gelte bis auf weiteres, hiess es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Sämtliche Verbindungen an allen iranischen Flughäfen seien gestrichen.

Zuvor hatte die iranische Luftfahrtbehörde nur für Teile des Landes ein Flugverbot verhängt. Die Sorge ist gross, dass der Konflikt mit Israel erneut eskaliert. Nach den iranischen Raketenangriffen auf Israel am Sonntag hatte die Militärführung ihre Militäroperationen aber vorerst für beendet erklärt. (dpa)

14:45 Uhr

Montag, 8. Juni

Hisbollah feuert Raketen auf israelische Soldaten im Libanon

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat mehrere Raketen auf israelische Soldaten im Süden des Libanon gefeuert. Die israelische Armee teilte mit, es seien drei Geschosse identifiziert worden. Ein Teil davon sei abgefangen worden, bevor sie auf israelisches Gebiet fliegen konnten.

In mehreren Ortschaften im Norden Israels gab es nach Militärangaben Raketenalarm. Den Angaben zufolge wurde niemand verletzt. Vor den neuen Hisbollah-Angriffen hatten libanesische Medien über israelische Angriffe im Süden des Libanons berichtet.

Am Sonntag hatte die israelische Armee als Reaktion auf Raketenangriffe der Hisbollah auf den Norden Israels Ziele in den Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Der mit der Hisbollah verbündete Iran feuerte daraufhin erstmals seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel ab. (dpa)

14:40 Uhr

Montag, 8. Juni

Frankreich darf Truppen auf Zypern stationieren

Frankreich und Zypern haben ein Abkommen über die Möglichkeit zur Stationierung französischer Truppen auf der drittgrössten Mittelmeerinsel geschlossen. Die Vereinbarung unterzeichneten die französische Verteidigungsministerin Catherine Vautrin und ihr zyprischer Kollege Vasilis Palmas. Das Treffen fand am Rande eines informellen Treffens der EU-Verteidigungsminister in Nikosia statt, berichtete der zyprische Staatsrundfunk RIK weiter.

Die Pläne für das Abkommen waren bereits im April während eines Besuchs von Präsident Emmanuel Macron in Zypern angekündigt worden. Hintergrund sind verstärkte militärische Aktivitäten in der Region nach dem Einschlag einer iranischen Drohne auf Zypern im März.

Zypern ist unter den EU-Staaten das Land, das der Krisenregion im Nahen Osten am nächsten liegt. Die Insel im östlichen Mittelmeer liegt nur etwa 150 bis 250 Kilometer von Libanon und Israel entfernt. (dpa)

14:37 Uhr

Montag, 8. Juni

Schulen in Israel bleiben geschlossen

Schulen in Israel werden auch am (morgigen) Dienstag geschlossen bleiben. Das teilte Bildungsminister Joav Kisch am Montag auf der Plattform X mit. Am Mittwoch solle der Unterricht wieder stattfinden. Dabei sollten Richtlinien gelten, die dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler Zugang zu nahen Schutzunterkünften hätten, kündigte Kisch an.

Schülerinnen und Schüler in Israel sollen ab Mittwoch wieder unterrichten werden können – mit Zugang zu nahe gelegenen Schutzunterkünften.
Bild: Imago

Das israelische Militär hatte am Sonntagabend seine Richtlinien für Zivilisten aktualisiert. Dabei wurden grosse Versammlungen begrenzt und der Schulunterricht wurde erstmals seit vorherigen Gefechten mit dem Iran im April abgesagt. (dpa)

14:17 Uhr

Montag, 8. Juni

Libanon: Fast 3500 Angriffe Israels während Waffenruhe

Israel hat den Libanon nach offiziellen libanesischen Angaben seit Verkündung der Waffenruhe im April fast 3500 Mal angegriffen. Das teilte der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam nach einer Kabinettssitzung in Beirut mit. Das sei die Zahl der israelischen Verstösse gegen die faktisch kaum wirksame Waffenruhe, die am 17. April in Kraft trat, bis zum vergangenen Sonntag.

Rund 30 Soldaten der staatlichen Armee und fast 20 weitere Sicherheitskräfte seien seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar und der erneuten Eskalation im Libanon getötet worden, teilte Salams Büro mit. Insgesamt wurden im Libanon nach offiziellen Angaben seitdem mehr als 3500 Menschen getötet und mehr als 10'000 weitere verletzt.

Nach Zählung des israelischen Forschungszentrums Alma griff die Hisbollah seit Beginn der Waffenruhe ihrerseits nahezu 1000 Mal israelische Ziele an. Die meisten dieser Angriffe zielten auf israelische Truppen im Libanon und etwa ein Viertel auf israelisches Gebiet. (dpa)

14:01 Uhr

Montag, 8. Juni

Irak öffnet Luftraum wieder – Syrien verlängert Sperrung

Der Irak hat seinen vorübergehend geschlossenen Luftraum nach den jüngsten Angriffen im Iran-Krieg früher als erwartet wieder geöffnet. Die aktuelle Lage werde genau beobachtet, teilte die Behörde für zivile Luftfahrt der Staatsagentur INA zufolge mit. Im irakischen Luftraum würde das «höchste Mass an Sicherheit» gelten. Eigentlich wurde im Irak wegen der jüngsten Angriffe eine Sperrung für 72 Stunden verkündet, die bis Mittwochabend gedauert hätte.

Die Schliessung von Syriens Luftraum wurde dagegen um weitere 12 Stunden verlängert, bis 23.00 Uhr am heutigen Abend (22.00 MESZ). Eigentlich sollte der Flugverkehr in dem arabischen Land schon heute Vormittag wieder anlaufen. (dpa)

13:40 Uhr

Montag, 8. Juni

Iranisches Militär: Angriffe nach Gefechten mit Israel gestoppt

Das iranische Militär hat einen Stopp seiner Angriffe auf Israel bekannt gegeben. Sollte es allerdings eine weitere Aggression oder feindselige Aktionen durch Israel oder dessen Unterstützer geben, darunter im Süden des Libanons, würden «wesentlich heftigere» Massnahmen ergriffen, drohte das gemeinsame Kommando des Militärs am Montag.

Zuvor hatten sich die beiden Länder am Montag erstmals seit dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen den USA und Teheran im April Gefechte geliefert. (dpa)

13:24 Uhr

Montag, 8. Juni

EU beschliesst Sanktionen gegen Iran wegen Strasse von Hormus

Die Europäische Union hat wegen der Blockade der Strasse von Hormus Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas sagte nach einem Treffen der Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsminister der EU am Montag, dass die Europäische Union erstmals ein neues System mit Sanktionen zugunsten der Freiheit der Schifffahrt angewandt habe. «Die Ministerinnen und Minister haben heute deutlich gemacht, dass die Massnahmen des Irans inakzeptabel sind», teilte Kallas mit. Die Strafmassnahmen richten sich gegen Einzelpersonen und Einrichtungen, die an der Blockade beteiligt sind.

Nach dem Beginn des Kriegs gegen den Iran durch Israel und die USA hat Teheran die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus blockiert. Der Schifffahrtskanal ist wichtig für Öl- und Erdgaslieferungen weltweit. Die Blockade hat massgeblich dazu beigetragen, dass die Treibstoffpreise auf der Welt stark angestiegen sind. (dpa)

13:22 Uhr

Montag, 8. Juni

Iran erklärt Angriffe auf Israel für beendet

Irans Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Israel für beendet erklärt. Die Islamische Republik habe zur Unterstützung des Libanons Israel eine «schmerzhafte Antwort» erteilt, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. «Vor diesem Hintergrund wird die Einstellung der Operationen der Streitkräfte bekannt gegeben.» (dpa)

13:04 Uhr

Montag, 8. Juni

Trump: Verhandlungen im Iran-Krieg gehen weiter

US-Präsident Donald Trump hat nach dem gegenseitigen Beschuss zwischen Israel und dem Iran bekräftigt, dass Verhandlungen über ein Ende des Konflikts weitergehen sollen. Wenn «Ignoranz oder Dummheit» die Gespräche nicht aufhielten, würden diese fortgesetzt, teilte Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social mit. Israel und der Iran seien beide an einer «sofortigen WAFFENRUHE» interessiert, erklärte er unter Verwendung der für ihn typischen Grossbuchstaben.

Zuvor hatte sich Trump erstmals öffentlich zu dem Beschuss am Montag zu Wort gemeldet und erklärt, beide Seiten müssten «sofort aufhören», zu schiessen. (dpa)

12:49 Uhr

Montag, 8. Juni

Bericht: Flugabwehr im Zentraliran aktiv

Im Zuge der jüngsten Eskalation mit Israel ist im Zentraliran einem Bericht zufolge die Flugabwehr im Einsatz. Feindliche Ziele werden in der Provinz Jasd abgewehrt, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete. In den Bergen der Wüstenregion befinden sich mehrere Raketenstützpunkte. Nähere Details waren zunächst nicht bekannt. (dpa)

12:46 Uhr

Montag, 8. Juni

US-Botschafter im Libanon: Angriff Israels war «politische Botschaft»

Der US-Botschafter im Libanon, Michael Issa, hat den jüngsten israelischen Angriff im Raum von Beirut als eine «politische Botschaft» bezeichnet. Diese dürfe aber zu keiner noch schwereren Reaktion aus dem Libanon führen. «Wir in den Vereinigten Staaten haben beschlossen, die Konfrontation nicht noch weiter zu eskalieren», sagte Issa laut einer Mitteilung von Libanons Präsident Joseph Aoun bei einem gemeinsamen Treffen heute.

Israels Armee hatte die als Dahija bekannten Vororte der libanesischen Hauptstadt am Sonntag erneut angegriffen - trotz einer Warnung des Irans, dass solch ein Angriff eine erneute Eskalation nach sich ziehen würde. Am selben Abend griff der Iran dann Israel erneut mit Raketen direkt an. Der Iran ist der wichtigste Unterstützer der schiitischen Hisbollah-Miliz im Libanon.

Die direkten Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon unter US-Vermittlung sollten in Washington weitergehen, sagte Issa laut der Mitteilung von Aouns Büro. US-Präsident Donald Trump spreche «ständig» über den Libanon, die Lage im Land sei für die US-Regierung von grosser Bedeutung. In den Verhandlungen sei nun das «Eis gebrochen» und die USA wollten dem Libanon helfen, die «Krise» im Land zu überwinden. (dpa)

12:31 Uhr

Montag, 8. Juni

Kreise: Israel auf längeren Krieg mit Iran vorbereitet

Israels Armee stellt sich erneut auf einen mindestens mehrtägigen Konflikt mit dem Iran ein. Sie ist zugleich auch auf einen längeren Krieg vorbereitet, wie es aus israelischen Militärkreisen hiess. Den Angaben zufolge arbeitet das Land mit den USA bei der Abwehr des iranischen Raketenbeschusses zusammen, die Angriffe auf Ziele im Iran führe Israels Armee jedoch alleine aus.

Israelische Sicherheitskräfte untersuchen im Norden Israels ein Fragment einer abgefangenen iranischen Rakete.
Bild: AP

Weiter hiess es, Israels Luftwaffe habe bislang neun Luftverteidigungs- und Radarsysteme sowie eine petrochemische Anlage im Iran ins Visier genommen. Dort sollen laut Armee Materialien für die Herstellung von Raketen produziert worden sein. Der Iran wiederum habe seit Sonntagabend bislang mehr als 20 ballistische Raketen Richtung Israel gefeuert, hiess es aus israelischen Armeekreisen weiter. (dpa)

12:18 Uhr

Montag, 8. Juni

Iran: Angriffe schüren Misstrauen in Verhandlungen mit USA

Die iranische Führung bezweifelt, dass Israel seine Gegenangriffe nicht mit den USA abstimmt. Niemand glaube, dass Israel solche Angriffe ohne Koordination mit den Vereinigten Staaten durchführen könne, sagte Aussenamtssprecher Ismail Baghai zu Reportern. Das schüre das Misstrauen in den Verhandlungen mit den USA.

Israel fliegt seit der Nacht Luftangriffe auf Ziele im Iran, nachdem dieser das Land am Sonntagabend mit Raketen beschossen hatte. Es waren die ersten gegenseitigen Angriffe seit Inkrafttreten einer zwischen dem Iran und den USA ausgehandelten Waffenruhe im April.

US-Präsident Donald Trump hofft auf ein Abkommen mit dem Iran zur Beendigung des Krieges, den Israel und die USA Ende Februar begonnen hatten. Bis zu den neuen Angriffen seien Nachrichten zwischen Washington und Teheran ausgetauscht worden, sagte Baghai weiter. Ob weiterhin Kontakte bestehen, bestätigte er nicht.

Trotz der Waffenruhe und der Kontakte zwischen den Ländern hatte es in den vergangenen Wochen immer wieder Angriffe zwischen iranischen Streitkräften und den USA gegeben. (dpa)

12:03 Uhr

Montag, 8. Juni

Libanon meldet neue israelische Angriffe im Süden

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur NNA wurden bei Angriffen im Umfeld der Stadt mindestens vier Menschen getötet. Neben Luftangriffen soll Israel auch Artillerie eingesetzt haben. Zudem rückten nach libanesischen Angaben israelische Bodentruppen im Süden des Landes vor. Auch der Hisbollah-nahe Sender Al-Manar berichtete von Angriffen auf mehrere Orte im Südlibanon. Eine Stellungnahme der israelischen Armee lag zunächst nicht vor.

Nabatija gilt als wichtiger wirtschaftlicher Knotenpunkt und als Hochburg der schiitischen Bevölkerung. Nachdem Israel die Bewohner bereits vor rund einer Woche zur Flucht aufgefordert hatte, gibt es Spekulationen über eine mögliche Einnahme der Stadt durch Bodentruppen.

Die Angriffe erfolgen parallel zu den Spannungen zwischen Israel und dem Iran. Erst am Vortag hatte Israel erneut Ziele in den Vororten von Beirut angegriffen, worauf der Iran mit Raketenbeschuss auf Israel reagierte. (dpa)

11:50 Uhr

Montag, 8. Juni

Trump: Iran und Israel müssen Angriffe sofort stoppen

US-Präsident Donald Trump hat den Iran und Israel nach neuen Angriffen aufgefordert, diese sofort einzustellen. «Israel und der Iran müssen unverzüglich aufhören zu «schiessen»», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Mehr fügte er inhaltlich nicht hinzu.

Der Iran hatte am Sonntag wieder Israel angegriffen – erstmals seit Inkrafttreten der zwischen Washington und Teheran vereinbarten Waffenruhe in dem Krieg, den die USA und Israel am 28. Februar begonnen hatten. Trump soll Medienberichten zufolge den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu aufgefordert haben, auf Gegenangriffe zu verzichten. Seit der Nacht fliegt Israel nun aber Angriffe auf Ziele im Iran und greift auch weiter im Libanon an. (dpa)

11:27 Uhr

Montag, 8. Juni

Iran meldet weitere Angriffe in verschiedenen Landesteilen.

Der Iran meldet weitere Angriffe in verschiedenen Landesteilen. In der Provinz Hamdan im Nordwesten habe es am Vormittag einen Angriff gegeben, berichtete die Agentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht.

Im Süden Teherans seien Explosionen zu hören gewesen, meldete die Nachrichtenagentur Nour-News. Ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte, unterirdische Parkhäuser würden als Schutzräume vorbereitet.

Bereits zuvor hatten iranische Medien von Explosionsgeräuschen und aktivierter Flugabwehr in der Hauptstadt Teheran berichtet.

Spekulationen in sozialen Netzwerken über einen Angriff auf den Flughafen der Metropole Schiras wurden in einem Bericht der Agentur Mehr zurückgewiesen. Der Flughafen stellte am Vormittag den Betrieb auf weiteres ein, berichtete Tasnim.

Seit dem Morgen fliegt Israel Angriffe auf den Iran. Das israelische Militär hatte unter anderem von einer Angriffswelle gesprochen, die der Luftverteidigung des Landes gegolten habe. (dpa)

11:15 Uhr

Montag, 8. Juni

Syrien schliesst Flughafen von Damaskus wegen Beschuss in Region

Syrien hat angesichts des gegenseitigen Beschusses zwischen Israel und dem Iran vorübergehend den internationalen Flughafen von Damaskus geschlossen. Die Anordnung gelte bis 23.00 Uhr Ortszeit am Montag, teilte die syrische Zivilluftfahrtbehörde mit. Sie schloss den südlichen Luftraum Syriens, zu dem auch Damaskus gehört, und verwies zur Begründung auf die jüngsten Gefechte zwischen dem Iran und Israel. (dpa)

10:39 Uhr

Montag, 8. Juni

Iran: Haifa war Ziel bei Angriffen

Der Iran hat bei neuen Angriffen auf Israel nach eigenen Angaben Ziele in Haifa ins Visier genommen. Nach Angriffen auf petrochemische Anlagen im eigenen Land hätten die Revolutionsgarden «ähnliche Anlagen» in der israelischen Küstenstadt angegriffen, teilten die Streitkräfte mit.

Eine Stellungnahme von israelischer Seite liegt bisher nicht vor.

In der Nacht hatte die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben petrochemische Anlagen an verschiedenen Orten im Iran angegriffen. Der Iran bestätigte Angriffe auf eine Anlage in der Provinz Chusestan. (dpa)

10:32 Uhr

Montag, 8. Juni

Nahost Israel: Verteidigungssysteme im Iran ins Visier genommen

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge einen «grossangelegten Angriff» auf Ziele im Iran beendet. Dutzende Kampfflugzeuge hätten dabei «strategische Verteidigungssysteme» der iranischen Führung ins Visier genommen, teilte das israelische Militär am Vormittag mit.

Israels Armee habe dabei erst seit Kurzem von Teheran eingesetzte Verteidigungssysteme in zahlreichen Gegenden des Landes zerstört. Im Krieg vor einigen Monaten hatte Israel Militärangaben zufolge die Verteidigungsfähigkeiten des Landes geschwächt. Der Iran habe mit dem Einsatz der neuen Systeme versucht, diese Fähigkeiten wiederherzustellen, hiess es in einer Mitteilung der Armee weiter. «Diese Angriffe erweitern die Handlungsfreiheit der israelischen Luftwaffe im iranischen Luftraum noch weiter.» Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Am 28. Februar hatten Israel und die USA ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Teheran reagierte mit massiven Angriffen auf Israel und die Golfstaaten mit Raketen und Drohnen. Eine im April vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran beendete – bis jetzt – auch die Angriffe zwischen dem Iran und Israel. (dpa)

10:11 Uhr

Montag, 8. Juni

Israel nimmt Raketenabschussrampen im Iran ins Visier

Israel hat bei seinen Angriffen auf den Iran am Montag nach eigenen Angaben Abschussrampen für Boden-Luft-Raketen ins Visier genommen. Teheran habe die Vorrichtungen im Land stationiert, um seine Fähigkeiten wiederherzustellen, die zu Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen das Land beeinträchtigt wurden, teilte das israelische Militär mit. (dpa)

10:09 Uhr

Montag, 8. Juni

Flughafen im Osten Irans stellt Betrieb ein

Nach Flugstreichungen in der Hauptstadt Teheran und im Westen des Irans stellt auch der Flughafen Maschhad im Nordosten des Landes den Betrieb ein. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Flughafensprecher.

Erst kurz zuvor waren an den Flughäfen Imam Chomeini und Mehrabad in Teheran und im Westen des Landes Flüge bis auf Weiteres gestrichen worden, hatte Fars berichtet.

Am Vormittag hatte der Iran erneut auf Israel gefeuert. Bereits am Sonntagabend hatte der Iran Israel mit Raketen angegriffen. In der Nacht reagierte Israel mit Luftangriffen auf Ziele in verschiedenen Landesteilen des Irans. (dpa)

09:41 Uhr

Montag, 8. Juni

Teheran: USA «für die Folgen jeder Eskalation verantwortlich»

Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums sieht die Verantwortung «für die Folgen jeder Eskalation» im Nahen Osten bei den USA.

«Niemand glaubt, dass das israelische Regime irgendwelche Massnahmen ohne Absprache mit den Vereinigten Staaten ergreifen würde», sagte Sprecher Ismail Baghai am Montag zu Journalisten in Teheran. «Die Vereinigten Staaten tragen Verantwortung für die Aggression des israelischen Regimes», sagte er. (dpa)

09:37 Uhr

Montag, 8. Juni

Israel und Iran feuern Raketen aufeinander: 5 Fragen und Antworten zur Eskalation in Nahost

Nach neuen Angriffen bemüht sich US-Präsident Trump um Schadensbegrenzung. Online witzelt man bereits über den «Donald Dome» über Teheran. (chm)

Mehr zum Thema:

08:55 Uhr

Montag, 8. Juni

Iran: Flughäfen stellen Betrieb ein – Flugabwehr aktiv

Nach israelischen Angriffen in der Nacht stellt der Flughafen in Teheran bis auf Weiteres den Betrieb ein. Flüge vom Flughafen Mehrabad seien derzeit eingestellt, berichtete die regierungsnahe Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf eine offizielle Stellungnahme.

Zudem sei in der westiranischen Stadt Kermanschah die Flugabwehr aktiv, um feindliche Geschosse abzufangen, hiess es weiter. Der Flughafen der Stadt stelle ebenfalls seinen Betrieb bis auf weiteres ein, hiess es in einem zusätzlichen Bericht der Agentur.

Bei Angriffen auf Ziele in Tabris im Norden des Landes habe es keine Toten oder Verletzten gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Unabhängig überprüfen lassen sich die Berichte nicht.

Am Sonntagabend hatte der Iran Israel mit Raketen angegriffen. In der Nacht reagierte Israel mit Luftangriffen auf Ziele in verschiedenen Landesteilen des Irans. (dpa)

08:43 Uhr

Montag, 8. Juni

Huthi reklamieren Raketenangriff auf Israel für sich

Nach Angaben der Miliz wurden mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Israels Armee hatte zuvor den Abschuss einer Rakete aus dem Jemen gemeldet und die Bevölkerung zu Schutzmassnahmen aufgerufen. Es handelt sich um den ersten direkten Angriff der Huthi auf Israel seit Anfang April.

Zugleich kündigte die Miliz eine «komplette Blockade» der Seefahrt für Israel im Roten Meer an. Schiffe mit mutmasslichem Bezug zu Israel könnten demnach erneut ins Visier geraten. Die Huthi kontrollieren die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab, einen zentralen Seeweg für den weltweiten Handel und den Transport von Öl.

Die Huthi gelten neben der Hisbollah im Libanon als wichtigster nicht staatlicher Verbündeter des Irans. Im laufenden Konflikt betonten sie erneut ihre «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran. Bereits in den vergangenen Jahren hatten Angriffe der Miliz im Roten Meer den internationalen Schiffsverkehr erheblich beeinträchtigt. (dpa)

08:30 Uhr

Montag, 8. Juni

Huthi-Rebellen drohen Israel mit Angriffen auf Schiffe

Die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen haben einen Raketenangriff auf Israel für sich reklamiert. Zugleich drohten sie am Montag mit Angriffen auf Schiffe im Roten Meer, die Verbindungen zu Israel haben. Die Stellungnahme von Huthi-Sprecher Jahja Sari wurde im Satellitensender Al-Massirah der Huthi ausgestrahlt.

Zuvor hatte gegenseitiger Beschuss zwischen Israel und dem Iran für eine Eskalation im Krieg gesorgt. Im April war eine Waffenruhe in Kraft getreten.

Das israelische Militär berichtete, eine vom Jemen abgefeuerte Rakete habe auf das Land gezielt. In Israel heulten am Montag Sirenen, die vor Luftangriffen warnten. (dpa)

07:50 Uhr

Montag, 8. Juni

Grossbritannien ruft Iran und Israel zur Deeskalation auf

Die britische Regierung hat den Iran und Israel zur Deeskalation aufgerufen. «Niemand hat ein Interesse an der Wiederaufnahme des Konflikts zwischen dem Iran und Israel», schrieb Aussenministerin Yvette Cooper auf der Plattform X.

Bild: Screenshot: x

«Beide Seiten müssen sich in Zurückhaltung üben und die Lage unverzüglich deeskalieren.» Die Verhandlungen für eine dauerhafte, für alle notwendige Lösung müssten fortgesetzt werden, um Frieden und Stabilität in der Region zu erreichen und den globalen Handel wieder herzustellen. (dpa)

07:44 Uhr

Montag, 8. Juni

Miliz im Irak droht mit neuen Angriffen auf US-Stützpunkte

Die vom Iran unterstützte Miliz Kataib Hisbollah im Irak hat mit neuen Angriffen auf US-Militärstützpunkte in der Region gedroht. Sie werde solche Angriffe durchführen, wenn die USA sich direkt an der neuen Eskalation zwischen dem Iran und Israel beteiligten, teilte die Miliz in der Nacht mit. Die Mitteilung kam nach den jüngsten Raketenangriffen des Irans auf Israel.

Im Irak sind zahlreiche mächtige Milizen aktiv, die in unterschiedlichem Mass vom benachbarten Iran unterstützt werden. Seit Beginn des Iran-Kriegs haben diese Hunderte Angriffe auf Ziele in der Region für sich beansprucht, darunter auf US-Einrichtungen und auf Ziele kurdischer Gruppen. Die Kurden zählen im Iran zu den wichtigsten oppositionellen Gruppen und sind in der Region teils mit den USA verbündet.

Im Irak haben einige Milizen nach Druck der USA angekündigt, ihre Waffen unter staatliche Kontrolle zu stellen. Kataib Hisbollah, eine der mächtigsten mit Teheran verbündeten Milizen, lehnt dies aber weiterhin ab. (dpa)

07:33 Uhr

Montag, 8. Juni

Israels Armee greift petrochemische Anlage im Iran an

Israels Luftwaffe hat im Südwesten Irans eine Anlage der petrochemischen Industrie angegriffen. Das israelische Militär teilte am Morgen mit, dass es mehrere Ziele in der Anlage in der Hafenstadt Mahschahr im Südwesten des Landes ins Visier genommen habe. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete unter Berufung auf einen stellvertretenden Gouverneur der iranischen Provinz Chusesten, dass Teile der Anlage bei dem Luftangriff beschädigt worden seien. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. (dpa)

07:21 Uhr

Montag, 8. Juni

Israel fliegt nach Raketenbeschuss Luftangriffe auf den Iran

Israel hat nach Raketenbeschuss den Iran angegriffen. Das iranische Staatsfernsehen meldete am Montag Explosionen in Isfahan, Tabris, Karadsch und Teheran. Zuvor hatte der Iran das erste Mal seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe im April Raketen auf Israel abgefeuert. In der Mitte Israels waren Explosionen zu hören. Beobachter befürchteten nach dem gegenseitigen Beschuss eine Eskalation.

Der Iran hatte mit Vergeltung gedroht, nachdem Israel am Sonntag ohne Vorwarnung die südliche Vorortgegend von Beirut im Libanon angegriffen hatte. Die israelische Seite teilte mit, die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz habe zuvor den Norden Israels beschossen.

Die halbamtlichen iranischen Nachrichtenagenturen Fars und Mehr berichteten, bei israelischen Angriffen sei eine Petrochemie-Fabrik in der Provinz Chusistan getroffen worden.

Am Montagmorgen warnte Saudi-Arabien vor ankommenden Raketen. Betroffen war eine Gegend, in der sich ein von den USA genutzter Luftwaffenstützpunkt befindet. (dpa)

06:27 Uhr

Montag, 8. Juni

Neuer Raketenbeschuss aus dem Iran auf Israel

In mehreren Gegenden Israels haben nach neuem iranischem Raketenbeschuss am Morgen die Warnsirenen geheult. Unter anderem im Zentrum und Süden des Landes gab es Raketenalarm. Etliche Menschen mussten erneut Schutz in Bunkern vor dem Angriff suchen. Zuvor hatten sie eine Warnung per Handy erhalten. «Die Verteidigungssysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen», teilte das israelische Militär mit. (dpa)

06:04 Uhr

Montag, 8. Juni

Israels Militär meldet Rakete aus dem Jemen

Nach Angaben des israelischen Militärs ist eine Rakete aus dem Jemen in Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Gefahr abzufangen, teilte das Militär am frühen Morgen auf Telegram weiter mit. Die Bevölkerung war aufgerufen, Schutzanweisungen zu folgen. Später teilte das Militär mit, dass die Menschen die Bunker wieder verlassen könnten.

Im Jemen operiert die vom Iran unterstützte militant-islamistische Huthi-Miliz. Sie hatte in der Vergangenheit die «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran angekündigt. Immer wieder wird befürchtet, die Miliz werde sich aus dem Jemen in den Iran-Krieg einmischen. (dpa)

03:58 Uhr

Montag, 8. Juni

Israels Militär greift Ziele im Iran an

Israels Luftwaffe hat Ziele im Westen und im Zentrum des Irans angegriffen. Das teilte das israelische Militär in den frühen Morgenstunden auf der Plattform X mit. Weitere Details gab es zunächst nicht. Der iranische Staatssender Irib und die Nachrichtenagentur Irna berichteten, dass in der Hauptstadt Teheran Explosionen zu hören gewesen seien. Wohngebiete innerhalb der Stadt wurden demnach nicht getroffen. Der Angriff folgte auf iranische Raketenangriffe auf Israel am Abend zuvor.

Am späten Sonntagabend hatten Staatsmedien der Islamischen Republik mehrere Raketensalven auf den Erzfeind gemeldet. Laut dem israelischen Militär wurden alle Raketen der ersten Wellen abgefangen.

Zuvor hatte Israel am Sonntag in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen – trotz einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Waffenruhe. Die Armee habe in Beirut «Terroristen-Hauptquartiere» als Reaktion auf vorherigen Beschuss Israels durch die Hisbollah angegriffen, teilten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit.

Die Hisbollah ist der wichtigste nichtstaatliche Verbündete des Irans. Teheran hatte zuvor gewarnt, dass weitere israelische Angriffe auf den Grossraum Beirut als neuer Eskalationsschritt in der regionalen Konfrontation gewertet würden.

Israel hatte seit Inkrafttreten einer offiziellen Waffenruhe Mitte April die Angriffe im Raum Beiruts deutlich eingeschränkt. US-Präsident Trump hatte dort auch einen Stopp israelischer Angriffe und ein Ende von Angriffen der Hisbollah auf Israel verkündet. Israel hatte jedoch damit gedroht, diese Gebiete im Falle von Hisbollah-Attacken auf Israel erneut anzugreifen und die Bewohner der Vororte erneut zur Flucht gedrängt. (dpa)

03:00 Uhr

Montag, 8. Juni

Trump hält trotz iranischer Angriffe an Abkommen fest

In einem Interview mit der «Financial Times» sagte Trump, die jüngsten Angriffe hätten «überhaupt nichts bewirkt» und würden keine Auswirkungen auf ein mögliches Abkommen haben. Zugleich betonte er, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu werde eine von den USA ausgehandelte Vereinbarung akzeptieren müssen.

Trump geht davon aus, dass die Gespräche mit dem Iran fortgesetzt werden. Für den Fall eines Scheiterns stellte er jedoch weitere militärische Schritte oder die Fortsetzung der US-Blockade gegen den Iran in Aussicht.

Die USA und der Iran verhandeln seit Monaten über eine dauerhafte Lösung des Konflikts. Zwar gilt seit April eine verlängerte Waffenruhe, dennoch kommt es immer wieder zu Angriffen und Spannungen zwischen den Konfliktparteien. (dpa)

22:45 Uhr

Sonntag, 7. Juni

Medien: Trump fordert von Israel Verzicht auf Gegenschläge

Nach den neuesten Raketenangriffen des Irans auf Israel will US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu auffordern, auf Vergeltungsschläge gegen Teheran zu verzichten. Trump habe ein entsprechendes Telefonat mit Netanjahu angekündigt, berichtete ein Reporter des Nachrichtenportals «Axios» auf X. Der israelische Sender Kan berichtete ebenfalls, dass Israel nach Trumps Willen nicht auf die Angriffe reagieren solle. «Israel hat genug reagiert», sagte Trump demnach einem Korrespondenten des Senders. (dpa)

22:06 Uhr

Sonntag, 7. Juni

Iran: Luftwaffenstützpunkt in Israel attackiert

Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge bei ihren Raketenangriffen auf Israel unter anderem auf Militäreinrichtungen gezielt. Der Luftwaffenstützpunkt Ramat David sei mit ballistischen Raketen attackiert worden, hiess es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden.

In der Mitteilung begründeten Irans Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Landes, ihre Angriffe mit der Eskalation im Libanon. Die Waffenruhe im Iran-Krieg Anfang April sei unter der Prämisse ausgehandelt worden, dass der Konflikt an allen Fronten eingestellt werden müsse, hiess es in der Erklärung. «Doch wie immer hielten sich die USA und das zionistische Regime nicht an ihre Verpflichtungen. Sie setzten sowohl ihre Angriffe und Verbrechen im Libanon fort als auch ihre wiederholten Übergriffe auf iranische Küstengebiete.»

Die nun erfolgten Angriffe bezeichneten die Revolutionsgarden als «Warnung». Sollte der Krieg wieder voll ausbrechen, «werden die Antworten umfassender ausfallen und sämtliche amerikanisch-zionistischen Ziele in der Region einschliessen», teilten die Streitkräfte weiter mit. (dpa)

22:04 Uhr

Sonntag, 7. JUni

Berichte: Israel will auf Raketenangriffe Irans reagieren

Israel will nach Medienberichten hart auf die ersten iranischen Raketenangriffe seit zwei Monaten reagieren. Der israelische TV-Sender N12 sowie das Nachrichtenportal «ynet» berichteten dies unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten israelischen Regierungsvertreter.

«Der Iran kann vergessen, dass wir das hinnehmen werden – die Reaktion wird hart ausfallen», sagte der Repräsentant nach Angaben von «ynet». Man werde «nicht zulassen, dass sie irgendwelche neuen Spielregeln schaffen und unsere Souveränität verletzen». (dpa)

21:33 Uhr

Sonntag, 7. JUni

Iran meldet zwei Raketensalven auf Israel

Irans Streitkräfte haben nach Angaben von Staatsmedien zwei Raketensalven auf Israel gefeuert. Die zweite Welle zielte auf das Zentrum des Landes, wie der staatliche Rundfunk berichtete. (dpa)

21:17 Uhr

Sonntag, 7. JUni

Israelische Armee: Iran feuert Raketen in Richtung Israel

Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Raketen identifiziert, die aus dem Iran auf Israel abgefeuert wurden. Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte das israelische Militär mit. (dpa)

15:37 Uhr

Sonntag, 7. JUni

Israel greift erneut Vororte von Beirut an

Israels Armee hat trotz der eigentlich verkündeten Waffenruhe die Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Armee habe «Terroristen-Hauptquartiere» als Reaktion auf den Beschuss Israels durch die Hisbollah angegriffen, teilten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit.

Videos von Augenzeugen zeigten dichte Rauchwolken in den als Dahija bekannten Vororten von Beirut, die als Hochburg der Hisbollah gelten, aber auch dicht bewohnt sind. Augenzeugen beschrieben schwere Zerstörung an einem der Gebäude über mehrere Stockwerke. (dpa)

14:57 Uhr

Sonntag, 7. JUni

Klinik meldet fünf Tote bei Angriff Israels im Gazastreifen

Bei einem israelischen Angriff im südlichen Gazastreifen sind nach Krankenhausangaben fünf Palästinenser getötet worden. 15 weitere Menschen hätten bei einem Angriff auf einen Polizei-Kontrollpunkt im Bereich der Stadt Chan Junis Verletzungen erlitten, teilte das Nasser-Krankenhaus mit. Die Polizeikräfte im Gazastreifen werden von der islamistischen Hamas kontrolliert. Ein Sprecher der israelischen Armee teilte mit, man prüfe die Berichte über den Angriff. (dpa)

14:24 Uhr

Sonntag, 7. JUni

Raketen aus dem Libanon von Israels Raketenabwehr abgefangen

Der Norden Israels ist erneut vom Libanon aus mit Raketen angegriffen worden. Die Raketenabwehr habe zwei Geschosse abgefangen, die auf israelisches Gebiet vorgedrungen seien, teilte die Armee mit. Zuvor hatte es in den Ortschaften Jiftach und Ramot Naftali Raketenalarm gegeben. Es gab keine Berichte zu Verletzten. In der Nacht zum Donnerstag hatten sich Israel und der Libanon nach Angaben des US-Aussenministeriums auf einen neuen Anlauf zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Die Hisbollah lehnte die vereinbarten Bedingungen ab, kurz darauf erfolgten neue Angriffe der mit dem Iran verbündeten Miliz. (dpa)

06:30 Uhr

Sonntag, 7. Juni

US-Militär: Zwei iranische Drohnen abgeschossen

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben im Bereich der Strasse von Hormus zwei iranische Kampfdrohnen abgeschossen. Diese hätten eine Bedrohung für die internationale Schifffahrt in der Meerenge dargestellt, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) in der Nacht auf der Plattform X mit. US-Truppen seien weiterhin bereit, iranische Aggressionen abzuwehren.

Bereits am Samstagmorgen war es rund um den Persischen Golf trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe und laufender Verhandlungen für ein Kriegsende erneut zu gegenseitigen Angriffen gekommen. (dpa)

13:08 Uhr

Samstag, 6. Juni

Libanesisches Militär: Soldaten bei israelischem Luftangriff getötet

Bei einem israelischen Luftangriff auf den Südlibanon sind mehrere Angehörige der libanesischen Armee ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern des Angriffs vom Samstagmorgen sei ein ranghoher Offizier, teilte das libanesische Militär mit. Israel und der Libanon hatten erst vor wenigen Tagen eine neue Waffenruhe vereinbart. Der Luftangriff traf den Militärangaben zufolge eine Strasse zwischen der Stadt Nabatije und dem Ort Mardschajun. Weitere Details wurden nicht genannt. Das Militär nannte weder die Namen noch die Dienstgrade der getöteten Soldaten.

Lokale Fernsehsender berichteten, bei dem Luftangriff seien zwei Militärangehörige getötet worden, darunter ein Brigadegeneral. Die USA hatten die jüngste Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Regierung vermittelt, die der Hisbollah-Miliz vorwirft, das Land in den Iran-Krieg hineingezogen zu haben. Die Hisbollah war an den Gesprächen nicht beteiligt und lehnte eine Feuerpause ab. (dpa)

11:05 Uhr

Samstag, 6. Juni

Bahrain verurteilt neue iranische Angriffe

Der Golfstaat Bahrain hat die erneuten iranischen Angriffe auf sein Staatsgebiet und Kuwait scharf verurteilt. Es handle sich um eine «eklatante» Verletzung der Souveränität beider Länder, berichtete die Staatsagentur BNA unter Berufung auf das bahrainische Aussenministerium. Der Iran müsse seine «ungerechtfertigten» Angriffe einstellen, hiess es weiter. Bahrain werde keine Kompromisse beim Schutz seiner Souveränität, Sicherheit und Bevölkerung eingehen.

In der Nacht war es trotz geltender Waffenruhe in der Golfregion zu einer neuen Eskalation zwischen den USA und dem Iran gekommen. In Bahrain und Kuwait wurde am frühen Morgen Raketenalarm ausgelöst. (dpa)

06:34 Uhr

Samstag, 6. Juni

Trump: Iran hat noch ein Fünftel seiner Raketen

Nach Schätzung von US-Präsident Donald Trump verfügt der Iran noch über gut ein Fünftel seines Raketenarsenals. Die meisten Drohnenfabriken, Abschussrampen und Einrichtungen zur Raketenproduktion seien ausgeschaltet worden, sagte er dem TV-Sender NBC News. «Aber sie verfügen weiterhin über Kapazitäten. Sie haben noch einige Raketen und einige Drohnen.» Trump ergänzte: «Prozentual würde ich sagen, vielleicht noch 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen.» Das seien noch viele, aber nicht mehr das, was sie anfangs hatten. Es blieb unklar, worauf Trumps Schätzung des iranischen Raketenarsenals beruhte.

Zuletzt hatte es immer wieder Medienberichte gegeben, die unter Berufung auf US-Beamte oder Geheimdiensterkenntnisse nahelegten, dass der Iran weiter über einen grossen Teil seiner Raketen verfügt. Die «New York Times» etwa berichtete Mitte Mai, der Iran verfüge noch über etwa 70 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie rund 70 Prozent seines Raketenarsenals. Die «Washington Post» hatte ähnliche Zahlen genannt. (dpa)

06:30 Uhr

Samstag, 6. Juni

USA und Iran greifen sich in Golfregion erneut an

Trotz geltender Waffenruhe haben sich die USA und der Iran in der Golfregion erneut gegenseitig angegriffen. Das US-Militär wehrte nach eigenen Angaben sechs vom Iran auf die mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain abgefeuerte ballistische Raketen ab. Ein weiteres Geschoss habe sein Ziel verfehlt, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Zuvor hatte das US-Militär im Bereich der Strasse von Hormus nach eigenen Angaben vier iranische Drohnen abgewehrt und anschliessend im Iran Radarstellungen auf der dortigen Insel Qeschm und im Ort Goruk attackiert.

Die iranischen Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - teilten laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim kurz daraufhin mit, man habe als Reaktion auf die US-Angriffe Stützpunkte des Feindes in der Region attackiert. Kuwaits Luftabwehr war zuvor nach Armeeangaben gegen Angriffe mit Raketen und Drohnen im Einsatz. Auch in Bahrain gab es kurz darauf am frühen Morgen Raketenalarm. Das US-Militär dementierte derweil iranische Behauptungen, wonach in Bahrain das Hauptquartier der US-Marine im Nahen Osten beschädigt worden sei. (dpa)

13:49 Uhr

Freitag, 5. Juni

Libanon meldet sechst Tote nach israelischen Angriffen im Süden

Ungeachtet der jüngsten Waffenruhevereinbarung hat die israelische Luftwaffe erneut den Südlibanon angegriffen. Das Militär forderte am Freitag die Bewohner von neun Dörfern auf, die Gegend zu verlassen. Knapp drei Stunden später griffen Kampfflugzeuge an. Nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA gab es sechs Tote. Hunderte Familien flohen aus Ankun und der Gegend von Aarnaja in der Nähe des überwiegend von Christen bewohnten Dorfes Maghduche bei Sidon.

Erst am Donnerstagabend waren bei einem Luftangriff in Tyrus drei Menschen getötet und sieben verwundet worden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Unter ihnen seien drei Kinder und zwei Frauen, hiess es.

Die Angriffe erfolgten kurz nachdem die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz das jüngste Waffenruheabkommen zwischen Israel und der libanesischen Regierung abgelehnt und einen vollständigen Rückzug Israels aus dem Libanon gefordert hatte. Die Regierung in Beirut wirft der schiitischen Hisbollah vor, den Libanon in einen Krieg mit Israel hineingezogen zu haben.

Die Hisbollah bildet im Libanon eine Art Staat im Staate und hatte sich Anfang März, kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran, an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran gestellt und Israel attackiert. Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen und einer Bodenoffensive in den Südlibanon, bei der es etwa ein Fünftel des Nachbarlandes besetzte.

Den jüngsten Vereinbarungen zwischen Israel und der libanesischen Regierung zufolge sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle über Sicherheitszonen im Libanon übernehmen, aus denen die Miliz verbannt werden soll. Am Freitag wurden UN-Friedenstruppen und libanesische Truppen am Eingang des Dorfes Dibbine in der Nähe der Stadt Mardschajun gesichtet. Ein Bulldozer der Friedenstruppe öffnete die Hauptstrasse, die nach Dibbine führt. (dpa)

06:05 Uhr

Freitag, 5. Juni

Trotz Waffenruhe-Vereinbarung: Erneut Kämpfe im Libanon

Ungeachtet der zwischen Israel und dem Libanon vereinbarten Waffenruhe geht der Konflikt zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel weiter. Bei einem erneuten Angriff der proiranischen Miliz auf die im Süden des Libanons stationierten Truppen wurde ein israelischer Soldat getötet, wie die Armee am Abend mitteilte. Die Hisbollah hatte kurz zuvor die in der Nacht zum Donnerstag in Washington zwischen dem Libanon und Israel vereinbarten Bedingungen für eine Waffenruhe abgelehnt.

Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei in dem Krieg und hat nur begrenzten Einfluss auf die Hisbollah. Nach dem tödlichen Hisbollah-Angriff bombardierte die israelische Armee nach eigenen Angaben Infrastruktur der Miliz. In der Nacht gab die Hisbollah einen weiteren Raketenangriff auf die israelischen Truppen im Süden des Libanons bekannt. Unabhängig überprüfen liess sich das nicht. Von Israels Armee gab es dazu zunächst keine Mitteilung.

Hisbollah lehnt Bedingungen zur Waffenruhe ab

Hisbollah-Chef Naim Kassim hatte zuvor die Vereinbarung zwischen der libanesischen Regierung und Israel abgelehnt. US-Präsident Donald Trump sagte indes zu Reportern im Weissen Haus, die Hisbollah habe mit ihm gesprochen und es nicht zurückgewiesen. «Sie sagten, «wie wäre es, aufzuhören?»», erklärte Trump und schien anzudeuten, dass es nach seiner Einschätzung Fortschritte bei der Beendigung der Kämpfe geben wird. «Es wäre wirklich schön, wenn der Libanon etwas Frieden haben könnte.» (dpa)

15:05 Uhr

Donnerstag, 4. Juni

Trump schimpft über US-Resolution zum Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump hat erzürnt auf den Beschluss des Repräsentantenhauses für ein Ende der Militäraktionen gegen den Iran reagiert. Die vier Republikaner, die der Resolution zur Mehrheit verholfen haben, seien Wichtigtuer, schrieb Trump am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social und verlangte: «Sie sollten sich schämen.»

Trump kritisierte, die Resolution sei verabschiedet worden, während er «mitten in den abschliessenden Verhandlungen für ein Ende des Krieges» gegen den Iran stecke. Die oppositionellen Demokraten seien geistesgestört. «Sie würden lieber unser Land scheitern lassen, als mir einen weiteren von vielen Siegen zu schenken», schrieb er. Dass auch vier Republikaner für die Resolution gestimmt haben, sei eine ganz andere Sache. Der Beschluss sei aber bedeutungslos.

Das Repräsentantenhaus hatte in der Nacht mit 215 zu 208 Stimmen für eine Resolution votiert, mit der die Militäraktion der USA gegen den Iran gestoppt werden soll. Die Vorlage geht jetzt in den Senat, wo vier republikanische Senatoren im Mai gemeinsam mit den Demokraten eine ähnliche Vorlage zur Einschränkung der US-Militäraktionen gegen den Iran vorangetrieben haben. Eine endgültige Abstimmung darüber steht aber noch aus.

Seit Trump Ende Februar den Angriff auf den Iran angeordnet hatte, haben die Demokraten wiederholt Abstimmungen über Resolutionen zu den Kriegsbefugnissen erzwungen. Diese würden Trump verpflichten, entweder die Zustimmung des Kongresses für den Krieg einzuholen oder die US-Truppen abzuziehen.

Selbst wenn beide Kongress-Kammern ein entsprechendes Gesetz verabschieden sollten, ist unklar, ob Trump es umsetzen würde. Um die War Powers Resolution von 1973 zu umgehen, argumentiert das Weisse Haus, die Feindseligkeiten mit dem Iran seien durch eine Waffenruhe faktisch beendet. (dpa)

14:55 Uhr

Donnerstag, 4. Juni

Hisbollah lehnt verlängerte Waffenruhe zwischen Israel und Libanon ab

Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnt die jüngste Waffenruhevereinbarung zwischen Israel und der libanesischen Regierung ab. Hisbollah-Chef Naim Kassem teilte am Donnerstag mit, ein Rückzug seiner Kämpfer aus dem Südlibanon, wie in der Vereinbarung gefordert, würde eine Kapitulation bedeuten. Er forderte einen vollständigen Rückzug Israels aus dem Libanon.

Der Hisbollah gehe es um ein Ende der Aggression, eine Waffenruhe und einen Rückzug Israels, sagte Kassem. «Wir haben gegenüber keiner Partei zugesagt, den Widerstand einzustellen, solange die Besatzung andauert.»

Ungeachtet der Vereinbarung halten die Gefechte im Libanon an, und israelische Truppen haben weite Teile des Südens eingenommen. Der Iran hat gefordert, dass sich jeder dauerhafte Waffenstillstand auch auf den Libanon erstrecken muss. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will die Offensive dagegen so lange fortsetzen, bis die Hisbollah keine Bedrohung mehr darstellt. (dpa)

10:56 Uhr

Donnerstag, 4. Juni

Unifil-Soldat stirbt nach Angriff im Südlibanon

Ein Soldat der UN-Friedensmission Unifil im Libanon ist nach UN-Angaben einem Mörserangriff im Südlibanon gestorben. Der Soldat sei in den frühen Morgenstunden seinen Verletzungen erlegen, nachdem er zunächst in ein Krankenhaus in der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen worden war.

Der Angriff ereignete sich den Angaben am späten Mittwochabend in der Nähe des Orts Mardsch Ujun im Südlibanon. Zwei weitere Blauhelme seien ebenfalls verletzt worden, hiess es.

Unifil machte zunächst keine Angaben dazu, von welcher Seite aus der Angriff kam. (dpa)

09:56 Uhr

Donnerstag, 4. Juni

Berichte über neun Tote bei israelischen Angriffen in Gaza

Bei neuen israelischen Luftangriffen in der Stadt Gaza sind nach palästinensischen Angaben mindestens neun Menschen getötet worden. 15 weitere Palästinenser hätten dabei Verletzungen erlitten, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Es seien insgesamt vier Wohnungen angegriffen worden. Unter den Verletzten sei ein neunjähriges Mädchen. Ein israelischer Armeesprecher sagte auf Anfrage, man prüfe die Berichte.

Offiziell gilt seit Oktober vergangenen Jahres eine Waffenruhe im Gazastreifen. Dennoch kommt es immer wieder zu israelischen Angriffen und bewaffneten Zwischenfällen. (dpa)

09:14 Uhr

Donnerstag, 4. Juni

Libanon meldet Angriffe trotz Waffenruhe

Trotz eines neuen Anlaufs, die bisher kaum wirksame Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah umzusetzen, kommt es im Libanon weiter zu israelischen Angriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete am Morgen von mindestens zwei Drohnenangriffen auf verschiedene Fahrzeuge im Süden des Landes. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht. (dpa)

06:03 Uhr

Donnerstag, 4. Juni

Libanon und Israel wollen brüchige Waffenruhe umsetzen

Israel und der Libanon haben sich nach Angaben des US-Aussenministeriums auf einen Weg zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen Waffenruhe geeinigt. Die Waffenruhe sei abhängig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hisbollah-Miliz gegen Israel, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung nach Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertreten in Washington.

Im aktuellen Konflikt stehen sich Israel und die Schiiten-Miliz gegenüber. Die libanesische Regierung ist selbst keine Kriegspartei - und hat auch nur begrenzt Einfluss auf die Hisbollah. Die mit Teheran verbündete Miliz ist nicht an den Gesprächen beteiligt. Sie sieht Verhandlungen mit Israel als Kapitulation an. (dpa)

08:30 Uhr

Mittwoch, 3. Juni

Kuwait setzt Flüge nach Drohnenangriff auf Flughafen aus

Kuwait hat nach einem iranischen Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen des Landes den kommerziellen Flugverkehr ausgesetzt. Bei dem Angriff auf das Passagiergebäude des Kuwait International Airport seien mehrere Menschen verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Ministeriumssprecher Saud Abdulasis al-Otaibi sagte, «eine Reihe feindlicher Drohnen» habe das Passagiergebäude ins Visier genommen. Es sei schwer beschädigt worden.

Zuvor war die Lage zwischen den USA und dem Iran eskaliert. Der Iran nahm Kuwait und Bahrain unter Beschuss. Das US-Militär teilte mit, es habe eine iranische Militäreinrichtung angegriffen, um Vergeltung zu üben. (dpa)

06:09 Uhr

Mittwoch, 3. Juni

US-Militär: Weiterer Angriff des Irans abgewehrt

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen weiteren iranischen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte im Golfstaat Kuwait abgewehrt. Eine «Welle iranischer Drohnen» habe ihr Ziel verfehlt, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Die US-Luftverteidigung habe mehrere Drohnen erfolgreich abgeschossen. Niemand sei verletzt worden, es gebe keine Schäden, hiess es weiter. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Zuvor hatte das US-Militär bereits einen grösseren Angriff des Irans auf Ziele in Kuwait und dem Inselstaat Bahrain nach eigenen Angaben erfolgreich abgewehrt. Die beiden Staaten am Persischen Golf beherbergen wichtige US-Militärstützpunkte. (dpa)

22:48 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Rubio: Netanyahus Gaza-Vorstoss ist nicht Teil von Trumps Plan

US-Aussenminister Marco Rubio hat sich von Äusserungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu distanziert, wonach Israel 70 Prozent des Gazastreifens erobern will. In einer Anhörung im Repräsentantenhaus sagte Rubio am Dienstag, Netanyahus Darstellung sei nicht Bestandteil des 20-Punkte-Plans von Präsident Donald Trump zur Beendigung des Konflikts zwischen Israel und der militant-islamistischen Hamas.

Die Demokratin Rose DeLauro aus Connecticut, ranghöchste Abgeordnete im Haushaltsausschuss, hatte Rubio gefragt, wie die US-Regierung zu dem israelischen Ziel einer weitreichenden Einnahme des Gazastreifens stehe. Rubio entgegnete, der US-Plan ziele darauf ab, die Herrschaft der Hamas zu beenden und das Gebiet wieder aufzubauen. «Wir haben einen Plan – der sieht das nicht vor», sagte Rubio.

Ziel sei ein Gazastreifen, der von einer Instanz regiert werde, die nicht zur Hamas gehöre, erklärte der Aussenminister. Dies liege letztlich auch im Interesse Israels. (dpa)

21:24 Uhr

Dienstag, 2. Juni

You're fucking crazy! Alle hassen dich, du würdest im Gefängnis sitzen ohne mich»: Trump rastet gegenüber Netanyahu aus

Der US-Präsident knöpft sich seinen Kumpel Bibi vor. Was Trump zum Kochen brachte – und warum dabei viel mehr als die Freundschaft der beiden auf dem Spiel steht. (chm)

Mehr zum Thema:

20:19 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Proiranische Milizen im Irak wollen Waffen abgeben

Zwei der mächtigsten vom Iran unterstützten Milizen im Irak wollen nach eigenen Angaben damit beginnen, ihre Waffen an die Behörden zu übergeben. Die Gruppe Assaib Ahl al-Hak und die Imam-Ali-Brigaden kündigten am Dienstag entsprechende Schritte an. Assaib Ahl al-Hak gab die Gründung eines Komitees bekannt, das die Übergabe überwachen solle. Geplant sei, Kämpfer, Waffen und Ausrüstung zu erfassen und sich mit dem Oberbefehlshaber der irakischen Streitkräfte abzustimmen.

Die Gruppe stellte die Entscheidung als Reaktion auf Aufrufe der obersten schiitischen Religionsautorität im Irak und des sogenannten Koordinationsrahmens dar. Das Bündnis ist der grösste Block im Parlament und dominiert die irakische Politik. Auch die Imam-Ali-Brigaden kündigten an, ihre Waffen an den Staat zu übergeben. Die Zeit sei gekommen, «einen starken Staat mit voller Souveränität» aufzubauen.

Für die neue irakische Regierung wäre die Übergabe ein wichtiger Schritt bei dem Versuch, bewaffnete Gruppen stärker unter staatliche Kontrolle zu bringen. Viele vom Iran unterstützte Milizen werden über den irakischen Staatshaushalt finanziert und sind in den Sicherheitsapparat eingebettet, operieren aber weitgehend eigenständig.

Ministerpräsident Ali al-Saidi, der im Mai vereidigt wurde, hat ein staatliches Waffenmonopol zu einem Kernpunkt seines Programms gemacht. Dabei steht der 40 Jahre alte frühere Banker auch unter Druck aus Washington. Denn der Iran-Krieg, der mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik am 28. Februar begann, hat die Schwäche der irakischen Institutionen und ihre begrenzten Möglichkeiten offengelegt, vom Iran unterstützte Gruppen von Angriffen abzuhalten. (dpa)

20:10 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Trump weist Berichte über Abbruch der Iran-Gespräche zurück

US-Präsident Donald Trump hat Berichte iranischer Medien über einen Abbruch der indirekten Gespräche mit den Vereinigten Staaten bestritten. Trump bezeichnete am Dienstag in den sozialen Medien entsprechende Berichte iranischer Nachrichtenagenturen als «falsch und irreführend».

«Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute», erklärte der US-Präsident. «Wohin sie führen, weiss man nie, aber wie ich dem Iran gesagt habe: «Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal macht. Ihr macht das schon seit 47 Jahren, und das darf nicht länger so weitergehen!»»

Die halbstaatlichen Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichteten am Dienstag, der Iran habe die Kommunikation mit den Vermittlern über eine Fortsetzung der Waffenruhe im Krieg mit den USA und Israel eingestellt. (dpa)

19:05 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Netanyahu: Werden Irans Führung beim Verschwinden helfen

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hält an dem Ziel fest, die iranische Regierung stürzen zu wollen. Die Führung in Teheran sei «dazu bestimmt, aus der Welt zu verschwinden», sagte er bei einer Zeremonie zum Amtsantritt des neuen Leiters des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Roman Gofman. «Und wir werden ihr dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen». Einzelheiten dazu, wie genau dies gelingen soll, liess er offen.

Zu Beginn des Kriegs hatte US-Präsident Donald Trump die iranische Bevölkerung ermutigt, ihre Führung zu stürzen. Später äusserte er sich zu dem Thema nicht mehr. Auch Netanjahu forderte die Menschen im Iran mehrfach dazu auf, sich gegen ihre Regierung aufzulehnen. Beobachter in Israel mutmassten, Israel sei der Sturz der Führung in Teheran wichtiger als den USA. Seit einiger Zeit, vor allem seit Beginn der Waffenruhe am 8. April, erwähnte Netanjahu einen Machtwechsel im Iran dann auch nicht mehr.

Iran-Experten sind skeptisch, ob die iranische Führung während des Kriegs gestürzt werden kann. Als Gründe führen sie an, dass die iranische Opposition nicht geeint sei. Es sei auch nicht zu erkennen, dass die Elite oder die Revolutionsgarden gespalten seien. (dpa)

18:16 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Rubio: Keine Sanktionserleichterung für Öffnung der Strasse von Hormus

Der Iran soll nach Angaben von US-Aussenminister Marco Rubio keine Sanktionserleichterungen allein für eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus erhalten. In einer Anhörung im Kongress am Dienstag fragte der demokratische Senator Chris Murphy Rubio, welche Anreize die US-Regierung Teheran im Gegenzug für ein Abkommen bieten würde. «Werden sie Erleichterungen nur im Austausch für die Wiederöffnung der Meerenge erhalten?», fragte Murphy. Rubio antwortete: «Nein, das wurde nicht besprochen. Das wurde nicht angeboten.»

Rubio sagt, es gebe Anzeichen für eine stärkere Beteiligung des neuen Obersten Führers Mojtaba Khamenei an den Gesprächen mit den USA.
Bild: AP

Rubio sagte vor dem Ausschuss für Auswärtige Beziehungen, Sanktionserleichterungen könnten erst nach erheblichen Zugeständnissen im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm und dem angereicherten Uran gewährt werden. Der Aussenminister äusserte sich auch zum neuen Obersten Führer des Irans, Ajatollah Mojtaba Khamenei. Die US-Unterhändler hätten Anzeichen dafür gesehen, dass Khamenei zunehmend an den Gesprächen mit den USA beteiligt sei, sagte Rubio. Khamenei, der die Nachfolge seines Vaters angetreten hat, ist bisher nicht öffentlich aufgetreten.

Angesichts dessen, was mit Vertretern der iranischen Führung geschehen sei, sei es für sie wahrscheinlich nicht ratsam, sich sehr öffentlich zu zeigen, sagte Rubio. «Dennoch glaube ich, dass es Anzeichen dafür gibt, dass er sich auf einer gewissen Ebene zunehmend engagiert, auch wenn seine gesamte Kommunikation schriftlich und über Mittelsmänner erfolgt ist.» (dpa)

17:37 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Israel und Libanon starten neue Gesprächsrunde in Washington

Trotz neuer israelischer Angriffe auf die Hisbollah-Miliz haben Israel und der Libanon in Washington eine weitere Runde politischer Gespräche aufgenommen. Vertreter der USA und Israels teilten mit, dass die Treffen zwischen den israelischen und libanesischen Botschaftern am Dienstag wie geplant im Aussenministerium in Washington begonnen hätten.

Den zweitägigen Gesprächen ging ein Sicherheitstreffen zwischen beiden Seiten voraus, das am Freitag im Pentagon stattfand. Keiner der Teilnehmer des Treffens gab einen Kommentar ab, als sie vor Beginn der Gespräche für Fotos posierten. (dpa)

16:43 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Israelische Waffenexporte erreichen Rekordwert

Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums erreichten die Waffenexporte einen Wert von 19 Milliarden Dollar. Mehr als die Hälfte der Aufträge hatte ein Volumen von mindestens 100 Millionen Dollar. Innerhalb von fünf Jahren hätten sich die Ausfuhren damit mehr als verdoppelt. Angaben zu den Abnehmerstaaten machte das Ministerium nicht.

Branchenvertreter führen die hohe Nachfrage auf die Kampferfahrung israelischer Waffensysteme zurück. Viele Staaten würden israelische Technologie nutzen, weil deren Einsatzfähigkeit unter realen Bedingungen sichtbar sei.

Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem Zusammenhang zwischen den militärischen Erfolgen Israels und der Nachfrage nach israelischen Rüstungsgütern. Künftig soll laut Ministerium insbesondere die Abwehr von Drohnen weiterentwickelt werden, die sich zuletzt als besondere Herausforderung erwiesen hat. (dpa)

16:40 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Iran: Keine Gespräche mehr mit den USA

Nach Wochen stagnierender Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA berichten iranische Medien von einem Ende der Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien. Seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht.

Das Ende der indirekten Verhandlungen mit den USA komme im Zuge des andauernden Kriegs Israels im Libanon, hatte am Montag die iranische Agentur Tasnim berichtet. Solange der Krieg dort weitergehe, gebe es keine Gespräche, hiess es weiter. Israel führt im Libanon Krieg gegen die Hisbollah-Miliz, die vom Iran unterstützt wird.

Noch am Montagabend hatte der iranische Verhandlungsführer und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf auf X geschrieben, sollte «die israelische Aggression gegen den Libanon» andauern, werde man «nicht nur den Verhandlungsweg stoppen, sondern auch in eine direkte Konfrontation mit dem Feind treten». US-Präsident Donald Trump hatte auf Truth Social betont, die Gespräche mit Teheran würden in «schnellem Tempo» fortgeführt.

Zudem hatte Trump ein Ende der Kämpfe im Libanon angekündigt. Am Mittwoch sollen politische Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in der US-Hauptstadt Washington fortgesetzt werden. (dpa)

16:06 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Iranische Medien: Teheran bricht Gespräche mit Vermittlern ab

Der Iran hat laut iranischen Nachrichtenagenturen die Gespräche mit Vermittlern über ein Ende des Krieges abgebrochen. Die halbstaatlichen Agenturen Fars und Tasnim, die der paramilitärischen Revolutionsgarde nahestehen, berichteten am Dienstag, der Abbruch sei erfolgt, nachdem Israel gedroht habe, die libanesische Hauptstadt Beirut zu bombardieren.

Aus Kreisen der Vermittler verlautete, der Iran habe am Dienstag überhaupt nicht kommuniziert. Zuvor habe Teheran erklärt, im Libanon müsse eine Waffenruhe durchgesetzt werden, damit die Verhandlungen fortgesetzt werden könnten.

Der Iran besteht darauf, dass die Kämpfe im Libanon Teil der umfassenderen Waffenruheverhandlungen mit den Vereinigten Staaten sind. Israel und die USA vertreten hingegen die Auffassung, dass die Gefechte im Libanon nichts mit den Verhandlungen mit dem Iran zu tun haben. (dpa)

15:57 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Iran bereitet Beisetzung von Khamenei vor

Mehr als drei Monate nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Khamenei gibt es erstmals Äusserungen zu seinem geplanten Begräbnis. Die Beerdigung sei für den Beginn des islamischen Trauermonats Muharram geplant, sagte der stellvertretende Teheraner Bürgermeister Amin Tawakolisadeh, wie iranische Medien berichteten. Ein Datum wäre somit ab Mitte Juni möglich.

Im Iran laufen die Vorbereitungen für die Beisetzung des getöteten Religionsführers Ajatollah Ali Khamenei und die geplanten Trauerfeiern in mehreren Städten.
Bild: EPA

Die Trauerfeiern sollen offiziell in der iranischen Hauptstadt Teheran, der Pilgerstadt Ghom sowie Khameneis Heimatort Maschhad abgehalten werden. In dem zentralen religiösen Zentrum Maschhads, dem Imam-Resa-Mausoleum, soll der frühere Religionsführer beigesetzt werden. In Teheran bereiten sich die Behörden auf Versammlungen von bis zu 20 Millionen Menschen vor.

Khamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des Kriegs, bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Lange blieb unklar, wann der oberste Führer, der den Iran jahrzehntelang mit harter Hand regiert hatte, beigesetzt werden soll. Auch aus Sicherheitsgründen waren zunächst keine grossen Trauerfeierlichkeiten geplant, bei denen hochrangige Vertreter aus Politik und Militär erwartet werden. (dpa)

14:54 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Libanon meldet acht Tote nach israelischen Angriffen

Bei israelischen Drohnenangriffen im Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben acht Menschen getötet worden. Nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA vom Dienstag wurden bei einem Drohnenangriff ein Vater sowie dessen Sohn und Tochter getötet. Die libanesische Armee teilte zudem mit, dass zwei ihrer Soldaten bei einem weiteren Drohnenangriff leicht verletzt wurden.

Die NNA meldete weitere tödliche Angriffe in den Orten Dschibschit und Tul sowie nahe Haruf. Dabei seien insgesamt fünf Menschen ums Leben gekommen. Das israelische Militär erklärte jedoch, ihm seien dort keine israelischen Angriffe bekannt.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz feuerte Panzerabwehrraketen auf israelische Soldaten im Südlibanon. In mehreren Gebieten im Norden Israels seien Warnsirenen ausgelöst worden, teilte das israelische Militär mit. Verletzte seien nicht gemeldet worden.

Die Angriffe erfolgten einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, Israel und die Hisbollah hätten einer Deeskalation zugestimmt. Trump hatte nach einem Telefonat mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erklärt, Israel werde keine Truppen nach Beirut entsenden. Die Kämpfe gingen jedoch auf ähnlichem Niveau weiter. Trotz einer im April vereinbarten Waffenruhe greifen sich beide Seiten weiterhin an. (dpa)

14:25 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Berichte: Trump soll Netanyahu massiv beschimpft haben

Nach Berichten von «Axios» und CNN verlor Trump in einem Telefonat mit Netanjahu die Beherrschung und überzog ihn mit Beschimpfungen. Der US-Präsident soll seinem Verbündeten vorgeworfen haben, mit neuen Angriffsdrohungen die Verhandlungen über ein mögliches Abkommen mit dem Iran zu gefährden. Aus dem Umfeld Netanyahus hiess es hingegen, das Gespräch sei zwar angespannt gewesen, habe aber zu Einigungen geführt.

Der Vorfall deutet auf wachsende Spannungen zwischen den beiden Politikern hin. Netanjahu steht innenpolitisch wegen der Lage im Libanon unter Druck, während die Unterstützung für Israel in den USA laut Experten zunehmend schwindet – auch unter Republikanern. Beobachter sehen darin eine mögliche Belastung für das bislang enge Verhältnis zwischen Washington und Jerusalem. (dpa)

12:09 Uhr

Dienstag, 2. Juni

Trump nennt «nächste Woche» für mögliche Iran-Einigung

US-Präsident Donald Trump hat die «nächste Woche» als Zeitraum für eine mögliche Einigung mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen genannt, das die Öffnung der Strasse von Hormus umfasst. Das berichtete der US-Sender ABC News unter Berufung auf ein Telefon-Interview mit Trump. Dieser habe ergänzt, dass er noch Punkte klären müsse und dem Abkommen noch nicht zugestimmt habe. Auch aus dem Iran gibt es bislang keine öffentliche Zusage für eine Einigung. Trump hat in der Vergangenheit immer wieder optimistische Zeitpläne bekanntgegeben, die dann schnell von der Realität eingeholt wurden. (dpa)

22:48 Uhr

Montag, 1. Juni

Netanyahu hält trotz Trump-Vorstoss an Drohungen gegen Hisbollah fest

Netanyahu erklärte, Israel werde Hisbollah-Stellungen in der libanesischen Hauptstadt angreifen, falls die Miliz ihre Attacken auf israelische Städte nicht einstelle. Gleichzeitig sollen die israelischen Militäroperationen im Südlibanon fortgesetzt werden. Zuvor hatte Trump angekündigt, beide Seiten würden ihre gegenseitigen Angriffe vorerst stoppen.

Nach Angaben des libanesischen Präsidenten Joseph Aoun bezieht sich die geplante Deeskalation zunächst nur auf die südlichen Vororte Beiruts. Die Hisbollah habe dem Vorschlag eines gegenseitigen Angriffsstopps zugestimmt. Langfristig soll die Waffenruhe auf den gesamten Libanon ausgeweitet werden.

Vertreter Israels und des Libanons verhandeln seit Wochen in Washington über eine Entschärfung des Konflikts. Weitere Gespräche sind für Dienstag und Mittwoch geplant. (dpa)

21:54 Uhr

Montag, 1. Juni

Libanon: Israels Angriffsstopp betrifft vorerst nur Beiruter Vororte

Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Stopp israelischer Angriffe auf die Hisbollah im Libanon bezieht sich nach Angaben von Libanons Präsidenten Joseph Aoun zunächst auf die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. «Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet», teilte das Präsidialamt auf X mit. Die Waffenruhe solle auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet werden.

Die Hisbollah ihrerseits habe dem US-Vorschlag für einen gegenseitigen Stopp der Angriffe mit Israel zugestimmt. Die libanesischen Behörden hätten eine entsprechende Bestätigung erhalten.

Nach Angaben Aouns informierte US-Präsident Donald Trump die libanesische Botschafterin in Washington, Nada Hamadeh Moawad, darüber, dass auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem Vorschlag zugestimmt habe. Die Botschafterin habe die Informationen anschliessend an Aoun weitergeleitet, der seinerseits die Hisbollah darüber unterrichtet habe.

Die für Dienstag und Mittwoch geplanten Verhandlungen sollen nach Angaben des Präsidialamtes fortgesetzt werden, um die jüngsten Fortschritte zu erörtern und darauf aufzubauen.

Die als Dahija bekannten südlichen Vororte Beirut sind ein wichtiges Einflussgebiet der Hisbollah. Nachdem sich die Lage zwischen Israel und der vom Iran unterstützen Organisation in den vergangenen Tagen deutlich zugespitzt hatte, kündigte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erneut auch wieder Angriffe in Dahija an.

Seit einer Waffenruhe, die Mitte April, erstmals zwischen der libanesischen und israelischen Regierung vereinbart wurde, hatte das israelische Militär seine Angriffe in den Vororten bereits grösstenteils eingestellt. (dpa)

20:25 Uhr

Montag, 1. Juni

Trump: Gespräche mit Iran gehen weiter

Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran für ein mögliches Rahmenabkommen im Iran-Krieg gehen nach Aussage von US-Präsident Donald Trump weiter. In «schnellem Tempo» würden die Gespräche fortgeführt, schrieb der Republikaner am Nachmittag (Ortszeit) auf der Plattform Truth Social. Davor hatte der Sender CNBC Trump mit den Worten zitiert, dass sich die Gegenseite zu viel Zeit gelassen habe und dass die Verhandlungen anfingen, «sehr langweilig» zu werden.

US-Präsident Donald Trump äussert sich zu den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein mögliches Rahmenabkommen.
Bild: EPA

Seit Tagen ringen die USA und der Iran um ein Rahmenabkommen unter anderem zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe. Trotz dieser Feuerpause kam es jedoch immer wieder zu gegenseitigem Beschuss. (dpa)

20:13 Uhr

Montag, 1. Juni

Trump kündigt Stopp der Angriffe zwischen Israel und Hisbollah an

Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, Israel werde zudem keine Truppen nach Beirut entsenden. Bereits in Marsch gesetzte Soldaten seien zurückbeordert worden. Zuvor habe er ein «sehr produktives» Telefonat mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sowie ein «sehr gutes» Gespräch mit ranghohen Vertretern der Hisbollah geführt. Eine Bestätigung der Angaben durch Israel oder die Hisbollah gab es zunächst nicht.

Bild: Screenshot: Truth Social

Die Lage im Libanon hat sich in den vergangenen Wochen deutlich verschärft. Zwar schlossen Israel und die libanesische Regierung Mitte April eine Waffenruhe, die Hisbollah lehnt jedoch Verhandlungen mit Israel ab. Seither kommt es weiterhin täglich zu Angriffen auf beiden Seiten und immer wieder zu Todesopfern.

Zuletzt hatte Netanjahu neue Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts angekündigt. Parallel laufen in Washington Gespräche zwischen Vertretern Israels und des Libanons über eine mögliche Entschärfung des Konflikts. Weitere Verhandlungen sind für Dienstag geplant. (dpa)

19:57 Uhr

Montag, 1. Juni

Trump: Israel und Hisbollah stimmen Deeskalation zu

Israel und die militante Hisbollah im Libanon haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump einer Deeskalation bei den Kämpfen zugestimmt.

Bild: Screenshot: Truth Social

Trump teilte das am Montag in den sozialen Medien nach einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit. Zudem habe er über Vermittler mit der Hisbollah im Austausch gestanden, hiess es. (dpa)

18:55 Uhr

Montag, 1. Juni

Libanon: Schäden und Tote nach Angriff nahe Krankenhaus

Bei einem israelischen Luftangriff nahe einem Krankenhaus in der Küstenstadt Tyrus sind nach libanesischen Angaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass der Strom auf der Intensivstation infolge des Angriffs ausgefallen sei. Eine Opferzahl wurde zunächst nicht genannt.

Auf Bildern in sozialen Medien war zu sehen, wie die Räume des Krankenhauses zum Teil komplett verwüstet wurden. Lokale Medien berichteten, es seien massive Schäden entstanden. Die Kühlräume der Halle, in denen sich Leichen der im Konflikt Getöteten befanden, seien zerstört. Das gegenüber dem Krankenhaus gelegene Gebäude wurde Berichten zufolge von drei Raketen getroffen und dadurch nahezu komplett zerstört. Die israelische Armee äusserte sich zunächst nicht.

Nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums wurden im Libanon seit Ausbruch der aktuellen Eskalation Anfang März 3433 Menschen getötet und mehr als 10'000 weitere verletzt. (dpa)

18:54 Uhr

Montag, 1. Juni

Iran fordert Menschen in Nordisrael zur Flucht auf

Der Iran warnt Israel vor Angriffen auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut. Das iranische Militärhauptquartier Chatam al-Anbija forderte die Bewohner von Israels Norden im Staatssender Irib zur Flucht auf, «um keinen Schaden zu nehmen», falls Israel tatsächlich Beirut angreifen sollte.

Zuvor hatte ein Sprecher der iranischen Streitkräfte im Staatssender gesagt, für den Iran sei der israelische Krieg im Libanon gegen die proiranische Hisbollah-Miliz nicht länger hinnehmbar. Er sprach eine Warnung für Israel und «seine westlichen Unterstützer» aus.

Das israelische Militär hatte die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Flucht aufgerufen. Eine Waffenruhe im Libanon gilt als Teil der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Zuletzt hatte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi auf X bekräftigt, dass aus iranischer Sicht die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran den Libanon einschliesse. (dpa)

17:52 Uhr

Montag, 1. Juni

Behörde: Explosion auf Frachtschiff nahe Irak

Ein Frachtschiff ist im Persischen Golf südöstlich des irakischen Hafens Umm Kasr von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Wie die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mitteilte, wurde das Schiff während der Durchfahrt durch den Golf von einem bislang nicht identifizierten Projektil getroffen. Dadurch kam es zu einer grösseren Explosion an Bord.

Hinweise auf Umweltschäden lägen bisher nicht vor. Die zuständigen Behörden hätten Ermittlungen zur Ursache und den Hintergründen des Vorfalls aufgenommen. Die irakischen Behörden äusserten sich zunächst nicht. Genauere Angaben zum Ursprung des Projektils lagen zunächst nicht vor. (dpa)

17:50 Uhr

Montag, 1. Juni

Iran-Sorgen dominieren: Dax-Verluste zu Monatsbeginn

Angesichts der sich wieder verschärfenden Lage im Nahen Osten ist der deutsche Aktienmarkt mit teils deutlichen Verlusten in den Börsenmonat Juni gestartet. In einem iranischen Medienbericht hiess es, der Iran werde die indirekten Verhandlungen mit den USA wegen der israelischen Angriffe im Libanon abbrechen. In Reaktion darauf bauten die Ölpreise ihre Tagesgewinne aus, was erneut Inflationssorgen weckte und die Renditen am Anleihenmarkt in die Höhe trieb.

Der Leitindex Dax büsste 0,40 Prozent auf 25.003,04 Punkte ein und verteidigte so knapp die Marke von 25.000 Zählern. Deutliche Kursgewinne des Schwergewichts SAP hielten die Verluste in Grenzen. Der MDax mit den mittelgrossen Börsenunternehmen sank um 1,36 Prozent auf 32.899,55 Zähler. (dpa)

17:31 Uhr

Montag, 1. Juni

Libanon und Israel setzen Gespräche in Washington fort

Inmitten der sich zuspitzenden Lage zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah im Libanon kommen israelische und libanesische Regierungsvertreter am Dienstag und Mittwoch zu weiteren direkten politischen Gesprächen zusammen. Es ist die vierte Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon. Sie sollen früheren Angaben zufolge wie die vorigen Gespräche auch in der US-Hauptstadt Washington abgehalten werden.

Die Lage zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah hatte sich zuletzt deutlich zugespitzt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte auch neue Angriffe auf Ziele der Hisbollah in den Wohngebieten der Vororte der Hauptstadt Beirut an. Auch im Süden des Landes greift das israelische Militär weiter massiv an und rückt dort mit seinen Truppen auch immer weiter ins Landesinnere fort. Auch die mit dem Iran verbündete Hisbollah verstärkte ihrerseits die Angriffe auf Nordisrael.

Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei in dem Krieg zwischen Israel und der Hisbollah. Sie fordert bei den Gesprächen zunächst vor allem ein Ende der Kampfhandlungen und einen dauerhaften Waffenstillstand. Israel will eine Entwaffnung der Hisbollah durchsetzen. Eine Normalisierung der Beziehungen hat die libanesische Regierung unter den aktuellen Bedingungen mehrfach ausgeschlossen. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen ab. Sie hat die Gespräche mehrfach als Kapitulation bezeichnet.

Im Rahmen der Gespräche war Mitte April erstmals eine Waffenruhe erklärt worden. Sie wurde daraufhin mehrmals verlängert. Faktisch ging der Krieg jedoch weiter. Die Kampfhandlungen wurden seitdem nicht eingestellt. (dpa)

16:45 Uhr

Montag, 1. Juni

Iran pocht auf Waffenruhe im Libanon

Angesichts fortwährender israelischer Angriffe im Libanon pocht Teheran weiterhin auf eine Waffenruhe an allen Fronten. Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran schliesse den Libanon mit ein, bekräftigte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi in einem Beitrag auf X.

Araghtschi hatte am Sonntagabend laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars gesagt, die Verhandlungen mit den USA liefen weiter. Anderweitigen Spekulationen solle kein Glauben geschenkt werden.

Bild: Screenshot: x

In einem iranischen Medienbericht am Montag hiess es, der Iran würde die indirekten Verhandlungen mit den USA wegen der israelischen Angriffe im Libanon abbrechen. Iranische Medien berichteten zuletzt häufiger von Eskalationsmöglichkeiten angesichts fortdauernder Verhandlungen.

Nach Einschätzung von Beobachtern gilt der Libanon als strategisch und ideologisch wichtig für die Islamische Republik. Die Hisbollah-Miliz im Libanon ist mit dem Iran verbündet.

Mit dem Vormarsch israelischer Bodentruppen im Libanon und möglichen neuen Angriffen im Raum von Beirut eskaliert der Krieg im Libanon weiter. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte zuletzt neue Angriffe auf Ziele der Hisbollah in Beiruts Vororten an. (dpa)

16:21 Uhr

Montag, 1. Juni

Israels Militär ruft Bewohner von Beiruts Vororten zur Flucht auf

Das israelische Militär hat die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Flucht aufgerufen. Ein Armeesprecher erklärte auf der Plattform X in arabischer Sprache, die Menschen sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit verlassen.

Nach einer israelischen Drohung gegen Dahiyeh, einen Vorort im Süden von Beirut, verlassen zahlreiche Menschen die Gegend. Auf den Strassen bilden sich lange Staus.
Bild: AP

Sollte die Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte und Ortschaften fortsetzen, werde die israelische Armee mit Angriffen auf Ziele in den südlichen Vororten Beiruts reagieren. Es ist der erste Aufruf dieser Art für das Gebiet seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Mitte April.

Zuvor hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bereits neue Angriffe auf Ziele der Hisbollah in denen als Dahija bekannten Vororten angekündigt. Seit dem Vormittag flohen viele Anwohner aus dem Gebiet. Die Vororte gelten als wichtiges Einflussgebiet der Hisbollah. Sie sind aber auch ein dicht besiedeltes Wohngebiet. Viele Gebäude wurden in dem Gebiet in dem aktuellen Krieg bereits zerstört.

Die Lage zwischen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah und Israel hat sich in den vergangenen Tagen deutlich zugespitzt. Trotz Waffenruhe herrscht faktisch Krieg. Die Angriffe auf die Hauptstadt und ihre Vororte hatten im Rahmen der Waffenruhe jedoch nachgelassen. (dpa)

15:59 Uhr

Montag, 1. Juni

Neue Angriffe in Gaza – Gespräche mit Hamas geplant

Israels Armee teilte mit, bei einem gezielten Angriff einen Hamas-Kommandeur getötet zu haben, der zugleich als Arzt in einer Klinik in Deir al-Balah gearbeitet haben soll. Das Krankenhaus bestätigte den Tod des Mediziners, bestritt jedoch Verbindungen zur Hamas. Auch die Terrororganisation äusserte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Zudem meldeten palästinensische Medien einen weiteren Toten bei einem israelischen Luftangriff im Zentrum des Gazastreifens.

Für Donnerstag sind Medienberichten zufolge neue Gespräche in Ägypten geplant. Dabei soll es um die von Israel und den USA geforderte Entwaffnung der Hamas gehen. Die Organisation lehnt dies bislang ab. Nach Angaben der «Times of Israel» prüft der von US-Präsident Donald Trump initiierte Friedensrat inzwischen alternative Wege für den Wiederaufbau des Gazastreifens.

Der aktuelle Friedensplan sieht zunächst die Entwaffnung der Hamas und einen schrittweisen Rückzug israelischer Truppen vor. Erst danach soll der Wiederaufbau beginnen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte zuletzt an, die militärische Kontrolle Israels im Gazastreifen weiter auszubauen. (dpa)

15:56 Uhr

Montag, 1. Juni

UN-Sicherheitsrat tagt zu Eskalation des Kriegs im Libanon

Der UN-Sicherheitsrat befasst sich noch heute bei einer Sondersitzung mit der Eskalation des Kriegs im Libanon. Das Treffen sei auf Antrag Frankreichs für 21.00 Uhr MESZ (15.00 Uhr Ortszeit) angesetzt, hiess es aus Diplomatenkreisen in New York.

Der Krieg im Libanon war mit dem Vormarsch israelischer Bodentruppen und möglichen neuen Angriffen im Raum von Beirut zuvor eskaliert – obwohl eigentlich Mitte April eine Waffenruhe verkündet wurde. (dpa)

15:38 Uhr

Montag, 1. Juni

Iran droht mit Sperre von Hormus

Der Iran hat die Gespräche mit den USA laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim abgebrochen, wie «Fokus.de» berichtet. Die Strasse von Hormus soll vollständig blockiert werden. Teheran begründet den Schritt mit israelischen Verstössen gegen die Waffenruhe im Libanon. (cam)

14:42 Uhr

Montag, 1. Juni

Libanons Präsident: «Verhandlungen sind sicherer als Krieg»

Libanons Präsident Joseph Aoun will trotz der sich weiter zuspitzenden Lage zwischen Israel und der Hisbollah an Gesprächen mit der israelischen Regierung festhalten. «Verhandlungen sind sicherer als Krieg», sagte er vor einem Ausschuss der libanesischen Privatwirtschaft. Er betonte, Gespräche würden keine unmittelbaren Ergebnisse liefern, sondern benötigten Zeit.

Vorwürfe, Verhandlungen kämen einer Kapitulation gleich, wies Aoun zurück. Gespräche seien vielmehr ein Mittel, Kriege mit möglichst geringem Schaden zu beenden. Trotz möglicher Verzögerungen und Hindernisse halte die Regierung an ihrem Kurs fest. Krieg bringe keiner der beteiligten Seiten ein positives Ergebnis.

Israel warf er vor, die Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens nicht ausreichend unterstützt zu haben. Nach den Vereinbarungen hätte Israel fünf weiterhin besetzte Positionen im Südlibanon räumen müssen. Stattdessen habe das Land seine Militäroperationen und den Beschuss von Ortschaften unter Berufung auf Selbstverteidigung fortgesetzt, sagte Aoun.

Israel und die libanesische Regierung hatten Mitte April erstmals eine Waffenruhe vereinbart. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen ab und setzt diese immer wieder einer Kapitulation gleich. Der Krieg ging trotz Waffenruhe weiter. In den letzten Tagen hat sich die Lage noch einmal deutlich zugespitzt. Morgen treffen sich erneut Vertreter der libanesischen und israelischen Regierung zu weiteren Gesprächen in der US-Hauptstadt Washington. (dpa)

13:43 Uhr

Montag, 1. Juni

Iran meldet Vergeltungsschlag

In den stockenden Gesprächen über eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg kommt es erneut zu gegenseitigen Brüchen der Waffenruhe. Nach US-Bombardierungen in der südlichen iranischen Provinz Hormusgan am Wochenende meldeten die iranischen Revolutionsgarden am Morgen einen Vergeltungsschlag. Die mächtige Elitestreitkraft beschoss nach eigenen Angaben einen Stützpunkt, von dem die US-Streitkräfte ihren Angriff geflogen hatten. Der Ort wurde nicht erwähnt.

Das US-Militär hatte eigenen Angaben zufolge Radar- und Drohnenkontrollzentren im Iran bombardiert, nachdem Teheran zuvor eine amerikanische Drohne abgeschossen haben soll. Das US-Regionalkommando Centcom sprach auf der Plattform X von «Selbstverteidigungsschlägen». Die US-Drohne vom Typ MQ-1 sei über internationalen Gewässern abgeschossen worden, hiess es weiter.

Am Morgen hatte der Golfstaat Kuwait wegen feindlicher Luftangriffe Alarm ausgelöst. Zur Herkunft der Drohnen und Raketen und den Zielen der Angriffe schwieg die Armee. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten. Wie auch in anderen Golfstaaten unterhält das US-Militär dort Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind.

In den sozialen Medien berichteten Nutzer über Raketenbeschuss aus der iranischen Provinz Chusestan. Ein Video mit einer langen weissen Rauchspur am Himmel nahe der Stadt Omidieh soll den Start einer ballistischen Rakete zeigen. Die Echtheit der Aufnahme liess sich zunächst nicht unabhängig verifizieren. (dpa)

12:44 Uhr

Montag, 1. Juni

Bewohner fliehen aus Beirut

Nach der Ankündigung erneuter israelischer Angriffe haben in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut zahlreiche Menschen die Flucht ergriffen. Einwohner verliessen am Montag scharenweise die als Dahije bekannten Ortschaften, die als Hochburg der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz gelten. Auf vielen Strassen stauten sich die Fahrzeuge.

Zuvor hatten der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Israel Katz erklärt, die israelischen Streitkräfte hätten nach wiederholten Verstössen gegen die Waffenruhe durch die Hisbollah und «Angriffen auf unsere Städte und Bürger» den Befehl erhalten, Ziele in den südlichen Vororten Beiruts anzugreifen.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun erklärte, sein Land sehe sich einer heftigen israelischen Aggression ausgesetzt. Seine Regierung arbeite daran, «das Leiden der Libanesen im Allgemeinen und der Südlibanesen im Besonderen zu beenden». Die schiitische Hisbollah, die im Libanon eine Art Staat im Staate bildet, lehnt im Gegensatz zur Regierung Gespräche mit Israel ab. (dpa)

10:02 Uhr

Sonntag, 31. Mai

Israel nimmt strategisch wichtige Festung im Südlibanon ein

Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge im Süden des Libanons die strategisch gelegene Kreuzritterfestung Beaufort eingenommen. Sie weitete damit ihre Bodeneinsätze im Nachbarland weiter aus, wie es in einer Mitteilung am Morgen hiess.

Das israelische Militär warf der libanesischen Hisbollah-Miliz vor, in der Gegend Einrichtungen zu haben und von dort aus auch Angriffe ausgeführt zu haben. Israel geht in dem Gebiet laut eigenen Angaben etwa gegen Raketenabschussrampen der vom Iran unterstützten Schiitenorganisation vor. Ein Armeesprecher bezeichnete die Festung als «Symbol der Arroganz» der Hisbollah.

Die Kreuzritterfestung Beaufort wurde im 11. Jahrhundert errichtet und liegt knapp nördlich des Flusses Litani, hinter den sich die Hisbollah laut einer Vereinbarung zurückziehen sollte. Die Festung liegt zugleich in der Nähe eines nordöstlichen Ausläufers der israelischen Grenze. Von dem in 700 Meter Höhe gelegenen Bau hat man einen guten Überblick über die Umgebung. Die Festung war schon während der rund 20 Jahre langen israelischen Besatzung bis zum Jahr 2000 ein Schauplatz des Konflikts.

Ein israelischer Militärsprecher forderte am Morgen einen Großteil der Einwohner im Südlibanon dazu auf, sich nördlich des Sahrani-Flusses - etwa 40 Kilometer nördlich der israelischen Grenze - zu begeben. Eine solch umfassende Fluchtaufforderung hatte es zuletzt kurz vor Beginn der Waffenruhe Mitte April gegeben. Israels Armee begründete den Fluchtaufruf mit den Angriffen der Hisbollah auf Israel. Das Militär werde in der Gegend entschieden gegen die Miliz vorgehen. (dpa)

07:21 Uhr

Sonntag, 31. Mai

Iran pocht auf Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen

Seit Tagen ringen die USA und der Iran um ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe und weiteren Verhandlungen. Berichten zufolge soll eine Einigung kurz bevorstehen. Am Freitag kündigte US-Präsident Donald Trump gar eine «endgültige Entscheidung» an – doch dann verkündete er nichts mehr dazu.

Berichten der «New York Times» und des US-Nachrichtenportals «Axios» zufolge soll Trump Änderungen am Entwurf eines Deals verlangt haben, auf den sich seine Vertrauensleute bereits mit den Unterhändlern aus Teheran verständigt hatten. Deshalb müssten die Delegationen nun noch eine weitere Schleife drehen, die mehrere Tage dauern könne, hiess es.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Freitag, der Iran habe wiederholt betont, dass vor jeder Einigung zunächst der Status der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte geklärt werden müsse. Auch die Nachrichtenagentur Fars schrieb, Trump habe ignoriert, dass unmittelbar nach Unterzeichnung einer vorläufigen Einigung zwölf Milliarden US-Dollar auf eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten. Damit widersprach sie Aussagen des US-Präsidenten zum Rahmenabkommen.

Ohne diese Freigabe werde der Iran nicht in die nächste Verhandlungsphase eintreten, hiess es bei Fars. Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte Mitte der Woche bei einem Treffen mit Wirtschaftsfunktionären erklärt, das «zentrale Schlachtfeld» sei derzeit der Wirtschaftskrieg mit den USA.

Geldfrage hat grosse Bedeutung für Teheran

Experten zufolge sind finanzielle Fragen für die Islamische Republik angesichts der massiven Wirtschaftskrise im Land und des kostspieligen Kriegs von grösster Bedeutung. Insgesamt liegen Schätzungen zufolge mehr als 100 Milliarden US-Dollar an iranischem Geld auf Konten im Ausland, die im Zuge von Sanktionen teils oder gänzlich gesperrt sind.

Gegen den Iran wurden im Laufe der Jahre umfangreiche Sanktionen verhängt – sowohl von den Vereinten Nationen als auch von den USA und der Europäischen Union. Grund dafür ist unter anderem das iranische Atomprogramm, das manche Gegner trotz gegenteiliger Beteuerungen aus Teheran als Tarnmantel für den Bau einer Atombombe betrachten.

Nach Angaben des Sprechers der Haushaltskommission des iranischen Parlaments soll es zunächst um die Freigabe von insgesamt mindestens 24 Milliarden US-Dollar gehen, die der Iran in zwei Tranchen erhalten soll. Im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Emir von Katar sei festgelegt worden, dass die Hälfte dieser Summe – 12 Milliarden Dollar – über einen speziellen Mechanismus den Iranern zur Verfügung gestellt werde, sagte Mohsen Sanganeh am Samstag dem Nachrichtenportal «Icana». Parallel zur Einstellung der Kampfhandlungen und dem Ende der Seeblockade der USA ist diese Geldfreigabe laut Sanganeh die zentrale Voraussetzung für eine Einigung. (dpa)

17:50 Uhr

Samstag, 30. mai

US-Militär stoppt Handelsschiff auf dem Weg in den Iran

Das US-Militär hat nach Informationen der Nachrichtenagentur AP ein weiteres Handelsschiff daran gehindert, die US-Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen. Das Schiff «Lian Star», das unter der Flagge Gambias gefahren sei, habe mehrere Warnungen des US-Militärs ignoriert, als es in der Nacht zum Samstag versucht habe, in einen iranischen Hafen einzufahren, verlautete aus US-Kreisen. Das Schiff sei im Golf von Oman von US-Schiffen betriebsunfähig gemacht worden und stecke nun dort fest.

Das US-Militär hat damit insgesamt schon sechs Schiffe gestoppt, die versucht haben, sich über die Blockade hinwegzusetzen. Die USA hatten die Blockade am 17. April eingeführt, weil der Iran die Strasse von Hormus nach dem Beginn des Kriegs gegen ihn durch Israel und die USA mehr oder weniger geschlossen hat.

US-Präsident Donald Trump traf sich am Freitag mit Beratern, hat aber noch nicht entschieden, ob er einem Abkommen für eine Verlängerung der Waffenruhe im Krieg mit dem Iran zustimmt, die seit 7. April gilt. (dpa)

06:36 Uhr

Samstag, 30. Mai

Durchbruch bei Verhandlungen lässt auf sich warten

Im Iran-Krieg und im Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon geht das Ringen um eine Friedenslösung weiter. Nachdem US-Präsident Donald Trump zuvor eine «endgültige Entscheidung» zu den Verhandlungen mit Teheran angekündigt hatte, verliess er eine Lagebesprechung im Weissen Haus US-Medienberichten zufolge nach zwei Stunden ohne eine Entscheidung.

Derweil führten Militärdelegationen Israels und des Libanons im Pentagon «produktive» Gespräche, die kommende Woche auf politischer Ebene weitergeführt werden sollen, wie Elbridge Colby, ein ranghoher Vertreter des US-Verteidigungsministeriums, auf X mitteilte.

Seit Tagen laufen zwischen den USA und dem Iran intensive Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Berichten zufolge soll eine Einigung kurz bevorstehen. Der Iran warf Trump jedoch vor, zentrale Vereinbarungen des geplanten Abkommens zu verzerren oder zu ignorieren. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars schrieb unter Berufung auf informierte Kreise, der US-Präsident versuche, einen vorgetäuschten Erfolg zu inszenieren. (dpa)

18:49 Uhr

Freitag, 29. mai

Iran widerspricht Trumps Darstellung in mehreren Punkten

Der Iran hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, zentrale Vereinbarungen des geplanten Rahmenabkommens zu verzerren oder zu ignorieren. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars schrieb unter Berufung auf informierte Kreise, Trump versuche, einen vorgetäuschten Erfolg zu inszenieren.

Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte laut der Nachrichtenagentur Isna, dass der Iran und die USA weiterhin Botschaften austauschten. Eine endgültige Einigung sei noch nicht erzielt worden. Baghai erklärte weiter: «Von dem Begriff «müssen» haben wir uns vor 47 Jahren verabschiedet. Wir richten uns nicht nach dem, was andere von uns verlangen, sondern entscheiden auf der Grundlage unserer Interessen und Rechte.» Dieses «müssen» sollte als «wir bitten Sie» interpretiert werden.

Konkret widerspricht der Iran laut Fars Trumps Aussagen in drei Punkten: Erstens habe Trump ignoriert, dass unmittelbar nach Unterzeichnung zwölf Milliarden Dollar aus eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten. Ohne diese Freigabe werde der Iran in keine weiteren Verhandlungsphasen eintreten.

Zweitens enthalte das Abkommen keine Bestimmung zur gebührenfreien Öffnung der Strasse von Hormus, hiess es weiter. Drittens weise der Iran die Aussage zurück, das angereicherte Uran solle abgebaut oder vernichtet werden – die Absichtserklärung enthalte keine solche Bestimmung.

Zudem weist der Iran auf die Forderung eines vollständigen Waffenstillstands im Libanon hin - im Sinne der libanesischen Hisbollah-Miliz. (dpa)

06:09 Uhr

Freitag, 29. Mai

UN-Bericht wirft Israels Sicherheitskräften sexuelle Gewalt vor

Ein Bericht der Vereinten Nationen erhebt schwere Anschuldigungen gegen israelischen Soldaten und andere Sicherheitskräfte und wirft ihnen sexuelle Gewalt gegen Palästinenser vor. Die Liste der Misshandlungen umfasse etwa «Vergewaltigungen, auch mit Gegenständen, Gruppenvergewaltigungen, versuchte Vergewaltigungen, körperliche Gewalt gegen die Genitalien, gezielte Schüsse auf die Genitalien», heisst es in dem noch unveröffentlichten Report des UN-Generalsekretärs António Guterres.

Die Vereinten Nationen hätten 2025 mehrere Fälle konfliktbezogener sexueller Gewalt verifiziert, heisst es in dem Bericht. Betroffen gewesen seien 14 Männer, 7 Frauen, 9 Jungen und 1 Mädchen aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland. «Vergewaltigungen und Gruppenvergewaltigungen, in einigen Fällen wiederholt, wurden an neun Opfern verübt, von denen die Mehrheit aus dem Gazastreifen stammte.»

Der Bericht führt die israelischen Sicherheitskräfte auf einer Liste jener Akteure auf, die glaubhaft verdächtigt werden, in bewaffneten Konflikten systematisch Vergewaltigungen oder andere Formen sexueller Gewalt begangen zu haben.

Die israelische UN-Vertretung in New York reagierte empört auf die Anschuldigungen und gab am Donnerstag bekannt, den Kontakt mit dem Generalsekretariat der Vereinten Nationen unter Guterres abzubrechen. «Die Entscheidung, Israel auf eine schwarze Liste zu setzen und uns vorzuwerfen, sexuelle Gewalt als Kriegswaffe einzusetzen, ist eine ungeheuerliche Entscheidung», wetterte Botschafter Danny Danon. Er sprach von einer «Kampagne» gegen sein Land. «Wir sind fertig mit diesem Generalsekretär!», schrieb Danon auf der Plattform X.

UN-Spitze zeigt sich gesprächsbereit

Der Sprecher des Generalsekretärs, Stéphane Dujarric, erklärte, man habe aus den sozialen Medien von der israelischen Entscheidung erfahren und sei jederzeit bereit für Gespräche. Den Inhalt des Berichts wollte Dujarric nicht kommentieren.

Guterres hatte bereits in der vorherigen Auflage des Reports angekündigt, israelische Soldaten und andere Sicherheitskräfte könnten wegen «erheblicher Bedenken hinsichtlich bestimmter Formen sexueller Gewalt, die von den Vereinten Nationen wiederholt dokumentiert wurden», in den kommenden Bericht aufgenommen werden. (dpa)

22:51 Uhr

Donnerstag, 28. Mai

Iran: Einigung auf Rahmenabkommen mit USA weder fertig noch bestätigt

Eine vorläufige Einigung auf ein Rahmenabkommen zum Iran-Krieg zwischen Teheran und Washington ist nach iranischen Angaben bislang weder fertiggestellt noch bestätigt. Das berichtete die den Revolutionsgarden - Irans Elitestreitmacht - nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim am Abend unter Berufung auf eine dem Verhandlungsteam nahestehende Quelle. Teheran habe den pakistanischen Vermittler nicht darüber informiert, dass der Text fertiggestellt sei.

Man werde sowohl den Vermittler als auch die Öffentlichkeit benachrichtigen, sobald er fertiggestellt sei, teilte die Quelle laut Tasnim weiter mit. Sie fügte hinzu, dass Berichte westlicher Medien, wonach das Abkommen bereits abgeschlossen sei und nur noch auf Bekanntgabe durch beide Seiten warte, falsch seien. (dpa)

19:11 Uhr

Donnerstag, 28. Mai

US-Kreise: Iran-Einigung erzielt – Trump muss noch zustimmen

Unterhändler aus den USA und dem Iran haben laut US-Kreisen eine vorläufige Einigung zu einem Rahmenabkommen zum Iran-Krieg erzielt. US-Präsident Donald Trump muss aber noch seine Zustimmung geben, wie «Axios» unter Berufung auf zwei US-Beamte berichtete. US-Kreise bestätigten auf Nachfrage den Inhalt des Medienberichts.

Es blieb unklar, wie lange sich der US-Präsident Zeit nehmen wird, um über den jüngsten Vorschlag zu entscheiden.

Laut dem Medienbericht würden - falls Trump zustimmen sollte - mit dem Rahmenabkommen die Waffenruhe verlängert und Verhandlungen über Irans Atomprogramm aufgenommen werden. Das Rahmenabkommen umfasse einen Zeitraum von 60 Tagen. Laut «Axios» waren die Bedingungen des Abkommens bis Dienstag weitgehend ausgearbeitet gewesen, beide Seiten müssten aber noch die Zustimmung der politischen Führung einholen. (dpa)

13:54 Uhr

Donnerstag, 28. Mai

Libanon meldet mindestens 14 Tote bei israelischen Angriffen

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind libanesischen Angaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden. Die Attacken trafen unter anderem die Küstenstadt Sidon und Gebiete nahe der Stadt Tyrus, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden. Unter den Toten waren nach Angaben von NNA und dem libanesischen Gesundheitsministerium auch Frauen und Kinder sowie ein libanesischer Soldat.

In Sidon traf eine israelische Drohne ein Wohnhaus, in dem vertriebene Familien untergebracht waren. Fünf Menschen wurden dem NNA-Bericht zufolge getötet und 21 weitere verletzt, darunter fünf Kinder. In Adlun sei zudem ein Auto getroffen worden, in dem eine fliehende Familie sass. Dabei wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums sechs Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder und ihre Eltern. Zwei weitere Menschen starben laut NNA bei einem Drohnenangriff nahe Tyrus. Die Angriffe erfolgten kurz vor geplanten Sicherheitsgesprächen zwischen Vertretern des israelischen und des libanesischen Militärs in Washington. (dpa)

13:52 Uhr

Donnerstag, 28. Mai

Iran-Krieg Irans Aussenministerium verurteilt US-Angriffe

Das iranische Aussenministerium hat die nächtlichen US-Angriffe im Landessüden scharf verurteilt. Aussenamtssprecher Ismail Baghai sprach in einer Mitteilung seines Ministeriums von wiederholten Verstössen gegen die Waffenruhe. Er bekräftigte auch die Entschlossenheit seines Landes, auf die Angriffe im Rahmen des Selbstverteidigungsrechts zu reagieren. Baghai kritisierte ausserdem Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der dem Golfstaat Oman gedroht hatte. «Der Oman wird sich wie alle anderen verhalten, oder wir müssen sie in die Luft jagen. Das verstehen sie», sagte der Republikaner am Mittwoch.  (dpa)

13:51 Uhr

Donnerstag, 28. Mai

Angriff auf Kuwait: US-Militär wirft Iran Bruch der Waffenruhe vor

Das US-Militär hat einen neuen iranischen Angriff auf Kuwait scharf verurteilt. Es habe sich um einen «eklatanten Verstoss gegen die Waffenruhe» gehandelt, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) am Donnerstag auf der Plattform X mit. Kuwait habe die Raketen erfolgreich abgefangen. Centcom teilte weiter mit, das US-Militär habe wenige Stunden vor dem Angriff am Mittwochabend fünf iranische Drohnen abgefangen, die eine eindeutige Bedrohung in der Strasse von Hormus und in der Nähe dargestellt hätten. Der Start einer sechsten Drohne von einer iranischen Bodenkontrollstation in Bandar Abbas sei verhindert worden. (dpa)

13:50 Uhr

Donnerstag, 28. Mai

Israelische Luftwaffe attackiert Vorort von Beirut

Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben einen südlichen Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Videos aus der Gegend in Chueifat zeigten am Donnerstag weissen Rauch über einem Wohngebiet in der Nähe des Flughafens von Beirut. Was das Ziel des Angriffs war, blieb zunächst offen. Israelische Truppen hatten in den vergangenen Tagen den Fluss Litani überquert und Bewohner von Gebieten nördlich des Flusses aufgefordert, weite Gebiete in der Region zu verlassen. Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte sich Anfang März, kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran, an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran gestellt und Israel attackiert. Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen und einer Bodenoffensive in den Südlibanon, bei denen nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums Tausende Menschen getötet oder verletzt wurden. Mehr als eine Million Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

13:49 Uhr

Donnerstag, 28. Mai

Amnesty: Mehr als 6000 Festnahmen im Iran seit Kriegsbeginn

Im Iran sind seit Kriegsbeginn vor drei Monaten Menschenrechtlern zufolge mehr als 6000 Menschen festgenommen worden. Unter den Inhaftierten seien auch Demonstranten, Medienschaffende, Anwälte, Dissidenten und Angehörige ethnischer Minderheiten, hiess es in einem Bericht von Amnesty International. Im selben Zeitraum seien ausserdem 39 «politische» Todesurteile vollstreckt worden. «Um ihre Macht zu sichern, haben die Behörden einen umfassenden Angriff auf die Menschen im Iran gestartet und gehen gegen jeden vor, der es wagt, die Islamische Republik zu kritisieren, sagte Amnesty-Expertin Erika Guevara Rosas laut der Mitteilung. Ohnehin leide die Bevölkerung unter den „verheerenden Folgen der rechtswidrigen Luftangriffe durch US-amerikanische und israelische Streitkräfte», sagte sie.

Amnesty kritisierte auch die nahezu totale Internetsperre, die Irans Bevölkerung fast drei Monate vom weltweiten Netz abgeschnitten hatte. Am Mittwoch wurde sie erstmals teilweise wieder aufgehoben. «Die Internetsperre war ein zentraler Pfeiler der Repressionsstrategie der Behörden und schuf die Voraussetzungen dafür, dass weitreichende Verstösse gegen das Völkerrecht ungestraft begangen werden konnten», hiess es in dem Bericht. (dpa)

09:50 Uhr

Donnerstag, 28. Mai

Ölpreise ziehen deutlich an

Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel kräftig zugelegt. Am Markt wurde auf die neuen Angriffe in der Golfregion und eine weitere Sanktionsrunde der USA gegen den Iran verwiesen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um mehr als 3,58 Prozent auf 97,67 US-Dollar. Damit blieb die Notierung aber weiter unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Am Mittwoch war der Brent-Preis zeitweise noch um mehr als fünf Prozent gefallen. Die USA und der Iran haben sich in der Strasse von Hormus trotz Waffenruhe und laufender Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitige Angriffe geliefert. (dpa)

09:49 Uhr

Donnerstag, 28. Mai

Trump droht dem Oman mit Militärschlag

US-Präsident Donald Trump hat dem südlich der Strasse von Hormus gelegenen Oman mit einem vernichtenden Militärschlag gedroht. «Der Oman wird sich benehmen wie alle anderen oder wir müssen sie in die Luft jagen», sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in einer Kabinettssitzung auf die Frage, ob er ein Abkommen akzeptieren würde, das dem Iran und dem Oman die gemeinsame Kontrolle der für den Ölexport aus dem Persischen Golf wichtigen Meerenge ermögliche. «Die verstehen das. Es wird ihnen gut gehen.» (dpa)

06:17 Uhr

Donnerstag, 28. Mai

Erneut Angriffe in Strasse von Hormus

Die USA und der Iran haben sich in der Strasse von Hormus trotz Waffenruhe und laufender Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitige Angriffe geliefert. Das US-Militär habe in der Stadt Bandar Abbas eine Stellung attackiert, von der aus Drohnen gesteuert worden seien, erklärte ein US-Beamter. Vier Drohnen seien abgeschossen worden. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim zitierte eine heimische Militärquelle, wonach ein amerikanischer Öltanker die Meerenge mit abgeschaltetem Radarsystem passieren wollte. Die Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - hätten ihn beschossen und zum Umkehren gezwungen.

Von der angegriffenen Stellung in Bandar Abbas aus sollte gerade eine fünfte Drohne abgefeuert werden, begründete der US-Beamte die US-Angriffe. «Diese Massnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, die Waffenruhe aufrechtzuerhalten.» Iranische Medien hatten kurz zuvor von Explosionsgeräuschen in der Nähe von Bandar Abbas berichtet. Seit dem 8. April herrscht in dem Krieg eine Waffenruhe. Trotzdem gab es rund um die Strasse von Hormus auch danach mehrere gegenseitige Angriffe.

Kuwait erneut unter Beschuss

Die Revolutionsgarden gaben am frühen Morgen bekannt, dass man die US-Luftwaffenbasis attackiert habe, von der aus das US-Militär auf ein Gebiet nahe dem Flughafen von Bandar Abbas gefeuert habe. Der Golfstaat Kuwait meldete Beschuss durch Raketen und Drohnen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Attacken abzuwehren, teilte die Armee des Landes auf der Plattform X mit. Zu möglichen Schäden und Opfern gab es zunächst keine Informationen. Woher der Beschuss erfolgte, war zunächst ebenfalls unklar. Nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen den Iran am 28. Februar feuerte der Iran jedoch schon mehrmals Raketen und Drohnen auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf. Dort unterhält das US-Militär zahlreiche Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind.

USA sanktionieren Behörde zur Kontrolle der Meerenge

Reedereien müssen sich für eine Durchfahrt durch die Strasse von Hormus mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen danach nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt Teheran hohe Gebühren. Das US-Finanzministerium setzte die für das Management und die Gebührenerhebung zuständige Behörde deswegen nun auf die Sanktionsliste. Der Plan, eine Gebühr für die Passage der Meerenge zu erheben, verstosse gegen internationales Recht, erklärte das US-Finanzministerium.

Die Regierung in Washington warnt Reeder vor einer Zusammenarbeit mit der iranischen Behörde, um die Meerenge zu passieren. Dies könne als Unterstützung der Revolutionsgarden aufgefasst und daher ebenfalls mit Sanktionen belegt werden.

Trump unzufrieden mit Verhandlungsstand

Die faktische Blockade der Strasse von Hormus belastet die Weltwirtschaft massiv - und ist für den Iran das Druckmittel schlechthin in den Verhandlungen. US-Präsident Donald Trump sagte in einer Kabinettsitzung, dass niemand die Meerenge kontrollieren werde. Die USA würden darauf achtgeben. Das sei Teil der Verhandlungen. Aus seiner Sicht ist der Verhandlungsstand derzeit noch nicht zufriedenstellend. In der Kabinettsitzung sagte der Republikaner, der Iran sei sehr entschlossen: «Sie wollen unbedingt ein Abkommen schliessen.» Die US-Regierung sei aber noch nicht «zufrieden», sagte Trump. Er erneuerte dabei seine Drohung, man werde entweder einen Deal abschliessen oder weiter kämpfen und «die Sache zu Ende» bringen.

Iranischer Politiker: Halten an roten Linien fest

Der Iran hält jedoch nach Aussagen eines ranghohen Politikers an seinen Kernforderungen fest. Man werde sich durch Trumps Rhetorik nicht von seinen «roten Linien» abbringen lassen, schrieb Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Aussenpolitik des Parlaments, auf der Plattform X. Dazu zählte er das Recht auf Urananreicherung, die Kontrolle über die Strasse von Hormus und die Aufhebung der Sanktionen. Azizi ist - soweit bekannt - nicht direkt in die Verhandlungen mit den USA eingebunden. (dpa)

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