Nahost-Newsblog

Alle Entwicklungen im Nahen Osten bis zum 9. Oktober 2026

Im Nahen Osten herrscht weiter Anspannung. Alle Neuigkeiten und Reaktionen zum Konflikt in unserem Newsblog.

Mehr zum Thema:

21:28 Uhr

Freitag, 9. Oktober

Trump kündigt Deal zu Diesellieferungen aus Russland an

Innenpolitisch hadert der US-Präsident seit langem mit gestiegenen Spritpreisen - insbesondere vor den Kongresswahlen ist der Druck auf ihn hoch. Nun verkündet Trump eine Vereinbarung mit Putin.

Mehr zum Thema:

10:45 Uhr

Freitag, 9. Oktober

Saudi-Arabien: Drei Tote nach Angriffen auf Flughafen in Riad

Nach Angriffen auf den Flughafen in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad hat die Zivilluftfahrtbehörde drei Tote gemeldet. Bei den Attacken vom Donnerstag seien zudem mehrere Personen verletzt worden, hiess es weiter. (dpa)

19:17 Uhr

Donnerstag, 8. Oktober

Trump: Keine Militärschläge gegen Iran bis zu den Zwischenwahlen

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, bis Anfang November keine neuen Militärschläge gegen den Iran anzuordnen. Die USA würden den Iran «zu keinem Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen am 3. November in den Vereinigten Staaten» angreifen, schrieb Trump am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social. «Wir führen ergiebige Gespräche mit der Islamischen Republik Iran.»

Bei Wahlkampfauftritten in den vergangenen Tagen hatte Trump erklärt, er sei zuversichtlich, dass der Krieg in den Tagen vor oder nach der Wahl beendet werden könne. Dabei liess er allerdings offen, ob die USA wieder umfassende Militäroperationen gegen den Iran aufnehmen könnten.

Das US-Militär verlegt weitere Kräfte in den Nahen Osten. Regierungsvertreter erklärten, der Flugzeugträger «Theodore Roosevelt» könne dort zusammen mit weiteren Schiffen und Tausenden Militärangehörigen bereits Ende Oktober eintreffen. Die beiden anderen US-Flugzeugträger in der Region sind die «George Washington» und die «George H.W. Bush». Letztere war allerdings vor einigen Tagen einen Hafen in Thailand angelaufen. (dpa)

15:20 Uhr

Donnerstag, 8. Oktober

Erneuter Huthi-Beschuss auf Saudi-Arabien

Die Huthi-Miliz aus dem Jemen hat erneut einen Angriff auf den Flughafen in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad für sich reklamiert. Der Militärsprecher der Huthi, Jahja al-Sari, erklärte, die Miliz habe eine ballistische Rakete auf den Flughafen King Chalid in Riad abgefeuert.

Nach Angaben aus Saudi-Arabien wurden mehrere Geschosse abgewehrt. Zwei auf Riad abgefeuerte Raketen und eine weitere auf Chamis Muschait im Südwesten des Landes seien abgefangen worden, teilte der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, mit. Zu Schäden oder Opfern wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Augenzeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur von vier aufeinanderfolgenden Explosionen in Riad. Aus saudischen Sicherheitskreisen hiess es, es seien Trümmer abgefangener Raketen auf ein Terminalgebäude des Flughafens gefallen. (dpa)

06:48 Uhr

Donnerstag, 8. Oktober

Bericht: Angriff auf Schiff mitten im Persischen Golf

Im Persischen Golf ist ein Tanker rund 90 Kilometer nördlich des Golfemirats Katar unter Beschuss geraten. Das berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) am Abend auf der Plattform X unter Berufung auf eine überprüfte Quelle. Das Schiff wurde demnach rund 90 Kilometer nördlich der Stadt Madinat asch-Schamal von mehreren Geschossen getroffen. Es seien Opfer gemeldet worden. Ob es sich bei ihnen um Tote oder Verletzte handelte, wurde nicht mitgeteilt. Zuletzt hatte UKMTO wieder vermehrt Beschuss auf Schiffe in der Strasse von Hormus gemeldet, der Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Ein solcher Vorfall mitten im Persischen Golf gilt als ungewöhnlich. (dpa)

06:46 Uhr

Donnerstag, 8. Oktober

Saudi-Arabien: 82 Ziele der Huthi-Miliz im Jemen angegriffen

Saudi-Arabien hat die Huthi-Miliz für Angriffe auf Flughäfen im Land verantwortlich gemacht und Vergeltung geübt. Die Streitkräfte der Koalition hätten eine umfassende Operation gestartet und 82 militärische Ziele der Huthi-Miliz im Jemen in den Provinzen Saada, Marib, Al-Dschauf und Al-Hudaida zerstört, teilte der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, mit. Zu den Zielen hätten Raketenstellungen, Kommandozentralen, Raketen- und Waffenlager gezählt. Zuvor hatte Saudi-Arabien mitgeteilt, drei Menschen seien bei Angriffen auf Flughäfen des Landes getötet worden. Demnach waren die Flughäfen Riad sowie Abha im Südwesten des Königreichs Ziel von zwei separaten Angriffen am Dienstag und Mittwoch. (dpa)

21:08 Uhr

Mittwoch, 7. Oktober

Drei Tote bei Angriffen auf Flughäfen in Saudi-Arabien

Bei Angriffen auf zwei Flughäfen in Saudi-Arabien sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Vertreter der Luftfahrtbehörde des Landes teilten mit, am Flughafen von Abha seien ein marokkanischer sowie ein algerischer Staatsbürger ums Leben gekommen. 28 weitere Menschen seien verletzt worden. Beim Angriff auf den Flughafen der Hauptstadt Riad sei ein sudanesischer Staatsangehöriger ums Leben gekommen, und acht Menschen seien verletzt worden.

Die Behörden machten zunächst keine Angaben dazu, wer für die Angriffe auf die Flughäfen verantwortlich war. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hatte zuvor jedoch erklärt, sie habe Attacken auf beide Flughäfen verübt. Laut der Flugtracking-Seite Flightradar24 war der Flugverkehr am King Khalid International Airport in Riad vorübergehend gestört. (dpa)

12:47 Uhr

Mittwoch, 7. Oktober

Palästinenser: Siedler greifen Dorf an – ein Toter

Radikale Siedler und israelische Soldaten haben nach palästinensischen Angaben im Westjordanland ein Dorf nahe Nablus angegriffen. Dabei sei ein 44-jähriger Palästinenser getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Nach Angaben des palästinensischen Rettungsdienstes Roter Halbmond starb er an einer Schussverletzung. Laut dem Ministerium wurden 16 Palästinenser in Burka verletzt, darunter einer schwer. Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes wurden nach Angaben des Roten Halbmondes zudem von den Soldaten angegriffen. Die israelische Armee äusserte sich auf Nachfrage zunächst nicht. (dpa)

11:42 Uhr

Mittwoch, 7. Oktober

Israel erinnert an Hamas-Massaker - Rufe nach Untersuchung

Drei Jahre nach dem Massaker der Hamas im Süden Israels hat das Land der Opfer des Terrorangriffs gedacht. Präsident Izchak Herzog entzündete um 6.29 Uhr Ortszeit in seiner Residenz in Jerusalem eine Kerze in Erinnerung an die Toten und Verletzten. Um diese Zeit begann am 7. Oktober 2023 der Überfall, bei dem rund 1200 Menschen getötet wurden. «Drei Jahre seit diesem schrecklichen Morgen, drei Jahre Schmerz, Verlust und Erinnerung, die nicht ausgelöscht wird», schrieb er auf der Plattform X.

In mehreren Städten forderten Demonstranten eine staatliche Untersuchungskommission zu dem Überfall. Kritiker werfen Netanjahu und seiner Koalition vor, keine persönliche Verantwortung für das politische und militärische Versagen während des Hamas-Terrorüberfalls zu übernehmen. Der Gedenktag fällt zudem in die heisse Phase des Wahlkampfs: In drei Wochen wählen die Israelis erstmals seit dem Massaker wieder ein Parlament. Laut Meinungsumfragen können bei der wegweisenden Wahl weder das Lager von Netanjahu noch das seiner Gegner mit einer absoluten Mehrheit rechnen. (dpa)

12:46 Uhr

Mittwoch, 7. Oktober

Hamas lobt Terrorangriff auf Israel als Beispiel für Heldentum

Die militant-islamistische Hamas hat den Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 in einer Mitteilung zum Jahrestag der Massaker gelobt. Die Attacke sei ein Beispiel für «Heldentum, Standhaftigkeit und nationale Solidarität». Sie habe die Sache der Palästinenser wieder in den Mittelpunkt der weltweiten Aufmerksamkeit gerückt. «Der Konflikt mit dem Feind begann nicht an diesem Tag, ebenso wenig sind seine letzten Kapitel bereits geschrieben», erklärte die Hamas. (dpa)

11:05 Uhr

Mittwoch, 7. Oktober

Von der Leyen: «Grausamkeit darf sich niemals wiederholen»

Am Jahrestag des Überfalls der islamistischen Terrororganisation Hamas am 7. Oktober 2023 betonen die EU-Spitzen ihre Solidarität mit Israel. «Die EU steht all jenen zur Seite, deren Leben sich durch diesen Tag für immer verändert hat», schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf der Plattform X. «Die unbeschreibliche Grausamkeit und der Terror des 7. Oktober dürfen sich niemals wiederholen.» Die EU sei weiterhin bereit, dazu beizutragen, dass aus dem derzeitigen fragilen Waffenstillstand ein dauerhafter Frieden auf der Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung werde.

EU-Ratspräsident António Costa schrieb: «Nichts kann solchen Terror rechtfertigen, und so etwas darf sich niemals wiederholen.» Weiter sagte der Portugiese, «die EU wird stets das Recht Israels auf ein Leben in Frieden und Sicherheit verteidigen». «Manche Tage bleiben für immer im Gedächtnis» «Das Europäische Parlament gedenkt der Opfer dieses Tages des Grauens und bekräftigt erneut sein Engagement dafür, den Terrorismus zu beenden, einen Weg zum Frieden zu finden und seine Anstrengungen zur Bekämpfung des uralten Übels des Antisemitismus zu verstärken», hiess es von EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola. (dpa)

11:00 Uhr

Mittwoch, 7. Oktober

Hisbollah rechtfertigt Terrorüberfall vom 7. Oktober

Die libanesische Hisbollah hat den Terrorüberfall auf Israel vor drei Jahren erneut verteidigt. In einer Erklärung zum dritten Jahrestag des 7. Oktobers bezeichnete sie den Angriff palästinensischer Extremisten als «mutigen und gerechtfertigten Akt des Widerstandes». Die Attacke habe sich gegen einen von arabischen Regierungen geförderten «defätistischen Normalisierungsprozess» mit Israel gerichtet. (dpa)

10:58 Uhr

Mittwoch, 7. Oktober

Israel hat seit dem Hamas-Massaker 100.000 Ziele angegriffen

Seit dem Hamas-Überfall im Süden Israels vor drei Jahren haben die israelischen Streitkräfte nach eigenen Angaben rund 100'000 Ziele in der Region angegriffen. Davon seien 65'000 im Gazastreifen gewesen, 28'000 im Libanon und in Syrien sowie 4500 in Iran, berichtete das israelische Radio unter Berufung auf das Militär. 970 israelische Soldaten seien in den vergangenen drei Jahren im Dienst getötet worden.

Bei dem Überfall am 7. Oktober 2023 wurden rund 1200 Menschen getötet und 251 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Nach israelischen Angaben kamen damals rund 6000 Terroristen der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppierungen nach Israel. Bei dem auf den Überfall folgenden Krieg wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74'000 Palästinenser getötet. (dpa)

07:08 Uhr

Mittwoch, 7. Oktober

Drei Jahre nach dem Hamas-Massaker

Am 7. Oktober 2023 überfielen Terroristen der Hamas und anderer Gruppierungen Israel und töteten und entführten 251 Menschen. Das Massaker löste den Krieg im Gazastreifen aus. (dpa)

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07:05 Uhr

Mittwoch, 7. Oktober

Drei mutmassliche iranische Spione in London vor Gericht

Drei Männer stehen in London wegen mutmasslicher Spionage für den Iran vor Gericht. Sie sollen Journalisten eines regierungskritischen persischsprachigen Senders ausgespäht und einen Angriff auf mindestens eines ihrer Ziele geplant haben. Die drei Männer im Alter von 41, 46 und 57 Jahren sollen zwischen August 2024 und März 2025 Aktivitäten ausgeführt haben, die wahrscheinlich dem iranischen Auslandsgeheimdienst zugutegekommen sind. Alle drei haben auf nicht schuldig plädiert.

Staatsanwalt Bill Emlyn Jones sagte vor dem Gericht in Woolwich, der in London ansässige Sender Iran International sei wegen seiner Kritik an der iranischen Führung besonders ins Visier geraten. Die Angeklagten hätten die Journalisten Modschtaba Purmohsen und Kambis Hosseini sowie Jonathan Turner, ein Gründungsmitglied der Organisation UK Lawyers for Israel, ausgespäht. Ihr Ziel sei gewesen, einen oder mehrere der Betroffenen schwerer Gewalt auszusetzen, um sie für ihre Kritik zu bestrafen und andere abzuschrecken. Nach Angaben der Anklage wussten die Männer unter anderem über die Farbe und das Modell von Hosseinis Auto sowie den Namen seines Hundes Bescheid. Nachrichten, die vor Gericht verlesen wurden, sollen zudem zeigen, dass einer der Männer einem Kontakt für 150.000 Pfund (etwa 173.000 Euro) angeboten habe, ein Ziel «auszuschalten». Die beiden anderen Verdächtigen sollen bei der Planung eines Angriffs geholfen haben. (dpa)

07:03 Uhr

Mittwoch, 7. Oktober

Militär: Huthi-Miliz greift Saudi-Arabien mit ballistischen Raketen an

Saudi-Arabien hat nach Militärangaben einen Raketenangriff der jemenitischen Huthi-Miliz abgewehrt. Nördlich der Hauptstadt Riad sei eine von den Huthi abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen und zerstört worden, teilte Turki al-Maliki mit, der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, das im Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft. Die Koalition habe die Abschussplattform mit Hilfe ihrer Nachrichtendienste bei der jemenitischen Hauptstadt Sanaa entdeckt und werde sie zerstören. Der Sprecher machte keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten.

Zuvor hatte er mitgeteilt, dass eine von der Huthi-Miliz in Richtung der im Süden des Landes gelegenen Stadt Chamis Muschait abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen und zerstört worden sei. Er fügte hinzu, in Sanaa sowie den Provinzen Saada und Amran befänden sich die Ausgangspunkte der Raketenbedrohungen durch die Huthi-Miliz. Die Koalition werde weiterhin Raketen unschädlich machen und deren Abschussstellen zerstören. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz beschiesst im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. (dpa)

21:55 Uhr

Dienstag, 6. Oktober

AFP-Fotoreporter berichtet von Angriff durch israelische Siedler

Ein palästinensischer Fotoreporter der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) ist nach eigenen Angaben von israelischen Siedlern im Westjordanland angegriffen worden. Dschaafar Aschtijeh berichtete, er habe die Olivenernte im Dorf Akraba gefilmt, als er Schüsse durch Siedler gehört habe. Die Siedler hätten ihn umzingelt und seine Kamera weggenommen, als er den Angriff filmte. Sie hätten ihn auch geschlagen. Wegen seiner Verletzungen habe er ins Krankenhaus gehen müssen.

Der Auslandspresseverband, der internationale Medien in Israel, dem Gazastreifen und Westjordanland vertritt, rief Israel zu einer Untersuchung auf. In der Gegend anwesende Soldaten hätten den Angriff nicht verhindert, teilte der Verband mit.

Nach Angaben der Palästinensischen Autonomiebehörde schossen Siedler in dem Gebiet südlich der Stadt Nablus einen Mann ins Bein. Zudem seien zwei weitere Personen heftig verprügelt worden.

Das israelische Militär kommentierte die Berichte zunächst nicht. (dpa)

15:43 Uhr

Dienstag, 6. Oktober

Huthi-Miliz greift Flughäfen in Saudi-Arabien an

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben drei Flughäfen im benachbarten Saudi-Arabien mit Raketen angegriffen. Nach Darstellung eines Militärsprechers feuerte sie eine ballistische Rakete auf den internationalen Flughafen in Abha ab. Der Flugbetrieb soll daraufhin unterbrochen worden sein. Die saudischen Behörden haben den Angriff bislang nicht bestätigt.

Dagegen teilte die saudi-arabische Luftfahrbehörde mit, dass am Montag die beiden Flughäfen in Nadschran und Dschisan getroffen wurden. Drei Menschen seien leicht verletzt worden. Es sei Sachschaden entstanden. (dpa)

14:43 Uhr

Dienstag, 6. Oktober

Klinik: Zwei Tote bei israelischen Luftangriffen auf Gaza

Bei zwei israelischen Luftangriffen auf die grösste Stadt des Gazastreifens sind nach Angaben des Schifa-Krankenhauses zwei Menschen getötet und mindestens ein Mensch schwer verletzt worden. Das israelische Militär teilte mit, beide Angriffe hätten Extremisten gegolten. Ein Angriff ereignete sich in der Nähe eines Stadtparks, der in einem dicht besiedelten Teil von Gaza liegt. (dpa)

12:03 Uhr

Dienstag, 6. Oktober

Ranghöchster Hamas-Führer in Gaza überlebt Angriff

Der nach israelischen Angaben ranghöchste Hamas-Führer im Gazastreifen hat einen Luftangriff der Streitkräfte am Samstag überlebt. Das Militär bestätigte entsprechende Medienberichte auf Nachfrage. Bei Ali al-Omari soll es sich laut dem israelischen Sender Kan um einen führenden Kandidaten für die geplante geheime Wahl eines Hamas-Führers im Gazastreifen handeln. Laut der Armee ist er der stellvertretende Vorsitzende des Politbüros der Hamas in Gaza. (dpa)

01:53 Uhr

Dienstag, 6. Oktober

Tanker in der Strasse von Hormus von Geschoss getroffen

Ein Tanker ist in der Strasse von Hormus von einem «unbekannten Geschoss» getroffen worden. Dabei brach im Maschinenraum ein Feuer aus, wie das britische Militär am Montag mitteilte. Berichte über Verletzte oder Umweltschäden gab es zunächst nicht. Die Behörden untersuchten den Vorfall. Nach Angaben der britischen Seehandelsaufsicht (UKMTO) bekannte sich zunächst niemand zu dem Angriff.

UKMTO berichtete zudem, dass ein nicht identifizierter Tanker in der Meerenge von den iranischen Revolutionsgarden aufgefordert worden sei, umzukehren oder andernfalls einen Angriff zu riskieren. Ausserdem seien am Wochenende zwei Rohöltanker und ein Tanker für Flüssiggas von «unbekannten Geschossen» getroffen worden. Dabei sei ebenfalls niemand verletzt worden.

US-Bemühungen, Öltanker nachts durch die Meerenge zu eskortieren, sowie Pipelines, die die Strasse von Hormus umgehen, haben es den Golfstaaten ermöglicht, Öl nahezu wieder auf dem Niveau vor dem Krieg zu exportieren. Der Schiffsverkehr insgesamt liegt jedoch weiterhin deutlich unter dem Vorkriegsniveau. Das gilt auch für den Transport von Flüssigerdgas und Treibstoffprodukten. (dpa)

01:44 Uhr

Dienstag, 6. Oktober

Iran richtet zwei Männer nach regierungskritischen Protesten hin

Der Iran hat nach Angaben der justiznahen Nachrichtenagentur Misan zwei Männer im Zusammenhang mit regierungskritischen Protesten im Januar in der Stadt Isfahan hingerichtet. Bei den Unruhen waren vier Polizisten getötet worden. Nach Angaben der Agentur griff eine Gruppe von Angreifern am 8. Januar Polizisten mit Schusswaffen, Messern, Äxten, Brandbomben und anderen brennbaren Materialien an. Zudem hätten sie Eigentum beschädigt sowie Gebäude und öffentliche Einrichtungen in Brand gesetzt.

Misan identifizierte die Männer als Aliresa Sepahi und Aliresa Raisi. Unter Berufung auf Augenzeugen berichtete die Nachrichtenagentur, Aliresa Sepahi und sein Cousin Abolfasl Sepahi hätten Polizisten angegriffen. Aliresa Sepahi habe dabei einen Polizisten mit Benzin übergossen und angezündet, obwohl dieser noch lebte. Sein Cousin Abolfasl Sepahi wurde bereits am 28. Juli hingerichtet.

Im Zusammenhang mit den Unruhen im Januar hat der Iran mehrere weitere Hinrichtungen vollstreckt. Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Hinrichtungen von Demonstranten. Sie erklärten, die Verurteilungen seien häufig in unfairen Gerichtsverfahren zustande gekommen. (dpa)

20:05 Uhr

Montag, 5. Oktober

Berichte: Regierungstruppen erobern Städte im Jemen zurück

Von der von Saudi-Arabien geführten Koalition im jemenitischen Bürgerkrieg unterstützte Regierungstruppen sollen mehrere Gebiete um die Meerenge Bab al-Mandab von der Huthi-Miliz zurückerobert haben. Das wurde der Nachrichtenagentur AP am Montag aus Kreisen der international anerkannten Regierung des Jemens mitgeteilt, die von der Koalition im Kampf gegen die mit dem Iran verbündete Miliz unterstützt wird.

Demnach nahmen die Truppen die Stadt Dhuhab nördlich der Meerenge sowie die Städte Bab und Hadeid wieder ein. Zeugen berichteten, sie hätten gesehen, wie Panzer der Regierung in den Städten eingerückt seien. (dpa)

14:37 Uhr

Montag, 5. Oktober

Heftige Angriffe auf Huthi-Miliz im Jemen

Im wieder entflammten Bürgerkrieg im Jemen haben Truppen der international anerkannten Regierung eine Grossoffensive gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz begonnen. Die Angriffe richteten sich unter anderem gegen Gebiete am Roten Meer, die die Huthi zuletzt erobert hatten, sowie auf Ziele in der Hauptstadt Sanaa, wie ein Militärsprecher am Montag mitteilte. Das Medienbüro der Huthi bestätigte mehrere Luftangriffe auf ihre Gebiete.

Ziel der Operation sei eine Wiederherstellung der staatlichen Institutionen sowie eine Rückeroberung der von den Huthi seit Jahren besetzten Hauptstadt, schrieb Raschad al-Alimi, der Vorsitzende von Jemens Präsidialem Führungsrat, auf X. Das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis auf Seiten seiner Regierung meldete die Zerstörung von Hunderten Huthi-Zielen. Die Koalition schütze die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer aus der Luft, mehr als 100 Kampfflugzeuge seien im Einsatz, sagte Sprecher Turki al-Maliki. (dpa)

11:05 Uhr

Montag, 5. Oktober

Huthi-Miliz im Jemen rückt auf Provinzhauptstadt Tais vor

Im wieder entflammten Bürgerkrieg im Jemen zeichnet sich eine erbitterte Schlacht um die strategisch wichtige Provinzhauptstadt Tais an. Nachdem die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz am Sonntag Turba an der wichtigen Route zwischen der Hafenstadt Aden und Tais erobert hatte, rückten ihre Kämpfer am Montag weiter vor. Sie dürften auf heftigen Widerstand stossen, nachdem die Regierung eine Grossoffensive gegen die Huthi mit Unterstützung eines von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses angekündigt hatte. Der Sprecher des Bündnisses sagte, man werde den Kampf gegen die Miliz unterstützen, bis die Huthi eliminiert seien.

Zuvor hatten die Huthi bereits mehrere Orte rund um Tais unter ihre Kontrolle gebracht. Mit dem jüngsten Vormarsch könnten sie die drittgrösste Stadt des Landes umzingeln und auch die Nachschubrouten der Regierungstruppen behindern, wie die Denkfabrik Institute for the Study of War mitteilte. Die Einnahme von Turba durch die Rebellen werde die Fähigkeit der Regierungstruppen, ihre Frontstellungen in der gesamten Provinz Tais und der gleichnamigen Hauptstadt zu verstärken und zu versorgen voraussichtlich erheblich einschränken, hiess es von dem Institut. (dpa)

07:31 Uhr

Montag, 5. Oktober

Tanker meldet Explosionen nahe der Meerenge Bab al-Mandab

Nach Angaben des britischen Militärs hat ein Tanker Explosionen «in unmittelbarer Nähe» der Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen gemeldet. Die britische Seehandelsaufsicht (UKMTO) teilte mit, dass die Besatzung den Angaben zufolge in Sicherheit sei. Die Behörden ermittelten nach den Explosionen, die sich rund 60 Seemeilen südlich der jemenitischen Hafenstadt Mokka ereigneten. Der Name des Tankers wurde nicht bekannt gegeben.

Das unter Aufsicht der US-Marine stehende Gemeinsame Maritime Informationszentrum (JMIC) stuft die Bedrohungslage in der Region als erheblich ein. Hintergrund ist, dass die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im September Land in der Nähe der Meerenge besetzt haben. Die Rebellen erklären, dass sie Schiffe mit Bezug zu Saudi-Arabien ins Visier nehmen. (dpa)

17:37 Uhr

Sonntag, 4. Oktober

Gedenken an Terrorangriff: Israels Fussballer tragen Armbinden

Israels Fussball-Nationalmannschaft wird am Sonntagabend im Nations-League-Spiel gegen Irland in Gedenken an die Opfer des Terrorangriffs am 7. Oktober 2023 mit schwarzen Armbinden auflaufen. Die UEFA habe einem entsprechenden Antrag zugestimmt, teilte der israelische Fussballverband mit.

Im Hinspiel (3:0 für Irland) am vergangenen Sonntag hatten die Iren eine Armbinde getragen, um gegen den Krieg im Gazastreifen zu protestieren. Die Begegnung ist erneut politisch aufgeladen. Die Republik Irland gehört seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Oktober 2023 zu den europäischen Ländern, die besonders deutlich ihre Unterstützung für die Palästinenser zum Ausdruck gebracht haben. Wegen des militärischen Vorgehen Israels im Gazastreifen als Reaktion auf den Überfall der Hamas hatte es in Irland im Vorfeld Forderungen nach einem Boykott gegeben.

Beim Hinspiel in Ungarn hatten die Spieler auf die üblichen Gesten der Fairness verzichtet. Die Iren neigten etwa ihre Köpfe beim Abspielen der israelischen Hymne. Israelische Behörden verurteilten die Handlungen. Die Partie am Abend (20.45 Uhr) findet erneut auf neutralem Platz statt, diesmal im serbischen Backa Topola. (dpa)

16:04 Uhr

Sonntag, 4. Oktober

Huthi-Miliz meldet Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben zwei Standorte des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco in Riad und Churais mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Eine unabhängige Bestätigung der Angriffe gibt es bislang nicht.

Die Huthi bezeichneten die Attacken als Vergeltung für Luftangriffe auf Sanaa sowie die Provinzen Saada, Tais und Amran, die das von Saudi-Arabien unterstützte jemenitische Militär für sich reklamierte.

Im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs greift die Huthi-Miliz wieder verstärkt Ziele in Saudi-Arabien an. Zuletzt setzten Angriffe auf Ölanlagen und eine wichtige Pipeline Riad unter Druck. Zudem versuchen die Huthi, saudische Öltanker an der Durchfahrt durch die Meerenge Bab al-Mandab zu hindern, um die Exporte nach Asien zu erschweren. (dpa)

14:53 Uhr

Sonntag, 4. Oktober

Jemens Regierung kündigt Grossoffensive gegen Huthi-Miliz an

Die international anerkannte Regierung des Jemens beginnt eine umfassende Militäroperation gegen die Huthi-Miliz. Nach Angaben von Raschad al-Alimi, Mitglied des Präsidialen Führungsrats, erstrecken sich die geplanten Einsätze auf alle aktiven Frontlinien im Land. Ziel der Offensive sei die Rückeroberung sämtlicher Regionen, die sich derzeit unter der Kontrolle der Miliz befinden. Seine Ankündigung verbreitete der regierungsnahe Fernsehsender Yemen TV.

Al-Alimi sagte weiter, er habe die Armee, die Sicherheitsbehörden und alle militärischen Verbände angewiesen, mit der Ausführung ihrer Missionen zu beginnen, «bis das Land aus dem Griff der Huthi-Miliz befreit ist». Er warf den vom Iran unterstützten Huthi vor, auf Deeskalationsbemühungen mit weiterer Mobilisierung und Eskalation zu reagieren und gleichzeitig ihre Angriffe und Drohungen gegen Zivilisten, nationale Einrichtungen, Nachbarländer und globale Schifffahrtsrouten auszuweiten.

Seit Wochen liefern sich die verfeindeten Lager im Jemen wieder schwere Gefechte. Im September hatte die Huthi-Miliz in einer Blitzoffensive die gesamte Rotmeerküste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht und sich damit auch Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab verschafft. (dpa)

14:15 Uhr

Sonntag, 4. Oktober

Iran plant schnellere und weitreichendere Raketen

Der Iran muss nach den Worten von Armeesprecher Amir Akraminia die Reichweite und Geschwindigkeit seiner Raketen vergrössern. Der Sprecher begründete dies nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars damit, dass gegnerische Kräfte inzwischen bis zu 1000 Kilometer von der iranischen Küste entfernt operierten.

Dieser Radius deckt die wesentlichen geopolitischen Brennpunkte des Nahen Ostens, der Golfregion, des Kaukasus und Teile Zentralasiens ab. Sämtliche US-Militärstützpunkte im Golfraum liegen innerhalb dieser Distanz. Die gesamte Ost- und Zentraltürkei liegt innerhalb des Radius, einschliesslich Nato-Stützpunkt Incirlik.

Zum Raketenarsenal des Irans zählen auch Mittelstreckenraketen mit Reichweiten von 1500 bis 2000 Kilometer. Diese erreichen Südost- und Mitteleuropa, also Griechenland, Bulgarien, Rumänien und Teile Süditaliens.

Die Führung in Teheran beschränkt die Reichweite seiner ballistischen Raketen nach eigenen Angaben auf offiziell 2000 Kilometer. Diese Distanz deckt unter anderem das gesamte Staatsgebiet Israels ab. (dpa)

13:57 Uhr

Sonntag, 4. Oktober

Jemen – Huthi-Rebellen berichten über nächtliche Angriffe auf Sanaa

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben feindliche Angriffe auf die Hauptstadt Sanaa gemeldet. Die Angriffe seien gegen Mitternacht erfolgt, teilte das Medienbüro der Huthi am Sonntag mit. Es nannte keine Einzelheiten und machte Saudi-Arabien für die Attacke verantwortlich. Beweise führten die Huthi nicht an. Saudi-Arabien äusserte sich nicht.

Zu den Angriffen bekannte sich indessen das von Saudi-Arabien unterstützte Militär der jemenitischen Regierung. Sein Sprecher Madsched al-Nasili sagte, die Streitkräfte hätten «wichtige Ziele» in Sanaa sowie in der Provinz Saada nahe der Grenze zu Saudi-Arabien angegriffen.

Die schiitischen Huthi bekriegen die jemenitische Regierung seit 2014 und haben in den vergangenen Wochen die strategisch wichtige Stadt Mokka am Roten Meer und Inseln in der Meerenge Bab al-Mandab erobert. Ausserdem verstärkten sie ihre Angriffe über die Grenze nach Saudi-Arabien, attackierten dessen Ölanlagen und hinderten Tanker daran, Bab al-Mandab zu passieren, durch die rund zwölf Prozent des Welthandels laufen. (dpa)

12:18 Uhr

Sonntag, 4. Oktober

Spital meldet einen Toten nach israelischem Angriff im Gazastreifen

Bei einem israelischen Angriff auf ein Zivilfahrzeug im Gazastreifen ist nach palästinensischen Angaben ein Mensch getötet worden. Die Attacke am Sonntagmorgen habe mindestens elf weitere Menschen verletzt, teilte das Al-Aksa-Märtyrer-Krankenhaus mit, in das die Opfer gebracht wurden. Das israelische Militär erklärte, es habe bei dem Angriff einen bekannten Kämpfer der militant-islamistischen Palästinenserorganisation Hamas ins Visier genommen.

Palästinenser im Gazastreifen berichten, Israel beschiesse seit einem Monat wieder häufiger Ziele im gesamten Gebiet und fliege mehr Luftangriffe. Israel erklärt, es greife Hamas-Kämpfer und andere Extremisten an, von denen Gefahr ausgehe. Zudem reagiere es auf Verstösse gegen die Waffenruhe, darunter vereinzelte Angriffe.

Das Gesundheitsministerium im Gazastreifen hat seit Beginn der Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel vor fast einem Jahr mindestens 1445 Palästinenser gezählt, die bei israelischen Angriffen starben. UN-Organisationen und unabhängige Experten halten die Zahlen im Allgemeinen für zuverlässig. Das von der Hamas kontrollierte Ministerium schlüsselt allerdings nicht auf, wie viele Zivilisten und Kämpfer unter den Toten sind. Seit der Waffenruhe starben im Gazastreifen sieben israelische Soldaten. (dpa)

22:15 Uhr

Samstag, 3. Oktober

Bericht: Tote bei israelischem Luftangriff auf Gaza

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mindestens fünf Menschen getötet worden. Laut medizinischen Quellen im Schifa-Krankenhaus wurden bei dem Angriff auf eine Wohnung in einem Haus im Westen der Stadt Gaza mindestens fünf weitere Menschen teils schwer verletzt. Unter den Trümmern werde nach weiteren möglichen Opfern gesucht.

Der Militärkorrespondent des israelischen Senders Kan, Itay Blumental, berichtete auf der Plattform X, israelische Streitkräfte hätten ein hochrangiges Mitglied der islamistischen Hamas gezielt angegriffen. Nach Angaben des Reporters soll Ali al-Omari ein führender Kandidat für die geplante geheime Wahl eines Hamas-Führers im Gazastreifen sein. Unklar bleibe, ob al-Omari den Attentatsversuch überlebt habe. Die israelische Armee bestätigte am Abend den Angriff. Es werde derzeit noch geprüft, ob al-Omari getötet wurde, hiess es. (dpa)

07:16 Uhr

Samstag, 3. Oktober

Rohöltanker vor der Küste des Oman angegriffen

Ein Rohöltanker ist einem Bericht zufolge in der Strasse von Hormus unter Beschuss geraten. Das Schiff sei auf der Backbordseite von einem unbekannten Projektil getroffen worden, berichtete die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf den Kapitän. Die Besatzung des Schiffes soll sich demnach in Sicherheit befinden. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge nahe der nördlichen Spitze des Oman, wo die Enklave Musandam in die Meerenge hineinragt. Das Schiff befand sich zu dem Zeitpunkt weniger als acht Kilometer von der Küste entfernt. (dpa)

18:22 Uhr

Freitag, 2. Oktober

Zwei Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Bei zwei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind am Freitag nach palästinensischen Angaben zwei Menschen getötet worden. Mindestens eine weitere Person sei verletzt worden, teilten das Schifa-Krankenhaus und der Palästinensische Rote Halbmond mit. (dpa)

13:17 Uhr

Freitag, 2. Oktober

Israels Oberstes Gericht erlaubt arabischen Parteien Wahlteilnahme

Israels Oberstes Gericht hat entschieden, dass die arabischen Parteien bei der Parlamentswahl Ende Oktober antreten dürfen. Der Beschluss des Gremiums habe die Voraussetzungen für einen Ausschluss der Parteien nicht erfüllt, urteilten die Richter. Zuvor hatte das Komitee mit 18 zu 5 Stimmen gegen die von Mansur Abbas geführte konservativ-islamische Raam-Partei sowie gegen die gemeinsame Liste von Chadasch, Taal und Balad gestimmt.

Der Vorwurf in Anträgen gegen die Teilnahme der Parteien lautete unter anderem, sie unterstützten den bewaffneten Kampf gegen Israel. Die Vereinigte Liste verurteilte die Entscheidung als «politisch, rassistisch und anti-demokratisch». Es galt bereits als wahrscheinlich, dass das Gericht die Entscheidung wieder aufhebt.

Anders als im Fall der arabischen Parteien beschloss das Zentrale Wahlkomitee nicht, auch die rechtsextreme jüdische Partei Ozma Jehudit des Polizeiministers Itamar Ben-Gvir von der Teilnahme an der Wahl auszuschliessen. (dpa)

07:12 Uhr

Freitag, 2. Oktober

Pro-Palästina-Proteste mit Tennisbällen bei Irland-Spiel

Das Nations-League-Spiel von Irland gegen Österreich ist wegen Pro-Palästina-Protesten unterbrochen worden. In der 20. Minute flogen Tennisbälle auf den Rasen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Press Association bekannte sich die Kampagnengruppe «Stop the Game» zu der Tennisball-Aktion. Die Bälle wurden mit Aufklebern in den Farben der palästinensischen Flagge und der Aufschrift «#StopTheGame» auf den Platz geworfen.

Nach einer vierminütigen Unterbrechung wurde die Begegnung fortgesetzt. Einige Minuten später stürmte zudem ein Flitzer mit einer palästinensischen Flagge das Feld, ehe er von Sicherheitskräften gestoppt wurde.

Vor dem Spiel in Dublin versammelten sich Demonstranten, um gegen Israels Rolle im Gazastreifen zu protestieren. Eine kleine Gruppe von Aktivisten der Initiative «Stop the Game» protestierte in der Nähe des Stadions. Sie zeigte eine palästinensische Flagge und Transparente zur Unterstützung des irischen Torwarts Gavin Bazunu, der beschlossen hatte, beide Nations-League-Spiele gegen Israel zu boykottieren. Die Partie zwischen Irland und Österreich endete 2:2. (dpa)

20:18 Uhr

Donnerstag, 1. Oktober

Trump: «Irans Hormus-Angebot war unzureichend»

US-Präsident Donald Trump hat das jüngste Angebot des Irans zur Öffnung der Strasse von Hormus als unzureichend bezeichnet. Er werde heute keine iranischen Vorschläge akzeptieren, denen er bereits vor einem Jahr nicht zugestimmt hätte, sagte Trump in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview des «Time»-Magazins.

Es sei möglich, dass die USA ihre Bombardierung des Irans nach den US-Zwischenwahlen am 3. November wieder aufnähmen, betonte der US-Präsident. Einzelheiten zu möglichen neuen Angriffen oder Zielen nannte er dabei nicht. (dpa)

10:08 Uhr

Donnerstag, 1. Oktober

Iran begrüsst US-Truppenabzug aus dem Irak

Irans Revolutionsgarden haben den US-Truppenabzug aus dem Irak begrüsst. Er sei «ein grosses, bedeutungsvolles historisches Ereignis und eine gewaltige Errungenschaft für die Achse des Widerstands», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung der mächtigen Militärorganisation. Aus Sicht der iranischen Streitkräfte beginne damit die «Vertreibung Amerikas» aus der Region und aus dem geografischen Raum der islamischen Gemeinschaft. Nach Angaben des Pentagons vom Mittwoch haben die letzten US-Soldaten den Irak verlassen. Damit endet eine Zeit von teils heftig umstrittenen US-Militäreinsätzen in dem Nachbarland des Irans, mit denen der frühere Machthaber Saddam Hussein gestürzt und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft wurde. (dpa)

07:05 Uhr

Donnerstag, 1. Oktober

Netanyahu und Modi würdigen angegriffenen Piloten als Helden

Nach der Gewalttat auf einem Flug nach Tel Aviv haben Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und der indische Premier Narendra Modi die Furchtlosigkeit des mutmasslich von seinem Kollegen angegriffenen Piloten gewürdigt. «Er ist ein wahrer Held», teilte Netanyahu am Abend auf der Plattform X mit. Trotz schwerer Stichverletzungen habe der indische Flugkapitän Widerstand geleistet, die Cockpittür geöffnet und es Passagieren ermöglicht, den Angreifer zu überwältigen. Modi schrieb auf X, Indien sei stolz auf den Piloten. «Angesichts grösster Gefahr und trotz schwerer Verletzungen bewies er immensen Mut und unerschütterliche Entschlossenheit, das Leben anderer zu schützen», betonte Modi. Mit seinem heldenhaften Einsatz habe er dazu beigetragen, eine grosse Tragödie abzuwenden. Auch Netanyahu betonte, der Pilot habe eine Katastrophe verhindert. (dpa)

13:30 Uhr

Mittwoch, 30. September

«Schwere Katastrophe» verhindert: Was geschah im Cockpit des Flydubai-Flugs?

Nach einer Notlandung in Saudi-Arabien wird laut israelischen Medien geprüft, ob einer der Flydubai-Piloten die Maschine zum Absturz bringen wollte. Offiziell bestätigt ist der Verdacht bisher nicht.

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10:08 Uhr

Mittwoch, 30. September

Irans Armee verspricht Preisgeld für getötete US-Soldaten

Irans Armee hat ein hohes Preisgeld für getötete oder gefangen genommene US-Soldaten in Aussicht gestellt. Wer einen amerikanischen Soldaten, der als Angreifer Irans Staatsgebiet betritt, tötet und dessen Leichnam übergibt oder ihn gefangen nimmt, werde belohnt, sagte Armeesprecher Amir Akraminia in einem Interview am Dienstag. Männer sollen umgerechnet etwa 17'500 Euro erhalten, Frauen 35'000 Euro.

Ende Februar hatten die USA und Israel ihren Krieg gegen den Iran begonnen und das Land massiv aus der Luft bombardiert. Der Konflikt ist bis heute nicht gelöst und Verhandlungen stecken seit Monaten in der Sackgasse. Streit gibt es vor allem um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Strasse von Hormus. Spekulationen gab es immer wieder auch über einen begrenzten Bodeneinsatz des US-Militärs. (dpa)

09.24 Uhr

Mittwoch, 30. September

US-Abzug aus dem Irak stärkt Irans Einfluss und schwächt die Kurden

Die letzten US-Soldaten verlassen das Land nach mehr als 20 Jahren. Für Iraks Regierung und die mit Iran verbündeten Milizen ist das ein Erfolg, für die Kurden geht ein wichtiger Schutz weg. (dpa)

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13:57 Uhr

Dienstag, 29. September

Weiter schwere Gefechte im Jemen

Im südwestlichen Jemen dauern die schweren Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen an. Nach Angaben der Regierungsarmee versuchten die Huthi in der Provinz Lahdsch am Golf von Aden vorzurücken. Dabei seien rund 50 Huthi-Kämpfer und 20 Regierungssoldaten getötet sowie Dutzende Milizionäre verletzt worden. Die Regierungstruppen erklärten zudem, innerhalb von 24 Stunden mehr als 350 Einsätze gegen die Huthi durchgeführt zu haben.

Huthi-Militärsprecher Jahja Sari warf Saudi-Arabien vor, innerhalb von 24 Stunden mehr als 30 Ziele in den Provinzen Tais, Saada und Hudaida bombardiert zu haben. Saudi-Arabien äusserte sich dazu nicht, gab nach mutmasslichen Huthi-Angriffen jedoch eine Warnung für die Grenzprovinz Nadschran heraus.

Die Kämpfe konzentrieren sich auf die Provinzen Lahdsch und Tais sowie das Hochland über der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden seit Beginn der neuen Eskalation mehr als 180'000 Menschen vertrieben. Bereits zuvor waren im Jemen 4,8 Millionen Menschen mindestens einmal auf der Flucht. (dpa)

13:19 Uhr

Dienstag, 29. September

Bericht: Schiff in der Strasse von Hormus unter Beschuss

Ein Schiff ist einem Bericht zufolge in der Strasse von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, wurde es von einem unbekannten Projektil getroffen. Ein Feuer sei ausgebrochen, inzwischen aber gelöscht worden. Die Besatzung sei in Sicherheit und das Schiff weiter auf dem Weg. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Montagabend.

In der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Strasse von Hormus kam es zuletzt regelmässig wieder zu Beschuss. Der Iran blockiert im Konflikt mit den USA mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge weitestgehend. Auch das US-Militär hatte zivile iranische Schiffe attackiert. (dpa)

13:05 Uhr

Dienstag, 29. September

Öllieferungen durch Strasse von Hormus nehmen zu

Die Öllieferungen durch die Strasse von Hormus erholen sich nach Angaben des Datenanbieters Vortexa. Derzeit fliessen wieder 65 bis 70 Prozent der Ölmenge im Vergleich zum Vorkriegsniveau durch die Meerenge. Beim Rohöl und Kondensaten liegt der Wert bei rund 80 Prozent oder durchschnittlich 11,2 Millionen Barrel pro Tag.

Auch der Datenanbieter Kpler berichtet von einer Erholung der Exporte aus dem Nahen Osten. Der Iran hatte die Strasse von Hormus nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar durch Beschuss und Drohungen weitgehend blockiert.

Vortexa führt die steigenden Liefermengen unter anderem auf eine von der US-Marine geschützte Shuttle-Flotte von Tankern sowie auf höhere Ölexporte aus Saudi-Arabien zurück, nachdem die Ost-West-Pipeline geschlossen worden war. (dpa)

12:55 Uhr

Dienstag, 29. September

Iran warnt vor Energieengpässen im Winter

Die iranische Regierung hat die Bevölkerung vor Engpässen bei der Energieversorgung im Winter gewarnt. Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani machte dafür die israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran-Krieg verantwortlich. Dabei seien täglich rund 230 Millionen Kubikmeter Erdgas-Produktionskapazität verloren gegangen, knapp ein Viertel der nationalen Förderung. Etwa 100 Millionen Kubikmeter sollen wiederhergestellt werden.

Bereits vor dem Krieg hatte der Iran zeitweise mit Energieengpässen zu kämpfen. Die Regierung macht dafür auch internationale Sanktionen verantwortlich, die eine Modernisierung der Energieinfrastruktur erschwerten. Besonders in den nördlichen Provinzen rechnet sie erneut mit Versorgungsproblemen. Frühere Engpässe hatten dort bereits Proteste ausgelöst. Dabei verfügt der Iran mit dem gemeinsam mit Katar erschlossenen Gasfeld South Pars über die weltweit grösste bekannte Gasreserve, die rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung deckt. (dpa)

12:44 Uhr

Dienstag, 29. September

Iranischer Rial erreicht neues Rekordtief

Die iranische Währung hat ein neues Rekordtief erreicht. Ein US-Dollar kostete am Dienstag in Teheran mehr als 2,5 Millionen Rial (250'000 Toman). Vor knapp einem Monat war der Rial auf sein vorheriges Rekordtief gesunken – am 2. September kostete ein Dollar 2,2 Millionen Rial.

Seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Krieges gegen die Islamische Republik Ende Februar ist die iranische Währung immer wieder auf neue Rekordtiefs abgestürzt. (rbu/dpa)

10:07 Uhr

Dienstag, 29. September

Iran weist Vorwürfe zu Atomwaffenprogramm zurück

Der Iran hat erneut Vorwürfe zurückgewiesen, kurz vor dem Bau einer Atombombe zu stehen. Die Behauptung, das Land sei nur noch wenige Wochen vom Erwerb einer Atomwaffe entfernt, sei dieselbe «Lüge» wie vor 25 Jahren, sagte der Sprecher der Revolutionsgarden, Hussein Mohebi. Er warf den USA vor, die eigene Bevölkerung zu täuschen.

Israel und die USA hatten ihre Angriffe auf den Iran unter anderem mit dessen Atomprogramm begründet. Israel sieht sich durch das Nuklearprogramm bedroht, während der Iran beteuert, keine Kernwaffen anzustreben. Nach Beginn des Iran-Kriegs untersagte Teheran Inspektionen seiner Atomanlagen, der Verbleib von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran ist seither unklar. Einige Hardliner im Iran fordern inzwischen eine Debatte über den Bau einer Atombombe, während sich die Gespräche zwischen Washington und Teheran inzwischen vor allem um die Strasse von Hormus drehen. (dpa)

09:32 Uhr

Dienstag, 29. September

Iran: Verhandlungen mit USA gehen weiter

Die Verhandlungen mit den USA über die Strasse von Hormus gehen nach Worten des iranischen Aussenministers weiter. In dem festgefahrenen Konflikt versuche aktuell der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte Abbas Araghtschi laut seinem Ministerium in New York.

«Es ist vorgesehen, dass sie (Katar) dieses Thema erneut der amerikanischen Seite vorbringen und anschliessend die endgültige Antwort der amerikanischen Seite über den katarischen Vermittler an uns übermittelt wird», sagte Araghtschi weiter. Eine offizielle Antwort werde am heutigen Dienstag erwartet.

Vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Donald Trump einem iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Strasse von Hormus eine Abfuhr erteilt. Der Iran hatte zuvor Bedingungen gestellt. Laut dem «Wall Street Journal» soll dazugehören, dass die USA ihre Seeblockade aufheben. (dpa)

09:14 Uhr

Dienstag, 29. September

Netanyahu besuchte emiratischen Präsidenten

Nach der Veröffentlichung brisanter Berichte zum Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu den emiratischen Präsidenten besucht. Netanjahu sei am Sonntag auf Einladung von Präsident Mohammed bin Sajid in die Emirate gereist, teilte sein Büro mit. Auch die emiratische Staatsagentur WAM berichtete von dem Treffen in dem Golfstaat.

Es ist das erste Mal, dass eine Reise Netanyahus in die Emirate dort offiziell bestätigt wird. Berichte über solche Besuche gab es aber auch vorher schon. Die Emirate hatten Israel 2020 im Rahmen eines Annäherungsabkommens anerkannt und haben seitdem die Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Wirtschaft und Verteidigung verstärkt.

Bericht: Netanyahu unternahm nichts – trotz Warnung

Brisant ist nun der Zeitpunkt des Besuchs: Er folgt auf die Veröffentlichung von Medienberichten, nach denen Ägypten und auch der emiratische Präsident persönlich Netanyahu vor einem bevorstehenden Hamas-Angriff gewarnt haben sollen. Die israelische Zeitung «Haaretz» berichtete, Netanyahu habe trotz der Warnung Mohammeds bei einem 45 Minuten langen Telefonat nichts unternommen. Netanyahus Büro hat den Bericht dementiert und eine Verleumdungsklage gegen die Zeitung angekündigt.

Die US-Nachrichtenagentur AP und ein israelischer Journalist berichteten, Netanyahus Besuch in den Emiraten habe sich auch um diese Berichte gedreht. Demnach soll Netanyahu versucht haben, den emiratischen Präsidenten zu einem öffentlichen Dementi des «Haaretz»-Berichts zu bewegen, was dieser abgelehnt habe.

Auch diese Darstellung wies Netanyahus Büro als falsch zurück. Es handle sich um «Fake News» – der Besuch habe sich nur um die Stärkung der Beziehungen beider Länder und Herausforderungen in der Region gedreht. (dpa)

01:13 Uhr

Dienstag, 29. September

Sanktionserleichterungen für Iran? Trump weist Bericht zurück

US-Präsident Donald Trump hat einen Medienbericht dementiert, wonach er dem Iran im Gegenzug für Zugeständnisse beim Atomprogramm Sanktionserleichterungen angeboten habe. «Ich habe ihnen NICHTS angeboten!», schrieb er auf Truth Social.

Das Portal «Axios» hatte unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Trump sei bereit, Sanktionen zu lockern und eingefrorene iranische Gelder freizugeben. Vermittler aus Katar und Pakistan wollen demnach in dieser Woche über einen möglichen Kompromiss beraten. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hofft laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu noch am Dienstag auf eine Antwort aus Washington.

Erst vor wenigen Tagen hatte Trump einen iranischen Vorschlag zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus zurückgewiesen. (dpa)

19:27 Uhr

Montag, 28. September

UN-Gesandter: Siedlergewalt erreicht beispielloses Ausmass

Die Gewalt israelischer Siedler im Westjordanland hat nach Einschätzung des amtierenden UN-Nahost-Gesandten Ramiz Alakbarov ein «beispielloses Ausmass» erreicht. Angriffe ereigneten sich häufig in Anwesenheit israelischer Sicherheitskräfte, sagte Alakbarov am Montag vor dem UN-Sicherheitsrat.

Zwischen dem 13. Juni und dem 18. September hätten 630 dokumentierte Angriffe zu Verletzten, Sachschäden oder beidem geführt, berichtete Alakbarov. Drei palästinensische Gemeinschaften seien in diesem Zeitraum vollständig vertrieben worden. Damit sei die Zahl der Gemeinschaften, die seit Januar 2023 unter ähnlichen Umständen vertrieben worden seien, auf 49 gestiegen.

Der weitere Ausbau israelischer Siedlungen im Westjordanland verstosse gegen das Völkerrecht und gefährde die Aussicht auf einen zusammenhängenden palästinensischen Staat sowie auf eine Zweistaatenlösung, sagte Alakbarov. (dpa)

17:00 Uhr

Montag, 28. September

Israel rügt Spanien wegen umstrittener Palästina-Aussage

Israel hat die Geschäftsträgerin der spanischen Botschaft in Jerusalem einbestellt und wegen einer Äusserung der spanischen Jugendministerin Sira Rego gerügt. Rego hatte erklärt, die spanische Bevölkerung unterstütze einen palästinensischen Staat «vom Fluss bis zum Meer». Israel wertet die Parole als Aufruf zur Auslöschung des Staates. Eine Reaktion der spanischen Regierung blieb zunächst aus.

Das israelische Aussenministerium warf der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez eine systematische antiisraelische Politik vor. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind seit Jahren belastet. Spanien erkannte Palästina als Staat an, verhängte Sanktionen gegen Israel und wirft der israelischen Regierung einen Völkermord im Gazastreifen vor. Israel weist diesen Vorwurf zurück. (dpa)

15:57 Uhr

Montag, 28. September

Angebliche Chamenei-Botschaft veröffentlicht

Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei soll die Truppen seines Landes öffentlich gelobt haben. Die Soldaten hätten feindliche Streitkräfte daran gehindert, sich in der Strasse von Hormus frei zu bewegen, soll Chamenei in einer am Montag vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Botschaft gesagt haben.

Die «Feinde Irans» kämen der Meerenge inzwischen nicht näher als bis zum Arabischen Meer, hiess es in der Mitteilung. Bald werde «auch das Arabische Meer von ihnen befreit sein». Die Botschaft wurde zum zweiten Jahrestag der Tötung des langjährigen Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah verbreitet.

Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar ist Chamenei weder öffentlich aufgetreten noch zu hören gewesen. Bei den Angriffen wurde sein Vater und Vorgänger Ayatollah Ali Chamenei getötet. (rbu/dpa)

12:57 Uhr

Montag, 28. September

Irans Justizchef droht Frauen ohne Kopftuch

Irans Justizchef hat abermals Frauen bei Verstössen gegen die Kopftuchpflicht mit Massnahmen gedroht. Bei einer Sitzung des obersten Justizrats forderte der Vorsitzende Gholam-Hossein Mohseni-Edsche'i, das Thema mit Priorität zu verfolgen. «Sie alle sind über einige dieser gesellschaftlichen Anomalien besorgt», sagte der Justizchef in Teheran, wie aus einem Video der Nachrichtenagentur Misan hervorgeht.

«Dieser Zustand der Nacktheit ist nicht erträglich», sagte Mohseni-Edsche'i mit Blick auf Frauen in Irans Metropolen, die sich den strengen islamischen Kleidungsvorschriften widersetzen. Seinen Worten zufolge sollen, wenn nötig, auch «polizeiliche, nachrichtendienstliche und gerichtliche Massnahmen» erfolgen. Gesellschaftlicher Gegenwind dürfe die Behörden nicht abschrecken.

In den vergangenen Jahren hat sich der Protest vieler iranischer Frauen gegen die strengen islamischen Gesetze intensiviert. Im Herbst 2022 gingen Massen unter dem Motto «Frau, Leben, Freiheit» gegen die repressive Politik auf die Strassen, doch die Demonstrationen wurden gewaltsam niedergeschlagen. In den letzten Jahren und insbesondere im Zuge des Iran-Kriegs widersetzen sich Frauen in der Öffentlichkeit immer mutiger den Kleidungsvorschriften. (dpa)

12:01 Uhr

Montag, 28. September

Netanyahu reist heimlich zu Treffen nach Abu Dhabi

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ist am Wochenende heimlich in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist. Bei einem Treffen am Sonntag habe er Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan gebeten, einen Bericht über eine Warnung vor dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 zu dementieren, sagte eine mit dem Inhalt des Gesprächs vertraute Person am Montag.

Die israelische Zeitung «Haaretz» hatte berichtet, der Präsident der Emirate habe Netanyahu kurz vor dem Angriff vor einer drohenden Attacke der islamistischen Hamas gewarnt. Das Büro des israelischen Regierungschefs hatte die Darstellung bereits zurückgewiesen.

Zwei über die Reise informierte Personen bestätigten das Treffen. Das Aussenministerium der Emirate wollte sich zu dem Treffen nicht äussern, erklärte aber, das Land unterhalte offene und direkte Kommunikationskanäle zu Israel und teile alle relevanten Geheimdienstinformationen. Von Netanyahus Büro gab es zunächst keine Stellungnahme. (dpa)

11:34 Uhr

Montag, 28. September

Israel entzieht niederländischen Diplomaten Sonderstatus

Israel will niederländischen Diplomaten in Ramallah im Westjordanland den Sonderstatus entziehen. Aussenminister Gideon Saar begründete den Schritt mit dem niederländischen Importverbot für Waren aus illegalen israelischen Siedlungen in besetzten Gebieten. Unklar ist, wie viele Diplomaten betroffen sind und ob sie das Gebiet verlassen müssen.

Die Niederlande bedauerten die Entscheidung. Aussenminister Tom Berendsen betonte, das Importverbot richte sich nicht gegen Israel, sondern folge dem Völkerrecht. Zugleich bestellte er den israelischen Botschafter ein. Sollten die Massnahmen bestehen bleiben, müssten die betroffenen Diplomaten das Gebiet innerhalb von sieben Tagen verlassen.

Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul sprach sich gegen Sanktionen wie das Importverbot aus, da diese auch der palästinensischen Bevölkerung schadeten. Die Beziehungen zwischen Israel und den Niederlanden haben sich seit Beginn des Gaza-Kriegs deutlich verschlechtert. (dpa)

06:52 Uhr

Montag, 28. September

Israelische Siedler greifen nach Quellen im Westjordanland

Dutzende Anlagen zur Wasserversorgung haben israelische Siedler laut UN in diesem Jahr schon im Westjordanland beschädigt, zerstört oder für sich in Besitz genommen. Leidtragende sind die palästinensischen Ortschaften. (dpa)

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18:02 Uhr

Sonntag, 27. September

Aussenminister: Iran wartet auf offizielle US-Reaktion zu Hormus-Plan

Nach der Absage von US-Präsident Donald Trump für einen iranischen Vorschlag zur Öffnung der Strasse von Hormus will Teheran erst einmal eine Reaktion Washingtons über offizielle diplomatische Kanäle abwarten. Iran werde sich mit der Position der USA befassen, sobald diese über Vermittler konkret übermittelt worden sei, sagte Aussenminister Abbas Araghtschi zu iranischen Staatsmedien in New York. (dpa)

17:50 Uhr

Sonntag, 27. September

Trump: Erwarte weitere Gespräche mit Iran

US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Verhandlungen mit Irans Regime. «Sie wollen ein Abkommen schliessen, aber es ist nicht das Abkommen, das ich schliessen möchte», zitierte ihn das Nachrichtenportal «Axios» aus einem Telefongespräch. Es sei das, worauf man sich vielleicht vor einem Jahr geeinigt hätte. Iran habe den Bogen überspannt, sagte Trump demnach mit Blick auf den jüngsten Vorschlag der Islamischen Republik, den der US-Präsident bereits zuvor abgelehnt hatte.

Nach Angaben von «Axios» erwartet Trump die neuen Gespräche für kommende Woche. Zwei regionale Quellen bestätigten dem US-Medium diese Pläne demnach. Sie rechneten bereits ab Montag mit einer weiteren Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und Iran, berichtete «Axios». (dpa)

14:33 Uhr

Sonntag, 27. September

Israel meldet Tötung von Hamas-Kommandeur im Gazastreifen

Israels Armee hat nach eigenen Angaben einen Hamas-Kommandeur getötet, der während des Kriegs Geiseln im Gazastreifen festgehalten haben soll, darunter mehrere Deutsch-Israelis. Der Kommandeur sei bereits am Dienstag bei einem Angriff im nördlichen Gazastreifen tödlich getroffen worden, hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung des Militärs und des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet.

Während des Gaza-Krieges sei das Mitglied des militärischen Hamas-Arms an der Gefangenschaft von neun Geiseln beteiligt gewesen, darunter die deutsch-israelischen Brüder Gali und Ziv Berman sowie der Deutsch-Israeli Alon Ohel. Die drei waren im Rahmen einer Waffenruhe-Vereinbarung im Oktober vergangenen Jahres freigekommen. (dpa)

14:23 Uhr

Sonntag, 27. September

Huthi melden: Tote und Dutzende Verletzte bei Angriff im Jemen

Bei einem Luftangriff in der jemenitischen Provinz Tais sind nach Angaben der Huthi -Rebellen mindestens sieben Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden. Die saudische Luftwaffe habe eine Einkaufsgegend um den zentralen Markt von Tais angegriffen, berichtete die Huthi -Fernsehsender Al-Masirah. Der Sender zeigte Aufnahmen von hohen Rauchwolken und eine zerstörte Lagerhalle, in der unter anderem Lebensmittel in Kartons aufgetürmt waren. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Das Huthi -Gesundheitsministerium warf Saudi-Arabiens Luftwaffe ein «abscheuliches Verbrechen» vor. Diese würde zivile Ziele in Tais direkt und vorsätzlich angreifen.

Truppen der international anerkannten Regierung im Jemen teilten mit, ihre Luftwaffe habe in dem Gebiet ein Lager und Fahrzeuge der Huthi angegriffen. Die Regierungstruppen werden von Saudi-Arabien unterstützt. Schon am Samstag hatten sie Angriffe auf Huthi -Kämpfer und auf Waffenlager im Osten und Süden der strategisch wichtigen Provinz gemeldet. (dpa)

13:49Uhr

Sonntag, 27. September

Israels Opposition vereinbart Zusammenarbeit gegen Netanjahu

Mehrere Parteien der israelischen Opposition wollen gemeinsam einen Sieg von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dessen Koalition bei der Parlamentswahl am 27. Oktober verhindern. «Wir sind uns bewusst, dass diese Wahlen für die Zukunft des Landes von entscheidender Bedeutung sind», hiess es in einer gemeinsamen Stellungnahme der jüdischen Oppositionsparteien vom Samstagabend. Man werde zusammenarbeiten, um die Wahlbeteiligung zu erhöhen, Falschnachrichten und Verleumdungskampagnen zu bekämpfen und die grundlegenden Prinzipien für die nächste Regierung festzulegen.

Teilnehmer des Treffens waren der frühere Militärchef Gadi Eisenkot, der als wichtigster Herausforderer Netanjahus gilt, die früheren Regierungschefs Naftali Bennett und Jair Lapid, die mit einem Parteibündnis antreten, Jair Golan von der Mitte-links-Partei Die Demokraten und auch Avigdor Lieberman von der nationalistischen Partei Israel Beitenu. Arabische Oppositionsparteien waren nicht vertreten.

Die Knesset-Wahl ist die erste seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem darauf folgenden Gaza-Krieg. Es wird damit gerechnet, dass sicherheitspolitische Versäumnisse vor dem Hamas-Angriff ein entscheidendes Thema für die Wählerinnen und Wähler sein dürften. (dpa)

17:08 Uhr

Samstag, 26. September

Trump lehnt iranischen Vorschlag zur Öffnung der Strasse von Hormus ab

US-Präsident Donald Trump lehnt einen iranischen Vorschlag zur Öffnung der Strasse von Hormus ab. Das teilte Trump am Samstag am Weissen Haus mit. Er äusserte sich vor Journalisten auf dem Weg zu einem Footballspiel.

Irans Regime hatte diese Woche angeboten, die Meerenge wieder zu öffnen und die Gespräche über sein Atomprogramm in sieben Tagen wieder aufzunehmen, sofern die USA ihre Seeblockade gegen iranische Häfen und die Sanktionen gegen den Verkauf von iranischem Öl aufheben sowie eine Waffenruhe einhalten, die auch den Libanon einschliesst. (dpa)

16:21 Uhr

Samstag, 26. September

Präsident: Irans oberster Führer hat keine gesundheitlichen Probleme

Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei ist nach Angaben von Präsident Massud Peseschkian bei guter Gesundheit. «Aus medizinischer Sicht ist er vollkommen gesund», sagte Peseschkian, der selbst ausgebildeter Arzt ist, in einem Interview des US-Senders CBS, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll. Chamenei, der sich seit seiner Ernennung zum obersten Führer im März nicht öffentlich gezeigt hat, habe «keine andauernden Gesundheitsprobleme». (dpa)

08:24 Uhr

Samstag, 26. September

Saudi-Arabien: Haben neuerlichen Huthi-Angriff abgewehrt

Saudi-Arabien hat nach Militärangaben einen neuen Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf die Hauptstadt Riad abgewehrt. Zwei Drohnen seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden. Das teilte Turki al-Maliki mit, der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, das im Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft. Auf der Plattform X schrieb er weiter, die Luftverteidigung habe zudem eine ballistische Rakete der Huthi abgefangen, die auf die Stadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes zielte.

Der Sprecher machte keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten. Seine Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zuvor hatte es in verschiedenen Regionen Saudi-Arabiens kurzzeitig amtliche Gefahrenmeldungen gegeben, unter anderem für die Städte Abha und Chamis Muschait. (dpa)

08:23 Uhr

Samstag, 26. September

Strasse von Hormus: Wer ist am Zug?

Im Ringen um eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus sieht der Iran nun die USA am Zug. Teheran habe Washington über Katar einen «Sieben-Tage-Plan» übermittelt, sagte Aussenminister Abbas Araghtschi in New York vor Journalisten. Die Entscheidung liege nun bei den Vereinigten Staaten. «Sie können diesen Sieben-Tage-Plan akzeptieren, und am Ende wird die Strasse von Hormus geöffnet sein», sagte Aragthschi.

Laut Araghtschi besteht der Plan darin, dass die USA zunächst bestimmte Anforderungen erfüllen. Danach könne dann die Meerenge wieder eröffnet werden. Bei den Bedingungen soll es sich um bereits in dem Rahmenabkommen vom Juni festgelegte Verpflichtungen handeln. Teheran gehe davon aus, dass die «innerhalb von vier oder fünf Tagen umgesetzt werden können». (dpa)

06:43 Uhr

Freitag, 25. September

Iran: Neuer Plan für Kriegsende liegt bereit

Der Iran hat den USA einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges vorgelegt. Über Vermittler sei der US-Regierung ein Plan vorgelegt worden, wonach die Strasse von Hormus nach sieben Tagen wieder geöffnet werden könne, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien, sagte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi laut der «New York Times» und der «Financial Times» am Rande der laufenden UN-Woche in New York vor Journalisten.

Der Plan könne sofort nach Zustimmung Washingtons umgesetzt werden, sagte Araghtschi demnach. Auf welche Bedingungen er sich bei seinen Äusserungen bezogen haben soll, blieb offen. Araghtschi verwies aber angeblich auf das bereits im Juni vereinbarte Rahmenabkommen, das eigentlich auf die Öffnung der Meerenge hinwirken sollte. Angesichts fortdauernder Spannungen fiel die Vereinbarung aber schnell in sich zusammen. (dpa)

14:19 Uhr

Donnerstag, 24. September

Netanyahu zur UN-Generaldebatte in New York – kein Treffen mit Trump

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist vor seiner Rede bei der UN-Generaldebatte in New York eingetroffen. Ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump ist während seines kurzen Aufenthalts jedoch nicht geplant.

Nach Angaben von Netanyahus Büro soll der Regierungschef am Rande der Debatte mehrere Staats- und Regierungschefs treffen. Gespräche mit Trump, US-Aussenminister Marco Rubio oder Vertretern arabischer Staaten sind demnach nicht vorgesehen.

Viele Staats- und Regierungschefs hätten um ein Treffen gebeten, teilte Netanyahus Büro mit. Er habe jedoch einen engen Zeitplan und müsse vor Beginn des jüdischen Laubhüttenfests Sukkot nach Israel zurückkehren. Das Fest beginnt am Freitag bei Sonnenuntergang.

Netanjahu will sich nach Angaben seines Büros mit den Präsidenten Argentiniens, Boliviens, Paraguays, Panamas und Äthiopiens treffen. Ausserdem sind Gespräche mit dem kolumbianischen Vizepräsidenten sowie den Ministerpräsidenten Griechenlands, Sloweniens und Papua-Neuguineas geplant. (dpa)

12:26 Uhr

Donnerstag, 24. September

Sohn von Israels US-Botschafter nach Anschlag in Lebensgefahr

Der bei einem Anschlag im Westjordanland schwer verletzte Sohn des israelischen Botschafters in den USA schwebt weiter in Lebensgefahr. Botschafter Jechiel Leiter sagte vor Journalisten im Krankenhaus Schaarei Zedek in Jerusalem, es sei eine schwierige Nacht gewesen. «Als ich gestern aus New York ins Flugzeug gestiegen bin, hatte ich die Sorge, dass ich heute Morgen hier landen könnte, ohne noch Hoffnung zu haben», sagte er nach Angaben des israelischen TV-Senders N12. «Die Ärzte konnten seinen Zustand stabilisieren, aber für Neria besteht weiterhin Lebensgefahr.»

Ein palästinensischer Attentäter hatte sein Fahrzeug am Mittwoch an einer Militärsperre im Westjordanland auf israelische Sicherheitskräfte gelenkt. Die israelische Armee erklärte, der Angreifer sei getötet worden. Neria Leiter, der Berichten zufolge als Reservist Dienst an dem Kontrollpunkt hatte, erlitt demnach schwere Kopfverletzungen. Leiter hatte vor drei Jahren bereits einen Sohn im Gaza-Krieg verloren.

Die islamistische Terrororganisation Hamas hatte den Anschlag als «heroische Operation» gelobt. Es handele sich um eine «natürliche Reaktion» auf Angriffe radikaler israelischer Siedler. Die Organisation rief zu verschärftem «Widerstand in all seinen Formen und mit allen Mitteln» gegen die Besatzung und Siedler im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems und im Westjordanland auf.

Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg weiter verschärft. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden dort seitdem mehr als 1100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen und eigenen Anschlägen getötet. Auch die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser hat deutlich zugenommen. (dpa)

14:26 Uhr

Mittwoch, 23. September

Behörde: Frachtschiff in der Strasse von Hormus in Flammen

In der Strasse von Hormus ist erneut ein Frachtschiff unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, wurde ein Schiff von einem unbekannten Projektil getroffen. Das Schiff stehe treibend in Flammen. Die Besatzung sei evakuiert worden. UKMTO meldete zwei Opfer. Es war zunächst nicht klar, ob es sich dabei um Tote oder Verletzte handelte. (dpa)

11:57 Uhr

Mittwoch, 23. September

Iranische Berater halfen Huthi bei Offensive im Jemen

Berater der iranischen Revolutionsgarden haben nach Recherchen der Nachrichtenagentur AP die Huthi-Miliz bei ihrer jüngsten Offensive im Jemen unterstützt. Mit ihrer Hilfe gelang es der Miliz demnach, Regierungstruppen innerhalb von weniger als 48 Stunden die Kontrolle über die jemenitische Küste am Roten Meer zu entreissen.

Mitglieder der Revolutionsgarden seien vor Ort gewesen und hätten die Führung der Kämpfe unterstützt, sagten mit der Offensive vertraute Personen der AP. Es handele sich um das bislang direkteste Eingreifen des Irans zugunsten der Huthi seit Beginn des jemenitischen Bürgerkriegs im Jahr 2014. Der Geländegewinn war der grösste der Huthi seit Jahren. Zudem wurde eine wichtige saudische Pipeline stillgelegt.

Der Konflikt zwischen den Huthi und der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung im Jemen ist zuletzt wieder aufgeflammt. Die Huthi greifen Saudi-Arabien mit Raketen und Drohnen an und haben eine Blockade gegen saudische Schiffe im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandeb verhängt. Anfang September nahmen sie zudem die wichtige Hafenstadt Mokka und mehrere Inseln im Roten Meer ein. (dpa)

11:10 Uhr

Mittwoch, 23. September

Pakistan meldet Taliban-Beschuss – Kabul dementiert

Afghanische Taliban-Kräfte haben nach Angaben pakistanischer Behörden in der Nacht zum Mittwoch pakistanische Grenzposten beschossen. Zuvor hätten pakistanische Soldaten den Versuch militanter Kämpfer vereitelt, die Grenze zu überqueren. Ein Sprecher der Taliban-Regierung in Kabul bestritt hingegen, dass afghanische Kräfte Angriffe verübt hätten. Die Darstellungen liessen sich nicht unabhängig überprüfen.

Vier pakistanische Behördenvertreter erklärten, die Kämpfer hätten von Gebieten nahe afghanischen Grenzposten in den Provinzen Paktia und Nangarhar aus nach Pakistan gelangen wollen. Dabei seien sie von den afghanischen Taliban unterstützt worden. Nach dem gescheiterten Versuch hätten die Taliban pakistanische Stellungen mit Mörsern und anderen schweren Waffen beschossen. Pakistanische Truppen hätten mit Artilleriefeuer reagiert.

Erst am Montag hatten pakistanische Kampfflugzeuge Ziele im Osten Afghanistans angegriffen, die Islamabad als Verstecke militanter Gruppen bezeichnete. Pakistan sprach von 28 getöteten Kämpfern. Nach afghanischen Angaben wurden drei Zivilisten getötet und vier weitere verletzt. Die UN-Mission in Afghanistan bestätigte die zivilen Opfer.

Pakistan wirft der Regierung in Kabul seit Langem vor, den pakistanischen Taliban und verbündeten Gruppen Rückzugsräume zu gewähren. Afghanistan weist dies zurück. Die jüngste Eskalation droht Vermittlungsbemühungen unter anderem Chinas, der Türkei, Katars und Saudi-Arabiens zu erschweren. (dpa)

00:01 Uhr

Mittwoch, 23. September

Iran warnt vor anhaltenden Störungen im Schiffsverkehr

Ein hochrangiger iranischer Militärberater hat Forderungen der Golfstaaten nach einem Ende der Angriffe und einer Wiederherstellung des freien Schiffsverkehrs zurückgewiesen. Die Lage an der Meerenge Bab al-Mandab werde angesichts des Konflikts zwischen Israel, den USA und den mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen nicht zu ihrem früheren Normalzustand zurückkehren, sagte Generalmajor Jahja Rahim Safawi dem iranischen Staatsrundfunk.

Die USA hätten ihr Ziel hinsichtlich der Strasse von Hormus nicht erreicht und stünden nun vor einem neuen Problem: der Meerenge Bab al-Mandab, sagte Safawi. Eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus sei an die Erfüllung iranischer Bedingungen geknüpft. Durch militärischen Druck der USA werde die wichtige Meerenge nicht wieder geöffnet werden.

Zuvor hatte der Golf-Kooperationsrat am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York ein Ende der Angriffe des Irans und verbündeter Milizen auf die arabischen Staaten am Persischen Golf gefordert. Auch der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus und die Meerenge Bab al-Mandab müsse wieder ungehindert möglich sein, sagte Dschasim al-Budaiwi, Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats. Dem Rat gehören Kuwait, Katar, Oman, Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate an. (dpa)

23:53 Uhr

Dienstag, 22. September

USA-Iran-Treffen: Iran erwidert Trumps Drohungen

Bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung kommt es nach einem Treffen von US-amerikanischen und iranischen Vertretern zu weiteren gegenseitigen Drohungen. Kurz nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran in einer Rede mit «Vernichtung» gedroht hatte, sollte nicht bald eine Vereinbarung zur Beendigung des Krieges erzielt werden, kamen Delegationen beider Länder zu einem Gespräch zusammen. Trump sprach anschliessend von einem «sehr guten Treffen», machte aber keine weiteren Angaben.

Das iranische Militärkommando reagierte auf Trumps Drohung mit scharfen Worten. Es bezeichnete diese als «innenpolitische Propaganda», die nicht die Realität vor Ort widerspiegele. Die wiederholten Drohungen aus Washington zeigten eine «strategische Verzweiflung». Der Iran sei darauf vorbereitet, den USA und Israel «noch schwerere, verheerende und unvorhersehbare Schläge» zuzufügen.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte vor seiner Abreise zur UN-Generaldebatte einen konfrontativen Ton angeschlagen. Die USA täten «alles, was sie können», um jeden möglichen Weg zu blockieren und den Iran zur Aufgabe zu zwingen, sagte er nach Angaben iranischer Staatsmedien. Dies sei den USA auf militärischem Wege nicht gelungen. Zugleich äusserte Peseschkian Vorbehalte gegen eine neue Verhandlungsrunde.

US-Aussenminister Marco Rubio sagte unterdessen, Trump sei offen für ein Treffen mit Peseschkian während dessen Aufenthalts in New York. (dpa)

20:28 Uhr

Dienstag, 22. September

Trump: Vertreter der USA und Irans haben sich getroffen

Vertreter der USA und Irans haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. Das Gespräch am Dienstag sei «sehr gut» gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte Trump dort vor Reportern, ohne konkrete Angaben zu allen Teilnehmern des Treffens zu machen. Direkte Gespräche zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern fanden zuletzt im Juni in der Schweiz statt.

Trumps Aussagen auf Reporternachfragen legten nahe, dass sein US-Chefunterhändler Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner an dem Treffen in New York teilnahmen. Witkoff selbst sagte dort, dass er sich nach dem Treffen sehr gut fühle. Angaben zu den iranischen Teilnehmern machte Trump nicht. Er stellte ein weiteres baldiges Treffen in Aussicht, nannte aber keine Details. (dpa)

19:56 Uhr

Dienstag, 22. September

Irak: Entwaffnung von Milizen erst im Sommer 2027

Die mit Irans Regime verbündeten, mächtigen Milizen im Irak sollen erst bis zum Sommer 2027 entwaffnet werden und damit neun Monate später als bisher geplant. Das sagte der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi in einem Interview mit der «New York Times». Der neue Zeitpunkt für den Schritt war bisher nicht offiziell mitgeteilt worden. Al-Saidi hatte im Sommer gesagt, dass die Milizen eigentlich bis Ende September entwaffnet werden sollen - also bis Mittwoch kommender Woche. Bis zu diesem Datum soll auch der laufende Truppenabzug des US-Militärs aus dem Irak formell abgeschlossen sein.

Die Entwaffnung soll al-Saidi zufolge in mehreren Phasen ablaufen. Zunächst sollen die Milizen ihre Angriffe in der Region für 90 Tage einstellen unter dem Zugeständnis, dass sie ihrerseits nicht vom US-Militär angegriffen werden. Die Übergabe der Waffen solle anschliessend beginnen und bis Ende Juni 2027 abgeschlossen sein, sagte er der US-Zeitung. (dpa)

19:35 Uhr

Dienstag, 22. September

Katars Emir: Weltwirtschaft ist zum Druckmittel geworden

Durch den Iran-Krieg ist die Weltwirtschaft nach Worten von Katars Emir Tamim bin Hamad zum Druckmittel geworden – mit globalen Preissteigerungen als Folge. «Die Lebensadern der Weltwirtschaft sind zu Druckmitteln und Verhandlungsmasse geworden», sagte der Emir bei der UN‑Generaldebatte. «Die Krise treibt die Preise für Lebens- und Arzneimittel in die Höhe und betrifft Existenzen von Menschen, die mit alledem nichts zu tun haben.» In dem Konflikt sei möglich geworden, dass «ein Land seine Nachbarn in einen Krieg zieht, der nicht ihrer ist», sagte der Emir.

Katar, eine kleine Halbinsel am Persischen Golf, zählt unter anderem dank seiner enormen Gasvorkommen zu den reichsten Ländern der Welt. Wegen der faktischen Blockade der Strasse von Hormus im Zuge des Iran-Kriegs hat das Land derzeit kaum Möglichkeiten, sein Flüssiggas (LNG) an den Weltmarkt zu bringen – anders als etwa Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, die ihr ebenso wichtiges Öl teils über Pipelines transportieren können.

«Wir bleiben zutiefst überzeugt (...), dass sich die Krise am Golf mit diplomatischen Mitteln lösen lässt, indem die Strasse von Hormus für die Schifffahrt geöffnet wird», sagte der Emir. Katar sei ein «zuverlässiger Vermittler», der Frieden ermögliche. (dpa)

17:55 Uhr

Dienstag, 22. September

Jordaniens König: «Israel will Leben in Gaza auslöschen»

Jordaniens König Abdullah II. hat Israel im Konflikt mit den Palästinensern schwerste Verstösse gegen internationales Recht vorgeworfen. Israels Vorgehen im Gazastreifen sei «ein Versuch, palästinensisches Leben auszulöschen und eine neue Realität am Boden zu verhängen», sagte der Monarch bei der UN-Generaldebatte in New York. Gaza sei «eine der weltweit längsten Besatzungen» und werfe die Frage auf: «Wenn das Völkerrecht über Jahrzehnte ignoriert werden kann, was genau ist dieses Recht dann wert?»

Auch im Westjordanland gebe es beim Vorgehen Israels eine grundlegende Verschiebung, so der König weiter. «Was einst ein schleichender Prozess war, ist explodiert in etwas viel Aggressiveres», sagte er. Abdullah II. sprach von «Zwangsvertreibung» im Westjordanland durch Israel, die ein Kriegsverbrechen darstelle.

Die Weltgemeinschaft würde den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern nur noch «managen» und ihn nicht angehen. «Wir haben Werkzeuge: Sanktionen, Einfrieren von Vermögen, Embargos, diplomatische Isolation und wir haben sie schon anderswo eingesetzt. Aber mit Israel enden Resolutionen dort, wo sie begannen - auf dem Papier», beklagte der Monarch.

Jordanien fordert unverändert einen Palästinenserstaat entlang der Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Ein grosser Teil der Bevölkerung in Jordanien hat palästinensische Wurzeln, darunter Königin Rania. Jordanien hatte 1994 einen Friedensvertrag mit Israel geschlossen und war nach Ägypten damit das zweite arabische Land, das Israel formell anerkannte. (dpa)

14:42 Uhr

Dienstag, 22. September

Israel droht mit Räumung Gazas im Falle neuer Entführung

Der israelische Verteidigungsminister hat mit der Räumung der ganzen Stadt Gaza gedroht, sollte erneut ein israelischer Staatsbürger in das Palästinensergebiet entführt werden. Es gebe aktuell entsprechende Absichten und Geheimdienstinformationen dazu, sagte Israel Katz bei einer Gedenkveranstaltung für Soldaten, die im Jom-Kippur-Krieg 1973 getötet worden waren. Katz nannte dazu keine weiteren Details.

Er warne die islamistische Terrororganisation Hamas und ihre Unterstützer, sagte Katz und nannte dabei den Iran und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

«Sollte auch nur ein israelischer Soldat oder Zivilist entführt werden, wird die gesamte Stadt Gaza mit ihren Häusern und Terrortürmen und ihrer Million Einwohner nach Süden evakuiert», sagte Katz. Dabei werde Israel wieder ähnlich vorgehen wie bereits im Gaza-Krieg, warnte er.

Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete, israelische Soldaten im Gazastreifen seien zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen worden, weil die Hamas versuchen könnte, auf eine Serie gezielter Tötungen hochrangiger Mitglieder der Organisation zu reagieren. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (dpa)

13:20 Uhr

Dienstag, 22. September

UNHCR rechnet bald mit 230'000 Vertriebenen

Die zunehmende Gewalt im Jemen könnte die Zahl der Binnenflüchtlinge in dem Bürgerkriegsland laut UN-Schätzungen stark in die Höhe treiben. Seit Anfang September sind bereits mehr als 130'000 Menschen innerhalb des Landes vor den schweren Gefechten geflohen, wie Vertreter des Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Genf mitteilten. In den nächsten drei Monaten könnte die Zahl 230'000 übersteigen, hiess es.

Zusätzlich sind demnach bislang mehr als 3000 Flüchtlinge aus dem Jemen im ostafrikanischen Dschibuti angekommen. Das UNHCR rechnet damit, dass die Zahl im nächsten halben Jahr auf 10'000 steigen könnte.

Hintergrund ist der Vormarsch der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz in den vergangenen Wochen in den Süden des Landes. Die überwiegende Zahl der Geflüchteten wurde in der Provinz Tais an der Meerenge von Bab al-Mandab vertrieben.

Schon vor den jüngsten Kämpfen steckte der Jemen in einer der schwersten humanitären Krisen weltweit. Nach Angaben des UNHCR benötigen mehr als 22 Millionen Menschen im Land humanitäre Hilfe. (dpa)

11:47 Uhr

Dienstag, 22. September

Iran stellt neuen diplomatischen Anlauf in Aussicht

Im Konflikt mit den USA hat die iranische Führung abermals Verhandlungen in Aussicht gestellt. «Diplomatie bedeutet keine Kapitulation, sondern die Umwandlung der Stärke auf dem Feld in politische Errungenschaften», sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf laut iranischen Medienberichten in Teheran.

Ghalibaf, der als konservativer Pragmatiker gilt, machte damit vorsichtige Andeutungen für diplomatische Bemühungen in der festgefahrenen Konfrontation mit Washington. Seit Wochen gibt es keine Anzeichen für ein Ende des Iran-Kriegs. Hardliner der iranischen Staatsführung hatten sich zuletzt selbstbewusst gezeigt und auch eine militärische Eskalation in Kauf genommen.

Ghalibaf signalisierte allerdings keine Bereitschaft zu schnellen Zugeständnissen. An US-Präsident Donald Trump gerichtet sagte der iranische Chef-Unterhändler: «Er muss wissen, dass er dem iranischen Volk und den Streitkräften seine Macht nicht aufzwingen kann.»

Unterdessen ist Irans Präsident Massud Peseschkian für die UN-Generalversammlung in New York eingetroffen. Am Mittwoch wird er dort eine Rede halten. Beobachter hatten auch über mögliche Treffen der iranischen Delegation mit Vermittlern oder US-Regierungsvertretern spekuliert.

Vor mehr als sechs Monaten hatten die USA und Israel ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Der Konflikt konzentriert sich inzwischen vor allem auf die Strasse von Hormus. Während die USA den Iran mit Sanktionen und einer Seeblockade in die Knie zwingen wollen, spekuliert die Führung in Teheran auf wirtschaftlichen Druck durch steigende Energiepreise im Westen. (dpa)

09:58 Uhr

Dienstag, 22. September

Luftangriffe auf Huthi-Stellungen im Jemen

Im Jemen führen Regierungstruppen und ihre Verbündeten weiter heftige Gefechte gegen die Huthi-Miliz. Regierungstruppen flogen nach eigenen Angaben mehrere Luftangriffe auf Stellungen der Huthi in der Provinz Tais. Bei den Angriffen seien Ziele im Süden der Provinz sowie in der Hafenstadt Mokka am Roten Meer getroffen worden, teilte die Regierung mit. Es soll Opfer und Sachschäden gegeben haben.

Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete von saudischen Luftangriffen auf Mokka. Dabei seien sieben Menschen, darunter zwei Kinder, getötet und sechs weitere verletzt worden, hiess es. Der Sender warf der von Saudi-Arabien geführten Koalition vor, Wohnhäuser angegriffen zu haben. Unabhängig überprüfen liessen sich die Angaben zunächst nicht. Al-Masirah meldete darüber hinaus saudische Raketenangriffe auch in der nördlichen Provinz Saada, eine der wichtigsten Hochburgen der Huthi.

Der Konflikt im Jemen ist in den vergangenen Wochen im Zuge des Iran-Krieges neu entfacht worden. Saudi-Arabien kämpft der Seite der international anerkannten Regierung gegen die Huthi-Rebellen und führt dazu ein Militärbündnis im Jemen an. Auch Saudi-Arabien ist seit der jüngsten Eskalation wieder unter Beschuss der Huthi-Miliz geraten. (dpa)

20:36 Uhr

Montag, 21. September

Huthi-Anführer fordert Ende saudischer Blockade

Der Anführer der Huthi-Miliz aus dem Jemen, Abdul Malik al-Huthi, hat im Konflikt mit Saudi-Arabien ein Einlenken des Golfstaates gefordert. «Stoppt die Aggression und beendet die Blockade», sagte al-Huthi in einer am Montag ausgestrahlten, vorab aufgezeichneten Rede in Richtung der saudischen Führung in Riad. «Unsere Forderungen spiegeln die legitimen Rechte unseres Volkes wider.»

Al-Huthi äusserte sich anlässlich des 12. Jahrestags der Eroberung der jemenitischen Hauptstadt Sanaa durch die Huthi, der zum Sturz der Regierung führte.

Im darauffolgenden Jahr griff ein von Saudi-Arabien angeführtes Bündnis in den Krieg ein, um die Regierung wieder an die Macht zu bringen. Dabei verhängte das Bündnis eine Luft- und Seeblockade über die von den Huthi kontrollierten Gebiete. Nachdem der Konflikt lange festgefahren war, gelang es den Huthi vor kurzem mit einer Blitzoffensive, sich Zugang zur strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab zu verschaffen. Mehrfach griffen sie Ziele im benachbarten Saudi-Arabien an. (dpa)

12:22 Uhr

Montag, 21. September

Behörde meldet: Erneut Tanker in Strasse von Hormus getroffen

In der Strasse von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf Militärquellen mitteilte, sei ein in den Persischen Golf einfahrender Tanker von einem Geschoss getroffen worden.

Zwei Besatzungsmitglieder seien leicht verletzt, Schäden für die Umwelt seien derzeit nicht bekannt, hiess es weiter. Das Schiff sei unterwegs zu einem Hafen. (dpa)

12:21 Uhr

Montag, 21. September

Kämpfe in ölreicher Provinz Marib im Jemen

Regierungstruppen und mit ihnen verbündete Milizen liefern sich mit den Huthi-Rebellen schwere Kämpfe um die ölreiche Provinz Marib im Jemen. Bei den Gefechten seien in den vergangenen drei Tagen mehr als 50 Huthi-Kämpfer getötet worden, hiess es aus Militärkreisen. Laut Augenzeugen kam es dort zu gegenseitigem Artilleriefeuer, Geländegewinne konnte allerdings keine der Konfliktparteien erzielen. Auch in Tais und Lahdsch an Jemens Küsten zum Roten Meer und dem Golf von Aden und im Kahbub-Gebirge im Südwesten wurden Kämpfe gemeldet.

Marib ist in dem Bürgerkrieg, der 2014 mit einem gewaltsamen Aufstand der Huthi begann, seit Jahren umkämpft. Die Provinz verfügt über Öl- und Gasfelder, zudem befindet sie sich in einer strategisch wichtigen Lage als Knotenpunkt zwischen mehreren Landesteilen. Marib werde uneinnehmbar bleiben, sagte Kommandeur Mansur Thauaba von den Regierungstruppen. Diese seien von der Verteidigung in die Offensive gegangen und hätten nun die von den Huthi kontrollierte Hauptstadt Sanaa als Ziel.

Kämpfe um Zugang zu wichtiger Meerenge Bab al-Mandab

Die Regierungstruppen teilten mit, sie hätten mit Raketenwerfern mehrere Artilleriestellungen und Flakgeschütze der Huthi zerstört. Die mit der Regierung verbündeten sogenannten Riesen-Brigaden teilten mit, sie hätten im Kahbub-Gebirge Fahrzeuge der Huthi zerstört und sämtliche Insassen getötet. Das Gebirge überblickt die wichtige Meerenge Bab al-Mandab und die dorthin führenden Strassen. Unter den Todesopfern waren örtlichen Beobachtern zufolge auch zwei Kommandeure der Miliz.

Ein Huthi-Militärsprecher teilte mit, saudische Kampfjets seien innerhalb von 24 Stunden mehr als zwei Dutzend Luftangriffe geflogen. Vier Menschen seien dabei in al-Dschauf im Norden getötet worden, berichtete die den Rebellen nahestehende Nachrichtenagentur Saba. Saudi-Arabien war 2015 in den Krieg im Nachbarland eingetreten und begann eine Blockade von Häfen und Flughäfen in von Huthi kontrollierten Gebieten mit dem erklärten Ziel, Waffenlieferungen von Irans Regime an die Miliz zu verhindern. (dpa)

21:27 Uhr

Sonntag, 20. September

Regierungstruppen im Jemen erobern Gebiete von Huthi zurück

Im Jemen gehen die schweren Kämpfe zwischen der Huthi-Miliz und Truppen der international anerkannten Regierung weiter. Diese eroberten im Westen der Provinz Tais mehrere Gebiete von den Huthi zurück, wie es aus Kreisen der Regierungstruppen hiess. Die bergige Region überblickt die wichtige Meerenge Bab al-Mandab. In den umkämpften Gebieten gebe es aber weder für die Huthi noch für die Regierungstruppen und ihre Verbündeten einen Durchbruch oder einen strategischen Erfolg. Auch Beobachter in Tais sprachen von einem «Hin und Her» bei den Gefechten ohne bedeutende Fortschritte.

Ein Armeesprecher teilte mit, die Regierungstruppen hätten unter anderem Artillerie-Stellungen der Huthi-Miliz in der Provinz Marib zerstört.

Saudische Kampfflugzeuge griffen nach Huthi-Angaben einen Sendemast in al-Dschauf im Jemen an. Saudische Streitkräfte hätten auch Ziele in der jemenitischen Provinz Saada nahe der Grenze mit Artillerie beschossen, berichtete die Huthi-Fernsehsender Al-Masirah. Aus Saudi-Arabien gab es dazu keine Angaben. Das Land unterstützt in dem Konflikt die jemenitische Regierung.

Angriffe auf Huthi-Fahrzeuge und Kasernen

Die Huthi waren bei einer Blitzoffensive nach Süden vorgerückt und hatten unter anderem die Stadt Mokka an der Küste zum Roten Meer eingenommen. Derzeit kämpfen sie im Südwesten im Kahbub-Gebirge gegen die sogenannten Riesen-Brigaden, eine mit der Regierung verbündeten Miliz. Diese berichteten von neuen Angriffen auf Stellungen der Huthi sowie Fahrzeuge und Kasernen. Zudem schossen sie nach eigenen Angaben mehrere Drohnen der Huthi ab.

Seit dem Vormarsch können die Huthi etwa Handelsschiffe rund um die Meerenge Bab al-Mandab noch stärker angreifen als zuvor. Sie haben erneut auch Öl-Infrastruktur in Saudi-Arabien angegriffen. Die USA haben als wichtiger Verbündeter des Königreichs bisher davon abgesehen, mit Angriffen im Jemen erneut in den Konflikt einzugreifen. Das US-Militär bombardierte dort im Frühjahr 2025 wiederholt Ziele im Versuch, Angriffe der Miliz auf die Schifffahrt zu stoppen. Die USA beendeten ihre Angriffe erst nach Vermittlung Omans. (dpa)

14:31 Uhr

Sonntag, 20. September

Irans Militär richtet Drohungen an USA und deren Verbündete

Das iranische Militär warnt die USA vor neuen Angriffen auf das Land. Das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbija, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, alle Stützpunkte und Interessen der USA in der Region würden ohne jegliche Einschränkung oder Rücksichtnahme kontinuierlichen, wirksamen und schmerzhaften Angriffen ausgesetzt sein. Alle Länder in der Region, die einen Angriff der USA unterstützten, würden als Komplizen betrachtet. Sie könnten keine Zurückhaltung oder Nachsicht erwarten.

Das Militär beruft sich auf unbestätigte Berichte über ein Treffen von US-Vertretern in einem europäischen Land, bei dem Vereinbarungen über erneute Angriffe auf den Iran getroffen worden sein sollen. Einige arabische Länder in der Region sollen grünes Licht gegeben haben. (dpa)

06:24 Uhr

Sonntag, 20. September

Sohn des Generaldirektors von Gaza-Gesundheitsministerium getötet

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben des Schifa-Krankenhauses und des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums zwei Männer getötet worden. Bei einem der Getöteten soll es sich um den Sohn des Generaldirektors des Ministeriums handeln. Der Mann sei in Dschabalia von einem Angriff getroffen worden, hiess es. Das zweite Todesopfer habe es in einem Viertel der Stadt Gaza gegeben.

Das israelische Militär teilte am Samstag mit, es seien mehrere militärische Funktionäre attackiert worden. Weitere Details würden später bekanntgegeben. (dpa)

06:22 Uhr

Sonntag, 20. September

UNRWA: Mehr als 280.000 Kinder im Gazastreifen erhalten Unterricht

Im kriegszerstörten Gazastreifen erhalten nach Angaben des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) mehr als 280.000 Kinder wieder Schulunterricht. Nach Jahren des Krieges finde der Unterricht in Zelten und beschädigten Klassenräumen statt.

In einer von UNRWA betriebenen Schule in Nuseirat fehlen in einigen Klassenräumen die Tische. Die Kinder sitzen dort auf Decken auf dem Boden. Für manche Familien bringe die Rückkehr in die Schule dennoch ein Stück des vertrauten Alltags zurück, der durch den Krieg verloren gegangen sei, hiess es.

Der Leiter des UNRWA-Bildungsprogramms, Tawfik al-Hurani, sagte, die Organisation wolle wieder Bedingungen schaffen wie vor drei Jahren. Damals habe das Hilfswerk 182 vollständig ausgestattete Schulen betrieben. 95 Prozent davon seien inzwischen verloren gegangen. (dpa)

21:04 Uhr

Samstag, 19. September

Signal aus Teheran: Iran will zurück zu Rahmenabkommen

Der Iran signalisiert nach Angaben seines obersten Sicherheitskoordinators, Mohsen Resai, die Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens. Der Generalsekretär des mächtigen Nationalen Sicherheitsrats im Iran sagte dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera, Bedingungen seien eine Beendigung des Krieges an allen Fronten, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte sowie ein Ende der US-Seeblockade. Diese Punkte sind in dem Rahmenabkommen mit den USA enthalten.

Resai erklärte ausserdem, dass der Iran ein Ende des Krieges zwischen der Huthi-Miliz im Jemen und Saudi-Arabien anstrebe.

Mit Rahmenabkommen Weg für weitere Verhandlungen ebnen

Die USA und der Iran hatten Mitte Juni ein Rahmenabkommen unterzeichnet, mit dem der Weg zu einem endgültigen Abkommen über eine dauerhafte Beendigung des Krieges freigemacht werden sollte. Die Parteien verpflichteten sich, innerhalb von zunächst 60 Tagen ein endgültiges Abkommen auszuhandeln. Eine Verlängerung sollte einvernehmlich möglich sein. Dies ist nicht geschehen.

Die 14 Punkte beinhalteten auch, dass der Iran sich nach besten Kräften um eine sichere und gebührenfreie Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Strasse von Hormus für 60 Tage bemühen sollte. Insbesondere dieser Passus löste neuen Streit zwischen der US-Regierung und der iranischen Führung aus.

Die USA sollten im Gegenzug die Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen beenden. Washington sagte zu, eingefrorene iranische Vermögenswerte wieder freizugeben. Die konkreten Verfahren und Beträge sollten während der anschliessenden Verhandlungen festgelegt werden. (dpa)

06:39 Uhr

Samstag, 19. September

Ex-US-Sicherheitsberater wirft Trump im Iran massive Versäumnisse vor

Der frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, wirft US-Präsident Donald Trump im Krieg gegen den Iran massive Versäumnisse vor. «Trump entscheidet, ohne die Folgen zu bedenken, ohne mögliche Szenarien durchzuspielen. Das hat ihn in eine Lage gebracht, aus der er heute keinen Ausweg weiss», sagte Bolton mit Blick auf den Krieg im «Interview der Woche» des Deutschlandfunks. «Die entscheidende Frage ist, welches Ziel man mit militärischer Gewalt verfolgt.»

Bolton warf Trump zudem mangelhafte Informationspolitik vor. Der Republikaner habe weder die US-Bevölkerung noch den Kongress von der Notwendigkeit eines Militäreinsatzes im Iran überzeugt. Er habe weder die Nato noch die Golfstaaten informiert, auch nicht Japan oder Südkorea. Und vor allem habe er nicht mit dem Widerstand im Iran zusammengearbeitet.

«Der ist sehr verbreitet, wenn auch schlecht organisiert», sagte Bolton. Trump hätte die Opposition fragen können, ob sie Geld, Kommunikationsmittel oder Waffen benötigte. «Menschen im Land könnten das Regime weiter destabilisieren, bis es sich nicht mehr halten kann.»

All das brauche Zeit, sagte Bolton. Diese Zeit habe Trump sich nicht genommen. «Deshalb hat er, wie so oft, nicht durchdacht, was sein Ziel ist und was nötig wäre, um es zu erreichen.» Er wisse nicht, was Trump mit den Angriffen vom 28. Februar habe erreichen wollen. «Falls es ein Regimewechsel war, hat er nichts dafür vorbereitet. Ein Ziel zu benennen heisst nicht, dass es per Fingerschnipsen passiert.»

Die USA und Israel hatten am 28. Februar gemeinsam den Krieg gegen den Iran begonnen, der mit Gegenangriffen in der Region reagierte. Der Konflikt dauert nun schon fast sieben Monate an.

Bolton war in Trumps erster Amtszeit (2017-2021) zeitweise dessen Nationaler Sicherheitsberater. Der langjährige Diplomat, der als aussenpolitischer Hardliner gilt, trat nach rund eineinhalb Jahren im Amt im Streit mit Trump zurück. Im Anschluss wurde er zu einem seiner schärfsten Kritiker: 2020 veröffentlichte Bolton ein Enthüllungsbuch, in dem er ein vernichtendes Bild von Trump zeichnete. Die Trump-Regierung hatte vergeblich versucht, die Publikation zu stoppen. (dpa)

16:06 Uhr

Freitag, 18. September

Saudi-Arabien: Kein Rohöl für mindestens 2 Kunden in Europa

Die saudische Erdölfördergesellschaft hat mindestens zwei Ölraffinerie-Kunden in Europa mitgeteilt, dass man im nächsten Monat kein Rohöl liefern werde. Das meldet Bloomberg unter Berufung auf mehrere mit dem Beschluss vertraute Quellen.

Die wichtige Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der faktisch blockierten Strasse von Hormus grosse Mengen Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, war kürzlich nach Drohnenangriffen auf die Leitung vorsorglich stillgelegt worden. Sie soll innerhalb weniger Tage teilweise wieder in Betrieb genommen werden und innerhalb von sechs Wochen vollständig betriebsbereit sein, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person gegenüber «Bloomberg».

Seit Beginn des Iran-Kriegs und der darauffolgenden weitestgehenden Blockade der für den globalen Ölhandel wichtigen Meerenge durch iranische Drohungen und Angriffe auf Schiffe versucht das Königreich, mithilfe der Pipeline einen noch grösseren Einbruch seiner Ölexporte zu verhindern.

Der Pipeline-Stopp löste bei einigen Aramco-Kunden Panikkäufe aus, schreibt «Bloomberg» weiter. So habe das polnische Unternehmen Orlen SA mehr als zehn Ausschreibungen veröffentlicht, um alternative Lieferquellen zu sichern. (watson, dab/hkl)

11:22 Uhr

Freitag, 18. September

Basidsch-Milizen im Iran: Umfassende Mobilisierung von Freiwilligen

Der neue Chef der iranischen Basidsch-Milizen, Hossein Taeb, hat eine umfassende Mobilisierung von Freiwilligen zur Verteidigung des Landes angekündigt. Die neu ausgebildeten Kräfte würden für die Feinde des Irans zu einem «Alptraum», sagte Taeb zum Auftakt einer Massenkundgebung der Mobilisierungsbewegung «Dschan-Fadajan» in Teheran, an der auch Präsident Massud Peseschkian und andere ranghohe Vertreter der Islamischen Republik teilnahmen. Taeb erklärte, ähnliche Kundgebungen werde es bald auch in anderen Städten geben.

Hunderttausende beteiligten sich am Freitag an dem von der Regierung als Machtdemonstration organisierten Marsch in der iranischen Hauptstadt. (dpa)

10:40 Uhr

Freitag, 18. September

Iran meldet Angriff auf Öltanker in der Strasse von Hormus

Der Iran hat nach eigenen Angaben einen Öltanker in der Strasse von Hormus angegriffen. Die unter der Flagge Togos fahrende «Trend» sei wegen eines «illegalen Versuchs» attackiert worden, die Strasse von Hormus zu durchqueren, berichteten iranische Staatsmedien unter Berufung auf die Revolutionsgarden. Die Nachrichtenagentur AP konnte die Angaben zunächst nicht unabhängig bestätigen. Die Marine der Revolutionsgarden warnte vor der Zerstörung von Schiffen, die die Meerenge ohne Genehmigung Teherans durchquerten.

Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) meldete in der Nacht zum Freitag zudem einen «Sicherheitsvorfall» auf einem Schiff 16 Seemeilen nordöstlich der Stadt Chassab im Oman. Die Besatzung sei in Sicherheit, bislang seien keine Auswirkungen auf die Umwelt bestätigt. (dpa)

21:27 Uhr

Donnerstag, 17. September

USA weisen UN-Expertenbericht zu Kriegsverbrechen im Iran zurück

Die USA haben die Einschätzung einer vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzten Untersuchungsmission zu möglichen US-Kriegsverbrechen im Iran zurückgewiesen. Der Menschenrechtsrat habe «nichts für die Menschenrechte erreicht, während er seit Jahrzehnten unseriösen Unsinn von sich gibt», sagte eine Sprecherin des Weissen Hauses, Anna Kelly, am Donnerstag.

Die Untersuchungskommission hatte mitgeteilt, sie sehe hinreichende Gründe für die Annahme, dass die USA bei zwei Angriffen im Iran Kriegsverbrechen begangen haben. Im Zentrum der Untersuchung stehen zwei Luftangriffe zu Beginn des Kriegs.

Dazu gehört der Beschuss einer Schule in der südiranischen Stadt Minab am ersten Tag der US-israelischen Angriffe auf die Islamische Republik. Nach einer Recherche der Nachrichtenagentur AP traf mindestens eine US-Rakete die Schule. Iranische Staatsmedien berichteten von 168 Toten, die meisten von ihnen Kinder.

Die Untersuchungsmission erhob auch schwere Vorwürfe gegen die iranische Führung. Tötungen durch staatliche Sicherheitskräfte hätten in einem «erschütternden Ausmass» stattgefunden. Die iranische Zivilbevölkerung sei zwischen «schweren Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die eigene Regierung» und dem tödlichen Konflikt des Landes mit den USA und Israel gefangen gewesen. (dpa)

20:27 Uhr

Donnerstag, 17. September

Bericht: Trump will Golfstaaten wegen Iran-Krieg treffen

US-Präsident Donald Trump will laut einem Medienbericht am Rande der UN-Generalversammlung in New York Vertreter mehrerer Golfstaaten treffen, um über den Iran-Krieg zu beraten. Nach Angaben von «Axios» sollen unter anderem Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Oman teilnehmen.

Ein mögliches Treffen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu liess Trump offen. Zugleich kündigte er eine «grosse Entscheidung» im festgefahrenen Iran-Krieg an, ohne weitere Details zu nennen. (dpa)

15:07 Uhr

Donnerstag, 17. September

Macron berät mit Aoun und Abdullah über Unterstützung für Libanon

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit Libanons Präsident Joseph Aoun und Jordaniens König Abdullah II. über Unterstützung für das libanesische Militär beraten. Thema waren auch die Sicherheitslage im Südlibanon und Pläne für eine internationale Präsenz nach dem Auslaufen des Unifil-Mandats Ende Jahr.

Eine von Frankreich, Saudi-Arabien und den USA geplante Geberkonferenz für die finanziell angeschlagene libanesische Armee war wegen des Iran-Kriegs verschoben worden. Ein neuer Termin wurde zunächst nicht bekannt.

Das libanesische Militär gilt als unterfinanziert und soll nach einem Rahmenabkommen schrittweise die Kontrolle im Südlibanon übernehmen. Die Umsetzung stockt jedoch. (dpa)

14:28 Uhr

Donnerstag, 17. September

Drei Tote bei Einsatz gegen Islamischen Staat in Syrien

Bei einem Einsatz gegen Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im südlichen Syrien sind drei Sicherheitskräfte getötet und weitere verletzt worden. Eine bewaffnete Gruppe mit Verbindungen zum IS habe sich in einem Ort in der Provinz Daraa versteckt, berichtete die Staatsagentur Sana. Bei dem Einsatz hätten die Männer sich geweigert, sich zu ergeben, und das Feuer eröffnet, teilten die Kräfte für innere Sicherheit mit.

Anwohnern zufolge kam es bei dem Einsatz am frühen Morgen zu langen Feuergefechten. Dabei seien auch Explosionen zu hören gewesen. Für den Ort wurde vorübergehend eine Ausgangssperre verhängt.

Daraa gilt als Ausgangspunkt der Proteste gegen den früheren Machthaber Baschar al-Assad, der 2024 gestürzt wurde. Dort kam es während des Bürgerkriegs wiederholt zu teils schweren Kämpfen.

Der IS beherrschte einst grosse Gebiete in Syrien und dem benachbarten Irak. Ganz verschwunden ist die Bedrohung in Syrien nicht, die Zahl der Anschläge ging aber deutlich zurück. (dpa)

08:38 Uhr

Donnerstag, 17. September

Trump: Höhere Benzinpreise sind ein «sehr kleiner Preis» für den Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump hat die gestiegenen Benzinpreise infolge des Iran-Kriegs als vertretbar bezeichnet. Nur kurz nachdem er gesagt hatte, Bezahlbarkeit sei ein von den Demokraten «erfundenes» Wort, räumte Trump ein, dass die Benzinpreise infolge des Iran-Kriegs «ein wenig höher» seien. «Das ist ein sehr kleiner Preis für das, was wir erreicht haben», sagte er. Dies gelte «selbst wenn es viel mehr wäre». Vor Beginn des Krieges Ende Februar sei es der US-Wirtschaft gut gegangen, sagte Trump. Er hätte sich «zurücklehnen und das geniessen können», aber er habe es für richtig gehalten, den Krieg zu beginnen, sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat North Carolina. (dpa)

18:58 Uhr

Mittwoch, 16. September

Weitere Gefechte in jemenitischer Provinz Marib

Die Gefechte im Jemen dauern an. Truppen der international anerkannten und von Saudi-Arabien unterstützten Regierung bombardierten in der umkämpften Provinz Marib mehrere Ziele, wie es aus Militärkreisen hiess. Nach einem versuchten Vormarsch der Huthi habe es stundenlange Kämpfe gegeben, bei denen die Regierungstruppen unter anderem Drohnen und Artillerie eingesetzt hätten. Die Armee veröffentlichte auch Videos von Drohnenangriffen auf Huthi-Stellungen.

Marib ist im Bürgerkrieg schon lang umkämpft und strategisches Ziel unter anderem wegen der dortigen Öl- und Gasvorkommen. Auch die Lage als Knotenpunkt zwischen mehreren Provinzen im nordwestlichen Zentrum des Landes macht Marib bedeutsam. Im Zuge der jüngsten Huthi-Offensive an der Westküste kommt es auch an verschiedenen Fronten in Marib zu neuen Kämpfen.

Eine mit der Regierung verbündete Miliz im Südjemen, die sogenannten Riesen-Brigaden, berichtete ebenfalls von Kämpfen mit den Huthi in der Nähe der Meerenge Bab al-Mandab. Dabei seien zwei Fahrzeuge der Huthi zerstört und deren Insassen getötet worden.

Der schnelle Vormarsch der Huthi an der Westküste hat gezeigt, wie brüchig das Bündnis der regierungstreuen Kräfte im Jemen ist. Die sogenannten Nationalen Widerstandskräfte erklärten, die Huthi hätten den Einsatz über Monate vorbereitet und seien mit mehr als 70'000 Kämpfern vorgerückt. Sie hätten mit Dutzenden Raketen, Drohnen und Sprengstoffbooten angegriffen. Nach Schätzungen von 2024 zählen die Huthi etwa 350'000 Kämpfer. (dpa)

11:02 Uhr

Mittwoch, 16. September

Repressionen in Iran 2022: Amnesty nennt 87 Verantwortliche

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat vier Jahre nach den Frauenprotesten in Iran eigenen Angaben zufolge Dutzende mutmassliche Verantwortliche der damaligen staatlichen Gewalt identifiziert. In einem Bericht mit dem Titel «Architekten der Gräueltaten» nennt Amnesty 87 Funktionäre. Die Organisation wirft dem iranischen Machtapparat schwere Rechtsverstösse vor, darunter Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Auslöser der Proteste im Herbst 2022 war der Tod der jungen iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini. Sie kam im Polizeigewahrsam ums Leben, nachdem Sittenwächter die damals 22-Jährige wegen angeblicher Verstösse gegen die strengen islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen hatten. Die Meldung über ihren Tod löste eine landesweite Welle an Demonstrationen unter dem Motto «Frau, Leben, Freiheit» aus, die der Staat gewaltsam niederschlug.

Sechs mutmassliche Verantwortliche bereits tot

Die staatlichen Sicherheitskräfte gingen damals mit scharfer Munition, Massenfestnahmen, Einschüchterungen und Folter gegen die Demonstranten vor. Amnesty macht die sogenannten Ordnungskräfte, denen Irans Polizei unterstellt ist, sowie die Revolutionsgarden mit ihren paramilitärischen Einheiten für die Repressionen verantwortlich. Die Menschenrechtler identifizieren auch Befehlshaber aus der Staatsspitze und dem Innenministerium. Sechs der 87 beschuldigten Funktionäre sind bereits tot, unter ihnen auch der zu Beginn des Iran-Kriegs im Februar getötete oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei.

Amnesty zufolge kamen bei den Protesten mindestens 377 Demonstranten und unbeteiligte Dritte ums Leben, unter ihnen auch 49 Minderjährige. 326 Menschen wurden laut den Untersuchungen durch Schüsse oder andere tödliche Gewalt der Sicherheitskräfte getötet. Familienangehörige der getöteten Protestteilnehmer sollen ebenfalls gezielten Attacken und Einschüchterungen ausgesetzt worden sein. Die Menschenrechtsorganisation wirft iranischen Justizbeamten vor, mehrere Inhaftierte vergewaltigt zu haben.

Amnesty-Bericht mit mehr als 1100 Seiten

Amnesty stützt ihren mehr als 1100 Seiten langen Bericht eigenen Angaben zufolge auf Interviews mit 270 Menschen, von denen sich 221 zur Zeit der Proteste 2022 in Iran aufhielten. Die meisten von ihnen leben demnach immer noch im Land. Dabei handelte es sich unter anderem um damalige Teilnehmer der Proteste, ehemals Inhaftierte, Angehörige, Augenzeugen, Journalisten und Anwälte. Ausserdem seien mehr als 2000 Videos analysiert worden, die von September bis Ende Dezember 2022 aufgenommen wurden.

Die Menschenrechtsorganisation fordert, dass der UN-Sicherheitsrat die Lage in Iran an den Internationalen Strafgerichtshof verweist. Amnesty ruft die internationale Staatengemeinschaft zudem auf, gemäss dem Weltrechtsprinzip strafrechtliche Ermittlungen gegen iranische Funktionäre einzuleiten.

Keine politischen Konsequenzen, aber kultureller Wandel

Die Proteste im Herbst 2022 verstummten infolge der schweren Repressionen nach wenigen Monaten. Sie führten zwar zu keinen wesentlichen innenpolitischen Veränderungen, lösten jedoch einen Kulturwandel aus. Seitdem widersetzen sich Frauen in den iranischen Metropolen offensiv den islamischen Dresscodes. Nach Beginn des Iran-Kriegs dieses Jahr verstärkte sich der Trend noch einmal. Der Staat hat seit Anfang 2023 aus Sorge vor neuen Konfrontationen die Arbeit der Moralpolizei deutlich zurückgefahren.

Der Todestag der iranischen Protestikone Amini an diesem Mittwoch beschäftigt auch heute, vier Jahre danach, den Sicherheitsapparat der Islamischen Republik. Einwohner ihrer Heimatstadt Saghes berichteten über eine angespannte Ruhe mit verschärfter Präsenz von Sicherheitskräften. Versammlungen sollen verboten worden sein. Menschen, die ihr Grab besuchen wollten, wurden weggeschickt.

Anfang Januar 2026 waren in Iran die bis heute schwersten Massenproteste in der jüngeren Geschichte Irans ausgebrochen. Zehntausende Demonstranten wurden getötet, deutlich mehr als noch vor vier Jahren. (dpa)

10:54 Uhr

Mittwoch, 16. September

Militärkreise im Jemen: Huthi graben sich bei Meerenge ein

Die Huthi bauen nach dpa-Informationen ihre Stellungen um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab aus. Wie eine den Streitkräften der international anerkannten Regierung nahestehende Quelle mitteilte, hoben die Rebellen etwa Gräben aus, um die kürzlich eroberten Gebiete an der jemenitischen Rotmeerküste zu verteidigen. Auch von Minen war die Rede, ob von Seeminen oder Landminen blieb jedoch unklar.

Die mit dem Iran verbündeten Huthi hatten in einer Blitzoffensive in der vergangenen Woche die gesamte Westküste des Jemen überrannt und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie haben damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien.

Die international anerkannte Regierung des Jemen liefert sich mit ihren Verbündeten Saudi-Arabien und verschiedenen Milizen einen Bürgerkrieg mit den Huthi. Die Huthi, die seit Jahren die Hauptstadt Sanaa und weitere Gebiete kontrollieren, sind inzwischen auf dem Vormarsch. Knapp 100'000 Menschen waren UN-Angaben zufolge infolgedessen auf der Flucht. (dpa)

09:27 Uhr

Mittwoch, 16. September

Ministerium: Mindestens 19 Tote bei Gebäudeeinsturz im Gazastreifen

Beim Einsturz eines beschädigten Gebäudes im Gazastreifen sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Ein Sprecher des von der militant-islamistischen Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, Saher al-Wahidi, bezifferte die Zahl der Todesopfer am Mittwoch mit 19, darunter mindestens acht Kinder und fünf Frauen. 25 weitere Menschen seien verletzt worden.

Es wurde damit gerechnet, dass die Opferzahl noch steigt. Helfer suchten in den Trümmern des Hauses in der Stadt Gaza nach weiteren Überlebenden und Verschütteten, wie Fotografen der Nachrichtenagentur AP dokumentierten. Das Gebäude war während des Krieges durch einen israelischen Luftangriff beschädigt worden, diente aber nach palästinensischen Angaben etwa sechs vertriebenen Familien als Unterkunft.

Dutzende mehrstöckige Gebäude, die durch israelische Angriffe beschädigt wurden, stürzten später ein, insbesondere bei winterlichem Wetter. Zahlreiche vertriebene Familien kehrten dennoch aus Zeltlagern in ihre beschädigten Häuser zurück. (dpa)

08:59 Uhr

Mittwoch, 16. September

Fünf Ölteppiche in der Strasse von Hormus belasten Küsten von Iran und Oman

Greenpeace sieht auf aktuellen Satellitenbildern fünf grössere Ölteppiche. Eine Verschmutzung hat die iranische Küste nahe Schutzgebieten auf Gheshm erreicht, ein weiterer liegt an Omans Südseite. (chm/dpa)

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08:12 Uhr

Mittwoch, 16. September

Huthi-Angriffe: Saudi-Arabien sucht Rückhalt in Ägypten

Angesichts der Angriffe der Huthi-Rebellen hat Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman Ägypten um Unterstützung gebeten. Er traf am Dienstag in Kairo Präsident Abdel Fattah al-Sisi. Dessen Büro versicherte dem Nachbarland am Roten Meer «unerschütterliche» Unterstützung. Konkrete Schritte kündigten beide Seiten nicht an.

Eine militärische Unterstützung Ägyptens gilt als unwahrscheinlich. Das Land besitzt jedoch grossen Einfluss in der arabischen Welt und könnte helfen, Unterstützung für Saudi-Arabien zu mobilisieren. Die Huthi hatten zuletzt die jemenitische Hafenstadt Mokka sowie drei strategisch wichtige Inseln in und nahe der Meerenge Bab al-Mandab eingenommen.

Zusätzlich belasten Angriffe mit dem Iran verbündeter Milizen im Irak die saudischen Ölexporte. Die wichtige Ost-West-Pipeline des Königreichs dürfte nach Angaben von Regierungsvertretern wegen Reparaturen wochenlang grösstenteils ausfallen. Dadurch könnten täglich mehrere Millionen Barrel Öl weniger auf den Weltmarkt gelangen. (dpa)

07:29 Uhr

Mittwoch, 16. September

Abzug von US‑Truppen aus dem Irak trotz Gefahr durch bewaffnete Gruppen

Die letzten amerikanischen Soldaten sollen bis Ende September das Land verlassen. Eigentlich sollten bis dahin auch alle irakischen Milizen, von denen einige Verbindungen zum Iran haben, ihre Waffen abgeben. Doch die denken gar nicht daran. Somit drohen neue Risiken. (dpa)

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05:35 Uhr

Mittwoch, 16. September

Berichte: USA wollen Israel Zehntausende schwere Bomben liefern

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will Israel Zehntausende tonnenschwere Bomben im Milliardenwert liefern. Wie die «Washington Post» und die «New York Times» unter Berufung auf einen US-Beamten berichten, umfasst der 2,8 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) schwere Deal 40'000 Ein-Tonnen-Bomben. Israel hatte mit dem Einsatz solcher Bomben im Gazastreifen und im Libanon international Empörung ausgelöst, da aufgrund der gewaltigen Explosionskraft und des grossen Zerstörungsradius viele Zivilisten getötet wurden.

Es handelt sich den Berichten zufolge um eine der umfangreichsten Lieferungen US-amerikanischer Munition an den Verbündeten. Der US-Kongress wurde demnach informell über das geplante Rüstungsgeschäft informiert, das 20'000 Bomben vom Typ Mk84 sowie 20'000 BLU-117-Bomben umfasst. Israel hatte den Berichten zufolge allein im Krieg gegen die islamistische Terrororganisation Hamas im Gazastreifen Hunderte solcher schweren Bomben über dem abgeriegelten Küstengebiet abgeworfen. (dpa)

04:21 Uhr

Mittwoch, 16. September

Irans Aussenminister macht sich über US-Verluste lustig

Araghtschi schrieb auf X, Hunderte US-Militäreinrichtungen seien «in Stücke geschossen» und Dutzende Flugzeuge zerstört worden. Er bezog sich dabei auf einen Bericht des US-Verteidigungsministeriums, wonach iranische Angriffe Hunderte Gebäude auf US-Stützpunkten in der Region beschädigt oder zerstört sowie zahlreiche Fluggeräte getroffen hätten.

Zudem räumte eine Aufsichtsbehörde des Pentagon gravierende Munitionsengpässe ein. Der hohe Verbrauch von Patriot- und THAAD-Abfangraketen habe strategische Bestandslücken geschaffen und Schwächen bei der Nachschubversorgung offengelegt.

Das Pentagon beziffert die Kosten des Kriegseinsatzes bis Ende Juni auf 33,4 Milliarden Dollar, davon mehr als 22 Milliarden für verbrauchte Munition. (dpa)

02:50 Uhr

Mittwoch, 16. September

Militär: Saudi-Arabien wehrt Huthi-Drohne bei Mekka ab

Die saudi-arabische Luftabwehr hat nach Militärangaben nahe Mekka eine Huthi-Drohne abgefangen und zerstört. Der Sprecher des von Saudi-Arabien geführten Militärbündnisses bezeichnete den Angriff auf X als «schändliche Tat».

Bereits am Dienstag hatten die Behörden in der Pilgerstadt Alarm ausgelöst und die Bevölkerung zur Ruhe aufgerufen. Laut Militär war es der erste Huthi-Angriff auf Mekka seit 2017.

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz greift im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstärkt Ziele in Saudi-Arabien an. Auch aus dem Irak kommt es zu Angriffen, hinter denen vom Iran unterstützte schiitische Milizen vermutet werden. (dpa)

02:22 Uhr

Mittwoch, 16. September

US-Minister: Saudische Pipeline «sehr bald» wieder in Betrieb

Die wichtige Pipeline, die Öl unter Umgehung der faktisch blockierten Strasse von Hormus vom Persischen Golf ans Rote Meer transportiert, sei nur vorübergehend ausser Betrieb, sagte Wright dem Sender CNBC.

Die mehr als 1200 Kilometer lange Leitung kann täglich bis zu sieben Millionen Barrel Öl fördern. Sie war nach einem Drohnenangriff vergangene Woche vorsorglich abgeschaltet worden.

Seit der Eskalation des Konflikts mit Iran versucht Saudi-Arabien, mithilfe der Pipeline Ausfälle bei den Ölexporten zu begrenzen. Gleichzeitig wächst auch die Gefahr auf der Ausweichroute über das Rote Meer, nachdem die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen ihre Kontrolle an der jemenitischen Küste ausgeweitet haben. (dpa)

00:20 Uhr

Mittwoch, 16. September

Israels Armee tötet hochrangigen Hamas-Kommandeur im Gazastreifen

Das israelische Militär meldet die Tötung des Chefs der Hamas-Brigade von Rafah, Nayal Abu Obeid. Er sei eine «Schlüsselfigur» der Hamas-Führung gewesen und für Terroranschläge verantwortlich gewesen. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete von zwei Toten, darunter einem achtjährigen Kind, und mindestens zehn Verletzten bei einem Luftangriff auf ein Zeltlager in Al-Mawasi. Unklar blieb, ob es sich um denselben Angriff handelte.

Bereits am Freitag hatte Israel die Tötung des Kommandeurs der Hamas-Brigade von Chan Junis gemeldet. Trotz der seit Oktober 2025 geltenden Waffenruhe kommt es weiterhin zu tödlichen Angriffen. (dpa)

16:57 Uhr

Dienstag, 15. September

Katar: Schliessung von Bab al-Mandab wäre «katastrophal»

Eine faktische Schliessung der Meerenge Bab al-Mandab wäre aus Sicht des Golfstaats Katar eine Katastrophe. «Die Welt leidet genug wegen der Schliessung der Strasse von Hormus», sagte ein Sprecher des katarischen Aussenministeriums. Die Welt könne es sich nicht leisten, dass auch der Seeweg durch das Bab al-Mandab unbefahrbar werde. «Es wird katastrophal für die gesamte Welt», sagte der Sprecher. Eine Blockade internationaler Seewege könne nicht die «neue Normalität» sein.

Die von Irans Regime unterstützte Huthi-Miliz rückte im Jemen vergangene Woche entlang der Küste nach Süden vor und kontrolliert nun die Küstenstädte Mokka, Dhubab und mehrere Inseln im Roten Meer. Von dort kann die Miliz etwa Handelsschiffe noch stärker angreifen als zuvor.

Das Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und liegt auf dem kürzesten Schifffahrtsweg zwischen Europa und Asien. Durch das «Tor der Tränen» laufen in normalen Zeiten etwa zehn Prozent des weltweiten Seehandels und 30 Prozent des weltweiten Containerverkehrs. (dpa)

14:56 Uhr

Dienstag, 15. September

Warnsirenen auch in Mekka

Im Zuge der Angriffe auf Saudi-Arabien haben Behörden auch in der für Muslime heiligen Stadt Mekka eine Warnung ausgegeben. Die Menschen dort sollten ruhig bleiben und offizielle Anweisungen befolgen, teilte der saudische Zivilschutz mit. Auch in der Küstenstadt Dschidda am Roten Meer, dem wichtigsten kommerziellen Zentrum neben der Hauptstadt Riad, wurde Alarm ausgelöst. Bald darauf wurden die Warnungen wieder aufgehoben.

Es ist das erste Mal seit der neuen Eskalation mit der Huthi-Miliz, dass in der muslimischen Pilgerstätte Mekka Alarm ausgelöst wird – Attacken dort gab es in vergangenen Jahren nicht. Vor Beginn der vergangenen grossen Wallfahrt Hadsch im Mai hatte das Verteidigungsministerium bereits Videos der Flugabwehr in Mekka veröffentlicht.

Das saudische Militärbündnis im Jemen teilte zuletzt mit, man werde «entschlossen» auf Angriffe reagieren. (dpa)

13:50 Uhr

Dienstag, 15. September

US-Kontrollbehörde bilanziert erstmals Folgen des Iran-Kriegs

Eine US-Regierungskontrollbehörde hat erstmals eine ausführliche offizielle Bilanz der Folgen des Iran-Kriegs veröffentlicht. Der am Montag vorgelegte Bericht des Generalinspekteurs des Verteidigungsministeriums führt elf «im Einsatz getötete» US-Soldaten auf und legt Engpässe bei wichtigen Waffen offen. Den Erkenntnissen zufolge verursachte der Krieg zudem erhebliche Schäden an amerikanischen Militärstützpunkten und Flugzeugen. Der Bericht erfasst die Zeit vom 1. April bis zum 30. Juni.

Demnach wurden Hunderte Gebäude und andere Einrichtungen auf US-Stützpunkten in Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, dem Irak, Oman und Jordanien durch iranische Angriffe beschädigt oder zerstört. Der US-Marinestützpunkt in Bahrain wurde mit iranischen Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Die US-Streitkräfte mussten deshalb auf weiter entfernte Versorgungsstützpunkte ausweichen, darunter Diego Garcia im Indischen Ozean. Laut Bericht dauerten die Versorgungszyklen dadurch 14 bis 18 Tage.

Verluste auch in der Luft

Auch Dutzende US-Flugzeuge und Drohnen wurden dem Bericht zufolge beschädigt oder zerstört. Darunter waren bis zu 30 MQ-9-Reaper-Drohnen im Wert von jeweils rund 30 Millionen Dollar. Sieben Tankflugzeuge vom Typ KC-135 wurden ebenfalls beschädigt oder zerstört. Fünf davon wurden am Boden in Saudi-Arabien von iranischer Munition getroffen.

Eine weitere KC-135 stürzte im Irak nach der Kollision mit einer anderen KC-135 ab. Dabei kamen sechs Soldaten ums Leben. Diese Todesfälle sowie der Tod eines Piloten, dessen Hubschrauber ins Arabische Meer stürzte, werden als Todesfälle bei nicht feindseligen Ereignissen aufgeführt. Elf weitere Soldaten werden in Kuwait, Irak, Jordanien und Saudi-Arabien als «im Einsatz getötet» aufgeführt.

Nachschub für moderne Waffen stockt

Der Krieg führte dem Bericht zufolge zudem zu Engpässen bei modernen Waffen und Problemen bei deren Nachschub. Experten gehen davon aus, dass es etwa drei Jahre dauern könnte, die Bestände an modernen Raketen und Abfangsystemen wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen. Das Pentagon weist Berichte über einen Munitionsmangel zurück. (dpa)

13:09 Uhr

Dienstag, 15. September

Palästinenser bei Armeeeinsatz im Westjordanland getötet

Bei einem Einsatz der israelischen Armee im besetzten Westjordanland ist palästinensischen Angaben zufolge ein Mann getötet worden. Der 54 Jahre alte Palästinenser sei durch Schüsse israelischer Soldaten in der Stadt Al-Bira bei Ramallah ums Leben gekommen, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah mit.

Israels Militär sagte am Vormittag auf Anfrage, der Mann habe bei einem Einsatz versucht, einem israelischen Soldaten eine Waffe zu entreissen. Dieser habe daraufhin auf den Palästinenser geschossen und ihn dabei getroffen.

Palästinensische Medien berichteten unter Berufung auf die Familie des Mannes dagegen, israelische Soldaten hätten ihn gezielt getötet. Den Angaben zufolge waren sie zuvor in das Haus des Palästinensers und in das seines Bruders nebenan eingedrungen. Den Berichten zufolge nahmen Israels Einsatzkräfte dabei auch Familienmitglieder fest. Aus Israel gab es dafür zunächst keine Bestätigung. (dpa)

10:46 Uhr

Dienstag, 15. September

Weitere Angriffe im Jemen und in Saudi-Arabien

Bei den jüngsten Angriffen der von Irans Regime unterstützten Huthi-Miliz in Saudi-Arabien sind nach dortigen Angaben 13 Zivilisten verletzt worden. Das teilte Turki al-Maliki mit, der Sprecher des Militärbündnisses, das im Jemen an Seite der Regierung gegen die Miliz kämpft. Die Huthi hätten in Chamis Muschait, Abha und Taif im Süden des Königreichs mit Drohnen und Raketen angegriffen.

Saudi-Arabiens Zivilschutz warnte heute in Abha und Chamis Muschait erneut vor möglichen Bedrohungen. Auch für die Küstenstadt Dschidda am Roten Meer und für al-Ula im Norden des Landes wurden vorübergehend Warnungen ausgegeben. Details über mögliche Opfer und Schäden gab es zunächst nicht. Grund für die Warnungen waren vermutlich neue Huthi-Angriffe.

Das Königreich habe eine seiner «schwierigsten Nächte» durchstanden, berichtete der Huthi-Fernsehsender Al-Masirah. Der «grosse Einsatz» der Huthi reiche nun bis tief ins Innere des Nachbarlandes hinein, wo «zunehmende Panik» herrsche.

Huthi: Mehr als 50 saudische Luftangriffe in 24 Stunden

Auch die Angriffe der saudischen Luftwaffe im Jemen gingen nach Huthi-Angaben weiter. Diese hätten unter anderem in den Provinzen Tais und Marib innerhalb von 24 Stunden mehr als 50 Luftangriffe geflogen, teilte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari mit. Die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba berichtete, dass bei saudischen Luftangriffen drei Menschen getötet und zwei weitere verletzt wurden.

Auch Jemens international anerkannte Regierung griff nach eigenen Angaben weiter Huthi-Ziele an. Die Armee veröffentlichte Videos der jüngsten Angriffe mit Artillerie und Drohnen. (dpa)

07:04 Uhr

Dienstag, 15. September

Zwei Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sollen am Montag mindestens zwei Menschen getötet worden sein. Ein Mensch sei in Gaza getötet worden, der grössten Stadt des Palästinensergebiets, ein weiterer beim Beschuss von Zelten im Gebiet Al-Mawasi, teilten das Schifa-Krankenhaus und das Nasser-Krankenhaus mit.

In Sauaida im Zentrum des Gazastreifens und im südlichen Chan Junis seien mehrere Menschen verletzt worden, erklärte das örtliche Gesundheitsministerium. Das israelische Militär bestätigte Angriffe und teilte mit, diese hätten sich gegen Extremisten gerichtet. (dpa)

15:30 Uhr

Montag, 14. September

Reparatur saudischer Pipeline dürfte Wochen dauern

Eine vergangene Woche durch einen Angriff aus dem Irak beschädigte Ölpipeline in Saudi-Arabien dürfte nach Informationen der Nachrichtenagentur AP erst in mehreren Wochen repariert sein. So lange werde die Ost-West-Pipeline gar nicht oder nur teilweise in Betrieb sein, sagten zwei Regierungsvertreter aus der Region am Montag der Nachrichtenagentur AP. Einer von ihnen stellte in Aussicht, dass etwas Öl fliessen könne, während die Arbeiten andauern.

Für Saudi-Arabien könnte es dadurch noch schwieriger werden, sein Öl auf den Weltmarkt zu bringen. Das Königreich hatte seit Beginn des Iran-Kriegs zunehmend auf die Ost-West-Pipeline vom Persischen Golf zum Roten Meer gesetzt, weil Teheran die Schiffsroute aus dem Golf heraus durch die Strasse von Hormus weitgehend blockiert hatte. Durch die Pipeline können pro Tag bis zu sieben Millionen Barrel Öl fliessen. Der saudische Ölkonzern Aramco, der die Pipeline betreibt, gab zunächst keinen Kommentar zur Dauer der Reparaturen ab.

Für den Angriff auf die 1200 Kilometer lange Pipeline hatte Saudi-Arabien Milizen aus dem Irak verantwortlich gemacht, die von Irans Regime unterstützt werden. Auch die Huthi-Miliz aus dem Jemen, die ebenfalls mit Teheran verbündet ist, griff saudische Energieanlagen und Schiffe im Roten Meer an. (dpa)

13:13 Uhr

Montag, 14. September

Eklat bei IAEA-Konferenz: Kein Visum für Irans Atomchef

Dem iranischen Atomchef und Vizepräsidenten Mohammad Eslami ist die Einreise nach Österreich für ein wichtiges Treffen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verweigert worden. Die Entscheidung sorgte zu Beginn der Jahreskonferenz aller IAEA-Mitgliedsländer in Wien für einen diplomatischen Streit zwischen der Islamischen Republik Iran, Österreich und den Vereinigten Staaten.

Eslami ist mit UN-Sanktionen belegt, die unter anderem Einreiseverbote enthalten. Österreich habe beim zuständigen Komitee des UNO-Sicherheitsrates um eine Ausnahme angesucht, doch diese sei verweigert worden, erklärte Österreichs UN-Botschafter in Wien, Christian Ebner, zu Beginn der IAEA-Konferenz.

US-Botschafter Preston Wells Griffith teilte mit, dass sein Land hinter diesem Schritt stehe. Washington könne Eslamis Reise wegen der mangelnden Kooperation Teherans mit IAEA-Atominspektoren nicht erlauben, sagte er. «Seine Teilnahme hätte nur dazu geführt, dass Iran die IAEA als Propagandabühne benutzt», sagte er in Wien. Ausserdem machte Griffith Eslami für die Produktion von beinahe atomwaffentauglichem Uran verantwortlich. (dpa)

13:12 Uhr

Montag, 14. September

Huthi-Miliz vermeldet Einnahme von Inseln im Roten Meer

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat weitere strategisch wichtige Inseln im südlichen Roten Meer unter ihre Kontrolle gebracht. Neben einem Huthi-Sprecher bestätigten auch zwei Vertreter der jemenitischen Regierung der Nachrichtenagentur AP am Montag, dass Huthi-Kämpfer auf den Inseln Gross-Hanisch und Klein-Hanisch stationiert worden seien, nachdem sich Hunderte von regierungstreuen Soldaten aus der Inselgruppe zurückgezogen hätten. Die Hanisch-Inseln liegen 160 Kilometer nördlich der Meerenge von Bab al-Mandab.

Zuvor hatte die Miliz bereits die Hafenstadt Mokka und die Insel Majun, die innerhalb der Meerenge von Bab al-Mandab liegt, von den jemenitischen Regierungstruppen erobert. Diese werden seit mehr als zehn Jahren in ihrem Kampf gegen die Huthi von Saudi-Arabien unterstützt. Die Offensive der Huthi hat Sorgen vor einer weiteren Eskalation im Bürgerkrieg im Jemen geschürt. (dpa)

11:09 Uhr

Montag, 14. September

Huthi: Haben erneut Ziele in Saudi-Arabien angegriffen

Die von Irans Regime unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe auf das benachbarte Saudi-Arabien für sich beansprucht. Sie habe auf der Luftwaffenbasis Chamis Muschait im Süden des Königreichs unter anderem Waffenlager, Startbahnen und Hangar mit Dutzenden Raketen und Drohnen angegriffen, sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Es sei eine Antwort auf mehr als 300 saudische Luftangriffe im Jemen in den vergangenen Tagen.

Saudi-Arabien, das die Miliz seit mehr als zehn Jahren an Seite der international anerkannten Regierung bekämpft und dafür ein Militärbündnis im Jemen anführt, kommentierte dies zunächst nicht. Die Huthi hatten den Nordjemen samt der Hauptstadt Sanaa 2014 überrannt und kontrollieren dort inzwischen grosse Gebiete. (dpa)

10:10 Uhr

Montag, 14. September

Iran: Treffen im Oman wegen Eskalation im Jemen verschoben

Das für heute geplante Aussenministertreffen der Golfstaaten zur Strasse von Hormus ist nach Angaben aus Teheran wegen der Eskalation im Jemen verschoben worden. «Saudi-Arabien hat darum gebeten, dass diese Sitzung nicht stattfindet», sagte Aussenamtssprecher Esmail Baghai in Teheran. Auf Nachfrage bestätigte er, dass die jüngsten Entwicklungen im Jemen dabei eine Rolle gespielt hätten.

Offiziell dementiert die iranische Regierung, in den Vormarsch der jemenitischen Huthi involviert zu sein, und betont stets, die Bewegung agiere unabhängig. Baghai sagte am Montag, Saudi-Arabien dürfe mit Blick auf die Eskalation im Jemen nicht auf Iran verweisen. «Die Probleme im Jemen haben weit zurückreichende Wurzeln», sagte er.

Am Montag wollte die Islamische Republik Iran mit dem Oman eine Vereinbarung über die Zukunft der Strasse von Hormus vorstellen. Eingeladen waren auch die Aussenminister der Golfstaaten. Am Sonntagabend verkündete der Oman dann eine Verschiebung des Treffens. (dpa)

13:10 Uhr

Sonntag, 13. September

Iran meldet Toten bei Angriff auf Handelsschiff

Bei einem Angriff auf ein iranisches Handelsschiff vor der Insel Keschm in der Strasse von Hormus ist nach Angaben staatlicher Medien ein Mensch ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, hiess es am Sonntag in den Berichten. Das Schiff sei nahe der Insel getroffen worden. Keschm ist die grösste Insel im Persischen Golf.

Unabhängig davon meldete die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO), ein Schiff sei während der Durchfahrt durch die Strasse von Hormus von einem Geschoss getroffen worden. Weitere Einzelheiten nannte die Behörde nicht. Ob es sich um denselben Vorfall handelte, war unklar.

Das US-Militär äusserte sich nicht. Die USA haben in der Vergangenheit Schiffe unter iranischer Flagge angegriffen. Zugleich halten sie nach iranischen Angaben die Blockade iranischer Häfen aufrecht. (dpa)

06:08 Uhr

Sonntag, 13. September

Saudi-Arabien: Zwei Verletzte nach Huthi-Beschuss

Durch Beschuss der proiranischen Huthi-Miliz sind in Saudi-Arabien nach offiziellen Angaben zwei Menschen verletzt worden. Es habe ausserdem Schäden an einer Moschee und weiteren Gebäuden sowie an Fahrzeugen gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf den Zivilschutz.

Der Vorfall ereignete sich in der an den Jemen angrenzenden Region Dschasan im Südwesten des Landes. Die Rede war von einem nicht näher definierten Projektil, das die Huthi-Miliz abgefeuert haben soll.

Die Huthi kämpfen im Jemen gegen die international anerkannte Regierung, die wiederum von Saudi-Arabien unterstützt wird. Der seit Jahren andauernde Konflikt ist durch den Iran-Krieg erneut entflammt. (dpa)

14:09 Uhr

Samstag, 12. September

Trump macht Iran für Angriff auf saudische Ölpipeline verantwortlich

Der Iran ist nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump verantwortlich für den Angriff auf eine Ölpipeline in Saudi-Arabien. Auf die Frage von Reportern, ob er glaube, dass der Iran hinter dem Angriff stecke, sagte der Präsident: «Nun, ich glaube schon. Wahrscheinlich stecken sie dahinter. Wissen Sie, sie sind im Moment sehr angespannt. Aber ich glaube, sie sind es.»

Trump äusserte sich in Dublin, wo er mit irischen Spitzenpolitikern zusammentraf, bevor er zu seinem Golfclub an der Atlantikküste des Landes weiterreiste. Die irakische Regierung hatte zuvor bestätigt, dass Angriffe auf eine saudische Ölpipeline von irakischem Gebiet ausgingen.

Er erklärte zudem, seine Regierung habe Gespräche mit der Huthi-Miliz im Jemen geführt. Wann die Gespräche stattfanden, sagte er nicht. «Die Huthi haben uns angerufen, und sie wollen nicht gegen uns kämpfen», sagte Trump. «Sie hätten es viel lieber, wenn wir uns nicht einmischen würden, und sie lassen die meisten Schiffe passieren.» (dpa)

09:19 Uhr

Samstag, 12. September

Iran stellt Öffnung der Strasse von Hormus in Aussicht

Irans Präsident Massud Peseschkian stellt nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna eine Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Strasse von Hormus in Aussicht. Peseschkian knüpft diesen Schritt jedoch an ein Ende der US-Seeblockade sowie militärischer Aktionen der US-Armee.

Peseschkian äusserte sich laut Isna in einem Interview mit dem indischen Fernsehsender «India Today». Der vollständige Text des Interviews soll später vom iranischen Präsidialamt veröffentlicht werden.

Laut Peseschkian unterzeichnen der Oman und Iran an diesem Montag in der omanischen Hauptstadt Maskat ein Abkommen über neue Schiffsrouten in der Meerenge. Beide Länder sind Anrainer der Strasse von Hormus. Bei der Unterzeichnung nehmen Peseschkian zufolge auch die Aussenminister der arabischen Anrainerstaaten des Persischen Golfs teil. Das Abkommen solle dann der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation übergeben werden.

Durch die Strasse von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Energiehandels abgewickelt. Die USA setzen die Führung in Teheran mit einer Seeblockade und Wirtschaftssanktionen unter Druck, woraufhin es zuletzt wiederholt zu militärischem Beschuss zwischen den iranischen Revolutionsgarden und US-Streitkräften kam.

Peseschkian nimmt derzeit am Brics-Gipfel in Indien teil. Die Abkürzung Brics steht für die Anfangsbuchstaben der ersten fünf Mitglieder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Auch Saudi-Arabien, der Iran, Ägypten, Äthiopien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indonesien sind Mitglieder. (dpa)

22:02 Uhr

Freitag, 11. September

Saudi-Arabien schaltet nach Angriffen wichtige Pipeline ab

Saudi-Arabien hat die wichtige Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der faktisch blockierten Strasse von Hormus Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, nach Angriffen auf die Leitung in den Regionen Riad und Medina vorsorglich abgeschaltet. Das teilte die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium mit. Bei der Attacke am Donnerstag seien mehrere Menschen verletzt worden. Es seien die notwendigen Massnahmen getroffen worden, um die Pipeline zu sichern, hiess es weiter. (dpa)

15:22 Uhr

Freitag, 11. September

Iran und Golfstaaten wollen über Strasse von Hormus sprechen

Der Iran und Staaten am Persischen Golf wollen einem Bericht zufolge an diesem Montag über die umkämpfte Strasse von Hormus sprechen. An dem Treffen sollen die Aussenminister aus dem Iran, Irak, Oman, Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien teilnehmen, wie das gut informierte iranische Nachrichtenportal «Iran Nuances» berichtete. Ausgerichtet wird das Treffen im Oman.

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi und sein omanischer Kollege Badr al-Busaidi werden dem Bericht zufolge die Regierungsvertreter über den Stand der Verhandlungen unterrichten. Beide Länder diskutieren seit Wochen bereits über einen Mechanismus, wie der Schiffsverkehr durch die Meerenge geregelt werden soll. Für die iranische Führung hatte sich die Strasse von Hormus im Konflikt mit den USA zu einem wichtigen Druckmittel entwickelt. (dpa)

13:53 Uhr

Freitag, 11. September

Irans Vizepräsident gratuliert Huthi nach Vormarsch im Jemen

Irans Vizepräsident hat den Huthi-Rebellen nach ihrem Vormarsch an der Küste zum Roten Meer gratuliert. «Wir freuen uns über die Siege des heldenhaften Volkes des Jemen», schrieb Mohammed Resa Aref an die mit Teheran verbündete Miliz gerichtet auf X.

Zuvor hatten die militant-islamistischen Huthi eine strategisch wichtige Insel am südlichen Ende des Roten Meeres eingenommen und sich damit in eine starke Position gebracht, die Meerenge Bab al-Mandab zu kontrollieren. Seit Jahren tobt im Jemen ein Bürgerkrieg. In den vergangenen Tagen hatten die Huthi im Kampf gegen Kräfte der international anerkannten Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, militärische Erfolge verzeichnet.

Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sprach der israelische Militärexperte Danny Citrinowicz von einem Rückschlag für den Westen. «Im Mittleren Osten hat es selten ein strategisches Versagen dieser Grössenordnung gegeben», schrieb er auf X. «Was in den letzten Tagen geschehen ist, ist daher nicht einfach nur ein saudisches Problem. Es ist ein internationales Problem», fügte er hinzu. (dpa)

13:37 Uhr

Freitag, 11. September

Huthi drohen Riad

Hasam al-Assad, ein Mitglied des Politbüros der Huthi-Miliz, wies Sorgen vor weltweit zu spürenden Folgen zurück. Die Einnahme der Insel sei «kein Grund zu internationaler Besorgnis», sagte er der Nachrichtenagentur AP. Seine Miliz reagiere auf eine militärische Aggression Saudi-Arabiens und verfüge über eine umfassende Liste an Zielen. Falls das Königreich seine Angriffe nicht einstelle, drohte er.

Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die die international anerkannte Regierung des Jemens im Kampf gegen die Huthi unterstützt. Der Konflikt im Jemen war lange Zeit eingefroren, ist zuletzt jedoch wieder eskaliert. Der seit 2022 geltenden, ohnehin fragilen Waffenruhe droht der vollständige Zusammenbruch. (dpa)

12:58 Uhr

Freitag, 11. September

Huthi: Einnahme von Insel kein Grund zu internationaler Besorgnis

Nach der Einnahme der strategisch wichtigen Insel Majun vor der Westküste des Jemens hat ein Mitglied des Politbüros der Huthi-Miliz Sorgen vor weltweit zu spürenden Folgen zurückgewiesen. Die Einnahme der auch als Perim bekannten Insel in der Meerenge Bab al-Mandab sei «kein Grund zu internationaler Besorgnis», sagte Hasam al-Assad der Nachrichtenagentur AP am Freitag.

Seine Miliz reagiere auf eine militärische Aggression Saudi-Arabiens und verfüge über eine umfassende Liste an Zielen, falls das Königreich seine Angriffe nicht einstelle, drohte er. (dpa)

12:31 Uhr

Freitag, 11. September

Bericht: 46'000 Menschen nach Eskalation im Jemen vertrieben

Im Zuge der neuen Eskalation im Jemen sind UN-Daten zufolge mehr als 46'000 Menschen in die Flucht getrieben worden. «Familien werden gezwungen, in diesem Konflikt zum zweiten oder dritten Mal zu fliehen, wobei ihnen fast nichts mehr geblieben ist», sagte die Chefin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Amy Pope, laut einer Mitteilung.

In der Nacht hätten Berichten zufolge viele Menschen die Hafenstadt Mokka mit ihren Habseligkeiten verlassen, hiess es. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen hatten die strategisch wichtige Stadt am Donnerstag eingenommen. In einigen Gebieten des Bürgerkriegslands sollen ganze Dörfer verlassen worden sein. IOM forderte die Konfliktparteien auf, humanitären Zugang zu garantieren und die Sicherheit von Helfern zu gewährleisten.

Am Freitag hatten die militant-islamistischen Huthi eine strategisch gelegene Insel in der Meerenge Bab al-Mandab erobert. Mit den jüngsten Vorstössen kontrollieren die Huthi nun die gesamte Küste des Roten Meeres im Jemen. Der für den Welthandel enorm wichtige Schifffahrtsweg dürfte damit noch stärker bedroht werden als bisher. (dpa)

11:40 Uhr

Freitag, 11. September

Huthi-Sender meldet saudische Angriffe auf Hafenstadt Mokka

Ein von der jemenitischen Huthi-Miliz kontrollierter Sender hat am Freitag saudische Angriffe auf den Flughafen der Stadt Mokka am Roten Meer gemeldet. Am Donnerstag hatte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz der Nachrichtenagentur AP die Einnahme der strategisch wichtigen Hafenstadt bestätigt. Zuvor hatten Einwohner der AP berichtet, dass Huthi-Kämpfer dort eingerückt seien.

Die Lage der Stadt in der Nähe der für den globalen Warenverkehr wichtigen Meerenge Bab al-Mandab könnte dem Iran im Konflikt mit den USA ein weiteres Druckmittel verschaffen, falls die Huthi von Mokka aus die Schifffahrt stärker bedrohen oder angreifen. (dpa)

11:24 Uhr

Freitag, 11. September

Jemens Verteidigungsrat droht Huthi mit militärischer Reaktion

Der Nationale Verteidigungsrat der international anerkannten jemenitischen Regierung hat Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien verurteilt. Auf Bedrohungen werde es eine Reaktion geben, teilte der Verteidigungsrat in einer Stellungnahme mit, die am Freitag veröffentlicht wurde, aber auf Donnerstag datiert war. Eine Militäroperation der jemenitischen Streitkräfte werde sich nicht auf eine einzelne Front beschränken.

Der Verteidigungsrat bat zudem um internationale Unterstützung, um den Vormarsch der Huthi entlang der Küste des Roten Meeres in Richtung der Meerenge Bab al-Mandab zu stoppen.

Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die die international anerkannte Regierung im Kampf gegen die Huthi unterstützt. Das Königreich setzt seit Jahren eine Luft- und Seeblockade der von den Huthi kontrollierten Teile des Jemens durch. Der Konflikt zwischen den beiden Kriegsparteien ist zuletzt wieder aufgeflammt. Der seit 2022 geltenden, ohnehin fragilen Waffenruhe droht der Zusammenbruch.

Eine Rückkehr zu umfassenden Kämpfen hätte weitreichende Folgen für die rund 40 Millionen Menschen im Jemen, dem ärmsten Land der arabischen Welt. In dem Konflikt wurden nach Einschätzung der Vereinten Nationen rund 150'000 Menschen getötet, viele weitere gerieten an den Rand einer Hungersnot. (dpa)

11:11 Uhr

Freitag, 11. September

Israels Armee tötet hochrangigen Hamas-Kommandeur im Gazastreifen

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der islamistischen Hamas im Gazastreifen mit einem gezielten Angriff getötet. Nach Angaben des Militärs war der Kommandeur der Hamas-Brigade von Chan Junis, Muhammad Jasuri, für die Planung von Dutzenden Anschlägen auf israelische Soldaten verantwortlich. Ausserdem soll er den Wiederaufbau der im Gaza-Krieg geschwächten Brigade vorangetrieben haben. Die Terrororganisation Hamas unterhält im Gazastreifen fünf Brigaden. (dpa)

11:04 Uhr

Freitag, 11. September

Huthi erobern Insel in wichtiger Meerenge Bab al-Mandab

Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen haben jemenitischen Regierungsquellen zufolge eine strategisch gelegene Insel in der Meerenge Bab al-Mandab erobert. Der für den Welthandel enorm wichtige Schifffahrtsweg durch das Rote Meer dürfte damit noch stärker bedroht werden als bisher. (dpa)

10:59 Uhr

Freitag, 11. September

Iran fordert Ende der saudischen Blockade im Jemen

Die Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben die strategisch wichtige jemenitische Hafenstadt Mokka am Roten Meer eingenommen. Zuvor hatten Einwohner der Nachrichtenagentur AP vom Einrücken von Huthi-Kämpfern berichtet.

Mokka liegt nahe der Meerenge Bab al-Mandab, die für den internationalen Schiffsverkehr wichtig ist. Gleichzeitig forderte der Iran Saudi-Arabien auf, die Blockade der von den Huthi kontrollierten Gebiete zu beenden. Saudi-Arabien unterstützt im Jemen die international anerkannte Regierung im Kampf gegen die Huthi. Teheran verlangte zudem neue Gespräche zwischen den Kriegsparteien und erklärte sich bereit, Verhandlungen zu unterstützen. (dpa)

10:19 Uhr

Freitag, 11. September

Greenpeace: Ölteppich breitet sich in Strasse von Hormus aus

Auf Satellitenbildern ist laut Greenpeace ein wachsender Ölteppich in der Strasse von Hormus zu erkennen. Die sichtbare verschmutzte Meeresfläche habe sich innerhalb eines Tages von rund 200 auf 400 Quadratkilometer verdoppelt.

Das Öl könnte nach Angaben der Umweltschutzorganisation von einem Tanker stammen, der zuvor vom US-Militär angegriffen worden war. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs ist in der Meerenge nach Angriffen auf Tanker wiederholt Öl ausgetreten. Besonders problematisch für die Umwelt ist es, wenn das Öl die Küsten erreicht. (dpa)

06:27 Uhr

Freitag, 11. September

Saudi-Arabien kündigt Massnahmen gegen Huthi-Angriffe an

Nach der Einnahme der strategisch wichtigen jemenitischen Hafenstadt Mokka durch die Huthi-Rebellen hat Saudi-Arabien Gegenmassnahmen angekündigt. Das Königreich werde alle notwendigen Schritte ergreifen, um Angriffe der vom Iran unterstützten Rebellen abzuschrecken. Der saudische UN-Botschafter Abdulasis Alwasil bekräftigte vor dem UN-Sicherheitsrat das Recht seines Landes, seine territoriale Unversehrtheit im Einklang mit der UN-Charta und dem Völkerrecht zu schützen.

Die Huthi hatten Mokka am Donnerstag eingenommen. Damit sind sie der Kontrolle über eine wichtige Zufahrt zum Roten Meer näher gekommen. Die Hafenstadt liegt rund 80 Kilometer von der Meerenge Bab al-Mandab entfernt. Über die Wasserstrasse zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden werden etwa zwölf Prozent des weltweiten Öls und anderer Güter verschifft.

Für die weltweite Energieversorgung hat die Route zusätzlich an Bedeutung gewonnen, seit der Iran nach Angriffen der USA und Israels im Februar den Schiffsverkehr durch die nahe gelegene Strasse von Hormus beeinträchtigt.

Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, warnte vor der «harten Realität» einer Rückkehr zum Krieg. Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats sprach er von einer «neuen und gefährlicheren Phase». Bleibe diese Entwicklung ungebremst, würden ihre Folgen nicht auf den Jemen beschränkt bleiben. (dpa)

01:51 Uhr

Freitag, 11. September

Behörde: Zwei Schiffe vor Oman beschossen

In der Strasse von Hormus sind erneut zwei Schiffe angegriffen worden. Der Kapitän eines anderen Schiffes habe beobachtet, wie «vier unbekannte Geschosse» die beiden Schiffe getroffen hätten, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Der Vorfall habe sich rund sieben Kilometer westlich des omanischen Ortes Khasab ereignet. Auf einem der Schiffe sei ein Brand ausgebrochen, während der Zustand des zweiten Schiffes unklar sei. Auch wer dafür verantwortlich war, ist ungewiss.

Der Iran blockiert im Konflikt mit den USA mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge weitestgehend. Laut US-Medien eskortiert das US-Militär jedoch immer wieder erfolgreich Schiffe entlang der omanischen Küste durch die Passage zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. (dpa)

15:36 Uhr

Donnerstag, 10. September

Huthi rücken Richtung Bab al-Mandab vor

Die vom Iran unterstützten Huthi sind nach Angaben von Bewohnern in die jemenitische Hafenstadt Mokka vorgerückt. Sollten sich die Berichte bestätigen, wären sie nur noch rund 80 Kilometer von der Meerenge Bab al-Mandab entfernt. Die wichtige Schifffahrtsroute verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden.

Die Huthi haben eine Blockade gegen saudische Schiffe verhängt und mit Angriffen auf Ölexporte Saudi-Arabiens über das Rote Meer gedroht. Das Land versucht, Öl über diese Route auf den Weltmarkt zu bringen, während der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus durch iranische Angriffe beeinträchtigt wird.

Die Entwicklung könnte auch den Konflikt zwischen dem Iran und Saudi-Arabien verschärfen. Der saudische Aussenminister erklärte, der Weg zur Diplomatie bleibe offen. Sein Land werde sich jedoch verteidigen.

Der Ölpreis ist inzwischen wieder auf mehr als 100 Dollar pro Barrel gestiegen. (dpa)

13:22 Uhr

Donnerstag, 10. September

Einwohner: Huthi in strategisch wichtige Stadt Mokka eingerückt

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen sollen in die strategisch wichtige Stadt Mokka am Roten Meer eingerückt sein. Das berichteten zwei Einwohner der Stadt der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag.

Ein Einwohner sagte, Huthi-Kämpfer hätten an verschiedenen Strassenkreuzungen Stellung bezogen. Alle Strassen von der Westküste des Landes nach Mokka seien gesperrt, die Geschäfte in der Stadt seien geschlossen. Ein weiterer Einwohner schilderte der AP, er habe Fahrzeuge der Huthi-Miliz in der Hafenstadt gesehen.

Die AP konnte die Angaben zunächst nicht unabhängig überprüfen. Die Huthi hatten jedoch im Konflikt mit den Truppen der international anerkannten Regierung versucht, näher an Mokka heranzurücken. Sollte sich die Präsenz der Huthi in Mokka bestätigen, würde dies die Miliz ihrem Ziel näher bringen, die Schifffahrt in der Meerenge Bab al-Mandab empfindlich zu beeinträchtigen, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean verbindet.

Mokka wurde bislang von mit den Regierungstruppen verbündeten Kräften gehalten. (dpa)