Promi-Anbetung

Zahara streicht Brad Pitts Nachnamen – warum seine Fans das nicht juckt

Ein Kind nach dem anderen pfeift auf Brad Pitts Nachnamen, während seine Fans weiter im «Team Pitt» sind. Warum ausgerechnet Fremde die treuesten Beschützer von Stars sind.

Jetzt ist es offiziell: Mit Zahara Jolie hat das dritte Kind von Brad Pitt seinen Nachnamen abgelegt. Das, nachdem ihn bereits ihre Geschwister Maddox und Shiloh über Bord geworfen haben. Ihre jüngste Schwester, Vivienne hat genau zu ihrem 18. Geburtstag im vergangenen Juli ebenfalls einen Antrag eingereicht, der aktuell läuft.

Doch das juckt Brad Pitts Fans offenbar kein bisschen. Auf Instagram stapeln sich Kommentare, die sich auf seine Seite schlagen. «Ich fange an zu glauben, dass nicht er das Problem ist», schreibt jemand.

Auch andere erklären sich zum «Team Pitt» und jemand meint sogar, dass seine Adoptivtochter «sowieso nicht sein richtiges Kind» sei. Einige sind sich sicher, dass Angelina Jolie die Kinder gegen ihn aufhetzt, und ausserdem sei er «heiss, hübsch und wir lieben ihn.»

«Promi-Anbetungssyndrom»

Natürlich gibt es durchaus Frauen, die ihre Kinder gegen deren Väter ausspielen, und nur die Beteiligten wissen, was tatsächlich passiert ist. Doch die Sache mit Pitts Ruf als Hollywood-Schönling dürfte bei der öffentlichen Meinung eine Rolle spielen.

Klar, das sind nur Instagram-Kommentare und wer weiss, ob sie überhaupt von echten Menschen stammen. Denn es wimmelt online von Bots, die künstlich für Krach sorgen, um Meldungen zu pushen. Und doch scheint es ein Phänomen zu sein, dass berühmte Männer sich einige Fehltritte leisten können.

Schliesslich hat Chris Brown bei seinen Konzerten noch immer echte Fans, die sich nicht an seinen zahlreichen Straftaten stören. Egal, ob er Rihanna verprügelt, Fans angreift oder sich nicht mehr seiner Ex-Freundin nähern darf – und das sind nur die Vorwürfe, für die er verurteilt wurde.

Dieses «Promi-Anbetungssyndrom» führt dazu, dass man eine emotionale Verbindung zu einem Star aufbaut und ihn verteidigt. Es scheint ganz so, dass es das auch bei Brad Pitt gibt.

FBI untersuchte verbale und körperliche Misshandlung

Er wurde zwar nie verurteilt, doch dass Kinder reihenweise seinen Nachnamen in die Tonne schmeissen, hat eine verstörende Vorgeschichte. September 2016 soll der Schauspieler Angelina Jolie und zwei seiner Kinder in einem Privatjet verbal und körperlich misshandelt haben.

CNN veröffentlichte einen FBI-Bericht, in dem Jolie zu Protokoll gab, dass Pitt betrunken gewesen sein soll und sie «am Kopf und an den Schultern gepackt», geschüttelt, gegen die Wand gedrückt und sie angeschrien haben soll.

Die Kinder sollen dazwischengegangen sein, worauf Pitt eines davon gewürgt und ein anderes ins Gesicht geschlagen haben soll. Fünf Tage nach dem Vorfall reichte sie die Scheidung ein.

Trotzdem kam das FBI zum Schluss, «dass in diesem Fall aus verschiedenen Gründen keine strafrechtliche Verfolgung eingeleitet werden würde.» Laut «Rolling Stone» könnte die Beweislage – Jolies blaue Flecken und Pitts Kratzer – die Entscheidung für eine Anklage erschwert haben. Ausserdem sei Jolie nicht sicher gewesen, ob sie eine Anklageerhebung überhaupt unterstützen sollte oder nicht.

Brad Pitt trug keine Konsequenzen davon. Zumindest nicht beruflich. Doch während Pitts Fans ihn weiterhin lieben, wollen seine Kinder offensichtlich nichts mehr mit ihm zu tun haben.

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)