Schweizer Musikpreise 2026

Das sind die Zentralschweizer Preisträgerinnen

Mit den Schweizer Musikpreisen werden besondere Leistungen im Schweizer Musikschaffen ausgezeichnet. Gleich drei Preise werden an Musikerinnen aus der Zentralschweiz verliehen. Der Hauptpreis geht an eine Jodlerin.

Das Bundesamt für Kultur vergibt zum 13. Mal die Schweizer Musikpreise. Diese gehen an elf Schweizer Musikschaffende, Kollektive und Institutionen und zeichnen jedes Jahr besondere Leistungen im Schweizer Musikschaffen aus.

Der Schweizer Grand Prix Musik (100’000 Franken) für ein Lebenswerk und zwei der sieben Schweizer Musikpreise (je 40’000 Franken) für aktive Musikerinnen und Musiker sowie Kollektive gehen dieses Jahr in die Zentralschweiz.

Nadja Räss – Jodlerin und Kulturvermittlerin mit Wurzeln und Weitblick, Einsiedeln (SZ)

Nadja Räss.
Bild: Pati Grabowicz/zvg

Nachdem sie letztes Jahr mit der höchsten Auszeichnung im Bereich Schweizer Volksmusik, dem Goldenen Violinschlüssel, geehrt und das Schweizer Jodeln immaterielles Kulturerbe der Menschheit wurde, wird Nadja Räss aus Einsiedeln, «Jodlerin und Kulturvermittlerin mit Wurzeln und Weitblick», mit dem Schweizer Grand Prix Musik 2026 ausgezeichnet. Auszug Jurybegründung. «Ihre Fähigkeit, Brücken zwischen regionalen Traditionen, aktuellen künstlerischen Ausdrucksformen und internationalen Perspektiven zu schlagen, macht sie zu einer wichtigen Gestalt der Schweizer Musik. Als erste Grand-Prix-Musik-Trägerin aus dem Feld der Schweizer Volksmusik wird ihr langjähriges Engagement in besonderer Weise sichtbar.»

Die 1979 geborene, in Einsiedeln aufgewachsene Musikerin gehört zu den prägendsten Stimmen der Schweizer Jodelkultur. Seit 2018 amtet sie als Professorin für Jodel und Volksmusik-Fachverantwortliche an der Hochschule Luzern.

Esther Hoppe – Geigerin zwischen Musik und Mensch, Zug (ZG) / Zollikerberg (ZH)

Esther Hoppe.
Bild: Pati Grabowicz/zvg

Die 1978 in Zug geborene Geigerin verfolgt seit über zwei Jahrzehnten eine internationale Karriere als Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin. Auszug Jurybegründung: «Als Interpretin auf höchstem Niveau geniesst Esther Hoppe in der Klassikszene grosse Anerkennung und ist Brückenbauerin zwischen Bühne und Lehre.»

Patricia Draeger – Akkordeonistin zwischen den Kulturen, Zug (ZG) / Meierskappel (LU)

Patricia Draeger.
Bild: Pati Grabowicz/zvg

Die Akkordeonistin Patricia Draeger, 1964 in Zug geboren, ist seit Jahrzehnten zwischen Volksmusik, Jazz und den Klängen weiterer musikalischer Traditionen unterwegs. Auszug Jurybegründung: «Patricia Draeger ist eine musikalische Grenzgängerin, stets auf Augenhöhe und fern von folkloristischem Exotismus.»

Die Preisverleihung findet am 19. September anlässlich des «Label Suisse»-Festivals in Lausanne statt. (reg/zvg)

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