Bühnen-Streit

«Free Palestine»: Pink kritisiert Macklemore – und macht damit ihre Fans sauer

Pink mischt sich in die «Free Palestine»-Debatte um Macklemore ein. Doch warum gerät ausgerechnet sie unter Beschuss? Und wie reagiert Macklemore?

Macklemores «Free Palestine»-Auftritt bei Ed Sheerans Tour schlägt hohe Wellen. Jetzt mischt sich sogar Pink ein – und kritisiert den Rapper. Die Sängerin teilte auf Instagram einen Post, der forderte, dass Ed Sheeran sich entschuldigen und Fans ihr Geld zurückgeben sollte.

«Sheeran wusste, was sein Vorgruppen-Act getan hatte, und dass es wieder geschehen würde», heisst es darin. Und: «Konzertbesucher sollten nicht diesem Hass ausgesetzt werden.»

Macklemore tritt als Vorgruppe bei Ed Sheerans US-Tour auf. Bei einem Konzert in New Jersey rief er «Free Palestine» ins Mikrofon und performte seinen Protestsong «Hind's Hall» von 2024, während im Hintergrund Bilder aus dem Gazastreifen und von pro-palästinensischen Demonstrationen eingeblendet wurden.

Doch das kam bei einer israelisch-amerikanischen Gruppe nicht gut an. Das Israeli-American Council fordert mit einer Petition, dass Macklemore von der Tour ausgeschlossen wird. Ihr Argument: Ein Konzert sei kein Ort für politische Kundgebungen.

Pink spaltet ihre Fans

Dass sich nun Pink eingemischt hat, sorgt wiederum unter ihren eigenen Fans für Stunk. Während manche sie dafür feiern, fragen sich andere: «Wie kann ausgerechnet Pink Macklemore kritisieren?»

Schliesslich protestierte sie vor 20 Jahren mit «Dear Mr. President» selbst gegen den Irakkrieg und sang darin: «Wie kannst du schlafen, während wir anderen weinen? Wie kannst du träumen, wenn eine Mutter keine Chance hat, sich zu verabschieden?»

Weil nun genauso Kinder in Palästina sterben, posten Fans ihr Musikvideo und fragen: «Pink, wie erklärst du das den palästinensischen Müttern?»

Mancher mag sich über die Sängerin wundern, doch obwohl sie nicht religiös erzogen wurde, hat sie in der Vergangenheit öffentlich über ihre jüdische Identität gesprochen. 2023 äusserte sie sich auch mehrmals online zum Krieg zwischen Israel und der Hamas und verurteilte die Terrororganisation.

Dass ihre Fans gespalten auf die Kritik an Ed Sheeran und Macklemore reagieren, scheint sie nicht zu stören. In ihren Instagram-Storys postet sie scheinbar eine indirekte Reaktion in Form von Memes und Zitaten. So beispielsweise «Von allen gemocht zu werden, ist ein Job für Clowns» oder «Wenn sie dich als Bösewicht hinstellen wollen, dann posiere auch so.»

Macklemore: «Gleichheit sollte niemals umstritten sein»

Auch Macklemore lässt sich nicht einschüchtern – und wiederholte beim Konzert am Montag: «Free Palestine!» Dann wandte er sich an seine «jüdischen Brüder und Schwestern» und versicherte: «Kritik an Israel und gegen einen Genozid zu sein, ist keine Kritik an euch.»

Es ginge ihm um Frieden, Liebe, Würde, Respekt und Gleichheit für alle Menschen. Auf seinen Social-Media-Kanälen postete er die ganze Rede und schrieb dazu: «Der Wunsch, dass alle Menschen gleich behandelt werden, sollte niemals umstritten sein.»

Ed Sheeran selbst hat sich zu all dem bisher nicht geäussert. Auf seiner Tour-Website ist Macklemore weiterhin als Vorgruppe für die anstehenden US-Konzerte aufgeführt. Bis November wird er an acht weiteren Veranstaltungsorten auftreten.

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