Hier geht es nicht nur um Kunst, sondern auch um Spiritualität. Der Namibier Nambowa Malua erforscht mit seinen Arbeiten auch den menschlichen Körper als Träger von Erinnerung, Ritualen und Transformation. Malua, der in Windhoek lebt, für seine Projekte aber oft auch in der Schweiz unterwegs ist, malt Gesichter, Körper und symbolische Bildwelten, die sich zwischen dem Intimen und dem Kosmischen, dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren bewegen. Dabei schafft er auch Gegensätze, wie etwa auf einem Bild, welches eine sehr städtische junge Frau beim Arbeiten auf einem Feld zeigt (unten).
Malerei auch als Performance
Seine Arbeit ist zum einen von seinem eigenen kulturellen Hintergrund, aber auch von vielfältigen globalen Einflüssen geprägt. Er verwebt Elemente von Ahnenverehrung, zeremoniellen Traditionen, Heilpraktiken, Trance, Gottesverehrung und Retro-Afrofuturismus. Malerei ist für ihn auch etwas Performatives, weshalb er gerne vor Publikum auftritt. So etwa am Freitag in der Gallery Studio in Luzern, wo auch seine Ausstellung läuft.
Dazu passt, dass eine seiner Inspirationen der Tanz ist, gerade auch afrikanische Rituale und Zeremonien, überhaupt das Körperliche, das sich mit dem Geist und mit dem Kosmos verbinden soll. Dies kann Wege zu Gleichgewicht und innerer Ruhe eröffnen. Und wenn es geteilt wird, auch das Gemeinschaftliche stärken.
Die Energie und Emotion unter der Erscheinung
Ob im Atelier oder vor Publikum: Er versucht, nicht nur das äussere Erscheinungsbild einzufangen, sondern auch die Energie und Emotion darunter. Er kombiniert realistische Abstraktion mit esoterischer Symbolik und schafft so immersive visuelle Erfahrungen. Sie laden zum Staunen ein. Zum Entdecken, was sich hinter vermeintlich Vertrautem verbirgt. (zvg/are)
Bis 5. Juli, Gallery Studio Luzern, Mo – Fr je 12 – 18 Uhr, Sa nach Vereinbarung; Live-Painting mit dem Künstler, Freitag 26. Juni Fr, 19 – 21 Uhr.






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