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«Late Night Switzerland»

Büssi verrät: «Ich hatte denselben Englischlehrer wie Magdalena Martullo-Blocher»

32 Fürze pro Tag, ein Brief aus dem Élysée und ein Doppelgänger: Büssi fährt in der aktuellen «Late Night Switzerland» schweres Geschütz auf – landet er auch Treffer?

Das Gefühl davor

Lustiger als die Fasnacht? Stefan Büsser.
Bild: Screenshot

Wäre man doch besser an die Fasnacht? Stefan Büsser wurde vorgestellt als «der Mann, der es auch ohne Fasnacht lustig haben kann». Das zeigte er dann auch. Er erschien zwar im mausgrauen Beamtenanzug – lieber Büssi, wir sehnen uns deine versprayten, coolen Anzüge zurück, dein Markenzeichen! –, doch mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Klar, er kann es ohne Fasnacht lustig haben. Doch gilt das auch fürs Publikum? Der Start letzte Woche war, gelinde gesagt, mässig, da ist Büssi schon ganz anders zurückgekehrt. Gelingt nun das Comeback?

Das gab zu reden

Bleiben wir doch bei der Fasnacht. Die war auch in St. Gallen, wie Büssi uns erklärte. Und meinte damit eine Demonstration der Organisation Mass-Voll. Hat was. Die Freiheitstrychler machten unkoordiniert Lärm wie einige Guggen mit 2 Promille Alkohol im Blut. Und Nicolas Rimoldis Larve war ziemlich gruselig.

Zu reden gab auch Emmanuel Macron, der Französinnen und Franzosen im gebärfähigen Alter einen Brief geschrieben hat, dass sie doch bitte mehr Kinder kriegen sollen. Sonst sterbe Frankreich aus. Büssi bringt das so auf den Punkt: Liberté, Égalité et Ficki, Ficki.

Eine wohl effektivere Variante wäre gewesen, Pariser zu verbieten. Doch Büssi hat schon recht, wenn er sagt, in Frankreich gehe das wohl nicht.

Zu reden gab auch – ja, es war eher eine Sendung der niederen Instinkte – das Furzen. Büssi zitierte eine neue Studie, die mit Sensoren in den Unterhosen misst, wie oft ein Mensch furzt. Fazit: im Durchschnitt 32 Mal. Wussten Sie nicht? Ja, man lernt bei Late Night Switzerland durchaus was.

Geschickt leitete dann Büssi zum «neusten Furz von Donald Trump» über. Treibhausgase haben keinen Einfluss aufs Klima. Das erklärte der US-Präsident am letzten Donnerstag – just am Schmutzigen Donnerstag, wie Büssi treffend feststellte.

Seither rätselt die Welt aber noch immer über die wissenschaftliche Begründung Trumps: Büssi hat sie: «Sie fallen einfach links und rechts von der platten Erde runter.»

Der beste Spruch

Gute Frage. Vielleicht der: Medienminister Albert Rösti schaute mit dem Blick SRF. Büssi meint dazu: «Warum soll ein von uns allen finanzierter Bundesrat während der Arbeitszeit Fernsehen schauen? Das können doch die Privaten machen.» Hat was.

Aber vielleicht geben wir den Punkt doch eher an: Peter Doherty. Der englische Indie-Rocker schaute kurz vorbei. Und durfte 30 Sekunden eines seiner Songs spielen. Dann fragte Büssi den in Frankreich lebenden Briten, ob er auch einen Brief von Macron erhalten habe. Doherty schlagfertig: «Ja, ich soll auf keinen Fall noch ein Baby machen.»

Rocker Peter Doherty versuchte Büssi das Publikum streitig zu machen.
Bild: Screenshot

Schön, dass der Herr kurz vorbeischaute. Warum aber? Er spielte kurz danach nebenan im Kaufleuten. Und meinte: «Ihr könnt noch an mein Konzert kommen, gleich nebenan, es ist noch nicht ausverkauft.» Ein Werbespot, den Büssi mässig fand. Er fürchtete wohl um sein Publikum.

Und dann war da noch ein Videobeitrag von TeleZüri: Magdalena Martullo-Blocher traf Callista Gingrich. Natürlich eine Steilvorlage: Zuerst war zu hören und sehen, wie Martullo-Blocher ihren Mann, der beim Empfang auch dabei war, herumkommandierte. Dann natürlich das «Seven-Sinking-Steps»-Englisch.

Büssi, der zuvor mit Doherty in passablem Englisch ein paar Sätze ausgetauscht hatte, nutzte das für eine selbstironische Pointe: «Ja, ich hatte denselben Englischlehrer wie Magdalena Martullo-Blocher.»

Der grösste Fail

Geben wir diesen Punkt mal nicht an Büssi. Sondern an jenen österreichischen Olympia-Sportler, den wir hier nicht namentlich outen wollen, der im Fernsehen dieser Tage meinte: «Reden ist Schweigen. Silber ist Gold.»

Kann passieren. Wir erinnern uns auch an einen Schweizer Fussballstar, der während der WM in Brasilien meinte: «Leider konnte ich mich bisher nicht mit den Menschen unterhalten, ich spreche kein Spanisch.»

Der Gast

Gleich und gleich gesinnt sich gern? Michael Elsener und Stefan Büsser.
Bild: Screenshot

Michael Elsener war da. Die Comedians, die sich ja auch ein bisschen ähnlich sehen, waren unter sich. Büssi startete ins Gespräch damit, dass er oft mit Elsener verwechselt werde. Elsener: «Geht mir genau so. So oft sagen die Leute: coole Sendung letzten Sonntag.» Es täte ihm leid, dass sich Büssi jeden Sonntag abrackere «und dann kommen die Leute in meine Show». Und Lob unter Kollegen: «Es ist wirklich beeindruckend, dass ihr jeden Sonntag eine solche Sendung raushauen könnt.» Naja.

Und so weiter. Sie mögen sich wirklich. Dann zog Büssi sogar eine Lockenkopf-Elsener-Perücke auf. Und er sähe wirklich ein bisschen wie Elsener aus, wenn er sich seinen Dreitagebart rasiert hätte.

Dann durfte Elsener Werbung für seine Show machen. Büssi stellte die Fragen so, dass Elsener Auszüge aus seinem Programm einstreuen konnte. Etwa: Wer zu wenig Gemüse isst, produziert viel Cortison. Das führt dazu, dass man Entscheidungen aus Angst oder Impulsen trifft. Wir wissen nun also, warum Rösti den Wolf abschiessen will.

Wenn Sie das ganze Programm sehen wollen: Es gibt bestimmt noch Karten.

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