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Kunst

Die irdischen Urkräfte und welche Rolle wir als heutige Menschen darin spielen

Das Duo GislerGähwiler zeigt in der Kunsthalle Luzern die Ausstellung «Primordial Panorama». Es geht vor allem auch um die Verantwortung des Menschen in der Natur.

Das Kunstduo GislerGähwiler verwandelt die Kunsthalle Luzern in eine Forschungslandschaft, in der frühe Materien und heutige Technologien nicht getrennt wirken, sondern sich gegenseitig durchdringen.

«Phosphoros monoculture in the venussphere».
Bild: zvg / Kilian Bannwart

Die Ausstellung führt an jene Kräfte heran, welche die Erde seit ihren Anfängen prägen, und fragt, welche Rolle der Mensch darin einnimmt. Phosphor, Edelgase und Algen erscheinen als stille Zeugen kosmischer Explosionen, geologischer Schichtungen und mikrobieller Zyklen. Sie begegnen holografischen Bildern, künstlich verwandelten Waldlandschaften sowie Resonanzen des Wassers. So scheinen viele Anfänge zugleich auf.

Zum Beispiel wird die frühe Geschichte der Blütenpflanzen mit der Gegenwart digitaler Verfahren verbunden. Urwälder werden durch künstliche Intelligenz verdichtet. Bewegungen der Algen und des Wassers werden in Schwingungen übersetzt, von einer Satellitenschüssel aufgefangen und in den Raum zurückgeworfen. Auf phosphorbedecktem Boden treffen kosmische Herkunft und agrarische Gegenwart aufeinander. Frühe Stoffe des Universums treffen auf Spuren globaler Warenströme.

Blick in die Ausstellung «Primordial Panorama».
Bild: zvg / Kilian Bannwart

Ur-Stoffe treffen auf globale Warenströme

«Primordial Panorama» macht erfahrbar, wie sehr unser Leben mit Prozessen verwoben ist, die lange vor uns begannen und uns bis heute durchdringen. Ur-Stoffe verweisen auf Abhängigkeiten, die uns tragen und zugleich fordern. Und so bleibt über allem die Frage zurück, welche Verantwortung entsteht, wenn wir erkennen, dass wir heute noch mitten in diesen Urprozessen leben. (zvg/are)

Bis 22. Februar; www.kunsthalle-luzern.ch

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