Mit 78 Jahren

«Jurassic Park»-Star Sam Neill ist gestorben

1993 wurde Sam Neill weltbekannt. Nun die traurige Nachricht seiner Familie: Der Schauspieler ist mit 78 Jahren «plötzlich und unerwartet» gestorben.
Sam Neill verbrachte viel Zeit abseits von Hollywood, zuhause in Neuseeland.
Bild: Evan Agostini

Erst im vergangenen April freuten sich seine Fans, als Sam Neill bekannt gab, dass er krebsfrei sei. «Es wird Zeit, dass ich wieder einen Film drehe», sagt er. Doch nun der Schock.

Auf Instagram heisst es in einem Statement: «Sam war von seiner Familie umgeben und starb mit der Würde, die sein ganzes Leben geprägt hat. Der Verlust kam plötzlich und unerwartet, aber gesegnet durch die Tatsache, dass Sam krebsfrei blieb.»

Woran der Schauspieler starb, ist noch unklar. «Weitere Einzelheiten werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben», heisst es im Statement weiter.

Ein untypischer Hollywoodstar

Neill spielte in zahlreichen Filmen mit: «The Piano», «The Hunt for Red October» oder «Event Horizon». Auch in der Erfolgsserie «Peaky Blinders» war er zu sehen.

Seine bekannteste Rolle blieb aber jene von 1993, als er vor künstlich erschaffenen Dinosauriern davonrannte. In «Jurassic Park» wurde er als Dr. Alan Grant weltberühmt. 2001, bzw. 2022 kam er für «Jurassic Park III» und «Jurassic World: Dominion» zurück.

Sam Neill als Dr. Alan Grant.
Bild: Keystone

Dabei hätte er schon viel früher eine ikonische Rolle spielen können: 1986 war er als möglicher «James Bond» im Rennen und wurde sogar zu einem Screentest eingeladen. Doch er lehnte die Rolle ab und schlussendlich spielte Timothy Dalton 007.

Neill war kein typischer Star und lebte auch nie in Hollywood. Nachdem er als Nigel John Dermot Neill in Irland geboren wurde, zog er als Kind mit seiner Familie nach Neuseeland.

Sam Neill und ein Schaf namens Susan Sarandon

Dort lebte er die meiste Zeit und betrieb sein Weingut «Two Paddocks». Auf Instagram teilte er oft Fotos und Videos davon und zeigte sich stolz mit seinen zahlreichen Tieren.

Diese benannte er gerne nach anderen Stars. «Als Versicherungsschutz», wie er einst in der Sendung von Talkmaster Graham Norton erzählte: «Wenn man ein Huhn Meryl Streep nennt, kann man es nicht essen.»

Er hatte auch ein Schaf namens Susan Sarandon, eine Kuh namens Helena Bonham Carter und einen Hahn namens Michael Fassbender.

«Das Sterben? Das ist mir ziemlich egal»

2023 brachte er seine Autobiografie «Did I Ever Tell You This?» heraus und veröffentlichte darin, dass er seit 2022 gegen einen seltenen Blutkrebs kämpft. Im April dann die gute Nachricht: Es waren keine Krebszellen mehr zu finden.

Gegenüber dem australischen Sender 7News erzählte er, die Chemotherapie sei «eine ziemlich miserable Angelegenheit, aber sie hielt mich am Leben.»

Er habe keine Angst vor dem Tod, «aber es würde mich ärgern. Weil ich wirklich gern noch ein oder zwei Jahrzehnte hätte, wissen Sie? Wir haben all diese schönen Terrassen gebaut, wir haben diese Olivenbäume und Zypressen. Ich möchte noch da sein, um zu sehen, wie alles heranwächst.»

Ausserdem habe er «meine wundervollen kleinen Enkelkinder. Ich möchte sehen, wie sie gross werden. Aber was das Sterben betrifft? Das ist mir ziemlich egal.»

Nun hinterlässt Sam Neill neben seinen Enkelkindern, drei leibliche Kinder, eine Stieftochter – und viele Tiere mit Promi-Namen.

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