
«Ich habe es schon immer gehasst, berühmt zu sein», erzählt Evangeline Lilly im Interview mit «Christian Broadcasting Network», einem christlichen Fernsehsender.
Die Schauspielerin, bekannt aus der Serie «Lost», habe sich bereits 2020 zurückgezogen, was sie aber erst 2024 öffentlich mitteilte. Damals sorgte sie für Schlagzeilen, als sie auf Instagram postete, dass sie ihre Kinder trotz Covid-Pandemie in ein Turncamp brachte.
Später entschuldigte sie sich für ihre «Unsensibilität», sagte aber auch: «Manche Menschen schätzen ihr Leben höher ein als die Freiheit, andere schätzen die Freiheit höher ein als ihr Leben.» Doch der damalige Shitstorm sei nicht der Grund gewesen, weshalb sie Hollywood den Rücken kehrte.

Erfolg erschwerte den Abschied
«Es ist jetzt sechs Jahre her», sagt Lilly als sie nun auf ihre Entscheidung zurückblickt. Die Karriere hinter sich zu lassen, sei nicht immer einfach gewesen, erzählt die 47-Jährige.
Ein Blick auf ihre Filmografie zeigt, dass sie auch nach ihrem Rückzug noch vereinzelt vor der Kamera stand. So wie im «Marvel»-Film «Ant-Man and the Wasp: Quantumania», der 2023 erschien. Denn sie ging nicht auf einen Schlag.

Sie erklärt: «Wenn man mit etwas erfolgreich ist, fühlt es sich grossartig an, wenn die Welt einem sagt: ‹Wir lieben dich! Du bist fantastisch!› – das ist einfach ein wunderbares Gefühl.»
Dennoch sei es eine Entscheidung «aus tiefer Überzeugung» gewesen. Dabei habe ihr Glaube eine grosse Rolle gespielt. «Es war unglaublich befreiend und schön, in ein vollkommenes Vertrauen zu finden und sich der Gewissheit hinzugeben, dass Gott einen Plan für mein Leben hat», sagt sie.
Dieser Plan müsse nichts mit Ruhm, Geld oder Macht zu tun haben. Es kann um wichtigere Dinge gehen «und am Ende fügt sich alles zu einem Ganzen zusammen.»

Bessere Gesundheit statt Hollywood-Ruhm
Die Schauspielerin glaubt, dass der Abschied aus Hollywood etwas sehr Positives bewirkt habe: «Meine Gesundheit hat sich drastisch verbessert. Als ich mich zurückzog, hatte ich mit massiven chronischen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.» Lilly glaubt im Nachhinein, dass das auch an ihrer Karriere lag.
Bereits Anfang des Jahres gab sie ein Gesundheitsupdate zu ihrem Schädel-Hirn-Trauma, das sie sich nach einem Sturz im Mai 2025 zugezogen hatte. Auf Instagram erzählte sie, dass «fast jeder Bereich meines Gehirns nur noch eingeschränkt funktioniert».
Trotz allem hat sie ein Leben in der Öffentlichkeit nicht komplett aufgegeben. 2021 übernahm sie eine Sprechrolle im israelischen Animationsfilm «Legend of Destruction». Der Film wurde aber erst jetzt international veröffentlicht, weshalb Lilly auf Instagram nun kräftig die Werbetrommel rührt.



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