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Im Alter von 78 Jahren

Grateful-Dead-Gründungsmitglied Bob Weir gestorben

Während der Hippie-Ära Mitte der 1960er Jahre entstand in San Francisco die Rockband Grateful Dead. 60 Jahre später tourten die verbliebenen Mitglieder noch immer. Nun ist Gitarrist und Sänger Bob Weir gestorben.

Der Gitarrist, Sänger und Mitbegründer der legendären Rockband Grateful Dead, Bob Weir, ist tot. Er starb im Alter von 78 Jahren, wie auf seiner Instagram-Seite am Samstag mitgeteilt wurde. «Er ist friedlich von uns gegangen, umgeben von seinen Lieben, nachdem er mutig den Krebs besiegt hatte – so wie es nur Bobby konnte», hiess es in der Erklärung. Er sei nun infolge von Lungenproblemen gestorben.

Bobby Weir bei einem Konzert.
Bild: Chris Pizzello

Weir trat Grateful Dead 1965 in San Francisco bei – damals noch unter dem Namen Warlocks. Damals war er gerade einmal 17 Jahre alt. Die folgenden 30 Jahre verbrachte Weir auf endlosen Tourneen mit der Band an der Seite von Sänger und Gitarrist Jerry Garcia, der 1995 starb. Weir schrieb oder co-schrieb viele Klassiker der Band und sang die Lead-Vocals, darunter «Sugar Magnolia», «One More Saturday Night» und «Mexicali Blues». Später spielte er weiterhin in verschiedenen Projekten, darunter Dead & Company. Im Juli veranstaltete die Band eine Reihe von Konzerten zum 60. Jubiläum der Grateful Dead im Golden Gate Park in San Francisco.

«Über sechzig Jahre lang zog Bobby auf Tournee», hiess es in der Instagram-Mitteilung. «Bobby wird für immer eine prägende Kraft bleiben, deren einzigartige Kunst die amerikanische Musik neu gestaltet hat.» Mit Weirs Tod bleibt Schlagzeuger Bill Kreutzmann als einziges noch lebendes Originalbandmitglied zurück. Gründungsbassist Phil Lesh war 2024 gestorben.

Geboren in San Francisco und aufgewachsen in der nahegelegenen Stadt Atherton, war Weir das jüngste Mitglied der Dead und sah in den frühen Jahren wie ein frischgebackener Highschool-Schüler aus. Er war im Vergleich zu den anderen Bandmitgliedern meist weniger zerzaust, trug in späteren Jahren jedoch einen langen Bart wie Bandkollege Garcia. Die Band überdauerte die Hippie-Zeit - und ihre Fans, die sogenannten Deadheads, folgten ihnen oft auf Tourneen, die nahezu ununterbrochen fortgeführt wurden. «Langlebigkeit war für uns nie ein Hauptanliegen», sagte Weir, als die Dead im vergangenen Jahr den MusiCares Person of the Year-Preis bei den Grammys erhielten. «Freude durch unsere Musik zu verbreiten, war immer unser Ziel – und das haben wir reichlich geschafft.» (dpa)

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