
Mit «My Book of Days: A Memoir in Moments» wollte Eric Dane seinen Töchtern Lektionen mitgeben, die er in seinem Leben gelernt hat. Dabei schockiert der Schauspieler auch mit dem Blick in seine Zeit bei «Grey's Anatomy».
Vom Gastauftritt zum «Traumjob»
2006 hatte er erstmals einen Gastauftritt als Dr. Mark Sloan. Dabei wollte er die Rolle zunächst gar nicht spielen. Dane hatte nämlich ursprünglich für die Hauptrolle als Dr. Derek Shepherd vorgesprochen, aber sie nicht bekommen. «Nenn es Ego, nenn es Stolz, nenn es dumm. So weit sinke ich nicht herab», schrieb er über seine Sturheit, als er für die Gastrolle angefragt wurde.
Doch seine damalige Frau, Schauspielerin Rebecca Gayheart, überzeugte ihn dennoch – und als Mark Sloan schlug er ein wie eine Bombe. Ein Freund aus der Produktion habe ihn angerufen und gesagt, er habe «die verdammte Serie an sich gerissen». Und so wurde aus dem Gastauftritt schnell eine feste Rolle.
Es sei ein «Traumjob» und «reines Vergnügen» gewesen. Doch hinter den Kulissen sah es weniger rosig aus: Weil die Drehbücher regelmässig verlangten, dass er oben ohne filmte, trainierte er hart. Er verletzte sich am Nacken und bekam Schmerzmittel verschrieben.

Der Absturz hinter den Kulissen
In seinen Memoiren schildert er, wie er süchtig wurde. Nicht zum ersten Mal. Bereits in den 90er-Jahren nahm der Schauspieler Heroin – und «jede Droge, die man sich vorstellen kann». Er schaffte es damals, clean zu werden. Doch dann kam der Rückfall.
«Mein Körper geht völlig vor die Hunde. Ich verliere Gewicht, mein Gesicht fällt ein, meine Augen werden trüb, ich wirke ausgemergelt – verdammt, ich sehe aus wie ein Drogenabhängiger. Man sieht es mir an. Ich merke es selbst», schrieb er über diese Zeit am Set. Er habe mit niemandem darüber gesprochen, obwohl seine Kollegen sich Sorgen gemacht hätten.
Fünf Mal ging er während «Grey's Anatomy» in eine Entzugsklinik. Er habe seine Sucht «unter Kontrolle» bringen können. Doch er sei «psychisch am Ende» gewesen.
Schlussendlich waren es nicht Drogen, die zum Ausstieg führten. Es ging ums Geld: «Trotz Mark Sloans Beliebtheit bin ich zu teuer geworden. Ich bin entbehrlich geworden.» Bei seinem Abgang sei er 2012 aber «stocknüchtern» gewesen.
Dennoch hatte er auch danach mit Drogen und Depressionen zu kämpfen, was auch dazu geführt habe, dass seine Ehe zerbrach. Dann kam die ALS‑Diagnose.
«Die Ironie? Ich bin wieder am Ausgangspunkt angelangt. Ich nehme wieder Drogen», schrieb er. Doch diesmal sollten die Medikamente ihm helfen: «Früher ein notwendiges Übel, sind Drogen jetzt ein essenzielles Gut.» Retten konnten sie ihn aber nicht. Dane starb am 19. Februar 2026 mit 53 Jahren.



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