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Buch

Vor allem auch menschliche Themen: Die Zentralschweiz wird in Reportagen vielschichtig ausgeleuchtet

Ein neues Buch bietet vielseitige Einblicke in unsere Region. Dies in Form von Reportagen, geschrieben zumeist bekannten hiesigen Autorinnen und Autoren.

Eine Klammer versucht im Vorwort der Historiker Valentin Groebner, indem er die Frage beantwortet, was denn die Innerschweiz ausmacht. Er sieht dies im Gefühl, dass hier alles echter sei, authentischer, älter, ländlicher, uriger, urchiger.

Konzipiert haben das Buch Christoph Hirtler, Leiter des Bildfluss-Verlags und der Journalist Thomas Bolli. Reportagen beigesteuert haben: Valentin Groebner, Pirmin Bossart, Natalia Widla, Michael Blatter, Thomas Bolli, Jana Avanzini, Christof Hirtler, Erich Aschwanden, Claudia Naujoks, Noëlle Gogniat und Corinne Rufli.

Femizid, Luxushotellerie, Meierskappel

Themen im Buch sind zum Beispiel der Klangtüftler, Musiker, Produzent und Dokumentarfilmer Cyrill Schläpfer, der in seinen gigantischen Projekten verschwunden ist. Aus dem Zugerischen kommt eine Reportage über Femizide, die es auch in unserer nächsten Umgebung gibt. Weiter geht es in dem Buch um die Abfallentsorgung in der Region, auch mit Blick zurück etwa in die 1970er-Jahre. Damit verbunden wird aber auch das Thema einer menschlichen Altlast wie die Akten von fürsorglichen Zwangsmassnahmen. Die Kunst von geistig und psychisch beeinträchtigten Menschen wird oft wenig beachtet. Ein Text zeigt, wie die Entdeckung solcher Kunst zur Reise wird.

Weitere Beiträge handeln von der Luxushotellerie am Beispiel der Villa Honegg auf dem Bürgenstock, von den Narben des aufgestauten Wassers in der Sihlhochebene und vom erstaunlichen Ort Meierskappel, inmitten von Tiefsteuerkantonen. Besonders berührend wird es im Text über Migrantinnen und Migranten, die hier ihren Weg suchen, sowie in den Lebensgeschichten von Frauen, die Frauen lieben. (zvg/are)

Reportagen
Bild: zvg

Im Verborgenen. Herausgegeben von Christof Hirtler und Thomas Bolli. Bildfluss-Verlag Altdorf, 200 Seiten, Fr. 20.–-

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