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Ausstellung

Zwölf Kunstschaffende von hier zeigen, was mit Zeichnungen alles möglich ist

Der Raum für Kunst B74 in Luzern zeigt mit Werken von zwölf hiesigen Kunstschaffenden die Vielfalt und Multimedialität von Zeichnungen. Am Donnerstag ist Vernissage.

Mit der Ausstellung «Radikal. Linie als Stimme» zeigt der B74 Raum für Kunst in Zusammenarbeit mit Dessin Zentralschweiz eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Zeichnen in der zeitgenössischen Kunst. Dabei wird Zeichnen nicht als Technik verstanden, sondern als intuitive, körperlich verankerte Handlung, die auch reflexiv und konzeptuell arbeitet. Die Linie fungiert als Spur, als Geste, als Ort und als Form. Sie trägt Licht, Bewegung, Rhythmus, Bedeutung und wird so zur eigenständigen Stimme in der Kunst.

Die Luzernerin Anna-Sabina Zürrer mit ihrem Projekt «Zeitscherben (Minuzien und Informationsdichte)» (2026).
Bild: zvg / Karyna Herrera

Die Ausstellung versammelt interdisziplinäre Positionen. Diese sollen das Verständnis von «Dessin» erweitern und sich der Linie fragend, experimentell und medienübergreifend nähern. Zu sehen sind zeichnerische, installative, skulpturale, videobasierte und performative Arbeiten an den Schnittstellen von Sprache, Körper, Raum, Geste und Zeit.

Bewegte Zeichnung entfaltet sich musikalisch

Ein Beispiel dafür ist Gian Kägi, der dieses Jahr bei Jugend Kunst Schweiz ausstellte. Er präsentiert in der Ausstellung eine konzeptuelle Arbeit, in der die Skulptur wie eine bewegte Zeichnung wirkt, die sich musikalisch entfaltet und in der die Linie als Stimme erfahrbar wird.

Gian Kägi: «Universal Call» (2019 / 2025)
Bild: zvg

Lotta Gadola zeigt ein Werk, das von der Stadt Luzern angekauft wurde und das städtische Archiv erweitert. Die Luzerner Illustratorin Johanna Rast ist bekannt durch ihr Kinderbuch «Alba und der Pilatusdrache» (2022) und durch eine Strassenzeitung von 2025, in der sie ein zeichnerisches Porträt des Helvetiaplatzes veröffentlichte.

Johanna Rast: «Wurzelziehen», Zeichnungen 2025.
Bild: zvg

Weitere beteiligte Kunstschaffende sind Olga Antonova, Carmela Gander, Susanne Henning, Patricia Jacomella Bonola, Anna Sabina Zuerrer, Monica Germann/Daniel Lorenzi, Pablo Haller sowie Alexander Obretenov. Die kuratorische Konzeption und Umsetzung liegt bei Karyna Herrera. (zvg/are)

Susanne Henning: «Synapsen» (2019–2021).
Bild: zvg
Alexander Obretenov: «Türbilder» (2024/2025).
Bild: zvg
Carmela Gander: «Perspektiv» (2025).
Bild: zvg
Monica Germann (zusammen mit Daniel Lorenzi): «Das Zeigen des Momentums» (2026).
Bild: zvg
Pablo Haller: «Lanzar una nueva línea» (2025).
Bild: zvg
Patricia Jacomella Bonola: «Wer bist Du?» (Installation, 2025).
Bild: zvg

«Radikal – Linie als Stimme»: Bis 30. Januar im Raum für Kunst B74, Baselstrasse 74, Luzern. Do u. Fr. 16 – 19 Uhr, Sa 14 –17 Uhr. Vernissage: Donnerstag 8. Januar, 18.30 Uhr. Weitere Infos: www.b74-luzern.ch

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