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Burgergemeinde Beckenried

Zwei Pfarrherren zum letzten Mal an der Burgergemeinde

Den Auftakt zum alle zwei Jahre an der Alten Fasnacht stattfindenden Fest der hochlöblichen Herren Burger zu Beckenried machte das Gedächtnis für lebende und verstorbenen Bruderschafts-Mitglieder mit einer prägnanten Predigt von Pfarrer Daniel Guillet und dem Buochser Pfarrer Josef Zwyssig, festlich umrahmt durch die Bläser Tony Käslin und Bruno Murer.

Um 11 Uhr eröffnete Schultheiss Koni Baumgartner in der «Rösslistube» die Burgergemeinde. Entschuldig hat sich Pfarrer Walter Mathis von Emmetten. Mit Freude willkommen heissen durfte er dagegen als Ehrengäste die Pfarrerherren Daniel Guillet und Josef Zwyssig, den Gemeindepräsidenten und neues Bruderschaftsmitglied Urs Christen, die Senioren Erwin Gander-Businger mit Gemahlin Romy und Meinrad Grüniger-Frank sowie die Ehrenburger Paul Zimmermann und Gerhard Baumgartner mit Anhang.

Er hielt kurz Rückblick auf die zwei vergangenen Vereinsjahre, welche geprägt waren vom Familien-Picknick 2024 bei Toni und Markus Gander auf Klewen und dem erfolgreichen Verkaufsstand mit Kaffee und Älplermagronen am Beggrieder Chlaismärcht.

Trotz viel Fröhlichkeit kam an der Versammlung auch etwas Wehmut auf, verkündeten doch der Buochser und Beckenrieder Dorfpfarrer ihre letzte offizielle Anwesenheit an der Burgergemeinde. Josef Zwyssig, er wohnt neu in Beckenried, geht im Sommer 2025 mit 71 Jahren in Pension und Daniel Guillet,54, verlässt nach fast 17 Jahren Seelsorgetätigkeit das Dorf am See. Die Versammlung gedachte Fahnengotte Ursula Käslin-Thomann, alt Schulheiss und Volksmusikant Chaschbi Gander und dem früheren Langzeitkassier Otto Käslin-Carron, welche verstorben sind.

Durch die Traktanden führte zügig und mit Humor und in Anwesenheit der nicht stimmberechtigten Burgerfrauen Grossweibel Stefan Murer, unübersehbar mit aufgesetztem Napoleonhut. Kassier Alo i s Ambauen präsentierte die Rechnungen des Fonds für kirchliche Zwecke und jene der Unterhaltungs- und Bruderschaftskasse für die Jahre 2023 und 2024. Erstere schliesst mit einem Minus von 72 Franken ab. Dies wegen der Spende von 700 Franken an das Erfolgsprojekt «700 Jahre Kirchengeschichte Beckenried - Gestern Heute Morgen». Die zweite Kasse weist einen Gewinn von 32 Franken aus mit den beachtlichen Einnahmen aus dem Magronenverkauf. Das Gesamtdefizit von 40 Franken übernimmt verdankenswerter Weise Meinrad Grüniger. Unverändert 15 Franken beträgt die einmalige Aufnahmegebühr in die Bruderschaft.

Was den Burgerrat auszeichnet, sind die Mutationen. Gab es vor zwei Jahren einen Rücktritt, waren es heuer ganze zwei. Die zurücktretenden Stefan Murer und Bruno Käslin-Würsch wurden mit Applaus ersetzt durch Brunni-Peter Käslin-Rodel und Untergass-Bernd Käslin-von Rotz. Allgemeine Genugtuung herrscht darüber, das Schultheiss Koni Baumgartner auch nach 12 Jahren weiter im Amt verbleibt. Den traditionellen Burgerjass gewann Paul Zimmermann vor Edy Gander und Koni Baumgartner.

Von links: Die Pfarrerherren Daniel Guillet und Josef Zwyssig mit dem abtretenden Grossweibel Stefan Murer und dem wiedergewählten Schulheiss Koni Baumgartner.
Bild: Urs Gander
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