Kantonsrat Obwalden

Unzufrieden mit Antwort auf Interpellation

Welcher Zusatzaufwand entsteht Parlamentsangehörigen durch die Digitalisierung des Ratsbetriebs? Kantonsrat Thomas Michel möchte eine entsprechende Erhebung.

Seit Januar 2024 arbeitet der Obwaldner Kantonsrat digital. Die Geschäftsunterlagen werden nur noch elektronisch versandt. Kantonsrat Thomas Michel (SVP, Kerns) und neun Mitunterzeichnende wollten im März mit einer Interpellation mehr zu den finanziellen Folgen erfahren. Die Regierung listete darauf die verschiedenen Kostenbereiche wie Anschaffungen, Unterhalt und Betrieb oder Support anteilsmässig für den Kantonsrat auf.

Nachdem die Behandlung im Kantonsrat von Juni auf die Sitzung vom Donnerstag verschoben worden war, äusserte sich Thomas Michel im Parlament zur Antwort und zeigte sich sehr unzufrieden. Er schilderte eigene unbefriedigende Erlebnisse, die einen grossen Aufwand für ihn dargestellt hätten. Derartige Kosten würden einfach ausgeblendet. Er regte deshalb an, dass eine unabhängige Erhebung bei den Parlamentsangehörigen ihren Aufwand ermitteln soll. Landschreiberin Nicole Frunz sagte, darüber müsse die Ratsleitung entscheiden. Es blieb offen, ob eine solche Erhebung gemacht wird. (unp)

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