Der Frauenfussball ist hoch im Kurs. Spätestens seit Beginn der Weltmeisterschaften in Australien und Neuseeland berichten die Medien täglich von fairen und spannenden Spielen auf teilweise hohem Niveau. Weil sich auch die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft qualifiziert hat und dabei sein darf, ist das Interesse in unserem Land recht gross. Kommt dazu, dass die Schweizer Frauen bis anhin mit einem Sieg und einem Unentschieden sehr erfolgreich abgeschlossen haben.
Im dritten und letzten Spiel in der Gruppenphase mussten die Schweizerinnen gegen das einheimische Team aus Neuseeland antreten. Da die Begegnung am Sonntagmorgen um neun Uhr auf dem Programm stand, organisierte der Fussballclub Stans in seinem Clublokal ein Public Viewing, umrahmt von einem Brunch. Schliesslich wollte der Jugendverein der talentierten Nationalspielerin Géraldine Reuteler hautnah dabei sein und mitfiebern, wenn es um die Entscheidung zum Gruppensieg an der WM ging.
Unter den rund 30 Teilnehmenden, die zum Brunch kamen, war auch Martina Flühler. Sie ist Vorstandsmitglied und Marketingverantwortliche des Stanser Fussballvereins und hat den Anlass zusammen mit Barbara Reber, Daniela Barmettler und Lorena Manser organisiert. «Wir haben das Public Viewing vor allem für unsere Frauenabteilung und für die Juniorinnen gemacht. Einige von uns spielten damals mit Géraldine im gleichen Team oder kennen sie noch aus früheren Zeiten. Viele Mädchen sind sehr interessiert und möchten gerne beim FC Stans Fussball spielen. Leider können wir nicht alle in den Verein aufnehmen», erzählt Martina Flühler, die überzeugt ist, dass sich der Frauenfussball weiterhin positiv entwickeln wird. Allerdings müssten die Trainingsbedingungen und die Anspielzeiten in der Schweiz verbessert werden, damit eine gewisse Professionalität entstehen könne.
Es herrschte Spannung bis zum Schluss
In der Zwischenzeit hat das Spiel zwischen Neuseeland und der Schweiz bereits begonnen. Gespannt sitzen die Mädchen auf ihren Sitzen und drücken den Schweizerinnen die Daumen. Noch ist die Stimmung locker und entspannt. Die erste Halbzeit verläuft nicht so nach Wunsch. Immerhin steht es aber noch null zu null. In Umgang zwei werden die Schweizerinnen mutiger und sofort steigt die Stimmung im gemütlich dekorierten Clublokal. Einige beginnen zu singen: «Olé, olé, olé, Schwyzer Nati, olé.» Als Reuteler in der 71. Minute ausgewechselt wird, ist vor allem Chiara Haase enttäuscht: «Schade, sie hat so gut gespielt. Ich bin mega Fan von ihr.» Die 15-Jährige hat in der Schule über die Fussballerin einen Vortrag gehalten und wünscht sich sehnlichst ein Autogramm von ihrem Vorbild.
Noch immer ist in der neuseeländischen Stadt Dunedin kein Tor gefallen. Acht Minuten werden nachgespielt. Dann ist endlich Schluss. «Es war eigentlich kein Highlight – aber sehr spannend», sagte Juniorin Corin Flühler. Mit dem Unentschieden ist sie trotzdem zufrieden: «Es hat gereicht. Die Schweizerinnen sind Gruppensieger und haben sich für den Achtelfinal qualifiziert.»





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