Am vergangenen Freitag ist der Emmer Historiker Kurt Messmer (Bild) gestorben – wenige Tage vor seinem 79. Geburtstag. Messmer gehörte zu den profiliertesten Kennern der Luzerner Geschichte. Bis kurz vor seinem unerwarteten Tod war er noch äusserst aktiv mit Vorträgen, Exkursionen und Publikationen. Auch in unserer Zeitung war er kürzlich mit zwei grösseren Gastbeiträgen präsent: vor der Abstimmung übers Luzerner Theater sowie zur Stadtentwicklung in Emmen .
Seine Geburts- und Wohngemeinde Emmen war denn auch sein historisches Spezialgebiet. Niemand wusste besser Bescheid über die spektakuläre Entwicklung des einstigen Bauerndorfs hin zur Industrie- und Agglomerationsgemeinde. Für seine grossen Verdienste rund um die Erforschung und Vermittlung der Emmer Geschichte erhielt Kurt Messmer 2017 den Kulturpreis der Gemeinde Emmen .
Kurt Messmer wurde 1946 geboren und war zunächst Primarlehrer. Später studierte er Geschichte und Germanistik in Zürich, wo er auch den Doktortitel erlangte. Mitte der Siebzigerjahre war er Stadtarchivar von Sursee, danach unterrichtete er mehrere Jahrzehnte an der Kantonsschule Musegg, am Lehrerseminar Luzern sowie an der Uni Fribourg. Daneben war er als Fachberater Geschichte und Politik des Kantons Luzern tätig sowie als Mitglied der kantonalen Denkmalkommission.
Ab 2003 war Kurt Messmer Fachleiter Geschichte an der PH Luzern. Nach seiner Pensionierung 2011 blieb er der PH erhalten und widmete sich speziellen Projekten im Bereich Geschichtsdidaktik und Erinnerungskulturen. (rk)

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