Der Fansipan im Norden Vietnams ragt 3143 Meter in den Himmel. Wer den höchsten Gipfel des Landes erklimmen möchte, muss nicht mehr mühsam wandern, sondern bekommt seit Kurzem ein neues Bahnerlebnis geboten: Zwei neue Standseilbahnen wurden auf dem Berg offiziell eröffnet. Entwickelt wurden sie von den Spezialisten der Garaventa AG, die als Schweizer Teil der Doppelmayr-Gruppe ihren Hauptsitz in Rotkreuz hat. Wie die Firma in einer Meldung informiert, ergänzen die neuen Standseilbahnen das bestehende Netz aus Bahnen im Gipfelbereich und sollen dafür sorgen, dass sich die grossen Besucherströme besser verteilen.
Die spektakulärste Neuheit ist der «Fansipan Coaster». Die Bahn meistert ein extremes Streckenprofil mit stark wechselnden Neigungen: Zuerst verläuft die Strecke flach, bevor sie am Ende extrem steil ansteigt. Um den Fahrgästen trotz des Knickprofils eine angenehme Fahrt zu ermöglichen, wurden die Kabinen massgeschneidert angepasst. Die zweite neue Anlage, der «Fansipan Top», überwindet die letzten Meter als kompakte Einwagen-Standseilbahn mit konstanter Steigung.
Hinter den Bahnen steckt eine logistische Meisterleistung. Die Baustelle in über 3000 Metern Höhe war auf der Strasse komplett unzugänglich. Jedes Bauteil und jede Schraube mussten zuerst über die bestehende Dreiseilbahn auf den Berg transportiert und von dort mit eigens errichteten Materialseilbahnen an ihren Bestimmungsort geschafft werden. (luz)
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