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Stadt Zug

Neue Beiz bei der Galvanik: «Das kleine g» soll ein belebter Treffpunkt werden

Mit der Eröffnung einer neuen Bar startet das Zuger Kult(ur)zentrum Galvanik offiziell in sein Jubiläumsjahr: Es wird heuer 30-jährig.
Am Donnerstagabend wurde die neue Kulturbeiz «Das kleine g» bei der Galvanik eröffnet.
Bild: zvg/Dirk Moens

Drei Jahrzehnte. So lange schon werden im Kulturzentrum Galvanik Partys gefeiert, Konzerte gegeben und Drinks serviert. Das alte Industriehaus ist eine der wichtigsten und bekanntesten Kulturadressen im Kanton Zug.

Wofür die Adresse aber nicht bekannt ist: dass man mal eben spontan für ein Feierabendbier vorbeischaut. Und wer die «Galsche» nicht kennt, dem fällt wohl nicht einmal auf, dass es sich bei dem Haus mit kargem Vorplatz um ein Kulturlokal handelt. So charmant das alte Industriegebäude von innen wirkt, so unscheinbar ist es von aussen.

Bis vor Kurzem. Seit Donnerstagabend ist in und vor der Galvanik «Das kleine g» in Betrieb. Während der letzten drei Monate hat das Galvanikteam zusammen mit zahlreichen Helferinnen und Helfern den Eingangsbereich des Lokals zu einer Pop-up-Beiz umfunktioniert: Rechts, wo sich einst der Tresen mit der Eintrittskasse befand, ist nun eine Bar. Linker Hand wurde die Garderobe abgebaut, wodurch Platz für Tische und Stühle entstanden ist, und in der Nische, wo einst der Töggelikasten stand, ist nun ein Sofa platziert.

Beiz soll Mehrwert schaffen

Gemäss Betriebsleiter Dino Sabanovic soll mit dem «kleinen g» vor allem eine Öffnung gegen aussen stattfinden. So befindet sich vor dem Haus nun kein leerer Platz mehr, sondern Tische, Stühle, Bäume, und ein Container von «Woody», in dem frische Pizzen zubereitet werden. Die Galvanik ist so nun auch von aussen sichtbar – was Sabanovic nicht zuletzt wichtig ist, da in den kommenden Jahren im Gebiet der äusseren Lorzenallmend ein neues Stadtquartier mit bis zu 3500 Arbeitsplätzen und bis zu 2500 Anwohnenden entstehen wird.

Man wolle zeigen, dass man hier einen Mehrwert schaffen und der zunehmenden Anonymisierung entgegenwirken könne. Und, so Sabanovic: «Wir gehören seit 30 Jahren hierher und müssen in die Quartierplanung miteinbezogen werden.» Nicht, dass es am Ende heisse, es sei zu laut, weil die neuen Anwohnenden davon überrascht werden, dass sich neben ihrem Quartier mit der Galvanik und der Chollerhalle eine Kulturzone befindet. Entsprechende Gespräche zwischen den Quartierplanerinnen und Lokalbetreibern hätten bis anhin nicht stattgefunden.

Workshops, Public Viewing und Spieleabende

Für ihr Jubiläumsjahr hat die Galvanik von verschiedenen Zuger Gemeinden, dem Kanton, Stiftungen und weiteren Gönnern ein Budget von rund 80’000 Franken erhalten. Ein Teil davon wurde in die neue Beiz investiert, in der künftig auch kleinere Veranstaltungen stattfinden sollen. Geplant seien etwa Keramikworkshops, Public Viewings und Spieleabende.

Die Ausstattung stammt vor allem aus zweiter Hand. Möbel von Ricardo, alte Siemens-Lampen «und tote Bäume», witzelt Eventchef Pascal Bühler in der Eröffnungsrede von Donnerstagabend mit Blick auf die noch blattlosen, eingetopften Pflanzen auf dem Aussenplatz.

«Die letzten Monate waren sehr intensiv», sagt Bühler weiter. Die Planung und der Bau der Bar seien nebst dem regulären Tagesgeschäft erfolgt, bis «Das kleine g» nach vielen Überstunden, Diskussionen, Höhen und Tiefen schliesslich eröffnet werden konnte. «Weil wir als Team alle daran geglaubt haben.»

Nun sei es vor allem wichtig, dass man von der neuen Beiz weitererzähle, damit diese zu dem werden könne, wofür sie gemacht worden sei: ein lebendiger Ort des Zusammenkommens.

Mittwoch und Donnerstag: 11 bis 21 Uhr, Freitag: 11 bis 22 Uhr, Samstag: 17 bis 22 Uhr

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