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Zug 94 muss in den sauren Apfel beissen: Der Abstieg ist nach einem 0:3 unumgänglich

Was sich schon lange abgezeichnet hat, ist nun eingetroffen: Der Abstieg des 1.-Ligisten Zug 94 in die 2. Liga inter ist nicht zu vermeiden.
Enttäuschung nach dem Abpfiff bei Zug 94 Spieler Villiam Pizzi (blau). (Bild: Roger Zbinden (Zug, 7. Mai 2022))

Michael Wyss

Zug 94 verlor am Samstag das Heimspiel gegen Langenthal mit 0:3. Diese Niederlage liess die letzten Hoffnungen der Zuger auf den Ligaerhalt platzen. Willi Neuenschwander, der Trainer des siegreichen Gästeteams, sagte nach dem Abpfiff:

«Es ist bitter für die Zuger, dass sie den Abstieg hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Jent ist fussballerisch gut. Ihr einziges Manko ist die miserable Chancenauswertung.»

In der Tat. Villiam Pizzi hätte Zug 94 zweimal in Führung schiessen können (9./20.), aber er scheiterte am bereits am Boden liegenden Keeper der Langenthaler.

Willi Neuenschwander bekannte: «Wir haben nicht gut gespielt. Wer weiss, wie die Partie geendet hätte, wenn wir in Rückstand geraten wären?» Es ist müssig, sich darüber Gedanken zu machen. Die Langenthaler, die im Gegensatz zu den verspielt agierenden Zugern das schnörkellose Vertikalspiel bevorzugten, schlugen dreimal eiskalt zu. In der 22. Minute schloss Labinot Haziri einen schnell vorgetragenen Angriff mit der 1:0-Führung ab.

In der 56. Minute erhöhte Kenan Heric auf 2:0, und in der 84. Minute bescherte Hasan Karakurd den Gästen den 3:0-Sieg, der den Abstieg der Zuger endgültig besiegelte.

Trainer Thomas Jent: «Wir müssen ausmisten»

Der Abstieg von Zug 94 kommt – nüchtern betrachtet – nicht unerwartet. Der Verein war nach dem missglückten Apollo-Projekt, das einen Aufstieg in die Challenge League vorgaukelte, am Boden zerstört. Dass der danach führungslose Verein nicht von der Bildfläche verschwand, ist einer kleinen Schar von Frauen und Männern zu verdanken, die einen neuen Vorstand unter der Führung von Präsident Aydogan Cilingir installierten.

Da es am nötigen Geld mangelte, um eine schlagkräftige Elf zusammenstellen zu können, wurden «günstige» Spieler engagiert. Charaktertypen wie der von einigen oberklassigen Klubs umworbene Innenverteidiger Cleric Njau bildeten die Minderheit.

Trainer Thomas Jent, der trotz hervorragender Arbeit den Abstieg nicht mehr zu verhindern vermochte, bringt das grundlegende Problem von Zug 94 auf den Punkt. Er sagt unmissverständlich: «Wir müssen unser Kader ausmisten. Wir brauchen Spieler mit Herzblut, Spieler, die unsere Vereinsfarben mit Stolz tragen und als Team gemeinsam durch dick und dünn gehen.»

Es braucht eben Spieler wie Cleric Njau, der betont: «Ich bleibe auch nach dem Abstieg bei Zug 94. Der Verein ist mir ans Herz gewachsen. Mein Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg.»

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