Region

Badewasser in den Seen ist gut bis ausgezeichnet

Die Seen in den Kantonen Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Luzern weisen eine einwandfreie Badewasserqualität auf. Dies zeigen die von der Aufsichtskommission Vierwaldstättersee (AKV) koordinierten Untersuchungen.
Bei der Badeanstalt Kindli in Gersau am Vierwaldstättersee wurden sehr gute Badewasser-Ergebnisse erzielt.
Bild: zvg

Die Aufsichtskommission Vierwaldstättersee (AKV) hat von Mai bis Juni in den Kantonen Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Luzern Proben durchgeführt. Ergebnis: Dem Badespass steht nichts entgegen.

Beprobt wurden 65 Badestellen an den Zentralschweizer Seen, darunter der Vierwaldstättersee, der Zürichsee, der Zugersee sowie weitere grössere und kleinere Seen der Region, wie es in einer Mitteilung der AKV heisst. Das Seewasser wurde durch das Laboratorium der Urkantone in Brunnen sowie die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz in Luzern hinsichtlich verschiedener Darmbakterien (Escherichia coli und Enterokokken) analysiert.

Sämtliche Stellen weisen eine gute bis ausgezeichnete Badewasserqualität auf, wie es in der Mitteilung heisst. Aufgrund der Ergebnisse seien keine Empfehlungen oder Einschränkungen für Badende erforderlich. Die Untersuchungen beschränkten sich auf die mikrobiologische Qualität des Wassers.

Nicht berücksichtigt wurden spezielle Probleme wie zum Beispiel Zerkarien (Gabelschwanzlarven, auch «Entenflöhe» genannt), die bei erhöhten Wassertemperaturen im Uferbereich vorkommen können. Zerkarien seien für Menschen grundsätzlich harmlos, können jedoch starken lokalen Juckreiz (Badedermatitis) verursachen, der in der Regel nach einigen Tagen wieder abklingt. Es sei Aufgabe der Betreibenden von Strandbädern, diesbezügliche Beobachtungen zu registrieren und die Badegäste darüber zu informieren.

Bei Bächen und Flüssen in Bereichen von Abwasserreinigungsanlagen könnten leicht höhere Belastungen auftreten. Erhöhte Konzentrationen von Darmbakterien können auch dort vorkommen, wo sich viele Wasservögel aufhalten. In der Regel würden diese flüchten, sobald ein Uferbereich von vielen Badenden besucht wird. Weil Keime aus dem Vogelkot durch das Sonnenlicht verhältnismässig schnell abgetötet werden, treten diese Belastungen meist nur kurzzeitig auf. (stg)

Weitere Informationen zu den Untersuchungsresultaten finden sich auf 4waldstaettersee.ch und uwe.lu.ch.

Sehr gute Badewasserqualität wurde unter anderem beim Seebad Horw am Vierwaldstättersee gemessen.
Bild: zvg
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