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Zentralschweiz muss endlich wieder in den Bundesrat!

Die Zentralschweiz muss endlich wieder in der Landesregierung vertreten sein. Zu lange warten wir schon, bis wir wieder mitregieren dürfen. Einige Statistiken liefern gute Argumente dafür.

Eine Vertretung der Zentralschweiz im Bundesrat ist überfällig. Aus diesen vier Gründen:

Vier Kantone stellten seit 1848 noch nie einen Bundesrat oder eine Bundesrätin – darunter Nidwalden, Schwyz und Uri. Gerade für Uri ist das irritierend, da der Kanton enorm wichtig ist für den Nord-Süd-Transit – und die negativen Folgen davon managen muss.

Gemessen an der Einwohnerzahl der sieben Landesregionen hatte bisher nur eine Region weniger Vertretungen als die Zentralschweiz: In der Nordwestschweiz kommen auf einen bisherigen Bundesrat 116'000 aktuelle Einwohnende, in der Zentralschweiz 107'000. Im Tessin sind es 45'000.

Die Zentralschweiz ist seit 22 Jahren nicht mehr im Bundesrat. Seit Kaspar Villigers Wahl 1989 durften 15 andere Kantone Mitglieder stellen, darunter Kleinstkantone. Kein grösserer Kanton als Luzern wartet länger auf eine Vertretung im Bundesrat.

Zürich und Basel identifizieren sich als Wirtschaftsmetropolen. Das Tessin und die Romandie sind Sprachregionen; Genf kann sich als internationaler Stadtkanton positionieren. Die Ostschweiz wird als (riesengrosse) Randregion respektiert. Alles völlig zu Recht. Aber die Zentralschweiz? Sie wird in anderen Landesteilen gefühlt nicht gross wahrgenommen – dabei ist sie das Herz der Schweiz.

Mit Gerhard Pfister aus Zug hat der Kronfavorit zwar abgesagt ; geeignete Politikerinnen und Politiker aus der Zentralschweiz gibt es aber genug. Wir wollen endlich wieder mitreden im Bundesrat!

Das Bundeshaus in Bern: Hier durfte schon lange niemand mehr aus der Zentralschweiz in der Landesregierung mitbestimmen.
Bild: Severin Bigler (Bern, 19. 9. 2024)
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