Die 13. Generalversammlung von Zeitgut Obwalden war mehr als ein formeller Anlass: Mit rund 110 anwesenden Personen im Pfarrhof Kerns verdeutlichte die Organisation, wie stark sie in der Obwaldner Bevölkerung verankert ist. Heute ist bereits jede 75. Person im Kanton Mitglied bei Zeitgut, wie es in der Mitteilung von Zeitgut Obwalden im Nachgang der GV heisst.
Per 31. Dezember 2025 zählte die Organisation 538 Mitglieder, bei zunehmender Tendenz. Im vergangenen Jahr wurden 9267 geleistete Stunden durch die Mitglieder erfasst. Besonders die vermittelten Tandems, die eine persönliche Eins-zu-Eins-Unterstützung im Alltag ermöglichen, seien dabei von grosser Bedeutung. Bei 88 öffentlichen Anlässen mit insgesamt 995 Teilnehmenden im Jahr 2025 leistet Zeitgut zudem einen wichtigen Beitrag zur niederschwelligen Vernetzung im Alltag. «Wir leisten weit mehr als Dienstleistungen; wir schaffen ein Sicherheitsnetz aus Zeit und Vertrauen, das unsere Gesellschaft zusammenhält», wird Präsident Peter Wechsler aus seiner Ansprache zitiert.
Innovatie Methode gewürdigt
Die Organisation setzt bei der Strategieumsetzung auf moderne Methoden. Der Ansatz, Künstliche Intelligenz gezielt zu nutzen, um die partizipativ erarbeitete Strategie der Genossenschaft prozessorientiert zu steuern, habe für Aufsehen gesorgt: Microsoft Schweiz würdigte das Konzept bei einem KI-Wettbewerb. Durch die Verknüpfung der neuen Website mit dem Erfassungssystem würden eingehende Anfragen sofort sichtbar.
Auch personell sei die Organisation bestens für die Zukunft aufgestellt: Die Mitglieder wählten Yvonne Fuchs als zusätzliches Mitglied in die Verwaltung und Andrea Langensand in die Kontrollstelle.
Unter Applaus verabschiedet
Ein emotionaler Höhepunkt war die Verabschiedung von Matteo Rossier. Seit Februar 2021 hat er als Geschäftsführer die Geschicke der Organisation massgeblich gelenkt, Innovationen eingeführt und Zeitgut Obwalden mit seinem Einsatz geprägt. Ein offenes Ohr für Anliegen und der direkte Kontakt zu den Mitgliedern seien ihm stets wichtig gewesen. Die Anwesenden verabschiedeten Matteo Rossier mit grossem Applaus. Die Stabübergabe ist geregelt: Ab dem 1. Juli 2026 übernimmt Esther Wallimann die Geschäftsführung. Sie stellte sich auf eine sympathische Art den Anwesenden vor.
In seinem Rückblick konnte der scheidende Geschäftsführer verkünden, dass die Bildung von Rückstellungen durch grosszügige Zuwendungen als einmalige Unterstützung zu verstehen ist und dass die Genossenschaft damit nachhaltig für die Zukunft aufgestellt ist.
Ein besonderer Lichtblick: Für das Engagement im Bereich der Gesundheitsförderung wurde Zeitgut Obwalden kürzlich mit dem CSS-Stiftungspreis gewürdigt. (zvg)



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