Kanton Luzern

Wolfsriss in Marbach: Ein Schaf tot, ein weiteres verletzt

Zur Identifikation des Raubtiers wurden Speichelproben entnommen, die nun ausgewertet werden. Die kantonale Wildhut ruft Tierhalter dazu auf, den Herdenschutz zu überprüfen oder Weidetiere über Nacht einzustallen.

In der Gemeinde Marbach ist es zu einem Wolfsriss gekommen. Wie der kantonale Wildhüter Daniel Schmid auf Anfrage bestätigt, ereignete sich der Vorfall auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in einer kleinen Herde von zehn Schafen. Ein Schaf wurde dabei getötet, ein weiteres erlitt Verletzungen.

Die Weide bot dem Raubtier eine Schwachstelle: Laut Schmid war das Areal nicht lückenlos gesichert, auf einer Seite wies der Zaun Mängel beim Herdenschutz auf.

Welches Einzeltier für den Angriff verantwortlich ist, steht derzeit noch nicht fest. Zur Identifikation wurden am Riss Speichelproben entnommen, die nun einer DNA-Analyse unterzogen werden. Bis ein Ergebnis vorliegt, dauert es gemäss Schmid in der Regel vier bis fünf Wochen – vorausgesetzt, die Qualität des Spurenmaterials reicht für eine Bestimmung aus.

Die Wildhut mahnt Tierhalter in der Region zur Wachsamkeit. Massnahmen des Herdenschutzes sollten umgehend überprüft oder Tiere nachts eingestallt werden. Bei Verdacht auf weitere Risse wird gebeten, sofort die kantonale Wildhut oder den Pikettdienst zu kontaktieren. (luz)

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