Abstimmung

Die Stadt Luzern sagt klar Ja zu beiden Wohnraum-Vorlagen

Die Stimmbevölkerung bewilligt das städtische Vorkaufsrecht für Liegenschaften sowie weitere Massnahmen zur Förderung des gemeinnützigen Wohnraums.
Wohngebäude im Hirschmatt-Neustadt-Quartier.
Bild: Pius Amrein (Luzern, 12. 6. 2026)

Beide Stadtluzerner Wohnraum-Vorlagen sind am Sonntag von der Stimmbevölkerung klar angenommen worden: die erste Vorlage zum Vorkaufsrecht mit einem Ja-Anteil von 67,5 Prozent, die zweite für eine aktive Bodenpolitik mit einem Ja-Anteil von 69,3 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei hohen 64 Prozent.

Die erste Vorlage sieht vor, dass die Stadt ein Vorkaufsrecht erhält. Das heisst, die Stadt kann bei privaten Liegenschaftsverkäufen eingreifen und die Liegenschaft zum vereinbarten Preis selbst erwerben. Diese Liegenschaften sollen an gemeinnützige Wohnbauträger weiterverkauft oder im Baurecht abgegeben werden. Dabei handelt es sich um den Gegenvorschlag zu einer in der Zwischenzeit zurückgezogenen SP-Initiative.

Die zweite Vorlage sieht vor, dass die Stadt eine «aktive Bodenpolitik» betreibt. Bis 2048 sollen 1100 zusätzliche preisgünstige Wohnungen entstehen und 18 Prozent der Wohnungen gemeinnützig sein (aktuell sind es rund 14). Um diese Ziele zu erreichen, will die Stadt die gemeinnützige Stiftung «Wohnraum für alle» gründen und mit einem Kapital von 70 Millionen Franken ausstatten. Zudem will die Stadt weitere gemeinnützige Wohnbauträger mit Darlehen von insgesamt 44 Millionen unterstützen. Weiter beabsichtigt sie langfristig, Grundstücke im Umfang von rund 200 Millionen Franken zu erwerben. Bei dieser Vorlage handelt es sich um den Gegenvorschlag zu einer Grünen-Initiative, die ebenfalls zurückgezogen worden ist.

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