Energie

Wohin mit dem Solarstrom? Imbach Logistik zeigt neues System in Schachen

Tagsüber Solarstrom produzieren, nachts Lastwagen laden: Imbach Logistik setzt in Schachen auf ein neues Speichersystem.

Solarstrom ist ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Eine Herausforderung für Unternehmen und Private ist es, den im Sommer überschüssigen Solarstrom zu speichern, um ihn dann in den sonnenarmen Monaten zu nutzen. Mittlerweile gibt es landesweit einige Projekte mit kleineren und grösseren Batterien. Imbach Logistik, eine Tochterfirma des Altishofer Logistikunternehmens Galliker, hat nun einen eigenen Ansatz vorgestellt.

In Schachen ist letzte Woche eine neue Infrastruktur mit der Bezeichnung «Zero Emissions Network» gezeigt worden. Herzstück des Systems ist eine 5100 Quadratmeter grosse Photovoltaikanlage, die aus 2600 Solarmodulen besteht. Sie produziert jährlich rund 1200 Megawattstunden Strom – genug, um den durchschnittlichen Bedarf von über 250 Haushalten zu decken. Ein Batteriespeicher mit einer Gesamtkapazität von 15 Megawattstunden ermöglicht es, die nicht benötigte Energie zwischenzuspeichern und bei Bedarf für den späteren Betrieb einzusetzen.

Infrastruktur steht Dritten offen

Über 54 Ladepunkte kann der Strom in der Nacht für das Laden der Elektrolastwagen bereitgestellt werden. So können gleichzeitig bis zu zehn Fahrzeuge mit bis zu 400 Kilowatt geladen oder aber die ganze LKW-Flotte mit 60 bis 80 Kilowatt gleichzeitig mit Energie versorgt werden. Christian Kempter-Imbach, Geschäftsführer von Imbach Logistik: «Mit dem Projekt haben wir die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um unseren Eigenanteil an der Energieversorgung weiter zu erhöhen und die selbst produzierte Energie vollständig und sinnvoll im eigenen Betrieb sowie innerhalb der Branche zu nutzen.»

Schachen ist der erste Standort der Galliker-Gruppe, an welchem das «Zero Emissions Network» in Betrieb geht. Es folgt die Inbetriebnahme weiterer Standorte wie Aclens (VD), Möhlin (AG) und S. Antonino (TI) sowie aller weiteren Schweizer Galliker-Standorte. Übergeordnetes Ziel sei es, die Transportlogistik zunehmend zu dekarbonisieren und die Grundlage zu schaffen, bis 2035 mehr als 760 Lastwagen elektrisch betreiben zu können, heisst es in einer Mitteilung. Imbach stellt die neue Ladeinfrastruktur zudem künftig auch anderen Transportunternehmen der Branche zur Verfügung. (mim)

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