Kanton Uri

Kunst in luftiger Höhe: Ulrich Binder stellt in der Windgällenhütte aus

Die Ausstellung des Luzerner Malers Ulrich Binder in der Windgällenhütte soll Kunst, Bergerinnerungen und die besondere Atmosphäre des Maderanertals miteinander verbinden.
Ulrich Binder präsentiert seine Werke in der Windgällenhütte.
Bild: zvg

Eine ungewöhnliche Kunstausstellung erwartet Besucherinnen und Besucher der Windgällenhütte im Maderanertal: Der Luzerner Kunstmaler Ulrich Binder präsentiert dort bis Mitte Oktober 20 kleinformatige Ölgemälde. Die Werke zeigen Landschaften, allerdings keine konkreten Ansichten des Tals. Stattdessen stehen atmosphärische Eindrücke wie Nebelschwaden, diffuses Licht oder schräg fallender Regen im Zentrum.

Für Binder ist die Ausstellung eine Rückkehr an einen prägenden Ort seiner Jugend. Bereits als Zwölfjähriger wanderte er regelmässig von Amsteg über die Golzernalp zur Windgällenhütte. Die Erinnerungen an diese frühen Bergerlebnisse fanden jedoch erst in den vergangenen Jahren ihren Weg auf die Leinwand. «Schlechtes Wetter ist gutes Wetter für den Maler», sagt Binder. Gipfelporträts oder alpine Heldenbilder sucht man in seinen Werken vergeblich.

Die Bilder sind für je 340 Franken erhältlich. 140 Franken gehen an die Hütte, 200 Franken an den Künstler. Gekaufte Werke werden nicht ersetzt, wodurch sich die Präsentation im Verlauf des Sommers laufend verändert.

Binder bezeichnet den Ausstellungsort augenzwinkernd als den «höchstgelegenen Offspace Europas». Die Ausstellung bleibt bis Mitte Oktober geöffnet. Sie befindet sich in einem netzfreien Hüttenraum auf 2032 Metern über Meer – ein Ort, an dem Kunst und Bergwelt fernab von Klingeltönen und Nachrichten für besondere Ruhe sorgen. (mka)

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