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Kriens

Wieso das Ränggloch bald zur Heimat für Alpensegler und Fledermäuse wird

Der Verein Kriensnatur hat 50 Alpenseglerkästen bauen und diese unter dem neuen Lehnenviadukt im Ränggloch aufhängen lassen. Auch vier grosse Fledermaus Überwinterungskästen seien an den Brückenköpfen aufgehängt worden.

Mit der Eröffnung der neuen Kantonsstrasse durch das Ränggloch am 15. März erhalten nicht nur Autofahrer eine neue Verbindung – auch gefährdete Tierarten profitieren von der Infrastruktur. Unter dem Lehnenviadukt wurden daher 50 künstliche Nistplätze für Alpensegler sowie vier grosse Fledermauskästen angebracht, teilt der Verein Kriens Natur mit. So wolle man den bedrohten Arten einen neuen Lebensraum bieten können.

Die Baustelle im Ränggloch vor der Eröffnung der neuen Strasse.
Bild: Pius Amrein (Littau, 5. 2. 2025)

Alpensegler und Fledermäuse sind auf Nischen und Hohlräume an Gebäuden und Brücken angewiesen. Doch durch Sanierungen und Neubauten verschwinden diese zunehmend. Da Segler ihre Brutplätze über Jahre hinweg nutzen, stehen sie oft vor verschlossenen Türen, wenn sie aus Afrika zurückkehren. Auch Fledermauskolonien verlieren durch bauliche Veränderungen wertvolle Unterschlüpfe.

Brücken bieten daher laut Mitteilung ideale Bedingungen für solche Ersatzquartiere: Sie sind hoch genug für den An- und Abflug der Segler und bieten geschützte Rückzugsorte für Fledermäuse. Da Nistplätze bei Sanierungen ohne grosse Kostenfolge und mit wenig Aufwand eingerichtet werden können, werde diese Massnahme nun auch am Ränggloch umgesetzt. (egr)

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