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Zentralschweiz

Wegen Abschaffung der Billettsteuer: Freie Szene fordert Konzept für Kulturförderung

Der Berufsverband der Freien Zentralschweizer Theater- und Bühnenschaffenden will dazu eine Initiative lancieren.
Auch für das Konzert des österreichischen DJ- und Produzenten-Duo Kruder und Dorfmeister im KKL wird eine Billettsteuer fällig.
Bild: Pius Amrein (Luzern, 23. 4. 2025)

Nach der vom Luzerner Stadtparlament kürzlich beschlossenen Abschaffung der Billettsteuer regt sich Unmut. Der Berufsverband der Freien Zentralschweizer Theater- und Bühnenschaffenden «t. zentralschweiz» ist «entsetzt», dass die Gebühr abgeschafft wird, ohne dass ein konkretes Konzept für die künftige Kulturförderung besteht. Der Verband erachtet den Schritt als «gefährlich und kurzfristig gedacht». Er plant deswegen die Lancierung einer Initiative, wie er am Freitag mitteilte.

Mit der Abschaffung falle eine wichtige und zweckgebundene Einnahmequelle für die Kulturförderung weg. Denn sofern kein Referendum dagegen ergriffen wird, müssen der Stadt ab dem 1. Januar 2027 keine Gebühren für Veranstaltungen mehr abgeliefert werden. Der Stadt fehlen so rund 6 Millionen Franken an Steuereinnahmen.

Die Freie Szene fordert eine «klare Strategie» wie die Mittel im städtischen Budget «zukünftig gesichert und für Kultur und den Sport verwendet werden können». Diese müsse vor der Abschaffung der Billettsteuer erarbeitet und vom Parlament verabschiedet werden. Insbesondere die langfristige Finanzplanung eines Förderinstrumentes wie dem Fuka-Fonds sei von entscheidender Bedeutung. Zudem fordert «t. zentralschweiz», in die Erarbeitung des Konzeptes eingebunden zu werden. (spe)

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