Badeverbot

Wagner-Wiese als neue Ufschötti? Stadtrat winkt ab

Das Gebiet Tribschenhorn soll offiziell zur Badezone werden, so will es die Mitte-Fraktion. Der Stadtrat warnt, dies sei zu gefährlich.

An Sommertagen ist die Richard-Wagner-Wiese ein beliebter Badeort. Allerdings gibt es keine Badeaufsicht oder gesicherte Einstiegsstellen. Und bei der Schiffsstation Tribschenhorn gilt sogar ein Badeverbot.

Die Mitte-Fraktion im Stadtparlament forderte per Postulat, eine Aufhebung des Badeverbots bei der Schiffsstation zu prüfen und das ganze Wagner-Areal zu einem offiziellen Badeplatz zu machen – ähnlich wie die Ufschötti. Der Stadtrat hält nichts von dieser Idee, wie er in der Antwort auf das Postulat schreibt.

Schiffsstation müsste schliessen

Der Stadtrat argumentiert mit dem Naturschutz: So befindet sich das Ufer in einer Uferschutzzone und muss ökologisch erhalten werden. Wasservögel oder Fische könnten durch Badende gestört werden.

Auch die Idee, das Badeverbot beim Schiffsteg aufzuheben, lehnt der Stadtrat ab - auch wenn im Postulat argumentiert wird, dass die Schiffsanlegestelle Tribschenhorn nur selten angesteuert werde. Der Stadtrat weist darauf hin, dass es bereits mehrmals zu gefährlichen Vorfällen zwischen Schiffen und illegal Badenden gekommen sei. Bei Aufhebung des Badeverbotes müsste die Schiffsanlegestelle deswegen geschlossen werden. Allerdings läuft die Konzession des Kantons für die Betreibung der Anlegestelle durch die SGV noch bis 2065.

Das Mitte-Postulat fordert auch, eine Aufhebung des Fahrverbots auf dem Fussweg im Wagner-Park zu prüfen. Dann könnte man mit dem Velo direkt zum Ufer fahren. Doch auch dies lehnt der Stadtrat ab: Um Konflikte zwischen Fussgängern und Velos zu verhindern, müsste der Fussweg verbreitert und wertvolle Grünfläche versiegelt werden.

Der Stadtrat anerkennt, dass die Wagner-Wiese zu einem beliebten Verweilort für die Bevölkerung geworden ist. Dennoch bleibt der Stadtrat bei seiner Empfehlung und rät generell vom Baden an diesem Ort ab. Es gebe in der Nähe attraktive Alternativen, insbesondere die soeben erneuerte Tribschenbadi. (est)

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