Das Thema beschäftigt die Luzerner Politik bereits seit Jahren: Fan-Gewalt im Fussball. Nach der Eskalation in den vergangenen Monaten hat die Mitte Kanton Luzern an ihrer Delegiertenversammlung im vergangenen Monat beschlossen, eine kantonale Gesetzesinitiative gegen Fan-Gewalt zu lancieren. Wie die Partei mitteilt, wurde die Initiative «Gegen Fan-Gewalt» im Kantonsblatt vom 10. Juni veröffentlicht. Damit beginnt nun die einjährige Sammelfrist zu laufen. Insgesamt muss die Partei 4000 gültige Unterschriften sammeln.
Mit der Volksinitiative reagiert die Mitte eigenen Angaben zufolge auf ihre zahlreichen Vorstösse im Kantonsparlament, die konkrete Massnahmen gegen die Fan-Gewalt forderten, aber jeweils keine Mehrheiten fanden oder noch nicht behandelt wurden.
Die Initiative fordert klare Rahmenbedingungen sowohl vor, während als auch nach den Veranstaltungen. Konkret soll neu die Identität der Besuchenden verpflichtend kontrolliert werden und bei Sachbeschädigungen ein Kaskadenmodell in Kraft treten, das im Wiederholungsfall zu Geisterspielen führt. Dafür soll das Gesetz über die Luzerner Polizei ergänzt werden. (luz)
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