Die Zuger Kantonalbank wird in den kommenden Jahren ihren Geschäftssitz an der Baarerstrasse 37 umfassend modernisieren. Neben einer energetischen Sanierung ist auch eine Aufstockung um vier Stockwerke geplant inklusive Dachterrasse, wie die Bank in einer Mitteilung schreibt. Das Gebäude wird neu 45 Meter hoch. Zum Vergleich: Der Parktower ist mit 81 Metern das höchste Gebäude der Stadt Zug. Mit der Modernisierung reagiere die Bank auf aktuelle ökologische und ökonomische Anforderungen an Bürogebäude, heisst es weiter.
Bauarbeiten starten 2028
Der Baustart ist für 2028 vorgesehen, die Bauarbeiten dauern rund zwei Jahre. Das Baugesuch wurde Ende Februar eingereicht, schreibt die Bank weiter. Das Investitionsvolumen beläuft sich laut Tobias Fries, Leiter Kommunikation, auf einen mittleren, zweistelligen Millionenbetrag.
Das 1982 erbaute Gebäude, das sich zwischen dem Bahnhof Zug und dem Einkaufszentrum Metalli befindet, gehört zu den städtebaulichen Wahrzeichen der Stadt und war eines der ersten vollverglasten Gebäude der Schweiz. Nach über 40 Jahren sei eine Sanierung notwendig, insbesondere aus energetischen Gründen und im Hinblick auf aktuelle Vorschriften zu Brandschutz und Erdbebensicherheit. Zudem hätten sich die Anforderungen an die Nutzung der Räume gewandelt, schreibt die Bank weiter.
Bank erhält neue Fassade und Innenräume
Im Einklang mit dem städtischen Gestaltungsplan «Areal Baarerstrasse Zug» soll das Gebäude durch eine Aufstockung verdichtet werden. Einen entsprechenden Bebauungsplan hatte der Stadtrat bereits 2003 genehmigt. Der Kern des bestehenden Gebäudes bleibt erhalten. Erneuert werden die Fassade, die Innenräume und die gesamte Haustechnik, schreibt die Bank weiter. Das Architekturbüro Miller & Maranta aus Basel, das bereits 2006 aus einem mehrstufigen Wettbewerb als Sieger hervorging, zeichnet für die Planung verantwortlich.
Mehr Komfort für Kunden und Mitarbeitende
Die Zuger Kantonalbank verfolgt mit dem Umbau mehrere Ziele: Zum einen soll laut Mitteilung das Beratungserlebnis für Kundinnen und Kunden verbessert werden, zum anderen werden moderne, offene und flexible Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden geschaffen. «Mit dem Umbau investieren wir in die Zukunft unserer Bank. Gleichzeitig stärken wir unsere Position als führende Beratungsbank und attraktive Arbeitgeberin in Zug», wird CEO Hanspeter Rhyner in einer Mitteilung zitiert. Während der Bauzeit sind die Dienstleistungen für die Kundinnen und Kunden ohne Einschränkungen verfügbar.
Die Bank legt laut Mitteilung grossen Wert auf Nachhaltigkeit. Durch die Sanierung der Gebäudehülle und eine energieeffiziente Bauweise werde der Ressourcenverbrauch erheblich gesenkt, heisst es weiter. Zudem ist eine Zertifizierung nach dem Standard SNBS (Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz) vorgesehen. Ein weiterer Fokus liege auf der regionalen Wertschöpfung. Die Bank will Bauaufträge bevorzugt an Unternehmen aus dem Kanton Zug vergeben und, wo möglich, regionale sowie Schweizer Materialien und Produkte einsetzen. Die Bank strebt laut eigenen Angaben «eine architektonische Aufwertung des Bahnhofquartiers» an. Und weiter: «Der neue Geschäftssitz wird ein Zeichen für Innovation, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Zukunftssicherheit in Zug setzen.»


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