Einen Tag, nachdem dank einer Befragung von rund 1500 Stimmberechtigten bekannt wurde, aus welchen Gründen das Theaterprojekt überall in Luzern derart deutlich abgelehnt worden ist, platzieren vier Luzerner Jungparteien eine Forderung: «Die vielversprechende Option der Verbindung mit der Buobenmatt gehört mit Nachdruck forciert.» Das schreiben die Jungparteien der Mitte, der GLP, der Grünen und der SVP in einem offenen Brief an den Luzerner Stadtpräsidenten Beat Züsli (SP). Der offene Brief trägt den Titel «Lancierung Theater-Express».
In ihrem offenen Brief beziehen sich die Jungparteien auf die erwähnte Nachbefragung. Es herrsche nun Klarheit, dass 80 Prozent der Stadtluzernerinnen und Stadtluzerner einen Neustart befürworten, weshalb nun der «Theater-Express» lanciert werden solle. Auch habe sich gezeigt, dass aus Sicht der Stadtluzerner Bevölkerung grossmehrheitlich am Standort festgehalten werden solle.
Vom Stadtrat verlangen die Jungparteien eine «schnellstmögliche Nachfolgeplanung und gesicherte Rahmenbedingungen». Konkret fordern sie eine sofortige Budgetsprechung zur Planung eines Neuentwurfs «Neues Luzerner Theater» und eben die Option einer Verbindung des bestehenden Theaters mit der Buobenmatt zu forcieren. Dafür solle der Stadtrat mit Luzerner Pensionskasse, welche die Buobenmatt besitzt, «aktive Verhandlungen führen» und ihr auch alternative Räume anbieten.
Stadtpräsident ist Buobenmatt gegenüber offen
Die Idee einer Verbindung von Theater und Buobenmatt stammt von zwei Architekten, welche die Überbauung geplant hatte n. Sie schlagen vor, Büros, Werkstätten und technische Räume aus dem Theater in die Buobenmatt zu zügeln, damit im alten Theater genug Platz entstehe für eine ordentliche Musiktheaterbühne. Nach dem Theater-Debakel an der Urne im Februar hatte Stadtpräsident Beat Züsli bereits betont: «Wir werden die Option Buobenmatt nochmals prüfen.» (mme)


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