Seit diesem Jahr sind Urnenabstimmungen nur noch im Stadthaus möglich. Mitte-Gemeinderat Florin Meier ist davon nicht begeistert und reichte eine Kleine Anfrage diesbezüglich beim Zuger Stadtrat ein. Er möchte wissen, warum diese Entscheidung beschlossen wurde. In seiner Antwort schreibt der Stadtrat dazu: «Im Zusammenhang mit der Überprüfung des Arbeitsprozesses für Wahlen und Abstimmungen wurde beschlossen, die Verlegung des Auszählungsortes ins Stadthaus zu prüfen und zu testen». Diese Tests seien im Jahr 2024 mit ausnahmslospositiven Ergebnissen durchgeführt worden.
Die Auszählung der Stimmzettel bei Abstimmungen wurde bis 2023 im Burgbachsaal durchgeführt, bei Wahlen (mit Ausnahme der Gesamterneuerungswahlen) im Feuerwehrgebäude. «Diese Trennung des Auszählungsortes war nötig, da im Burgbachsaal keine Infrastruktur für EDV-Arbeitsplätze zur Verfügung steht, welche bei Wahlen notwendig ist», so der Stadtrat. Der Vorteil des neuen Standorts sei, dass die Infrastruktur nicht wie im Burgbachsaal jedes Mal auf-und abgebaut werden müsse.
Für das Vorbereiten der Infrastruktur – Abräumung der Bühne, Aufstellung der Tische - seien jeweils vier Personen vom Werkhof und zwei Personen der Einwohnerdienste am Freitag vor der Abstimmung während drei Stunden im Einsatz gewesen. «Ebenso wurde am Montag wiederum das entsprechende Personal mit dem entsprechenden Stundenaufwand für den Rückbau benötigt», erklärt der Stadtrat in seiner Antwort weiter.
Burgbachsaal wird nicht mehr blockiert
Laut dem Zuger Stadtrat kann festgehalten werden, dass der gesamte Arbeitsprozess durch die Verlegung des Auszählungsortes in das Stadthaus viel effizienter gestaltet werden konnte. Er schreibt: «Nach den positiven Erfahrungen hat der Stadtrat beschlossen, dass ebenso die Haupturne ins Stadthaus verlegt werden soll.»
Stimmberechtigte, welche an den letzten zwei Abstimmungen ihre Stimme jeweils an der Haupturne abgegeben haben, hätten einen Informationsflyer zu der Neuerung erhalten. Dieser Flyer würde auch als Beilage beim Abstimmungsmaterial der kommenden Abstimmung mitgesendet.
«Neben dem wesentlich geringeren Aufwand steht der Burgbachsaal an den Abstimmungswochenenden der Bevölkerung für andere Anlässe zur Verfügung und wird nicht mehr durch die Stadt blockiert», heisst es weiter in der Antwort. Die Erreichbarkeit des Stadthauses an der Gubelstrasse erachtet der Stadtrat als gleichwertig wie die des Burgbachsaales. «In unmittelbarer Nähe zum Stadthaus befinden sich Haltestellen des Öffentlichen Verkehrs. Ausserdem stehen Parkplätze zur Verfügung.»

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