Die Überlegung liegt nahe: Dieser Tage schilderte ein Leser, er habe beobachtet, wie eine Kamera bei der Barriere installiert wurde, die das Zuger Loreto-Quartier und den Baarer Ortsteil Arbach voneinander trennt.
Hat die Gemeinde Baar endgültig genug? Haben die Zwischenfälle der letzten Monate den Gemeinderat dazu veranlasst, zu härteren Massnahmen zu greifen? Lässt er die Schranke jetzt überwachen?
Schäden, Anzeige, Ermittlung, Einstellung
Denn diese hatte bekanntlich arg zu leiden, nachdem sie im November in Betrieb genommen wurde und seither dafür sorgt, dass der Verkehr nicht mehr ungehalten über die Alte Baarerstrasse fliesst. Bis Februar wurde sie mindestens fünfmal beschädigt , zweimal sogar heruntergerissen; die Gemeinde erstattete Anzeige, die Polizei stellte die Ermittlungen wieder ein.
Wie gesagt – der Überlegung läge nahe. Und ist doch nicht richtig. Das zeigt eine Nachfrage bei der Gemeinde Baar, die einigermassen irritiert ob der Anfrage mitteilt:
«Die Gemeinde Baar hat keine Kamera installiert und nimmt keine Videoüberwachung vor.»
Stattdessen verweist sie an die Zuger Polizei, denn wie Abklärungen der Gemeinde ergeben hätten, messe diese derzeit den Verkehr bei der Verzweigung Alte Baarerstrasse/Göblistrasse.
Das stimmt, sagt Polizeisprecher Frank Kleiner. Zwar befindet sich bei der Barriere tatsächlich eine Kamera, diese aber filme weder Autonummern noch Personen, sondern sei mit einem Wärmesensor ausgestattet:
«An der geschilderten Örtlichkeit wird mit dieser Thermokamera derzeit der Verkehrsstrom kontrolliert und analysiert.»
Die Daten dienten lediglich der Verkehrsüberwachung der neuen Streckenführung, «um zu erkennen, ob allenfalls polizeiliche Massnahmen nötig sind», so Kleiner.
Also: Keine Videoüberwachung wegen Verdachts auf Vandalismus. Ohnehin scheint sich die Lage zwischen Arbach- und Loreto-Quartier entspannt zu haben: Seit der letzten Schadensmeldung (laut der Polizei ein unabsichtlicher Zwischenfall) ist die Barriere laut Polizei und Gemeinde unversehrt geblieben.

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