Verkehrsverbund Luzern

Öffentlicher Verkehr: Trotz Wachstum kommt es zu vier Millionen Franken Verlust

Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) verzeichnete 2025 bei den Fahrgästen ein Plus von drei Prozent. Trotzdem führten steigende Kosten zu einem negativen Jahresabschluss.
Der öffentliche Verkehr im Kanton Luzern wächst – die finanzielle Belastung bleibt hoch. Im Bild: Reisende im Bahnhof Luzern.
Bild: zvg

Im Jahr 2025 verzeichnete der öffentliche Verkehr (öV) im Kanton Luzern erneut mehr Fahrgäste: Wie der Verkehrsverbund Luzern (VVL) mitteilt, haben insgesamt 122,6 Millionen Fahrgäste den öV benutzt – drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Bahnstrecke Emmenbrücke–Luzern bleibe mit durchschnittlich 41’100 Fahrgästen pro Werktag die meistgenutzte Strecke im Kanton Luzern und wuchs im Jahr 2025 um 3,3 Prozent. Besonders stark nachgefragt seien die Strecken Littau–Luzern (+9,4 Prozent) und Luzern Allmend/Messe–Luzern (+8,9 Prozent). Gründe dafür seien unter anderem mehr Fahrgäste rund um Kriens Mattenhof.

Höhere Ausgaben belasten Jahresrechnung

Der VVL schliesst die Jahresrechnung 2025 trotz des Fahrgast-Wachstums mit einem Verlust von vier Millionen Franken ab. Dieser könne kurzfristig durch Eigenkapital gedeckt werden. Gründe für das negative Ergebnis seien steigende Beiträge an die Transportunternehmen, Investitionen in den fossilfreien öV sowie Änderungen im Verteilschlüssel der Passepartout-Einnahmen.

Der Kostendeckungsgrad von den vom VVL bestellten Linien betrug 65,1 Prozent. Das sind 2,9 Prozent mehr als 2024. Er gibt an, in welchem Umfang der öV durch die Ticketeinnahmen gedeckt ist. Seit 2024 werde zusätzlich der Kostendeckungsgrad des bestellten öV innerhalb des Kantons Luzern betrachtet, dieser beträgt 59,5 Prozent.

Kosten steigen weiter

Wie es in der Mitteilung heisst, erwartet der VVL durch die Umstellung auf den fossilfreien öV sowie durch die Einführung der Mineralölsteuerpflicht im Ortsverkehr ab 2026 höhere Produktionskosten. Diese könnten weder durch eine höhere Nachfrage noch durch höhere Fahrpreise kompensiert werden.

Der VVL fordert zudem konkrete Massnahmen zur Busbeschleunigung. Staus würden das VVL-Budget jährlich mit rund zwei Millionen Franken zusätzlich belasten. Lösungen wie elektronische Busspuren oder Dosieranlagen würden helfen, die Busse pünktlicher zu machen. (stg)

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