Tierwohl

Verein fordert mehr Taubenschläge in der Stadt Luzern

Das «Augsburger Modell» soll die Stadt sauberer machen und das Tierwohl erhöhen.

Die Regulierung des Taubenbestands in Schweizer Städten sorgte im vergangenen April für dicke Luft. Dass die Stadt Zürich Tauben per Genickbruch tötet, sorgte für Kritik. Auch in der Stadt Luzern werden Tauben getötet. Das geschieht allerdings nur in Ausnahmefällen – etwa fünf Mal jährlich. Früher wurden jährlich noch rund tausend Tauben geschossen. Mit dem Projekt «Stadttauben Luzern» will man in Luzern seit 2001 eine stabile und gesunde Population garantieren. Zum Projekt gehören der Aufruf «Tauben nicht füttern» und zwei Taubenschläge, die die öffentlichen Flächen entlasten sollen.

Der Luzerner Sektion des Vereins Stadttauben Schweiz geht das nicht weit genug. Per Petition will sie eine Umstellung auf das sogenannte «Augsburger Modell» fordern, das «praxiserprobt und tiergerecht» sei. Zum Modell gehört die Errichtung betreuter Taubenschläge an «Hotspots», in denen die rund 2500 Tiere Gesundheitskontrollen erhalten sowie mit Wasser und Futter versorgt werden. Ungeeignete, wilde Brutplätze sollen tierschutzgerecht verschlossen werden. Ferner sieht das Modell eine Bestandesregulierung mittels systematischem Eiertausch vor.

Die Sektion argumentiert, dass diese Massnahmen das Tierwohl erhöhen, indem Tötungen und Aushungerungen überflüssig würden. Zudem werde dadurch die Sauberkeit und Wirtschaftlichkeit erhöht, indem man etwa Reinigungskosten spare. In der Vergangenheit stellte sich die Stadt Luzern hingegen auf den Standpunkt, dass die Umsetzung des Augsburger Modells erheblich mehr Ressourcen binden würde.

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