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Zug

Valérie Dittli zahlt in Lausanne keine Steuern: Hat die Zugerin getrickst? 

Sie lebt seit 2016 in Lausanne, ist Waadtländer Finanzdirektorin und hat dort jahrelang keinen Rappen Steuern bezahlt.

Valérie Dittli soll in Zug Steuern gezahlt haben, obwohl sie in Lausanne arbeitete. 
Bild: Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 5. April 2022)

Valérie Dittli, vor einem knappen Jahr in die Waadtländer Regierung gewählt und dort seither fürs Ressort Finanzen zuständig, hat dort nie Steuern an den Kanton bezahlt. Das machte das Westschweizer Fernsehen RTS bekannt.

Seit 2016 wohnt die 30-Jährige in Lausanne, doch auf dem Papier lebte Valérie Dittli in Oberägeri. Mit einer Ausnahme: 2021 habe sie ihren Hauptwohnsitz vorübergehend nach Lausanne verlegt, um für die Gemeinderatswahlen zu kandidieren. Sie scheiterte und verlegte danach ihren Hauptwohnsitz wieder in den Kanton Zug. Erst Ende Januar 2022 habe sie den Steuersitz nach Lausanne verlegt. Laut RTS-Schätzungen habe Dittli 20'000 Franken Steuern gespart, weil sie im Kanton Zug statt im Kanton Waadt besteuert worden war.

Dittli weist die Anschuldigungen von sich. Solche Themen seien privat. «Wir sprechen über mein Leben als Studentin, Doktorandin, Praktikantin, in einem Alter, in dem man sich noch sucht, in dem alles offen ist.» Sie sagte auch, dass der Steuerbetrag auf ihren Verdienst – sie machte in Bern das Anwaltspraktikum – im Kanton Waadt günstiger gewesen wäre, als wenn sie im Kanton Zug besteuert worden wäre. (rem)

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