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Kanton Uri

Bürgler Theater begeistert mit «Urüäh im Dorf»

Am Freitag feiern die Theaterspielerinnen und Theaterspieler Premiere mit einer lustigen und zugleich besinnlichen Komödie.

Das diesjährige Theater in Bürglen verspricht pure Unterhaltung und reichlich Gelegenheit zum Lachen. Grund dafür ist die optimale Besetzung in der Komödie von Thomas Brückner, die Hubert Arnold in den heimeligen Urner Dialekt übersetzt hat.

Da ist aber die Verwandtschaft mit der 70-jährigen Paula gar nicht einverstanden. Von links: Margot (Janine Rentsch), Paula (Rita Schmid) und Martin (Beppi Imhof).
Bild: Robi Kuster

«Urüäh im Dorf» ist ein besinnliches und zugleich sehr lustiges Stück, welches das rein Menschliche nie vergisst, wie es sich in einem kleinen Dorf überall  abspielen könnte. Da bricht doch nach dem 70. Geburtstag von Paula (Rita Schmid) tatsächlich dieser Ruedi bei ihr ein. Er erinnert sie  so sehr an ihren verstorbenen Sohn, dass sie ihn – nachdem sie ihn selber dingfest gemacht hat – in ihre Wohnung aufnimmt und Herz zeigt, anstatt ihn bei der Polizei zu melden. «Auch ein Verbrecher soll eine letzte Chance bekommen», begründet sie ihre Handlung.

Knifflige Situationen bis zum Schluss

Doch dies löst eine Welle von Unstimmigkeiten aus, die sie selbst nie erwartet hätte. Während die einen der Verwandten fürchten, dass sie dereinst um das Erbe geprellt würden, wenn Paula eine Beziehung zu Ruedi aufbauen würde, sind andere bestrebt, mit religiösen und scheinheiligen Gründen gegen sie vorzugehen.

Der Einbrecher Ruedi (Christian Arnold) entpuppt sich als Glücksfall für Paula (Rita Schmid, Mitte) und die brave Renate (Manuela Küttel) hat etwas dagegen.
Bild: Robi Kuster

Da geht es manchmal drunter und drüber und die arme Rentnerin weiss bald nicht mehr, wo ihr Kopf steht. Der «Tratsch» im Dorf wird fast unerträglich. Zum Glück ist da noch der Einbrecher Ruedi, der schon bald selber Herz zeigt und bis zum Schluss noch manche knifflige Situation bereinigen muss.

Neu gestaltete Bühne und Klaviermusik

Das diesjährige Theater wartet mit einigen Neuerungen auf. Einerseits wurde die Bühne neu gestaltet und so gebaut, dass sie auch Szenen ausserhalb der Wohnung von Paula zulässt. Mit wenigen Griffen kann die Seitenwand ausgefahren werden. Zurück bleibt ein völlig neutraler schwarzer Raum, wo nur Licht und die Spielenden mit ganz wenig Requisiten zu sehen sind. Damit kann des  Geschehen optimal fokussiert werden und lässt dem Besucher alle Fantasien offen.

Eine willkommene Neuerung ist auch die eingespielte Klaviermusik, die wie ein roter Faden das ganze Stück teils lauter, teils nur als Untermalung begleitet. Die Musik wirkt aber nie störend.

Spieler und Spielerinnen mit viel Erfahrung

Bürglen hat das Glück, immer auf erfahrene Spieler und Spielerinnen zurückgreifen zu können. Während die einen ein Jahr in den Hintergrund treten, übernehmen andere die Hauptrollen und der Besucher hat das Gefühl, dass sie immer eine solche Rolle gespielt hätten. So nimmt Beppi Imhof für einmal eine Nebenrolle ein. Dafür glänzt Rita Schmid als 70 jährige Paula in einer Rolle, die ihr auf den Leib geschnitten ist. Auch Christian Arnold als Ruedi schlüpft in diesem Jahr in eine sehr grosse Rolle mit vielen Einsätzen. Renate (Manuela Küttel) und Alma (Lea Briker) verblüffen mit ihren theatralischen Fähigkeiten. Sie lassen keine Gelegenheit aus, um die Besucher herzhaft zum Lachen zu bringen. Ein Theaterabend in Bürglen lohnt sich auf jeden Fall, wenn man für eine kurze Zeit die Geschehnisse auf der Welt vergessen möchte.

Theater Bürglen - «Uruäh im Dorf». Premiere (mit Tombola) am Freitag, 9. Januar, 20 Uhr, in der Aula Bürglen. Weitere Aufführungen bis am 30. Januar. Vorverkauf unter www.theater-buerglen.ch oder Telefon 077 406 07 27 (Montag und Donnerstag, 17 bis 19 Uhr.).

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