Sport

Urner setzen Ausrufezeichen am Nordic Weekend

Das diesjährige Nordic Weekend in Andermatt bot hochstehenden Sport und brachte in allen Elite-Kategorien neue Gesichter ganz nach oben auf das Podest. Aus Urner Sicht überzeugten die Briker-Brüder vom SC Unterschächen.

Das auf zwei Rennen pro Kategorie verkürzte Nordic Weekend 2026 sorgte für viel Dynamik und frische Namen in den Ranglisten. Bei der Langlauf-Elite sicherten sich Antonin Savary und Giuliana Werro die Gesamtsiege. Im Biathlon setzten sich mit Joscha Burkhalter und Lydia Mettler ebenfalls zwei neue Gesichter in den Elite-Kategorien durch. Das traditionsreiche Treffen im Kanton Uri gilt als grösster Off-Snow-Event der Schweizer Langlauf- und Biathlon-Szene.

Nico Briker läuft in 36:13 Minuten von Andermatt zur Oberalp-Passhöhe und war damit schneller als Olympiateilnehmer Janik Riebli.
Bild: zvg

Neben der Strecke bot das Wochenende ein vielseitiges Rahmenprogramm: Am Samstagnachmittag präsentierte die Skiindustrie in der Mehrzweckhalle Andermatt ihre Neuheiten. Zudem erhielten zwölf proNordic-Botschafter auf Vermittlung von Gemeindevize Jost Meyer die Chance, einen Rocksong, «Born to Be Wild», aufzunehmen und wertvolle Erfahrungen abseits des Sports zu sammeln. Die sportlichen Erfolge liessen nicht lange auf sich warten. Lena Baumann setzte die positive Energie perfekt um und feierte den Gesamtsieg im Biathlon bei den U21-Frauen.

Briker-Brüder brillieren

Der Schattdorfer Matteo Gisler und Jaden Esprit aus Andermatt staunten ob der Leistung der Gebrüder Briker vom SC Unterschächen. Nico Briker, der bereits in der vergangenen Saison als bester nordischer Kletterer von sich reden machte, lief beim klassischen Rollskirennen an der Oberalppassstrasse auf den hervorragenden 10. Rang in der Kategorie U20-Männer. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Mario überzeugte im starken, 47 Athleten umfassenden Feld mit dem 19. Rang. In der Gesamtwertung, die der Walliser Victor Gailland aus dem Val Ferret für sich entschied, belegte Nico den 17. und Mario den 21. Platz.

Fokus auf den Winter

Nico Briker (Jahrgang 2008) kommentierte seine Leistung nach dem Rennen mit einem Schmunzeln: «Das Berglaufen liegt mir eindeutig besser als das Flachstück – oder das Keyboard bei einem Rocksong.» Sein Bruder Mario (Jahrgang 2010) kommt ebenfalls immer besser in Fahrt und eifert ihm erfolgreich nach. Ermöglicht wird dies auch durch seine Maurerlehre in einem sportfreundlichen Betrieb, der viel Verständnis für das intensive Training aufbringt. Nach diesem gelungenen Formtest stehen die Zeichen gut, dass die Urner Nachwuchstalente ihre Ausrufezeichen im kommenden Winter bestätigen. (zvg)

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)