Kürzlich fand in der Aula in Bürglen die 31. Regionalversammlung des Regionalverbands Zentralschweizer Volkstheater ( www.rzv.ch ) statt. Heinz Imhof von der einheimischen Theatergruppe Bürglen, der als OK-Präsident der Jahrestagung amtierte, führte zusammen mit seiner Nichte Celina Schneeberger auf unterhaltsame Weise durch die verschiedenen Programmpunkte der Veranstaltung. Er durfte einleitend rund 100 Gäste im Tellendorf begrüssen. Die Bürgler Gemeindepräsidentin Claudia Gisler-Walker stellte in kurzen Zügen die geografische, kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt des Tagungsorts vor. Ralph Aschwanden, Vorsteher des Amts für Kultur und Sport, überbrachte die Grüsse der Urner Bildungs- und Kulturdirektion.
Vielfältiges Kursangebot
Der Regionalverband muss seit längerer Zeit ohne Präsidium über die Runden kommen. Deshalb führte RZV-Kassier Hubi Arnold aus Bürglen durch die traktandierten Geschäfte. Vorstandsmitglied Nicole Sauter präsentierte den Jahresbericht des RZV. Die Delegierten und Gäste konnten erfreut zur Kenntnis nehmen, dass die Mitgliederzahl im vergangenen Verbandsjahr praktisch gehalten werden konnte. Dem RZV gehören aktuell 113 Theatervereine, zwölf Vereinstheater und 56 Einzelmitglieder an.
Hubi Arnold konnte in der Jahresrechnung einen kleinen Gewinn ausweisen. Die Mitgliederbeiträge des RZV wurden nicht angepasst. An der Jahresversammlung des Zentralverbands Schweizer Volkstheater (ZSV) im Juni 2025 wird sich RZV-Vertreter Hubi Arnold gemäss Beschluss an der Regionalversammlung vom 15. März im Urnerland für eine Anpassung des ZSV-Beitrags aussprechen. Vorgesehen ist, die Abgabe an den Zentralverband für Theatervereine von 90 auf 145 Franken, für Vereinstheater von 45 auf 75 Franken und für Einzelmitglieder von 20 auf 35 Franken zu erhöhen. «Die zusätzlichen Gelder sollen in erster Linie in die Modernisierung und Digitalisierung des nationalen Verbandes investiert werden», betonte ZSV-Präsident Lukas Lewicki in Bürglen. «Unser Ziel ist es, den Mitgliedern weiterhin wichtige und wertvolle Dienstleistungen anbieten zu können.»
Weiterhin Vakanzen im Vorstand
Beim Traktandum Wahlen wurde Hubi Arnold mit grossem Applaus zum neuen RZV-Präsidenten ernannt. Er schliesst damit die seit drei Jahren bestehende Lücke an der Spitze des Verbands. Der Bürgler Theaterregisseur wird aber weiterhin für die Finanzen verantwortlich sein, und zwar bis ein Nachfolger zur Verfügung steht. Wiedergewählt wurden die Vorstandsmitglieder Marianne Wicki (Kurswesen) und Nicole Sauter (Kinder- und Jugendtheater) sowie Revisorin Cordula Guillet. Gegenwärtig sind Nidwalden/Obwalden und Schwyz im Leistungsgremium des RZV nicht vertreten. Bis diese Chargen besetzt sind, übernehmen die gewählten Vorstandsmitglieder die Arbeiten, welche in den von Vakanzen betroffenen Bereichen anfallen.
Die Tagung 2026 des RZV wird im Freiamt stattfinden. Verantwortlich zeichnet die Theatergruppe Oberrüti AG. Mit einer Laudatio, einem Präsent und einer musikalischen Einlage von Vorstandsmitglied Nicole Sauter wurden Francesca Fries-Spagnol (Kantonsvertreterin Luzern und bisherige RZV-Vertreterin im ZSV) sowie der Obwaldner Vertreter Gustav Ziegler (Homepage-Verantwortlicher) aus dem RZV-Vorstand verabschiedet.
Thierry Ueltschi stellte die Entstehungsgeschichte und die Ziele des Volkstheaterfestivals Meiringen vor, das in diesem Jahr vom 18. bis 22. Juni stattfindet (siehe www.volkstheaterfestival.ch ). «Wir wollen mit Workshops und weiteren Aktivitäten die Volkstheatertradition stärken und Theaterschaffende vernetzen», betonte Thierry Ueltschi. Zum Schluss bedankte sich Hubi Arnold bei der Theatergruppe Bürglen für die Organisation des Anlasses. Das Abendprogramm beinhaltete neben Apéro und Nachtessen auch Vorträge des Kinderchors Bürglen sowie der jungen Ländlermusikanten Finn Bissig, Levin Brand und Florian Arnold.

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