Die Raiffeisenbank Schächental und Raiffeisenbank Urnerland blicken auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 zurück. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und des anhaltend tiefen Zinsumfeldes behaupteten sie ihre starke Position in der Region und erzielten einen Halbjahresgewinn von 1,29 Millionen Franken (Vorjahr: 1,20 Millionen Franken), wie einer entsprechenden Medienmitteilung zu entnehmen ist.
Die Forderungen gegenüber Kunden haben gegenüber dem Jahresende 2025 um 0,74 Prozent zugelegt. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich um 39,3 Millionen Franken (+2,39 Prozent). Auch auf der Passivseite setzte sich das Wachstum fort: Die Kundeneinlagen stiegen um 1,18 Prozent beziehungsweise 20,0 Millionen Franken auf 1714,3 Millionen Franken. Das Depotvolumen entwickelte sich ebenfalls erfreulich und erhöhte sich um 8,59 Prozent auf 440,9 Millionen Franken.
Im ersten Halbjahr konnten die beiden Raiffeisenbanken 159 neue Genossenschafterinnen und Genossenschafter sowie 76 neue Kundinnen und Kunden gewinnen. Mit knapp 55 Prozent der Urner Bevölkerung als Kundinnen und Kunden bestätigt Raiffeisen ihre starke Marktposition.
Erfreuliche Ertragszahlen
Der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft belief sich auf 10,2 Millionen Franken (+6,01 Prozent). Positiv entwickelte sich erneut das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Der entsprechende Erfolg stieg um rund 0,4 Millionen Franken auf 2,66 Millionen Franken (+17,18 Prozent). Treiber dieser erfreulichen Entwicklung waren das Vorsorge- und Anlagegeschäft, insbesondere aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Vermögensverwaltungsmandaten und Vorsorgelösungen.
Der Geschäftsaufwand blieb im ersten Halbjahr mit 7,0 Millionen Franken nahezu unverändert (+0,09 Prozent). Dank konsequenter Kostendisziplin und eines umsichtigen Umgangs mit den verfügbaren Ressourcen konnte dieser Aufwandsposten stabil gehalten werden. Der Personalaufwand stieg um 0,2 Millionen Franken (+3,95 Prozent). Die Zunahme widerspiegelt gezielte Investitionen in die Beratungskompetenz sowie die fachliche und persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden. Die Urner Raiffeisenbanken zählen aktuell 78 Mitarbeitende, darunter 9 Lernende.
Der Sachaufwand reduzierte sich um 0,2 Millionen Franken auf 2,9 Millionen Franken.
Verantwortung über das Bankgeschäft hinaus
Neben ihrem Bankgeschäft engagieren sich die Urner Raiffeisenbanken auch für Projekte mit nachhaltigem Nutzen für die Region. So unterstützten sie im vergangenen Jahr gemeinsam mit weiteren Zentralschweizer Raiffeisenbanken das neue Kinderspital Zentralschweiz. Dank dieser Unterstützung kann ein hochmoderner Photon-Counting-Computertomograf beschafft werden, der mit der Inbetriebnahme des neuen Spitals im Herbst 2026 zum Einsatz kommt und die medizinische Versorgung von Kindern in der Zentralschweiz weiter verbessert.
Ausblick auf das zweite Halbjahr
Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds und anhaltender geopolitischer Unsicherheiten blicken die Urner Raiffeisenbanken gemäss Mitteilung zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte. Die Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen dürfte stabil bleiben, während das Vorsorge- und Anlagegeschäft weiter an Bedeutung gewinnt.
Dank ihrer starken regionalen Verankerung, der engen Beziehung zu ihren Kundinnen und Kunden sowie ihrer soliden Kapitalbasis sehen sich die Urner Raiffeisenbanken gut positioniert, um auch im zweiten Halbjahr nachhaltig zu wachsen und ihre Marktstellung weiter zu festigen. (zvg)


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