Sie zeigen Einigkeit: Ständerätin Heidi Z`graggen (Die Mitte), Ständerat Josef Dittli (FDP) und Nationalrat Simon Stadler (Die Mitte) stehen geschlossen gegen die Halbierungsinitiative. In einer Mitteilung des Komitees wird Simon Stadler zitiert: «Für Sportfans erfüllt das SRF neben dem guten Service Public auch eine wichtige Sportförderung. Beides würde unter den massiven Einsparungen empfindlich an Qualität einbüssen.» Dabei verweist der bekennende Sportfan auf bisherige Live-Übertragungen, an die er sich gerne erinnert: Etwa als Linda Indergand an Olympia mit Bronze glänzte, Jolanda Annen in Tokio im Team Triathlon den 19. Rang erkämpfte oder die Urschner Profi-Skifahrerinnen mit guten Resultaten im Weltcup brillierten.
Initiative schadet den Bergkantonen
Für das überparteiliche Komitee ist der Gegenvorschlag von Bundesrat Albert Rösti ein guter Kompromiss. Dieser will die Serafe-Gebühren auf 300 Franken senken und Unternehmen mit weniger als 1,2 Millionen Franken Jahresumsatz komplett von der Gebühr befreien. Ständerat Josef Dittli befürchtet, dass gerade Randregionen und Bergkantone unter den Einsparungen leiden würden. In der Mitteilung sagt er: «Die Medienlandschaft in der Schweiz verändert sich stark. Das spüren insbesondere wir in den ländlichen Regionen. Den Erhalt einer vielfältigen Berichterstattung braucht es, damit die ganze Schweizer Bevölkerung wahrgenommen wird.» Tatsache sei, dass der SRG nach Annahme der Initiative 800 Millionen Franken fehlen würden. Josef Dittli weiter: «Das ist nicht nur eine Kürzung, das ist ein Kahlschlag, der sich auf alle Bereiche der Berichterstattung auswirken wird.»
Für seine Ratskollegin Ständerätin Heidi Z`graggen steht laut der Mitteilung fest: «Die SRG erfüllt staatspolitisch einen sehr wichtigen Auftrag. Die einzigartige Demokratie der Schweiz ist auf einen neutralen und unabhängigen Radio- und Fernsehanbieter angewiesen. Die massive Kürzung würde somit nicht nur die SRG, sondern auch unsere Demokratie gefährden.»
Allianz von links bis rechts
Unter den Urner Parteien formierte sich in den vergangenen Wochen eine breite Allianz gegen die Initiative. Nebst den Parteipräsidien der Mitte Uri, der FDP Uri, der GLP Uri und der Co-Geschäftsleitung der SP Uri sprechen sich auch mehr als die Hälfte der Landratsmitglieder gegen den Kahlschlag an der SRG aus. Allen sei klar, dass gerade kleine Kantone wie Uri besonders stark auf eine gute mediale Grundversorgung angewiesen seien. Veränderungen im Werbemarkt führten dazu, dass sich private Medienunternehmen zunehmend auf nationale und internationale Märkte und Unterhaltungsformate konzentrieren, während die lokale Berichterstattung stark rückläufig ist. Umso wichtiger ist für die Komiteemitglieder heute eine unabhängige, starke SRG, die sich verpflichtet, aus allen Landesteilen, Kantonen und Regionen zu berichten. (zvg)
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