Kanton Uri

Finanzstatistik: 15 Gemeinden schliessen mit Plus, 4 mit einem Minus

Der Ertragsüberschuss liegt bei total etwas mehr als 4 Millionen, der Aufwandüberschuss bei 272'000 Franken.

Der Aufwand in den Rechnungen der Urner Gemeinden hat gegenüber dem Vorjahr um mehr als 7,29 Millionen zugenommen und beläuft sich auf 147,3 Millionen Franken. Dies geht aus der soeben veröffentlichten Gemeindefinanzstatistik hervor. Die ordentlichen Abschreibungen betragen fast 8,37 Millionen (Vorjahr beinahe 8,27 Millionen). Der Ertrag liegt bei 169,9 Millionen und hat gegenüber dem Vorjahr um 14,7 Millionen oder 9,45 Prozent zugenommen. Nebst zusätzlichen Abschreibungen von rund 6,3 Millionen haben verschiedene Gemeinden Einlagen in Fonds und Spezialfinanzierungen in der Höhe von 876'000 Franken und Einlagen in Eigenkapital von 3,35 Millionen Franken vorgenommen.

Blick vom Steinbruch Gasperini AG auf den Urner Talboden.
Bild: Urs Hanhart (Attinghausen, 8. 9. 2022)

Insgesamt 15 Gemeinden konnten ihre Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von total etwas mehr als 4 Millionen Franken abschliessen. Vier Gemeinden mussten einen Aufwandüberschuss von total 272'000 Franken verbuchen. Das Gesamtergebnis aller Gemeinden beläuft sich auf einen Ertragsüberschuss von fast 3,74 Millionen (Vorjahr  1,2 Millionen).

Höhere Steuererträge und Anteile an Kantonseinnahmen

Gesamthaft konnten die Gemeinden Steuern und Anteile an Kantonseinnahmen von 105 Millionen (Vorjahr 94,1 Millionen) als Ertrag verbuchen. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Anteil beträgt 2'689 Franken und konnte damit gegenüber dem Vorjahr um 253 Franken gesteigert werden. Die Pro-Kopf-Anteile liegen zwischen 1’685 Franken in Unterschächen und 7159 Franken in Andermatt.

Im vergangenen Jahr hat die Investitionstätigkeit (Bruttoinvestitionen) in den Urner Gemeinden gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Die Bruttoinvestitionen betrugen 20,2 Millionen (Vorjahr 15,8 Millionen). Nach Abzug der Einnahmen von Bund, Kanton und Dritten verbleiben den Gemeinden Nettoinvestitionen von 14 Millionen (Vorjahr 12,7 Millionen), welche mit Ausnahme der Beteiligungen und Darlehen in den kommenden Jahren abzuschreiben sind. Der Selbstfinanzierungsgrad der Nettoinvestitionen beträgt 148,2 Prozent (Vorjahr 108,8 Prozent).

Die Nettoschuld II (Verwaltungsvermögen abzüglich Darlehen, Beteiligungen und Eigenkapital), beträgt gesamthaft 21,7 Millionen und stellt damit ein Nettoguthaben dar. Das durchschnittliche Nettoguthaben pro Kopf beträgt 555 Franken (Vorjahr Nettoguthaben 384 Franken). 13 Gemeinden können ein Nettoguthaben je Einwohner ausweisen. Bei den übrigen Gemeinden schwankt die Nettolast pro Kopf zwischen 111 Franken (Altdorf) und 4981 Franken (Göschenen).

Das Nettoergebnis des Bereichs Bildung beträgt MCHF 53,5 Millionen (Vorjahr 51,9 Millionen). Dabei ist zu beachten, dass zusätzliche Abschreibungen/Einlagen in Vorfinanzierungen in der Höhe von 1,1 Millionen vorgenommen wurden (Vorjahr 0,6 Millionen). Die Kosten je Schülerin und Schüler liegen zwischen 10’186 in Attinghausen und 24'494 Franken in Sisikon. Der Durchschnitt je Schülerin oder Schüler beträgt 13'297 Franken (Vorjahr 12’959 Franken). Ohne zusätzliche Abschreibungen/Einlagen in Vorfinanzierungen beträgt der Durchschnittswert 13’014 (Vorjahr CHF 12’813 Franken). Gegenüber dem Vorjahr (4005) ist die Schülerzahl auf 4024 angestiegen. Diese Kennzahl wird gemäss einer Mitteilung zur Gemeindefinanzstatisik stark beeinflusst von der Anzahl Schülerinnen und Schüler in den Gemeinden, den Klassengrössen, der Altersstruktur der Lehrpersonen, dem Aufwand für den Unterhalt der Schulliegenschaften sowie allfälligen zusätzlichen Abschreibungen.

Der Nettoaufwand für die stationäre Langzeitpflege beträgt 12,2 Millionen (Vorjahr 11,4 Millionen), was einem Aufwand von 313 Franken pro Kopf entspricht (Vorjahr 295 Franken pro Kopf). (MZ)

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