Der Kanton Uri arbeitet seit Anfang 2025 mit der Fachstelle elbe für Lebensfragen zusammen. Grundlage ist eine Programm- und Leistungsvereinbarung. Damit erfüllt der Kanton gesetzliche Aufgaben in den Bereichen Ehe-, Familien- und Schwangerschaftsberatung, wie er mitteilt.

Das Angebot richtet sich an Einzelpersonen, Paare und Familien aus dem Kanton Uri. Die Fachstelle unterstützt Menschen bei persönlichen Krisen, Konflikten in Partnerschaft oder Familie sowie bei Fragen rund um Sexualität, Schwangerschaft und Familienplanung. Die Beratungen stehen allen Personen offen, unabhängig von sozialer Situation, Herkunft oder Religion. Sie werden von qualifizierten Fachpersonen durchgeführt und unterstehen der beruflichen Schweigepflicht.
Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektor Christian Arnold betont insbesondere den niederschwelligen Zugang. Neben Beratungen vor Ort in Luzern seien auch Videogespräche möglich. Dadurch könnten Betroffene das Angebot flexibel und ortsunabhängig nutzen.
Von Paarberatung bis Kinderwunsch
Zum Angebot gehören Einzel-, Paar- und Sexualberatungen sowie Unterstützung in belastenden Lebenssituationen. Auch bei ungeplanter Schwangerschaft, Fragen zur Verhütung, bei Kinderwunsch oder nach einer Fehlgeburt beziehungsweise einem Kindsverlust bietet die Fachstelle Beratung an. Hinzu kommen Informationen zu rechtlichen und finanziellen Fragen rund um Schwangerschaft und Elternschaft sowie Unterstützung beim Entscheid für oder gegen eine pränatale Untersuchung.
Auch psychotherapeutische Beratung und Begleitung gehören zum Angebot. Die Schwangerschaftsberatung ist kostenlos. Für die übrigen Beratungen gelten sozialverträgliche Tarife. Psychotherapeutische Leistungen können über die Krankenversicherung abgerechnet werden.
Beratung auch per Video
Die Beratungsstelle befindet sich in der Stadt Luzern. Wer nicht persönlich anreisen kann oder möchte, kann Gespräche auch online führen. Der Kanton empfiehlt, bei belastenden Lebenssituationen frühzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Ein Gespräch mit einer neutralen Fachperson könne helfen, neue Perspektiven zu gewinnen und Lösungen zu entwickeln. (zvg/jfi)
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