Vom 19. bis 26. August 2026 führte das Kreiskommando Uri die diesjährigen Orientierungstage durch. Insgesamt nahmen 173 junge Urnerinnen und Urner teil. Neben 165 Männern, mehrheitlich mit Jahrgang 2008, besuchten auch acht Frauen des Jahrgangs 2008 freiwillig den Orientierungstag, wie das Amt für Bevölkerungsschutz und Militär des Kantons Uri in einer Mitteilung schreibt.
Der Orientierungstag bilde einen wichtigen ersten Schritt auf dem Weg zur Erfüllung der Dienstpflicht. Die Teilnehmenden erhielten Informationen zur Rekrutierung, zur Schweizer Armee und zum Zivilschutz sowie zu ihren Rechten und Pflichten. Verantwortlich für die Durchführung waren Hauptmann Vivien Hofer, Abteilungsleiterin und Kreiskommandantin, sowie Oberleutnant Jannik Arnold, Sachbearbeiter Kreiskommando und Chef Orientierungstage. Gemeinsam mit dem Moderatorenteam führten sie durch das vielseitige Programm.
Vier Teams vermittelten unterschiedliche Kulturen
Ein besonderer Fokus lag auf den vier Teams «Unterstützung, Technik, Kampf und Hilfe». Diese vermittelten neben den verschiedenen Funktionen auch die unterschiedlichen Kulturen und den jeweiligen Alltag innerhalb der Armee. Je nach Bereich unterschieden sich Aufgaben, Umfeld und Anforderungen deutlich. So gestaltete sich beispielsweise der Alltag in einer Sanitäts-Rekrutenschule anders als jener in einer Infanterie-Rekrutenschule.
Die vier Teams sollten den jungen Erwachsenen dabei helfen, herauszufinden, welcher Bereich ihren Interessen, Fähigkeiten und Vorstellungen am besten entsprach. Damit standen nicht nur die Wahl einer Funktion, sondern auch das passende militärische Umfeld im Vordergrund.
Dienstmanager löste physisches Dienstbüchlein ab
Eine weitere Neuerung betraf die Digitalisierung. Seit dem 1. Juni 2026 wurde das bisherige physische Dienstbüchlein durch den digitalen Dienstmanager der Schweizer Armee abgelöst. Die Teilnehmenden wurden direkt vor Ort beim Onboarding unterstützt.
Für einen praxisnahen Einblick sorgte die BODLUV‑Schule 33 aus Emmen mit einer Armeeausstellung. Die Teilnehmenden konnten Material und Ausrüstung aus nächster Nähe kennenlernen und mit Angehörigen der Armee ins Gespräch kommen. Die Ausstellung ergänzte damit die theoretischen Inhalte des Orientierungstages auf anschauliche Weise.
Besuch aus Politik und Verwaltung
Am 24. August 2026 besuchten Sicherheitsdirektorin Céline Huber, Landratspräsident Pascal Arnold, Sicherheitskommissionspräsident Ruedi Wyrsch, Generalsekretärin Alexandra Kälin sowie Amtsvorsteher Urs Mock die Orientierungstage. Sie erhielten einen Einblick in die Durchführung und tauschten sich mit den Verantwortlichen aus.
Die Orientierungstage boten den jungen Erwachsenen die Möglichkeit, sich frühzeitig mit ihrer Dienstpflicht, der Rekrutierung und ihrem persönlichen Weg in Armee oder Zivilschutz auseinanderzusetzen. (zvg)


Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.