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Gesundheit

Uri stärkt Gesundheitsförderung im Alter

Mit dem Start einer neuen vierjährigen Programmphase führt der Kanton Uri das Aktionsprogramm «Gesund ins Alter» konsequent weiter. Im Fokus stehen Prävention, Bewegung und soziale Teilhabe.

Der Kanton Uri führt sein Engagement für ein gesundes und selbstbestimmtes Altern weiter. Anfang Januar ist das kantonale Aktionsprogramm «Gesund ins Alter» in eine neue vierjährige Programmphase gestartet. Im Zentrum stehen bewährte und neue Massnahmen zur Gesundheitsförderung, Prävention und sozialen Teilhabe älterer Menschen. Denn der demografische Wandel macht sich auch im Kanton Uri deutlich bemerkbar: Die Zahl der Menschen über 65 Jahre nimmt stetig zu. Mit dieser Entwicklung wächst die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention im Alter, schreibt die Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion in einer Mitteilung.

Das Erzählcafé soll auch in den kommenden vier Jahren fortgeführt werden.
Bild: Symbolbild: Miodrag Ignjatovic

Genau hier setze das kantonale Aktionsprogramm «Gesund ins Alter» an. Es knüpft an die seit 2018 laufenden Aktivitäten an und verfolgt das Ziel, älteren Menschen ein möglichst langes, selbstbestimmtes, aktives und sozial eingebundenes Leben mit hoher Lebensqualität zu ermöglichen. Der Kanton Uri engagiert sich seit 2008 mit kantonalen Aktionsprogrammen in der Gesundheitsförderung und Prävention. Ergänzt wird dieses Engagement durch ein weiteres Aktionsprogramm für Kinder und Jugendliche. Gemeinsam stärken die Programme die Gesundheitsförderung über verschiedene Lebensphasen hinweg. «Mit dem kantonalen Aktionsprogramm ‹Gesund ins Alter› werden verschiedene Massnahmen umgesetzt, die ein gesundes, aktives und selbstbestimmtes Altern im Kanton Uri unterstützen. In der neuen Programmphase 2026 bis 2029 wird das bisherige Engagement konsequent weitergeführt», wird Gesundheitsdirektor Christian Arnold in der Mitteilung zitiert.

Bewährte Schwerpunkte und starke Partnerschaften

Auch in der neuen Programmphase setzt «Gesund ins Alter» klare Schwerpunkte: ausgewogene Ernährung, ausreichende Bewegung und psychische Gesundheit. Das Programm ist breit abgestützt und arbeitet eng mit Partnerorganisationen der Altersarbeit zusammen, darunter Pro Senectute Uri, der SRK Kantonalverband Uri sowie medizinische Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen.

Weitergeführt werden bewährte Angebote wie das Erzählcafé. In moderierten Gesprächsrunden teilen ältere Menschen ihre persönlichen Lebenserfahrungen und kommen miteinander ins Gespräch. Eine nationale Evaluation zeigt, dass Erzählcafés die soziale Teilhabe älterer Menschen stärken und einen wichtigen Beitrag zur psychischen Gesundheit leisten. Ein zentraler Schwerpunkt bleibt die Sturzprävention. Stürze gehören zu den häufigsten und folgenschwersten Unfallereignissen im Alter. Die Folgen reichen von eingeschränkter Mobilität und Selbstständigkeit bis hin zu erheblichen gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen Kosten.

Landammann Christian Arnold mit Anna Julia Staehelin, Programmleiterin «Gesund ins Alter».
Bild: zvg

Fachliche Analysen zeigen jedoch, dass gezielte präventive Massnahmen das Sturzrisiko wirksam reduzieren können. Die Gesundheitsförderung Uri setzt deshalb auf ein breites Massnahmenpaket, das Information, Sensibilisierung und Bewegungsförderung verbindet. Dazu gehören Schulungen und Referate für ältere Menschen und medizinisches Fachpersonal, nationale Kampagnen sowie öffentlichkeitswirksame Angebote. «Diese Massnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Selbstständigkeit im Alter und können zur Entlastung des Gesundheitssystems beitragen», schreibt der Kanton in seiner Mitteilung.

Neue partizipative Projekte mit Gemeinden

Ergänzend zu den bestehenden Angeboten werden in der neuen Programmphase auch neue Massnahmen umgesetzt. Dazu zählen partizipative Projekte in Zusammenarbeit mit interessierten Gemeinden. Ältere Menschen sowie lokale Akteurinnen und Akteure werden dabei gezielt in Planung und Umsetzung einbezogen, um bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln. «Es ist wichtig, die ältere Bevölkerung nicht nur zu erreichen, sondern sie aktiv in Prozesse einzubeziehen. Ihre Erfahrungen und Ressourcen sind ein grosser Gewinn für die Gesellschaft», wird Anna Julia Staehelin, Programmleiterin des kantonalen Aktionsprogramms «Gesund ins Alter», zitiert.

Umgesetzt wird das Aktionsprogramm durch die Fachstelle Gesundheitsförderung Uri, die in Papilio integriert ist. Finanziert wird es durch den Kanton Uri und Gesundheitsförderung Schweiz. (zvg/inf)

Weitere Informationen zum Programm und zu den Angeboten finden sich unter www.gesundheitsfoerderung-uri.ch

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