
Am späten Dienstagnachmittag wurde der Kanton Luzern von einer heftigen Gewitterfront heimgesucht, die zu erheblichen Sachschäden und Verkehrsbehinderungen führte. Innerhalb eines Zeitfensters von rund vier Stunden – konkret zwischen 16.20 Uhr und 20.25 Uhr – registrierte die Luzerner Polizei über 60 Notrufe aus der Bevölkerung. Der Sturm forderte auch ein direktes Opfer, wie die Polizei mitteilt: In Neuenkirch erlitt ein Handwerker leichte Verletzungen, als er von einem herumfliegenden Metallteil getroffen wurde. Er musste durch den Rettungsdienst 144 zur medizinischen Abklärung in eine Notfallpraxis transportiert werden.
Die Unwetterlage hielt zahlreiche Feuerwehren in diversen Luzerner Gemeinden über mehrere Stunden hinweg in Atem. So war die Stadtluzerner Feuerwehr von 16.30 Uhr bis 21.30 Uhr im Einsatz, wie aus einem Instagram-Beitrag hervorgeht. Das primäre Einsatzgebiet betraf umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste, welche wichtige Verkehrsachsen blockierten oder stark einschränkten. Dabei kam es an mehreren Orten auch zu Sachschäden an parkierten oder vorbeifahrenden Fahrzeugen.
Neben dem starken Wind, der unter anderem Bauabschrankungen verschob oder umwarf, entluden sich auch heftige Blitze, die direkt in Gebäude einschlugen. Zudem führten die intensiven Niederschläge dazu, dass Keller, Garagen und weitere Liegenschaften mit Wasser vollliefen und nennenswerte Schäden an der Infrastruktur anrichteten. (luz)

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